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Internationales Musikfest Hamburg

28.4.2023 bis 7.6.2023

Programmatische Höhepunkte zum Saisonfinale: Die großen Hamburger Orchester und hochkarätige Gäste widmen sich bei dieser Ausgabe über vier Wochen dem Motto »Liebe«.

»Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.« Als der Apostel Paulus diese Worte an die junge Gemeinde in Korinth schrieb, konnte er nicht ahnen, damit den populärsten Trauspruch aller Zeiten zu verfassen. Noch weniger aber, einmal die thematische Ausrichtung des Internationalen Musikfests Hamburg zu benennen. Denn nachdem die Festival-Mottos 2020 »Glauben« und 2021 »Hoffnung« lauteten, dreht sich in dieser Ausgabe alles um – genau, die Liebe. Und was könnte unsere Welt heute mehr gebrauchen?

Das vollständige Programm wird im Herbst bekannt gegeben.

Gerade Liebespaare, deren Bindung stärker ist als alle widrigen Umstände, haben es Komponisten quer durch die Jahrhunderte angetan: Romeo und Julia, Pelléas und Mélisande oder Porgy und Bess. Sie und viele andere inhaltliche Anknüpfungspunkte durchziehen die Konzerte im (Wonnemonat) Mai, wenn das Musikfest wieder die Kräfte der einheimischen Szene bündelt und hochkarätige internationale Gäste begrüßt, etwa die Wiener Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala und das Concertgebouworkest Amsterdam.

Wieder steht außerdem ein Komponist mit besonderem Hamburg-Bezug im Fokus: der deutschstämmige Alfred Schnittke, der nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aus der Sowjetunion hierher übersiedelte und bis zu seinem Tod 1998 in Eppendorf lebte. Beim Community-Projekt »Love est. 2023« werden Hamburgerinnen und Hamburger gemeinsam kreativ. Und im Eröffnungskonzert erklingt ein neues Werk des US-Amerikaners Sean Shepherd auf Texte der Lyrikerin Ulla Hahn.

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg

Kontakt

Internationales Musikfest Hamburg
HamburgMusik gGmbH
Johannes-Brahms-Platz
D-20355 Hamburg

Telefon: +49 40 357 666 0
Fax: +49 40 357 666 43
E-Mail: mail@elbphilharmonie.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Internationales Musikfest Hamburg

Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Kent Nagano

Shepherd / Beethoven

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Alsterspatzen
Jan Vogler, Violoncello
Dirigent Kent, Nagano


Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93
Sean Shepherd: Neues Werk für Violoncello, Jugend- und Kinderchor und Orchester (Text: Ulla Hahn)

Vertonte Liebesbriefe

Das Internationale Musikfest Hamburg 2023 widmet sich der Liebe. Zur Eröffnung präsentieren Generalmusikdirektor Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester Beethovens Achte, ein Meisterwerk des musikalischen Humors und zudem der – für Beethovens Verhältnisse – ungewohnt leisen Töne. Während der Entstehung schreibt Beethoven einen wunderschönen Liebesbrief an eine Frau, deren Identität bis heute nicht geklärt ist: »Schon im Bette drängen sich die Ideen zu Dir, meine unsterbliche Geliebte. Ja, ich habe beschlossen, so lange in der Ferne herumzuirren, bis ich in deine Arme fliegen kann.« So klingt er also, ein verliebter Beethoven. Auf seine Achte folgt eine Auftragskomposition des Philharmonischen Staatsorchesters an den US-amerikanischen Komponisten Sean Shepherd für Violoncello, Jugendchor und Orchester, deren Text die Hamburger Schriftstellerin und Dichterin Ulla Hahn verfasst.

€ 20,90 | 56,10 | 77 | 95,70 | 119,90

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Marianne Crebassa / Duncan Ward

Haydn: Sinfonie »La Reine« / Berio: Folk Songs / Farrenc: Sinfonie Nr. 3

NDR Elbphilharmonie Orchester
Marianne Crebassa, Mezzosopran
Dirigent: Duncan Ward


Joseph Haydn: Sinfonie B-Dur Hob. I:85 »La Reine«
Luciano Berio: Folk Songs
Louise Farrenc: Sinfonie Nr. 3 g-Moll op. 36

Einführung
17 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Louise Farrenc: Eine Ausnahmeerscheinung

Komposition war und ist eine Männerdomäne – Louise Farrenc gehört als Frau zu den wenigen Ausnahmeerscheinungen in der Musikgeschichte. Beethoven und Haydn waren ihre Vorbilder, Mendelssohn und Schumann die deutsche Konkurrenz der Französin. Zu Lebzeiten international aufgeführt, geriet die selbstbewusste Komponistin nach ihrem Tod bald in Vergessenheit – zu Unrecht, befand die Financial Times. Über Farrencs Sinfonie Nr. 3 schrieb das Blatt 2018: »Die Partitur ist so gut geschrieben, dass sie einen prominenten Platz in der Geschichte der Sinfonien der Frühromantik verdient.«

Jene Dritte Sinfonie erfüllt nun der britische Dirigent Duncan Ward mit neuem Leben. Trotz seiner Jugend stand der Mittdreißiger bereits am Pult von Weltklasse-Orchestern wie dem London Symphony Orchestra und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. In sein Debütkonzert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester startet er mit Haydns Sinfonie Nr. 85 B-Dur. Nicht nur Louise Farrenc verehrte den Österreicher. Auch Marie-Antoinette soll eine Schwäche für ebendiese Haydn-Sinfonie gehabt und ihr den Spitznamen »La Reine« beschert haben. Scherzhaft, graziös und abwechslungsreich wäre das Werk jedenfalls einer Königin würdig.

Zu Ehren einer weiteren Dame entstanden Luciano Berios »Folk Songs«. Elf Volksweisen arrangierte er in diesem Werk, ganz in der Mundart und Tradition des jeweiligen Landstrichs, von den USA über Sizilien und die Provence bis nach Armenien. Seine Widmungsträgerin und damalige Interpretin Cathy Berberian, das wusste Berio, war dieser Vielfalt gewachsen. Auch Mezzosopranistin und Gramophone-Preisträgerin Marianne Crebassa schlüpft mit Vorliebe in die verschiedensten Rollen und wird die Herausforderung mit Bravour bestehen.

€ 15 | 29 | 49 | 71 | 82

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Konzert

Barbara Hannigan / Göteborgs Symfoniker

Strawinsky / Offenbach / Weill

Göteborgs Symfoniker
Barbara Hannigan, Sopran und Leitung


Igor Strawinsky: Pulcinella / Ballett in einem Akt mit drei Solostimmen
Jacques Offenbach: Gaîté parisienne / Ballett in einem Akt (Bearbeitung für Orchester von Manuel Rosenthal)
Kurt Weill: Youkali
Lost in the Stars / aus dem Musical »Lost in the Stars«

Musik wie Champagner

Die kanadische Multikünstlerin Barbara Hannigang beherrscht als Dirigentin und Sängerin nicht nur das »seriöse« Fach. Genauso ist sie auf der Unterhaltungsbühne zu Hause, die kein Geringerer als Kurt Weill so spritzig und anspruchsvoll mit seinen Chansons und Musicals bereichert hat. Mit »Youkali« und »Lost in the Stars« bringt Hannigan zwei wahre Evergreens des Dreigroschenopern-Komponisten zu Gehör.

Wie Kurt Weill nutzte bereits im 19. Jahrhundert der Pariser Operettenkönig Jacques Offenbach die Mittel der Unterhaltung, um mit satirischem Spott den Finger in die Wunden seiner Zeit zu legen. In Operettenfassung »Pariser Leben« gehört noch heute zu den beliebtesten Werken des gebürtigen Kölners, doch auch als Ballett verfehlt die wie Champagner perlende Musik nicht ihre Wirkung.

Den Spagat zwischen Alt und Neu, aber auch zwischen verschiedenen theatralen Formen, wagt schließlich Igor Strawinsky Ballett »Pulcinella«, das auf Musik des Barockkollegen Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) zurückgreift. Uraufgeführt wurde das Stück übrigens in einer von Pablo Picasso entworfenen Ausstattung.

€ 12 | 29 | 55 | 78 | 95

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Yuja Wang / Esa-Pekka Salonen

Lindberg: Piano Concerto No. 3 / Bruckner: Sinfonie Nr. 6

NDR Elbphilharmonie Orchester
Yuja Wang, Klavier
Dirigent: Esa-Pekka Salonen


Magnus Lindberg: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur

Einführung
19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

Salonen, Wang, Lindberg: Dreamteam für die Premiere

Allerspätestens seit der vergangenen Saison geht er in der Elbphilharmonie ein und aus: Der finnische Dirigent und Komponist Esa-Pekka Salonen. Im Rahmen des zweijährigen »Multiversums« rund um seine Musik und seine vielseitige Künstlerpersönlichkeit kehrt er nun für erneut gleich zwei dicht gefolgte Konzertprojekte zum NDR Elbphilharmonie Orchester zurück. Im ersten Programm holt er sich eine unangefochtene Spitzenreiterin der internationalen Piano-Prominenz an die Seite: die amerikanisch-chinesische Tastenlöwin Yuja Wang. Zusammen stellen die beiden eine Novität von Salonens Freund und Landsmann Magnus Lindberg vor. Im Auftrag unter anderem des NDR hat der für seine klangsinnigen Werke gefeierte Finne ein neues Klavierkonzert geschrieben. Das wird beim Zusammentreffen eines solchen Dreamteams garantiert ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis!

Nach der Pause dann zwar bekanntere, aber nicht ausgetretene Pfade: Anton Bruckners Sechste Sinfonie ist so etwas wie ein sträflich vernachlässigtes Stiefkind unter den Sinfonien des Meisters. Vom Komponisten selbst als »Keckste« bezeichnet, fasziniert die Sechste vor allem durch ihr perfektes Zusammenspiel aus Kühnheit und Kontrolle, Intellekt und Emotion. Genau das Richtige für einen umfassenden Künstler wie Esa-Pekka Salonen, in dessen Talent sich ebensolche Züge ideal vereinen.

€ 17 | 37 | 64 | 86 | 107

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Konzert

Kaitlyn Aurelia Smith

ePhil

Kaitlyn Aurelia Smith, live electronics

»Let’s Turn It Into Sound«

Wie bonbonfarbenes Magma

Als ein Nachbar ihr seinen Synthesizer auslieh, war es um Kaitlyn Aurelia Smith geschehen. Seither erschafft die klassisch ausgebildete Komponistin und Indie-Folk-Musikerin mit ihrem modularen Buchla 100 – einem Modell aus den Sechzigern – traumwandelnde Soundscapes. Wabernde Harmonien, flimmernde Beats und Smiths eigene Stimme überlagern sich darin, brodeln stellenweise »wie bonbonfarbenes Magma« (Pitchfork). Mit ihrem neuesten Album »Let’s Turn It Into Sound« und hypnotischen Visuals bespielt die US-Amerikanerin nun den Kleinen Saal der Elbphilharmonie.

€ 22

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Konzert

Pre-concert: love est.2023.

Werkstattkonzert des Community-Projekts

Ensemble Resonanz
Tobias Schwencke: Komposition
Andreas Heise: Choreografie
Michael Müller, Marie Petzold: Regie
Charlotte Beinhauer, Ilka Berger, Kian Jazdi: Konzeption
Suli Puschban, Annegret Winkler: Workshopleitung
Marte Darmstadt, Sarah Lasaki, Michael Müller: Workshopleitung
Juan David Garzón, Mais Harb, Martin Renner: Workshopleitung
Andreas Heise, Kian Jazdi: Workshopleitung
Marie Petzold: Workshopleitung


Überraschungsmoment

Zuschauen, wie ein Kunstwerk entsteht – das geht beim Werkstattkonzert des großen Hamburger Community-Projekts »Love est. 2023«. Hamburgerinnen und Hamburger mit ganz verschiedenen Hintergründen und Nationalitäten sind hier über fünf Monate hinweg zusammengekommen und haben unter professioneller Anleitung ein Kunstwerk erschaffen, das die vielen Facetten von Liebe in unserer Zeit abbildet. In Kleingruppen haben sie Musik produziert, getextet und Choreografien erarbeitet. Nun, kurz vor dem großen Abschlusskonzert in der Elbphilharmonie, wird alles zusammengesetzt und auf Kampnagel erstmals in einem öffentlichen Werkstattkonzert vorgestellt.

€ 5

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Konzert

Karol Szymanowski Quartet / Michail Lifits

Schnittke / Mahler / NDR das neue werk

Karol Szymanowski Quartet
Agata Szymczewska, Violine
Robert Kowalski, Violine
Volodia Mykytka, Viola
Karol Marianowski, Violoncello
Michail Lifits, Klavier


Alfred Schnittke: Streichquartett Nr. 3, Suite im alten Stil
Gustav Mahler: Klavierquartettsatz a-Moll
Alfred Schnittke: Klavierquartett nach einem Fragment Gustav Mahlers, Klavierquintett

Spannende Gegenüberstellung

Alfred Schnittke und Gustav Mahler verbindet vor allem, dass sie eine Zeitlang in denselben Städten – Wien und Hamburg – gelebt haben, wenn auch natürlich zeitversetzt. Musikalisch scheinen hingegen Welten zwischen dem deutsch-russischen Neutöner Schnittke und dem großen spätromantischen Sinfoniker Mahler zu liegen. Doch ohne Mahler wäre die musikalische Moderne kaum denkbar, schließlich war er es, der das Tor ins 20. Jahrhundert weit aufstieß und Komponisten wie Schnittke damit den Weg ebnete. Das Karol Szymanowski Quartet und der Pianist Michail Lifits loten nun in einem vielseitigen Kammermusik-Programm die (musikalischen) Beziehungen der beiden Komponisten aus.

So bezog sich Schnittke etwa in seinem Klavierquartett direkt auf Mahlers a-Moll-Satz für dieselbe Besetzung, der ebenfalls im Konzert erklingt und übrigens Mahlers einziges Kammermusikwerk bleiben sollte. Dass Schnittke darüber hinaus in seinem Schaffen gern und oft den alten Meistern huldigte, zeigt auch die »Suite im alten Stil«, bei der es sich um eine Folge stilisierter Barocktänze handelt, die unter anderem Themen von Giovanni Battista Pergolesi zitieren. Schnittkes Drittes Streichquartett sowie das Klavierquintett bilden den Rahmen für diese spannende Komponisten-Gegenüberstellung.

Einführung
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

€ 10 | 18 | 28 | 44

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Konzert

Concertgebouworkest / Sir John Eliot Gardiner

Brahms: Sinfonien Nr. 1 & 3

Concertgebouworkest
Dirigent Sir John Eliot Gardiner


Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Gardiners Geburtstagsgeschenk

Alle Viere! Im Rahmen eines zweitägigen Gastspiels zelebriert Sir John Eliot Gardiner an zwei Abenden die Sinfonien von Johannes Brahms. Wenige Tage nach dem 80. Geburtstag des Dirigenten, der für seine ebenso packenden wie historisch informierten Interpretationen bekannt ist, das ideale Geschenk an das Hamburger Publikum. Mit dem Concertgebouworkest aus Amsterdam, das stets unter den Top 3 der Welt genannt wird, steht ihm dafür der ideale Partner zur Seite.

Am Sonntagabend stehen die Erste und die Dritte Sinfonie des gebürtigen Hamburgers auf dem Programm. Um die endgültige Gestalt der Ersten rang Brahms in einem jahrelangen, von Selbstzweifeln geprägten Prozess, bis er sie schließlich mit 46 Jahren der Öffentlichkeit präsentierte. Und die sinfonischen Stürme der Dritten – über deren Entstehung hingegen kaum etwas bekannt ist – lösen sich in einem fast schon meditativen Schluss glücklich auf.

€ 15 | 44 | 87 | 126 | 145

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Konzert

Streichquartett »Made in Berlin«

Wolf / Mozart / Ysaÿe

Made in Berlin Streichquartett
Ray Chen, Violine
Noah Bendix-Balgley, Violine
Amihai Grosz, Viola
Stephan Koncz, Violoncello


Hugo Wolf: Italienische Serenade für Streichquartett G-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio und Fuge für Streicher c-Moll KV 546
Eugène Ysaÿe: Sonate für zwei Violinen solo a-Moll
Jean Françaix: Streichtrio
Maurice Ravel: Streichquartett F-Dur

Musik mit Freunden

Berlin ist schon seit einer Weile die Wahlheimat des australischen Spitzengeigers mit taiwanesischen Wurzeln, kein Wunder also, dass Ray Chen sich auch dort immer wieder mit Freunden zum Kammermusikmachen trifft. Günstig fügt es sich allerdings, wenn diese zufällig führende Positionen bei den Berliner Philharmonikern einnehmen. Mit deren erstem Konzertmeister Noah Bendix-Balgley, dem ersten Solobratscher Amihai Grosz und dem Cellisten Stephan Koncz bildet Ray Chen das Quartett »Made in Berlin«; gemeinsam erkunden die vier das vielschichtige Kammermusikrepertoire in unterschiedlichen Formationen: Die Sonate für zwei Violinen von Eugène Ysaÿe ist ein absoluter Geheimtipp unter Kennern, das Trio von Jean Françaix ein märchenhafter Exkurs und das berühmte Streichquartett, mit dem der 28-jährige Maurice Ravel sich für den »Prix de Rome« bewarb, ein absoluter Geniestreich. Ein klangfarbenreicher Bilderbogen voller Glanzpunkte.

€ 18,20 | 34,70 | 45,70 | 56,70

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Konzert

Concertgebouworkest / Sir John Eliot Gardiner

Brahms: Sinfonien Nr. 2 & 4

Concertgebouworkest
Dirigent: Sir John Eliot Gardiner


Johannes Brahms:
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Brahms als Geburtstagsgruß

Das exzellente Concertgebouworkest Amsterdam und Sir John Eliot Gardiner, eine der zentralen Figuren der historischen Aufführungspraxis, präsentieren im Rahmen eines zweitätigen Gastspiels die vier Sinfonien von Johannes Brahms. Ein besonderer Geburtstagsgruß nur wenige Wochen nach dem 80. Geburtstag des legendären Dirigenten.

Am Montagabend widmet sich das Dreamteam der Zweiten und der Vierten Sinfonie des Hamburger Komponisten. Diese vereinen spätromantische Farben, philosophische Tiefe und orchestrale Wucht in zwei fesselnden Klangerzählungen. Doch bei allen Gemeinsamkeiten fällt das Fazit der beiden Werke sehr unterschiedlich aus. Die Zweite, die Brahms nach dem großen Erfolg ihrer Vorgängerin nur so aus der Feder floss, zelebriert die ungetrübte Freude am Dasein. Allein der Schluss gehört für viele zu den elektrisierendsten Momenten, die man in einem klassischen Konzert erleben kann. Die Vierte dagegen zieht einen Schlussstrich voll düsterer Dramatik. Gardiner, bekannt für seine frischen und hochspannenden Interpretationen, weiß Brahms dabei sicher noch das eine oder andere bislang unbemerkte Detail abzulauschen.

€ 15 | 44 | 87 | 126 | 145

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Oper

Händel: Tolomeo, Rè di Egitto

Il Pomo d’Oro / Jakub Józef Orliński / Francesco Corti

Il Pomo d’Oro
Jakub Józef Orliński, Tolomeo
Giuseppina Bridelli, Elisa
Paul-Antoine Bénos-Djian, Alessandro
Andrea Mastroni, Araspe
Francesco Corti, Cembalo und Leitung


Georg Friedrich Händel
Tolomeo, Rè di Egitto / Dramma per musica in drei Akten HWV 25

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederbelebte Opernschönheit

Schon 2020 sorgte der polnische Ausnahme-Counter Jakub Józef Orliński bei den Karlsruher Händel-Festspielen als Tolomeo bei Publikum und Presse für Furore. Die Süddeutsche Zeitung feierte seine Stimme als »Ereignis« und verglich sein vokales Können mit dem der Kastraten, für die Händel seine männlichen Partien komponierte – darunter auch die des vorliegenden Titelhelden.

Mit »Tolomeo« endete Händels erste große Zeit als Opernunternehmer in London. Kurz nach der Uraufführung im April 1728 ging die von ihm geleitete Royal Academy of Music Pleite, das Drama um den lebensmüden Ägypterkönig Ptolemaios IX., der von der eigenen Mutter vom Thron gestoßen wird, geriet trotz seiner unüberhörbaren musikalischen Schönheiten in Vergessenheit.

Zum Glück wurde sie daraus befreit! Neben Orlińskis an historischen Vorbildern geschulter Stimme sorgt das Alte-Musik-Ensemble Il Pomo d’Oro für den authentischen Touch dieser konzertanten Aufführung, die mit Giuseppina Bridelli, Paul-Antoine Bénos-Djian und Andrea Mastroni weitere Stars der barocken Oper präsentiert. Ein Händel-Fest der Sonderklasse!

€ 10 | 21 | 43 | 60 | 72

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Konzert

Les espaces acoustiques: Ensemble Modern / Junge Deutsche Philharmonie / Ingo Metzmacher

NDR Elbphilharmonie Orchester / Prager Philharmonischer Chor / Solisten

Ensemble Modern
Internationale Ensemble Modern Akademie
Junge Deutsche Philharmonie
Megumi Kasakawa, Viola
Dirigent: Ingo Metzmacher


Gérard Grisey: Les espaces acoustiques

Akustische Räume

»Nicht mehr mit Noten, sondern mit Tönen« wolle er komponieren, sagte der französische Komponist Gérard Grisey einmal. Und so erforschte er in den 1970er-Jahren an seinem Computer ihr Innenleben samt der mitschwingenden Obertöne und schuf eine völlig neue Stilrichtung: die Spektralmusik. Wie in Zeitlupe bewegen und verändern sich darin die üppigen Klänge, die wie ein Regenbogen in allen Farben changieren. Auch sein sechsteiliges Hauptwerk »Les espaces acoustiques« (Die akustischen Räume) zelebriert die Kunst des Übergangs: Es steigert sich langsam vom Bratschensolo bis hin zum riesigen Orchestersatz und ist damit wie gemacht für den Großen Saal der Elbphilharmonie. Mit Ingo Metzmacher steht einer der besten Kenner der Moderne am Pult und vereint die Junge Deutsche Philharmonie und die Neue-Musik-Spezialisten vom Ensemble Modern und seiner Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) zu einem einzigen großen Klangkörper.

€ 10 | 16 | 32 | 43 | 49

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Konzert

Quatuor Modigliani / Schuberts Streichquartette I

Quatuor Modigliani
Amaury Coeytaux, Violine
Loïc Rio, Violine
Laurent Marfaing, Viola
François Kieffer, Violoncello


Franz Schubert:
Streichquartett g-Moll D 173
Streichquartett Es-Dur D 87
Streichquartett d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen«

Vom Schüler zum Meister

»Für seinen Vater und die älteren Brüder war es ein vorzüglicher Genuss, mit ihm Quartett zu spielen … Bei diesen spielte Franz immer Viola, sein Bruder Ignaz die zweite, Ferdinand die erste Violine, und der Papa Violoncell«, berichtet ein Freund über das gemeinsame Musizieren in der Familie Schubert. Für diesen häuslichen Zeitvertreib entstanden elf der 15 Streichquartette Franz Schuberts, in denen der angehende Komponist experimentierte, sich mit berühmten Vorbildern auseinandersetzte und schließlich seine eigene musikalische Stimme fand.

Den Weg Schuberts von den Anfängen zur Meisterschaft erforscht das renommierte Quatuor Modigliani in der Elbphilharmonie in gleich drei Konzerten. Das erste startet mit dem 1815 entstandenen g-Moll-Quartett. Deutlich hört man in dem Werk des 18-Jährigen die Einflüsse von Mozart und Beethoven.

Das zwei Jahre früher entstandene Es-Dur-Quartett hielt man lange für ein Spätwerk Schuberts – unglaublich fast, dass er es schon im Alter von 16 Jahren schrieb. Abschluss und Höhepunkt des Konzerts bildet das hochdramatische d-Moll-Quartett »Der Tod und das Mädchen«, das Zitate aus Schuberts gleichnamigem Lied verarbeitet.

€ 10 | 22 | 34 | 49

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Iveta Apkalna / Esa-Pekka Salonen

Sibelius: Der Liebende / Salonen: Neues Orgelkonzert / Berlioz: Liebesszene / Skrjabin: La poème de l’extase

NDR Elbphilharmonie Orchester
Iveta Apkalna, Orgel
Dirigent: Esa-Pekka Salonen


Jean Sibelius: Rakastava (Der Liebende) op. 14 / Suite für Streichorchester, Pauken und Triangel
Esa-Pekka Salonen: Neues Konzert für Orgel und Orchester
Hector Berlioz: Liebesszene / aus: Roméo et Juliette / Dramatische Sinfonie op. 17
Alexander Skrjabin: Le poème de l’extase für großes Orchester op. 54

Spannende Novität für die »Königin der Instrumente«

Für sein viertes und letztes Programm mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester im Rahmen des groß angelegten Esa-Pekka-Salonen-Schwerpunkts 2021–23 hat der multitalentierte Finne wieder ein neues eigenes Werk mitgebracht. Mit Solokonzerten für Klavier, Violine, Cello und zuletzt Klarinette hat Salonen in der Vergangenheit bereits sein besonderes Gespür für die spieltechnischen und klanglichen Charakteristika des jeweiligen Instruments bewiesen. Nun darf man gespannt sein, was dabei herauskommt, wenn der hochproduktive Komponist sich der »Königin der Instrumente« widmet: der Orgel, die ja mit ihren mannigfachen Pfeifen und Registern locker ein ganzes Orchester ersetzen könnte. Am spektakulären Surround-Instrument der Elbphilharmonie: deren Titularorganistin Iveta Apkalna.

Die Allmacht des Orgelklangs spiegelt der Dirigent Salonen in einem klug komponierten Programm zwischen »soft« und »powerful«, zwischen zärtlicher Liebe und fast wahnsinniger Ekstase. Jean Sibelius fing in seiner Suite »Rakastava« (Der Liebende) mit den bescheidenen, aber ungeahnt visionären Farben von Streichorchester und Schlagzeug eher die lyrisch-gefühlvollen Momente einer jungen Liebe ein – so wie sie in den inspirierenden Gedichten aus Elias Lönnrots finnischer Volkssammlung »Kanteletar« geschildert werden.

Ähnlich machte es Hector Berlioz in seiner romantischen musikalischen Fassung der berühmten »Balkonszene« aus Shakespeares »Romeo und Julia«. Alexander Skrjabin dagegen beließ es in seinem riesig besetzten »Poème de l’extase« von 1908 nicht bei sanften Andeutungen. Sein von manchem Zeitgenossen als »obszön« empfundenes Werk gipfelt in einem wahren Orchesterrausch. »Es war wie ein Eisbad, Kokain und Regenbogen«, kommentierte das der amerikanische Schriftsteller Henry Miller.

Einführung
19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

€ 15 | 29 | 49 | 71 | 82

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Konzert

Balthasar-Neumann-Chor und -Orchester / Thomas Hengelbrock

Beethoven: Sinfonie Nr. 3 / Cherubini: Requiem

Balthasar-Neumann-Chor und -Orchester
Dirigent: Thomas Hengelbrock


Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«
Luigi Cherubini: Requiem für Chor und Orchester c-Moll

Der Brave und der Wilde

»Ich bin entzückt, so oft ich ein neues Werk von Ihnen vernehme und nehme größeren Anteil daran als an meinen eigenen. Kurz, ich ehre und liebe Sie«, schrieb Ludwig van Beethoven einst an Luigi Cherubini in Paris. Selten hatte der notorisch grantige Wiener Meister freundliche Worte für seine Mitmenschen übrig – doch für den Komponistenkollegen machte er offenbar eine Ausnahme. Nicht nur schätzte er dessen Werke zu Lebzeiten außerordentlich: Er wünschte sich sogar, dass Cherubinis Requiem auf seiner eigenen Beerdigung gespielt werden sollte.

Thomas Hengelbrock und seine Balthasar-Neumann-Ensembles spüren dieser Künstlerfreundschaft nun musikalisch nach. Was verbindet den hitzköpfigen musikalischen Neuerer Beethoven mit der subtilen Dramatik des Klassikers Cherubini?

In Hamburgs Musikleben sind Hengelbrock und seine Ensembles längst eine feste Größe; regelmäßig begeistern sie das Publikum mit klug konzipierten Konzertprogrammen auf historischen Instrumenten. Mit Ludwig van Beethovens bahnbrechender »Eroica« und Luigi Cherubinis tiefernstem Requiem c-Moll zeigen sie ein weiteres Mal ihre Fähigkeit, scheinbar bekannten Werken ganz neue Töne abzulauschen.

Einführungsgespräch mit Thomas Hengelbrock und Friederike Westerhaus
19 Uhr / Laeiszhalle, Großer Saal

€ 10 | 21 | 43 | 60 | 72

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Konzert

Quatuor Modigliani / Schuberts Streichquartette II

Crumb / Read Thomas / Messiaen

Quatuor Modigliani
Amaury Coeytaux, Violine
Loïc Rio, Violine
Laurent Marfaing, Viola
François Kieffer, Violoncello


Franz Schubert:
Streichquartett E-Dur D 353
Streichquartett C-Dur D 46
Streichquartett a-Moll D 804 »Rosamunde«

Dramatische Akzente

Abgesagte Aufführungen, unbegabte Textdichter, unvollendete Entwürfe – Franz Schuberts Opernschaffen stand irgendwie unter einem schlechten Stern. Dabei scheint seine Musik eigentlich geradezu prädestiniert für die Oper. Insbesondere die Lieder bestechen durch ihre hochkonzentrierte Dramatik – und auch Schuberts Kammermusik packt beim Zuhören oft so unmittelbar, dass man sich sicher ist, hier eine spannende Geschichte ohne Worte zu hören.

Ganz deutlich wird das im zweiten Konzert des Quatuor Modigliani im Kleinen Saal der Elbphilharmonie. Hier stehen Werke im Mittelpunkt, die durch ihre Verspieltheit und Dramatik glänzen. Insbesondere gilt das für das hochberühmte »Rosamunde«-Quartett, mit dem der Abend zum krönenden Abschluss kommt: Darin zitiert Schubert seine Bühnenmusik zu Wilhelmine von Cézys Schauspiel »Rosamunde, Fürstin von Zypern«. Doch auch das eröffnende Quartett D 353 mit seinem spritzigen Finale und das frühe Quartett D 46 mit seinen kraftvollen Ausbrüchen zeigen deutlich Schuberts untrügliches dramatisches Gespür – Oper hin oder her!

€ 10 | 22 | 34 | 49

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Konzert

Jonas Kaufmann

Jonas Kaufmann, Tenor
N.N. Sopran
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Dirigent: Jochen Rieder


Arien, Duette und Ouvertüren aus italienischen Opern

Startenor mit Charme und Charisma

»The world’s greatest tenor.« The Daily Telegraph braucht nur vier Worte, um Jonas Kaufmann zu beschreiben. Mehr muss man zu dem charismatischen Sänger auch eigentlich nicht sagen. Seit vielen Jahren zählt er zu den absoluten Topstars auf der Opernbühne, ist an den weltweit führenden Musiktheatern ebenso zu Hause wie auf den internationalen Konzertbühnen. Heute München, morgen Met, übermorgen Wiener Staatsoper: in Kaufmanns Kalender keine Seltenheit. Zu den Geheimzutaten seiner Karriere zählt neben einmaliger Ausdruckskraft und beeindruckender Bühnenpräsenz auch eine atemberaubende musikalische Vielseitigkeit, die er in seinen Konzertauftritten regelmäßig beweist. Denn dann spannt er den Bogen nicht selten von Verdi bis zum Wiener Lied. Wenn zum Internationalen Musikfest Hamburg wieder in einmal in der Laeiszhalle gastiert, dürfen sich seine Fans auf eine exquisite Operngala freuen.

€ 33,80 | 111,40 | 156,40 | 190,10 | 223,90

Jonas Kaufmann bewerten:

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Konzert

Quatuor Modigliani / Schuberts Streichquartette III

Sibelius: Der Liebende / Salonen: Neues Orgelkonzert / Berlioz: Liebesszene / Skrjabin: La poème de l’extase

Quatuor Modigliani
Amaury Coeytaux, Violine
Loïc Rio, Violine
Laurent Marfaing, Viola
François Kieffer, Violoncello


Franz Schubert:
Quartettsatz c-Moll D 703
Streichquartett D-Dur D 94
Streichquartett G-Dur D 887

Neue Wege

»Keine Brücke führt zu ihm von den früheren Quartetten«, schrieb Albert Einstein in seiner Schubert-Biografie über den Quartettsatz c-Moll D 703. Mit seinem düsteren und spukhaften Gestus steht dieser erste Satz eines unvollendeten Streichquartetts in der Tat einzig da in Schuberts Quartettschaffen. Hörbar beschreitet der Komponist hier neue musikalische Wege, die schließlich zu seinen hochberühmten späten Streichquartetten führten. In seinem dritten Konzert der Saison 2022/23 in der Elbphilharmonie kombiniert das Quatuor Modigliani dieses außergewöhnliche Werk mit Schuberts Zweitem und seinem letzten Streichquartett.

Bereits im D-Dur-Quartett D 94 zeigte sich der damals gerade 15-Jährige experimentierfreudig und selbstbewusst. Das 1826 entstandene G-Dur-Quartett schließlich weist mit seiner kühnen Harmonik und außergewöhnlichen Klangkonzeption schon voraus ins späte 19. und ins 20. Jahrhundert. Es gilt heute neben Beethovens späten Streichquartetten als einer der Gipfelpunkte der Gattung.

€ 10 | 22 | 34 | 49

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Konzert

Wiener Philharmoniker / Jakob Hrůša

Janáček: Eifersucht / Prokofjew: Romeo und Julia / Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5

Wiener Philharmoniker
Dirigent: Jakub Hrůša


Leoš Janáček: Žárlivost (Eifersucht) / Orchestervorspiel zur Oper »Jenůfa«
Sergej Prokofjew: Romeo und Julia (Auszüge) / Ballett op. 64
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47

Triumph und doppelter Boden

Große Liebesdramen stehen sowohl in Leoš Janáčeks Oper »Jenůfa« als auch in Sergej Prokofjews Shakespeare-Ballett »Romeo und Julia« im Vordergrund. Wer könnte ihre musikalische Leidenschaft besser entfachen als ein temperamentvoller Dirigent wie Jakub Hrůša? Zumal am Pult des wohl berühmtesten und beschwingtesten Orchesters der Welt, der Wiener Philharmoniker.

Mit Schostakowitschs Fünfter Sinfonie steht ein weiteres Werk mit aufwühlender Geschichte auf dem Programm. Der sowjetische Komponist schrieb es 1937 in einer Situation, in der er – nach harscher offizieller Kritik an seinem Werk – jeden Tag damit rechnete, Opfer von »Säuberungsmaßnahmen« zu werden: Alltag im Zeitalter des »großen Terrors«. Während sie in ebenso vordergründigen wie doppelbödigen Triumphgesten dem Diktator Stalin huldigt, macht die Sinfonie zugleich keinen Hehl aus der Verzweiflung und Niedergeschlagenheit ihres gedemütigten Schöpfers. Zu Recht gehört das emotional packende Stück zu den beliebtesten und am häufigsten aufgeführten Kompositionen Schostakowitschs.

€ 15 | 66 | 131 | 187 | 220

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Konzert

love est. 2023. wie wir lieben

Abschlusskonzert des Community-Projekts

Ensemble Resonanz
Tobias Schwencke Komposition
Andreas Heise Choreografie
Michael Müller, Marie Petzold Regie
Charlotte Beinhauer, Ilka Berger, Kian Jazdi Konzeption
Suli Puschban, Annegret Winkler Workshopleitung
Marte Darmstadt, Sarah Lasaki, Michael Müller Workshopleitung
Juan David Garzón, Mais Harb, Martin Renner Workshopleitung
Andreas Heise, Kian Jazdi Workshopleitung
Marie Petzold Workshopleitung


Ein Community-Projekt, so bunt wie Hamburg selbst: »Love est. 2023« bringt Hamburgerinnen und Hamburger mit ganz verschiedenen Hintergründen, Nationalitäten und Lebensrealitäten zusammen. Unter Anleitung von Künstlerinnen und Pädagogen erschaffen sie ein einzigartiges Kunstprojekt, das die vielen Facetten von Liebe in unserer Zeit einfängt: Die einen machen Musik, die anderen dichten und texten, die Dritten studieren Choreografien ein. Nach fünf Monaten wird alles zusammengesetzt und mit dem Ensemble Resonanz im Großen Saal der Elbphilharmonie aufgeführt – passend zum Internationalen Musikfest Hamburg, das 2023 unter dem Motto »Liebe« steht.

€ 5

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Konzert

Insula orchestra / Laurence Equilbey

Chorballaden von Robert Schumann

Insula orchestra
Accentus, Chor
Ric Furman, Jüngling / Page
Rachel Frenkel, Erzählerin
Tommi Hakala, Haffner / Meermann
Rafal Pawnuk, König
Camille Schnoor, Königin
Adèle Clermont, Prinzessin
Ellen Giacone, Nymphe
Sébastian Brohie,r Spielmann
Dirigentin: Laurence Equilbey


Robert Schumann:
Vom Pagen und der Königstochter / Vier Balladen für Soli, gemischten Chor und Orchester op. 140
Des Sängers Fluch / Ballade für Soli, Chor und Orchester op. 139
Nachtlied für gemischten Chor und Orchester op. 108
Ludwig van Beethoven:
Trauermarsch / Musik zu Friedrich Dunckers Drama »Leonore Prohaska« WoO 96
Geistlicher Marsch / aus: »Musik zu König Stephan« op. 117

Schaurige Balladen und andere Dramen

Mit ihrer anspruchsvollen und aufgeschlossenen Herangehensweise an die Musik hat sich die Dirigentin Laurence Equilbey einen über ihre französische Heimat hinaus reichenden Ruf erarbeitet. Sie ist Künstlerische Leiterin des Accentus Chores sowie des Insula orchestra, das sich seit seiner Gründung 2012 der Interpretation von Werken der Klassik und Frühromantik auf zeitgenössischen Instrumenten widmet. Bei ihrem Hamburger Gastspiel legen sie gemeinsam mit gleich einer ganzen Reihe herausragender Solisten und Solistinnen wie Anna Lucia Richter einen Fokus auf den Romantiker Robert Schumann, von dem unter anderem die romantische Schauerballade »Vom Pagen und der Königstochter« und das politisch-psychologische Minidrama »Des Sängers Fluch« über die dunklen Geheimnisse eines Königshofs erklingen. Flankiert werden diese Repertoire-Perlen von thematisch passenden Werken Ludwig van Beethovens.

€ 12 | 26 | 50 | 70 | 82

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Augustin Hadelich / Alan Gilbert

Ligeti: Apparitions / Beethoven: Violinkonzert op. 61 / Schönberg: Pelleas und Melisande

NDR Elbphilharmonie Orchester
Augustin Hadelich, Violine
Dirigent: Alan Gilbert


György Ligeti: Apparitions
Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande / Sinfonische Dichtung op. 5

Keine Angst vorm jungen Schönberg!

Seine fesselnde Darbietung des Violinkonzerts von Benjamin Britten war eine absolute Sternstunde der letzten Saison: Augustin Hadelich, Associate Artist des NDR Elbphilharmonie Orchesters, überzeugte mit zugleich überaus präzisem, atemberaubend virtuosem, vor allem aber tief emotionalem Geigenspiel. Nun kommt der deutsch-amerikanische Spitzenstreicher im Rahmen des Internationalen Musikfests zurück nach Hamburg und nimmt sich DAS Violinkonzert eines weiteren großen »Bs« der Musikgeschichte vor: Ludwig van Beethovens Schlüsselwerk des Repertoires. Da steigt die Vorfreude auf eine weitere Sternstunde!

Bei vielen Musikfans sorgt der Name Arnold Schönberg für gewisse Ängste: Der Erfinder der Zwölftonmusik gilt als komplexer Neutöner und provozierte mit seinen radikal kurzen und aufs Wesentliche reduzierten Stücken seinerzeit so manchen Skandal. Aber Schönberg konnte auch anders – und wie! 1902/03, wenige Jahre bevor er den festen Boden der Tonalität verließ, komponierte der Wiener U30er seine monumentale Sinfonische Dichtung »Pelleas und Melisande« nach Maurice Maeterlincks gleichnamigem Symbolismus-Drama. Das rund 45-minütige, gigantisch besetzte Orchesterwerk über die Eifersuchtsstory rund um die rätselhafte Schöne Melisande zeigt den späteren Zwölftöner noch ganz als spätromantischen Nachfahren von Wagner, Mahler, Strauss & Co.

Schönbergs späteren Weg einer Auflösung der konventionellen Harmonien und Intervalle schritt György Ligeti dann im Jahr 1960 umso konsequenter aus: Seine »Apparitions« (Erscheinungen) für Orchester folgen nicht mehr den etablierten Tonbewegungen, sondern ähneln – so der ungarische Komponist – »verzweigten, mit Klängen und zarten Geräuschen ausgefüllten musikalischen Labyrinthen«.

Einführung
19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Händel: Hercules

NDR Vokalensemble / FestspielOrchester Göttingen / George Petrou

NDR Vokalensemble
FestspielOrchester Göttingen
Andreas Wolf, Hercules
Vivica Genaux, Dejanira
Dirigent: George Petrou


Georg Friedrich Händel
Hercules / Musikalisches Drama in drei Akten HWV 60

Psychogramm einer tödlichen Liebe

Der griechische Sagenheld Herkules lieh dem Oratorium von Georg Friedrich Händel zwar seinen Namen, in den Mittelpunkt des Werkes aber stellte der Komponist das Psychogramm einer Frau: Dejanira, die Ehefrau des Helden. Sie wird von Verlustängsten und Eifersucht zerfressen. Dabei ist ihr der Gatte bei Händel, anders als in der Sage, treu. Das Verhängnis in Gestalt eines Ehekriegs nimmt dennoch seinen Lauf.

Sein Sujet vermarktete Händel in London nicht als Oratorium, sondern als »A New Musical Drama«. Und dieses neue Musikdrama sollte der Glanzpunkt der Saison 1745 werden. Doch dann fielen die Solisten aus, einer nach dem anderen erkrankte, als hätte es schon damals Corona gegeben. Die Uraufführung fand trotzdem statt. Aber sie geriet zum Fiasko. Alle weiteren Vorstellungen sagte Händel ab. Bis heute taucht das Werk kaum in den Spielplänen auf. Vielleicht weil es, ganz untypisch für Händel, Schmerz und Verzweiflung so viel Raum gibt?

George Petrou, neuer musikalischer Leiter der Händel-Festspiele Göttingen, entsann sich der barocken Rarität. Mit dem NDR Vokalensemble, dem aus internationalen Top-Instrumentalisten bestehenden FestspielOrchester Göttingen sowie erstklassigen Gesangssolisten gibt Petrou der düsteren Oratoriumsschönheit nun eine neue Chance. Geht es nach ihm, wird der »Hercules« zum Höhepunkt der Göttinger Festspiele 2023.

€ 15 | 22 | 38 | 54 | 64

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Konzert

Liederabend: Bejun Mehta / Jonathan Ware

»Many Loves, One Voice«

Bejun Mehta, Countertenor
Jonathan Ware, Klavier


»Many Loves, One Voice«

Wolfgang Amadeus Mozart: Ombra felice / Rezitativ und Arie für Alt KV 255
Benjamin Britten: Canticle I »My Beloved Is Mine« op. 40
Ludwig van Beethoven: An die ferne Geliebte op. 98
Joseph Haydn: She Never Told Her Love Hob. XXVIa:34
Arianna a Naxos / Kantate Hob. XXVIb:2

Mehr als Barock

Für das Magazin »Opera News« ist Bejun Mehta der »derzeit vielleicht kultivierteste und musikalisch überzeugendste Countertenor«. Mehta sang bereits im Alter von zehn Jahren als Solist unter Leonard Bernstein und gab sein Debüt 1998 als Händels Partenope an der New York City Opera. Seine Karriere führte ihn an praktisch alle bedeutenden Häuser und zu Festivals wie den Salzburger Festspielen. Sein Klavierpartner ist der profilierte amerikanische Liedbegleiter Jonathan Ware.

Bemerkenswert ist, dass sich Mehta – im Gegensatz zu vielen Kollegen – längst nicht nur auf das Barock-Repertoire beschränkt. So umfasst sein Konzert die drei Wiener Klassiker Haydn, Mozart und Beethoven; Letztgenannter schuf mit »An die ferne Geliebte« den ersten Liederzyklus der Musikgeschichte. Mehta geht allerdings noch viel weiter: mit Gustav Mahlers raffiniert gedrechselten, spätromantischen »Rückert-Liedern« an der Schwelle zum 20. Jahrhundert und mit den spirituellen »Canticles« von Benjamin Britten, komponiert nach dem Zweiten Weltkrieg.

Einführung mit Meike Pfister
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

€ 10 | 22 | 34 | 49

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Konzert

Rolando Villazón & Xavier de Maistre

»Serenata latina«

Rolando Villazón, Tenor
Xavier de Maistre, Harfe


»Serenata latina« – Lieder und Canzonen von Carlos Guastavino, Antonio Estévez, Yvette Souviron u.a.

Mexikanisches zur Nacht

Der eine ein Tausendsassa, Hans Dampf in allen Gassen, rast- und ruhelos. Dem anderen eilt der Ruf des feinsinnigen Beaus voraus, der die zarten Töne kultiviert und niemals provozieren würde. Meist liegt die Wahrheit bekanntlich in der Mitte. Und so ist es auch bei Rolando Villazón und Xavier de Maistre. Beide zählen zu den Topstars ihres Fachs – wobei Letzteres zugegebenermaßen schwer zu fassen ist, so breitgefächert sind ihre künstlerischen Aktivitäten. Denn es ist bei beiden nicht nur ein einziger musikalischer Weg, den sie beschreiten. Stilistische Erwartungshaltungen sind bei ihnen fehl am Platz. Mit Neugier und ansteckender Begeisterung nehmen sie regelmäßig andere Blickwinkel ein und öffnen der Musik neue Perspektiven. In ihrem ersten gemeinsamen Programm besuchen sie Villazóns mexikanische Heimat und kreieren einen außergewöhnlichen Liederabend – temperamentvoll, südamerikanisch!

€ 28,70 | 60,20 | 82,70 | 99,60 | 116,50

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Oper

Gershwin: Porgy and Bess / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Kevin Short / Nicole Cabell / Chauncey Packer / Lester Lynch / Mary Elizabeth Williams / Cameo Humes / Njabulo Madlala

NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Vokalensemble
Kevin Short, Porgy
Adrienne Danrich, Bess
Lester Lynch, Crown
Chauncey Packe,r Sportin Life
Nicole Cabell, Clara
Mary Elizabeth Williams, Serena
Denyce Graves, Maria, Strawberry Woman, Annie, Lily
Kenneth Overton, Jake, Lawyer Frazier
Cameo Humes, Robbins, Mingo, Peter, Crab Man
Dirigent Alan Gilbert


George Gershwin
The Gershwin’s Porgy and Bess / von George Gershwin, DuBose und Dorothy Heyward und Ira Gershwin

Konzertante Aufführung in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Tragische Helden

Die Sonne scheint, die Fische springen im Fluss, die Baumwolle ist reif – wie leicht könnte doch das Leben sein! Doch die sehnsüchtige Musik von »Summertime« suggeriert bereits, dass alles nur ein Wunschtraum ist. Denn die Welt der tragischen Helden Porgy und Bess aus George Gershwins gleichnamiger Oper ist alles andere als einfach: In der Schwarzensiedlung Catfish Row in Charleston, wo die Handlung spielt, sind Gewalt und Kriminalität an der Tagesordnung. Der gehbehinderte Porgy und die junge Bess halten trotz der widrigen Umstände zueinander – und blicken doch in eine ungewisse Zukunft.

George Gershwins »Porgy and Bess«, von der New York Times einst als »American Folk Opera« bezeichnet, gehört ohne Frage zu den berührendsten Werken des Musiktheaters. Das liegt an der bewegenden Geschichte um die beiden Hauptfiguren, besonders aber an den vielen großartigen Melodien Gershwins, die auch losgelöst von der Oper zu Hits avancierten – allen voran natürlich das unsterbliche »Summertime«, der vermutlich meistgespielte Jazzstandard der Musikgeschichte. Die Aufführung unter der Leitung von NDR-Chefdirigent Alan Gilbert tritt die Nachfolge spektakulärer Musikfest-Produktionen wie György Ligetis »Le Grand Macabre« an und zählt zu den absoluten Höhepunkten der Saison.

€ 15 | 38 | 76 | 110 | 125

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Konzert

Caterina Lichtenberg & Mike Marshall

»Mandolin Magic« – Fokus Mandoline

Caterina Lichtenberg, Mandoline
Mike Marshall, Mandoline, Mandoloncello
Alexander Puliaev, Fortepiano


»Mandolin Magic«
Eine musikalische Liebesgeschichte durch Stile & Epochen

Das Beste aus zwei Welten

Ein eingeschworenes Duo in der Musik und im Leben sind Caterina Lichtenberg und Mike Marshall. Lichtenberg stammt aus Deutschland; sie genießt einen vorzüglichen Ruf als klassische Mandolinistin und hat für dieses Instrument die weltweit einzige Professur inne (an der Hochschule Köln). Marshall ist in Florida aufgewachsen, sein künstlerischer Hintergrund liegt in der US-amerikanischen Spielweise der Mandoline, im Bluegrass. Wie Chris Thile, mit dem er ebenfalls herrlich Duo spielt, zählt auch Mike Marshall zu den Topspielern unter den Mandolinisten der USA.

Lichtenberg und Marshall bringen ihre Talente, Fähigkeiten und Vorlieben mittlerweile in einem gemeinsam entwickelten Repertoire zur Geltung, das beiden Welten gerecht wird, der klassisch-barocken ebenso wie der des Folk. Bluegrass habe ihr neue Zugänge zum Barock eröffnet, bekennt Lichtenberg, schließlich habe man zur Barockzeit auch viel improvisiert. Umgekehrt genießt Marshall den Zuwachs an Spielmöglichkeiten, den ihm der Umgang mit notiertem Material aus der Musikgeschichte beschert. So haben die beiden für ihr Konzert auch Noten aus dem Schrank der feinen, fast vergessenen Raritäten der Wiener Klassik geholt: Beethovens Sonatinen für Mandoline. Deren Komposition wurde inspiriert von einer Frau, für die Beethoven sich 1796 in Prag erwärmte, die Sängerin und Mandolinenspielerin Josephine von Clary-Aldringen.

Auf ihrer musikalischen Reise durch Raum und Zeit, die sie quer durch die Epochen und durch Europa und die USA führt, streifen Lichtenberg und Marshall auch Brasilien. Im Übrigen erweitert Mike Marshall das Klangspektrum des Duos durch den gelegentlichen Einsatz eines Mandocello, das in derselben Stimmung wie das Violoncello gespielt wird, also deutlich tiefer als die Mandoline. Das verleiht manchem Stück einen schönen Boost an Wärme und Groove.

€ 25

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Konzert

Ensemble Resonanz / Herbert Schuch / Riccardo Minasi

resonanzen sechs »imaginær«

Ensemble Resonanz
Herbert Schuch, Klavier
Dirigent: Riccardo Minasi
Annette Kurz, Szenografie


Lisa Streich: Händeküssen
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 467
Johannes Brahms: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11

Verschwundene Gesten von gestern tauchen auf, scharren rhythmisch mit den Füßen, verwandeln sich in imaginäre Tänze, in Küsse auf Hände. Eine Seiltänzerin bekehrt Mozart, hinreißend, aber ohne Absturzgefahr. Musik ein zeitloser Seiltanz, Akt der Balance, mit ihrem Wesen immer neue Wege spannend? Und weil auch Brahms wie immer fortschreitet, steht fest: alles ist bewegt. Wer zuhört, darf abheben, darf schweben, Sounds und Gesten weiterweben.

€ 14 | 29 | 44 | 59

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Kent Nagano

Widmann: Arche

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Audi Jugendchorakademie
Alsterspatzen
Sarah Wegener, Sopran
Thomas E. Bauer, Tenor
Solist des Knabenchors der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund 
Iveta Apkalna, Orgel
Dirigent Kent Nagano


Jörg Widmann:
ARCHE / Oratorium für Soli, Chöre, Orgel und Orchester

Einfach göttlich

»Es werde Licht« – Unter der Leitung von Kent Nagano erklingt erneut das Werk in der Elbphilharmonie, das 2017 im Rahmen des Eröffnungsfestivals des Hamburger Konzerthauses uraufgeführt wurde: Jörg Widmanns Oratorium »Arche«. Überwältigend und monumental in seiner Besetzung, beruht es auf verschiedenen Textquellen von Heine, Schiller, Klabund u. a. und war bereits bei seiner Uraufführung im Großen Saal eine Sensation. Ganz im Beethoven’schen Sinne war es Widmanns größter Wunsch, dass dieses Werk »von Herzen kommend wieder zu Herzen gehen möge«.

€ 15,40 | 39,60 | 56,10 | 71,50 | 91,30

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Konzert

Chor zur Welt

»Together. Zusammen. Ensemble«

Chor zur Welt
Chorleitung: Jörg Mall
ensemble reflektor
Janina Zell, Dramaturgie
Stefan Lutermann, Lars Scheibner: Coaching nach der CHOREOS-Methode


»Together. Zusammen. Ensemble«

Menschen aus mehr als 15 Ländern singen im Chor zur Welt – mal auf Arabisch, Kongolesisch oder Deutsch. Sie alle verbindet die Neugier auf die Musik anderer Kulturen und der Spaß am Experimentieren mit der eigenen Stimme. Unter der Leitung von Jörg Mall werden Programme zu Themen wie »Heimat« und »Gemeinschaft« einstudiert und in der Elbphilharmonie sowie im Bürgerhaus Wilhelmsburg aufgeführt.

€ 5

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Konzert

Cecilia Bartoli / Les Musiciens du Prince – Monaco / Gianluca Capuano

»Farinelli and His Time«

Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Les Musiciens du Prince – Monaco
Dirigent: Gianluca Capuano


»Farinelli and His Time«

Hommage an Farinelli

Er war einer der legendären Stars seiner Zeit, sie ist ein absoluter Star unserer Zeit: 2019 legte Cecilia Bartoli ihr Farinelli-Album vor, das dem wohl berühmtesten Kastraten der Barockzeit gewidmet ist. Mit dem Cross-Gender-Cover, das die Diva mit Bart und schwarzem Nagellack zeigt, sorgte sie für einiges Aufsehen. Musikalisch erntete sie aber vor allem reichhaltig Lob: »Ihr Gesang verblüfft mit der seit Jahrzehnten konstanten Virtuosität und einer perfekten Ausgewogenheit von Raffinesse und emotionaler Unmittelbarkeit.«, schreibt FonoForum und bringt auf den Punkt, was diese außergewöhnlich Sängerin mit ihrem warm strahlenden Mezzosopran auszeichnet: Ihr gelingt einfach alles. Von der Bravourarie über die Wuttirade bis zum ergreifendsten Schmerzensgesang. Bei den Großen Stimmen darf Cecilia Bartoli mit ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz auf keinen Fall fehlen!

€ 35,50 | 118,70 | 163,70 | 197,50 | 231,20

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Konzert

Mahler Chamber Orchestra / Lang Lang / Andris Nelsons

Beethoven: Ouvertüre zu »Coriolan«, Klavierkonzert Nr. 3 & Sinfonie Nr. 5

Mahler Chamber Orchestra
Lang Lang, Klavier
Dirigent: Andris Nelsons


Ludwig van Beethoven:
Ouvertüre zu »Coriolan« op. 62
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Dreimal Beethoven in c-Moll

Zeichnet sich die Tonart c-Moll durch eine außergewöhnliche Dramatik aus? Oder bringen wir das nur mit ihr in Verbindung, weil Beethoven so viele bedeutsame Werke in dieser Tonart geschrieben hat? Denn es ist nicht nur die berühmte Fünfte Sinfonie mit ihren ikonischen Eröffnungsakkorden, sondern auch das Dritte Klavierkonzert und die Ouvertüre zur Tragödie um den römischen Feldherrn Coriolanus, die in der »Schicksalstonart« c-Moll komponiert sind – »bedeutungsschwanger, düster, aber mit heroischen Zügen« (SWR). Das Mahler Chamber Orchestra lässt uns in seinem Programm tief eintauchen in diese Dramatik. Der lettische Spitzendirigent Andris Nelsons sorgt am Pult für den großen Spannungsbogen und Lang Lang als Klaviersolist gewährt mit seinem eleganten Spiel einen Hauch von Leichtigkeit.

€ 35,50 | 118,70 | 163,70 | 197,50 | 231,20

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Internationales Musikfest Hamburg

HamburgMusik gGmbH

28.4.2023 bis 7.6.2023

Programmatische Höhepunkte zum Saisonfinale: Die großen Hamburger Orchester und hochkarätige Gäste widmen sich bei dieser Ausgabe über vier Wochen dem Motto »Liebe«.

»Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber die Liebe ist die größte unter ihnen.« Als der Apostel Paulus diese Worte an die junge Gemeinde in Korinth schrieb, konnte er nicht ahnen, damit den populärsten Trauspruch aller Zeiten zu verfassen. Noch weniger aber, einmal die thematische Ausrichtung des Internationalen Musikfests Hamburg zu benennen. Denn nachdem die Festival-Mottos 2020 »Glauben« und 2021 »Hoffnung« lauteten, dreht sich in dieser Ausgabe alles um – genau, die Liebe. Und was könnte unsere Welt heute mehr gebrauchen?

Das vollständige Programm wird im Herbst bekannt gegeben.

Gerade Liebespaare, deren Bindung stärker ist als alle widrigen Umstände, haben es Komponisten quer durch die Jahrhunderte angetan: Romeo und Julia, Pelléas und Mélisande oder Porgy und Bess. Sie und viele andere inhaltliche Anknüpfungspunkte durchziehen die Konzerte im (Wonnemonat) Mai, wenn das Musikfest wieder die Kräfte der einheimischen Szene bündelt und hochkarätige internationale Gäste begrüßt, etwa die Wiener Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala und das Concertgebouworkest Amsterdam.

Wieder steht außerdem ein Komponist mit besonderem Hamburg-Bezug im Fokus: der deutschstämmige Alfred Schnittke, der nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aus der Sowjetunion hierher übersiedelte und bis zu seinem Tod 1998 in Eppendorf lebte. Beim Community-Projekt »Love est. 2023« werden Hamburgerinnen und Hamburger gemeinsam kreativ. Und im Eröffnungskonzert erklingt ein neues Werk des US-Amerikaners Sean Shepherd auf Texte der Lyrikerin Ulla Hahn.

Gefördert durch die Stiftung Elbphilharmonie und den Förderkreis Internationales Musikfest Hamburg

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Ereignisse / Festival Raritäten der Klaviermusik Husum, König-Friedrich V.-Allee
Ereignisse / Aufführung Kultur in Neustadt in Holstein Neustadt in Holstein, Am Markt 1
Ereignisse / Konzert Schleswig-Holstein Musik Festival Lübeck, Parade 1
Ereignisse / Aufführung Logensaal Hamburger Kammerspiele Hamburg, Hartungstraße 9-11
Ereignisse / Jazz Cotton Club Hamburg Hamburg, Alter Steinweg 10
Ereignisse / Kulturveranstaltung Museumsschiff Cap San Diego Hamburg Hamburg, Überseebrücke
Ereignisse / Messe INCorporating art fair Hamburg Hamburg, Stockmeyerstraße 41
Ereignisse / Kulturveranstaltung Mathilde Café Hamburg, Bogenstraße 5
Ereignisse / Kulturveranstaltung Brakula Hamburg, Bramfelder Chaussee 265
Ereignisse / Kulturveranstaltung Haus Drei Hamburg, Hospitalstr. 107
Ereignisse / Festival Duckstein-Festival Hamburg, Erikastraße 67

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