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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

Kontakt

Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
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Bewertungschronik

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Konzert

Orchestre National de France / Daniil Trifonov / Cristian Măcelaru

Orchestre National de France
Daniil Trifonov, Klavier
Dirigent: Cristian Măcelaru


Maurice Ravel: Ma mère l’oye / Suite für Orchester
Alexander Skrjabin: Konzert für Klavier und Orchester fis-Moll op. 20
César Franck: Sinfonie d-Moll FWV 48

In allen Farben

»Skrjabin komponiert, als würde er improvisieren«, verrät der Pianist Daniil Trifonov das Geheimnis des russischen Komponisten, der mit seiner Musik überhaupt erst dafür gesorgt hat, dass Trifonov sich als Jugendlicher ernsthaft für das Klavier interessierte. Was für ein Glück! Heute gehört der Wahl-New-Yorker zu den besten Pianisten und Skrjabin-Interpreten unserer Zeit. Ihm ist es zu verdanken, dass das fis-Moll-Klavierkonzert mit seinen exklusiven Harmonien wieder einen Platz auf den Konzertprogrammen gefunden hat.

In punkto raffinierter Klanggestaltung hat der Synästhet Skrjabin in César Franck einen Partner im Geiste: Der renommierte Pariser Organist orientierte sich auch in seinen Orchesterkompositionen stets am Ideal seines Instruments. Seine einzige Sinfonie ist ein faszinierendes Beispiel für grandiose Klangentwicklung in allen Farben der Musik.

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Konzert

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen / Paavo Järvi

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Dirigent: Paavo Järvi


»Haydn, the Shakespeare of Music«
Joseph Haydn: Sinfonie B-Dur Hob. I:102
Joseph Haydn: Sinfonie D-Dur Hob. I:96 »The Miracle«
William Shield: Ouvertüre zu »Rosina«
Joseph Haydn: Sinfonie Es-Dur Hob. I:103 »Mit dem Paukenwirbel«

Der Shakespeare der Musik

Unter ihrem Chefdirigenten Paavo Järvi spielt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen die bedeutendsten Sinfonien der Musikgeschichte bekanntlich einfach auf preiswürdigem Niveau. Mit den vielfach ausgezeichneten Gesamtaufnahmen von Beethoven, Schumann und Brahms hat sie neue Maßstäbe gesetzt. Ähnliches gelingt diesem Erfolgsteam aber eben auch bei Joseph Haydn, diesem ersten bedeutenden Sinfoniker der Musikgeschichte. Besonders seine raffinierten, oftmals mit kleinen humorvollen oder rustikalen Einlagen gespickten »Londoner Sinfonien« haben Järvi & Team einfach im Blut.

Mit der populären Sinfonie »Mit dem Paukenwirbel« lädt die Kammerphilharmonie Bremen zu einer sinfonischen Reise nach London ein, wo man Haydn als »Shakespeare der Musik« verehrte. Seine »Londoner Sinfonien« schrieb er für den aus Bonn stammenden Konzertunternehmer Johann Peter Salomon, der ihn 1791 erstmals zu Konzerten nach England eingeladen hatte. Bevor Haydn jedoch seinen ersten Triumphzug antrat, soll er sich auch von Mozart verabschiedet haben. Dieser wies ihn zwar freundschaftlich auf die Verständigungsschwierigkeiten hin. Doch Haydn reagierte auf diesen Hinweis gelassen – mit den Worten: »Meine Sprache versteht die ganze Welt.«

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© G. Hohenberg
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Leif Ove Andsnes / Mikko Franck

NDR Elbphilharmonie Orchester
Leif Ove Andsnes, Klavier
Mikko Franck, Dirigent


Magnus Lindberg: Serenades
Edvard Grieg: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra / Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche op. 30

Strauss als Übermensch

Der »King« Elvis Presley betrat zu diesen Klängen die Bühne und Stanley Kubrick unterlegte sie seiner »Odyssee im Weltraum«: Die Fanfare am Anfang von Richard Strauss’ »Also sprach Zarathustra« mit ihrem markanten Wechsel von C-Dur nach c-Moll zählt weit über die Grenzen der Klassikszene hinaus zu den populärsten Passagen der Musikgeschichte. Das Thema, das der Komponist in seiner Sinfonischen Dichtung verhandelte, ist dabei eigentlich vergleichsweise wenig massentauglich: Friedrich Nietzsches komplexe philosophische Schrift »Also sprach Zarathustra« beschreibt die Auflehnung eines auserwählten »Übermenschen« gegen alles Gewöhnliche und Offizielle. Nirgendwo allerdings hat solche Zivilisationskritik je so genussvoll und überwältigend geklungen wie bei Richard Strauss!

Der finnische Dirigent Mikko Franck kehrt wenige Monate nach seinem Debüt zum NDR Elbphilharmonie Orchester zurück und stellt Strauss’ Klassiker zwei Werke aus seiner nordischen Heimat gegenüber: Das im Dezember 2021 in Chicago uraufgeführte Werk »Serenades« seines Landsmanns Magnus Lindberg erinnert an so mancher Stelle an die Klangsprache des großen Finnen Jean Sibelius.

Und Edvard Griegs Klavierkonzert ist ein perfektes Beispiel für die Integration nordischer Folklore in die klassische Konzertmusik. So beginnt etwa das Finale mit einem typisch norwegischen Springtanz namens »Halling«. Am Klavier sitzt dabei Leif Ove Andsnes, der dieses Werk wie kein zweiter verinnerlicht hat. Der Norweger wurde von »Vanity fair« übrigens glatt zu einem der »Besten der Besten« ernannt.

Einführung: 19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzertante Aufführung

Mozart: La clemenza di Tito / Cecilia Bartoli

Les Musiciens du Prince – Monaco
Il canto di Orfeo, Chor
John Osborn, Tito
Cecilia Bartoli, Sesto
Alexandra Marcellier, Vitellia
Mélissa Petit, Servilia
Lea Desandre, Annio
Peter Kálmán, Publio
Gianluca Capuano, Dirigent


Wolfgang Amadeus Mozart: La clemenza di Tito / Opera seria in zwei Akten KV 621
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Aufruhr im alten Rom

Liebe und Eifersucht, Freundschaft und Verrat, Rache und Großmut – Mozarts letzte italienische Oper »La clemenza di Tito« hat alles, was ein episches Römerdrama braucht. Wenn dann noch eine große Diva in die Hauptrolle schlüpft, ist atemlose Spannung garantiert: Nach ihrem Rollen-Debüt in Salzburg 2021 ist Cecilia Bartoli nun auch in Hamburg als zwischen Liebe und Loyalität zerriebener Kaiserfreund Sesto zu hören.

Dass die virtuose Mezzosopranistin dabei von ebenbürtigen Mitstreitern umgeben ist, versteht sich von selbst. Neben einer traumhaften Co-Besetzung mit dem Tenor John Osborn, von der internationalen Presse mehrfach zum »Ritter vom hohen C« geschlagen, und der Sopranistin Alexandra Marcellier, die für die ursprünglich geplante Fatma Said einspringt, hat Cecilia Bartoli die Musiciens du Prince an ihrer Seite. Das virtuose Originalklang-Orchester wurde 2016 auf ihre persönliche Initiative gegründet. Beheimatet ist es in Monaco, wo Cecilia Bartoli 2023 die Intendanz des Opernhauses übernehmen wird.

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© Grit Dörre
Konzert

Dresdner Kreuzchor

Dresdner Kreuzchor
Martin Lehmann, Leitung


Advents- und Weihnachtslieder sowie Motetten zur Vorweihnachtszeit von Max Reger, Carl Thiel, Alfred Becker, Rudolf Mauersberger und Carl Riedel

Über 800 Jahre Chortradition

Der Dresdner Kreuzchor ist einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt. Geistliche Musik bilden den Kern des umfangreichen Repertoires, das Werke von der Renaissance bis zur Gegenwart umfasst.

Als internationale Größe reist er durch Deutschland und über europäische Grenzen hinaus, zum Beispiel nach Israel, Japan, Südamerika oder in die USA. Der Chor vertritt die sächsische Landeshauptstadt als ihre älteste Kulturinstitution und debütierte zuletzt beim Shanghai International Arts Festival und gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden bei den Salzburger Osterfestspielen.

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Jazz

NDR Bigband / Geir Lysne

NDR Bigband
Percy Pursglove, trumpet
Florian Weber, piano
Geir Lysne, direction


»Chromatic Aberration«
A double concerto for piano, trumpet and big band

Die beiden neuen im Fokus

Unter Fotografen bezeichnet der Fachterminus »Chromatische Aberration« das Phänomen, dass optische Linsen Licht unterschiedlicher Wellenlänge verschieden stark brechen – was zur Folge haben kann, dass Konturlinien verschleiert werden. Mit seinem neuen Doppelkonzert für die NDR Bigband macht sich Geir Lysne auf die Suche nach vergleichbaren akustischen Phänomenen, die neue Perspektiven auf den Klang der NDR Bigband eröffnen.

Neben der Bigband stehen in diesem Programm zwei Musiker im Fokus, die noch immer zu den Neuankömmlingen in der Band zählen, der Pianist Florian Weber und der Trompeter Percy Pursglove. Beide weisen auch – neben ihrer außerordentlichen Klasse im weiten Feld des Jazz und darüber hinaus – eine außergewöhnliche fächerübergreifende Aufgeschlossenheit für Themen aus den Wissenschaften auf. Pursglove und Weber sind zwei Musiker, die geübt darin sind, ihren Blick schweifen zu lassen und immer wieder andere Zonen der Realität zu fokussieren – oder auch gezielt mal unscharf zu stellen.

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© Ch. Köstlin
Konzert

Jan Lisiecki / Kammerakademie Potsdam / Antonello Manacorda

Jan Lisiecki, Klavier
Kammerakademie Potsdam
Dirigent: Antonello Manacorda


Franz Schubert: Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«

Form und Format

»Pianistisch hat er alles drauf, doch drängt sich Technisches ebensowenig in den Vordergrund wie übertriebenes Sentiment. Hier hat alles Form und Format«, schreibt das Magazin concerti über Jan Lisieckis Live-Einspielung der fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven. Bereits 2019 legte der damals gerade einmal 24-Jährige die Einspielung bei der prestigeträchtigen Deutschen Grammophon vor. Nun kommt er mit allen fünf Konzerten in die Elbphilharmonie. Die Kammerakademie Potsdam unter Leitung ihres Chefdirigenten erweist sich dabei als gleichgesinnte Partnerin – feinsinniges Musizieren ist für sie ebenso oberstes Ziel wie für den jungen kanadisch-polnischen Pianisten mit dem verblüffend reifen Zugang zu den Werken. Kongenial ergänzt wird das Klavierkonzert um zwei Schubert-Sinfonien, darunter auch die berühmte »Unvollendete«.

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© O. Helbig
Konzert

London Symphony Orchestra / Sir Simon Rattle

London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle, Dirigent


Jean Sibelius: Aallottaret (Die Okeaniden) / Tondichtung op. 73
Tapiola / Tondichtung für großes Orchester op. 112
Sergej Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44

Nikolaus mit Sibelius

Explodierende Orchesterfarben, eindrückliche Erzählungen, schwelgende Melodielinien: Hat ein Musikwerk diese Zutaten, ist es Sir Simon Rattle, der sie leuchten lässt wie kaum ein anderer. Seit 2017 ist er Chef beim London Symphony Orchestra. Unzählige spannungsreiche Konzertprogramme haben Rattle und seine Londoner gemeinsam gestaltet und in die Welt getragen. Nun heißt es bald Abschied nehmen von diesem künstlerischen Gespann, das ein untrügliches Gespür besitzt für die Meisterwerke mit dem gewissen Etwas.

Mitte 2023 wird Rattle Chefdirigent von Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks. Weg von den Wurzeln, hin zu neuen Ufern – das heißt bei Rattle aber ganz offensichtlich auch, die letzten gemeinsamen Projekte in gewohnter Konstellation noch einmal richtig auszukosten.

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© Uwe Arens
Konzert

Matthias Goerne / Christian Schmitt

Matthias Goerne, Bariton
Christian Schmitt, Orgel


Johann Sebastian Bach: Wacht auf, ihr Adern und ihr Glieder / aus der Kantate »Unser Mund sei voll Lachens« BWV 110
Hugo Wolf: Spanisches Liederbuch (Auswahl)
Johann Sebastian Bach: Nun komm, der Heiden Heiland BWV 661a, Nun komm, der Heiden Heiland BWV 659a
Max Reger: Ich sehe dich in tausend Bildern op. 105/1, Meine Seele ist still zu Gott op. 105/2
Hugo Wolf: Drei Gedichte von Michelangelo
Heinrich Schütz: O Jesu, nomen dulce SWV 308 / aus: Kleine geistliche Konzerte mit 1-5 Stimmen
César Franck: Choral Nr. 3 a-Moll FWV 40
Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge op. 121

Wenn sich zwei der renommiertesten Künstler ihrer Generation zusammentun, dann entsteht nicht selten etwas Besonderes. Und besonders ist die Kombination aus Liedgesang und Orgel allemal: Matthias Goerne ist ein gefeierter Liedsänger, Christian Schmitt ein brillanter Organist. Zusammen spüren sie der Kombination von Stimme und Orgel nach – mit Liedern der Romantik, der Blütezeit des Liedgesangs.

Namen wie Wolf, Brahms und Reger stehen nicht umsonst für Pretiosen der Liedkunst. Orgelbau und Orgelmusik jener Zeit waren von Aufbruchstimmung geprägt: Dynamische und technische Grenzen wurden neu abgesteckt. Die moderne Orgel der Elbphilharmonie ist dafür auf jeden Fall gerüstet.

Einführung mit Thomas Cornelius
19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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© H. Hoffmann
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Alisa Weilerstein / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Alisa Weilerstein, Violoncello
Alan Gilbert, Dirigent


Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu »Die Zauberflöte« KV 620
Samuel Barber: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 22, Adagio for Strings op. 11
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 504 »Prager«

Barber: grundlos selten gespielt

»Es gibt keinen Grund, warum Musik für ein Publikum schwer zu verstehen sein sollte.« Das war die feste Überzeugung von Samuel Barber, einem der im eigenen Land anerkanntesten US-amerikanischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit seinem ergreifenden Klagegesang »Adagio for Strings« gelang ihm denn auch ein Tophit, den sogar in Europa jeder Mensch kennt und versteht. Sein restliches Schaffen aber ist hierzulande gnadenlos unterrepräsentiert – was ganz und gar nicht zu verstehen ist! Mit einigen Programmen im Rahmen des Amerika-Schwerpunkts der letzten Spielzeit hat Chefdirigent Alan Gilbert diese Lücke zumindest beim NDR Elbphilharmonie Orchester zu schließen begonnen – und macht auch 2022/23 weiter: Einmal mehr steht das eindrucksvolle, berüchtigt »tricky« zu spielende Cellokonzert von Barber auf dem Programm. Dafür kehrt die amerikanische Überflieger-Cellistin Alisa Weilerstein zurück, die sich besonderer Herausforderungen immer gern annimmt.

Durch sein Talent auch als Konzertsänger empfand Barber in seiner Musik naturgemäß lyrisch und kantabel. Darin traf er sich mit einem seiner berühmten Idole: Wolfgang Amadeus Mozart. Auch der war zeitlebens darum bemüht, in seinen Werken »eben das Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht« zu finden. Zwei besonders beliebte Tophits des unsterblichen Klassikers hat Alan Gilbert daher als Rahmen für Barbers Musik ausgewählt: Die Ouvertüre zur »Zauberflöte« und die spannungsvoll zwischen Ernst und Heiterkeit vermittelnde Prager Sinfonie von 1786.

Einführung: 19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg: Weihnachtsoratorium

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg
Dresdner Kapellsolisten
Julia Lezhneva, Sopran
Bettina Ranch, Alt
Benjamin Bruns, Tenor
Klaus Häger, Bass
Hansjörg Albrecht, Cembalo und Leitung


Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248, I-III und VI

»Jauchzet, frohlocket« – ohne diesen bekannten Jubelruf ist für viele Menschen das Weihnachtsfest nicht zu denken. Bach versteht es wie kein anderer die Worte des Lukasevangeliums, die sich um die Geburt Jesu Christi ranken, in musikalische Bilder zu fassen. Ursprünglich waren die verschiedenen Kantaten auf unterschiedliche Tage verteilt und wurden an den entsprechenden Feiertagen musiziert. Heute werden sie meist zusammengefasst, sodass ein großes, zusammenhängendes Weihnachtsgemälde entsteht. Innige Arien, frohlockende Chöre, atemlose Erzählung, festliche Trompeten und nachdenkliches Menschenwort – so ersteht vor den Augen und Ohren des Hörers die Weihnachtserzählung in lebendig bewegender Form. Mit Johann Sebastian Bachs unvergleichlicher Musik wird dieser dritte Advent zu einer musikalisch-ästhetischen Vorbereitung auf das Christfest.

Gut 80 Sängerinnen und Sänger gehören zu einem der renommiertesten Konzertchöre Hamburgs: dem Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor, benannt nach dem berühmtesten Bach-Sohn. Seit 1998 ist der Chor als freier Konzertchor tätig, seine Historie reicht allerdings bis in die Zeit seines Namensgebers zurück. Heute widmet er sich einem außergewöhnlich breiten Repertoire, vom Barock bis in die Moderne, vom Oratorium bis zur A cappella Musik. Enge Kooperationen verbinden den Chor mit den Hamburger Symphonikern und dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck sowie den Dirigenten Philippe Jordan, Andrey Boreyko, Jeffrey Tate und Peter Ruzicka.

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Kammerkonzert

Philharmonisches Kammerkonzert

Manuela Tyllack, Flöte
Thomas Rohde, Oboe
Christian Seibold, Klarinette
Fabian Lachenmaier, Fagott
Isaak Seidenberg, Horn


Franz Danzi: Bläserquintett g-Moll op. 56/2
Paul Hindemith: Kleine Kammermusik op. 24/2 für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
Claude Paul Taffanel: Quintett g-Moll für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn
Malcolm Arnold: Three Shanties op. 4

Atmungsaktive Musik

Fünf Musiker:innen des Philharmonischen Staatsorchesters durchstreifen das Europa des 19. und 20. Jahrhunderts mit einer Gattung, die sich erst allmählich den Platz an der Seite des kammermusikalisch dominierenden Streichquartetts errang: dem Holzbläserquintett.

Nach ersten Versuchen im ausgehenden 18. Jahrhundert war es Anton Reicha, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Paris mit seinen Quintetten Furore machte und zum Vorbild für die neubegründete Besetzung wurde. Das Bläserquintett Franz Danzis ist Zeugnis dieser Entwicklung. Obgleich die Kompositionen für Bläserquintette in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts deutlich zurückgingen, widmete sich der französische Komponist Paul Taffanel ausgiebig dieser Gattung. Seine Erfahrungen als Flötist, später Erster Dirigent der Pariser Oper, klingen im theatralischen Gestus an, der sich mit typisch französischer Eleganz verbindet.

Im Laufe des 20. Jahrhundert erlebt die Gattung eine erneute Blüte, zu der sowohl Paul Hindemiths Kleine Kammermusik op. 24,2 als auch die »Three Shanties« des englischen Komponisten Malcolm Arnold zu zählen sind. Später berühmt geworden mit der Filmmusik zu »Die Brücke am Kwai« schrieb Arnold sein op. 4 als Solotrompeter des London Philharmonic Orchestra mit gerade einmal 22 Jahren. Ihr Klangideal ist der romantischen Stimmung englischer Seemannslieder verpflichtet.

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Konzert

German Hornsound / Daniel Behle

german hornsound
Christoph Eß, Horn
Andrés Eloy Aragón Ayala, Horn
Stephan Schottstädt, Horn
Timo Steininger, Horn
& Daniel Behle, Tenor


Tenor und satter Hörnerklang

Die Frage, was Heimat ist, kann nicht einfach beantwortet werden, weil zu viel Gegensätzliches in einer Antwort gleichzeitig formuliert werden müsste. Heimat ist nicht, Heimat kann sein. Und zwar vieles: Ein Ort, Natur oder Landschaft, Erinnerung, Menschen, Freunde und Familie, eine Sehnsucht, Schmerzen, ein Albtraum, Idylle, Verlust, Gewohnheit und Geborgenheit, Kultur, Sprache und Dialekt, Küche, Zuhause, Wurzeln, Sicherheit... und dies alles multipliziert mit Gefühlen und Ansichten, für jeden Menschen individuell und am Ende doch in manchem ähnlich. Der gefeierte Tenor Daniel Behle und das Hornquartett German Hornsound beleuchten in ihrem aktuellen Programm alle Facetten von »Heimat«.

Nach einem ersten Kennenlernen im Jahr 2017 entschlossen sich der Tenor Daniel Behle und das Hornquartett german hornsound, gemeinsam ein Projekt zu gestalten, das als digitales Format, als physischer Tonträger und auch als Konzertformat entworfen werden sollte. 2019 wurde der Münchner Arrangeur Alexander Krampe mit einbezogen. Die Kombination von Behles von Kritik und Publikum gefeiertem strahlenden, dabei beweglichen Tenor, seine umfassende Musikalität und dem Hornquartett mit seinen großen Möglichkeiten zwischen sanftem Wohlklang, hoher Virtuosität und zupackender Kraft ließen die Idee »Heimat« entstehen, zu der insgesamt 50 Arrangements entstanden. Um sowohl das Album als auch das Konzert abwechslungsreich zu gestalten (und für Spielpausen zu sorgen), hat der Schauspieler Mario Adorf zehn Texte eingelesen, die die ungeheure Bandbreite des Themas zusätzlich bereichern.

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Konzert

Baltic Sea Philharmonic / Olga Scheps / Kristjan Järvi

Baltic Sea Philharmonic
Olga Scheps, Klavier
Kristjan Järvi, Dirigent


»Nutcracker Reimagined«
Edvard Grieg: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16
Piotr I. Tschaikowsky: Nussknacker. Dramatische Sinfonie / Arrangement von Kristjan Järvi
sowie weitere Werke u.a. von Jean Sibelius

Nordischer Weihnachtszauber

Mit ihren Konzerten in der Elbphilharmonie begeisterten Kristjan Järvi und das aus Musiker:innen der gesamten Ostseeregion zusammengesetzte Baltic Sea Philharmonic Publikum und Presse. Nun bringen sie mit »Nutcracker Reimagined« die Magie und den Zauber der Weihnachtszeit mit Kompositionen von Edvard Grieg, Jean Sibelius und Piotr I. Tschaikowskys weltbekanntem »Nussknacker« nach Hamburg. Und für das gesamte Programm stellen sie ihre Notenständer beiseite und spielen komplett aus dem Gedächtnis – ein einzigartiges Konzerterlebnis!

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Kammerkonzert

Münchener Kammerorchester / Pierre Bleuse

Münchener Kammerorchester
Lawrence Power, Viola
Alisa Weilerstein, Violoncello
Katrien Baerts, Sopran
Aaron Pilsan, Klavier
Pierre Bleuse, Dirigent


Thomas Larcher:
Still für Viola und Kammerorchester
The Living Mountain für Sopran und Ensemble
Ouroboros für Violoncello und Kammerorchester

Grenzerfahrungen eines Grenzgängers

Der französische Dirigent Pierre Bleuse und das Münchener Kammerorchester zeichnen ein vielschichtiges Portrait des Komponisten Thomas Larcher, dem die Elbphilharmonie in dieser Saison einen fünfteiligen Schwerpunkt widmet. Solokonzerte für Viola und Violoncello rahmen die Aufführung eines erst kürzlich uraufgeführten Vokalwerks ein.

Fotografien seiner Heimat Tirol haben Larcher zu »The Living Mountain« (2020) inspiriert, das die belgische Sopranistin Katrien Baerts vorträgt. Das Werk berichtet von Grenzerfahrungen in den Bergen und versucht, »das gesamte Universum der Musik in einem Vogelschrei zu hören.«

Im Bratschenkonzert »Still« (Solist: Lawrence Power) geht es nicht nur um Stillstand und Bewegung, sondern auch um die Stille. Als Solistin in »Ouroboros« (2015) tritt die amerikanische Cellistin Alisa Weilerstein in Erscheinung. In diesem Stück dreht sich nicht nur die Windmaschine im Kreis: Es ist angelehnt an Johannes Brahms’ Sinfonien, in denen sich musikalische Motive weiterentwickeln und schließlich in ihre ursprüngliche Form zurückkehren.

Einführungsgespräch mit Thomas Larcher und Tom R. Schulz
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© M. Borggreve
Konzert

Håkan Hardenberger / Wallroth / Keller / Amsterdam Sinfonietta

Håkan Hardenberger, Trompete
Johanna Wallroth, Sopran
Amsterdam Sinfonietta
Tomo Keller, Violine und Leitung


Georg Philipp Telemann: Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo D-Dur TWV 51/D7
Ludwig van Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132
Johann Sebastian Bach: Jauchzet Gott in allen Landen BWV 51
Bernhard Krol: Magnificat-Variationen für Trompete und Streichorchester op. 40
Gerald Finzi: Dies natalis op. 8
Georg Friedrich Händel: Eternal Source of Light Divine / aus der »Ode for the Birthday of Queen Anne« HWV 74
Thad Jones: A Child is born / Bearbeitung für Trompete und Streichorchester
Max Reger: Mariä Wiegenlied / aus: Schlichte Weisen op. 76
Gustaf Nordqvist: Jul, jul, strålande jul (Text: Edvard Evers)
Ruben Liljefors: Det strålar en stjärna (Text: Jeanna Oterdahl)

Der beste Trompeter der Galaxie

Zeitgenössische Komponisten lieben ihn, da ihm keine technische Finesse zu schwer, kein Ton zu hoch, kein Rhythmus zu komplex ist; für die britische Zeitung The Times ist Håkan Hardenberger nichts weniger als »der beste Trompeter der Galaxie«. Seit Jahren führt der schwedische Musiker die Liste internationaler Trompetenvirtuosen an, doch es gibt eine Zeit im Jahr, in der auch er sich nicht dem schlichten Zauber entziehen kann, der seinem Instrument innewohnt: Wenn es auf das Weihnachtsfest zugeht, steigt die Sehnsucht nach dem goldenen Glanz der Trompete: Mit einer perfekten Mischung aus seinem hochvirtuosen Kernrepertoire wie den Magnifikat-Variationen und intimen Kompositionen wie der Weihnachtsballade »A Child is Born« haben Hardenberger, die Sopranistin Johanna Wallroth und die Amsterdam Sinfonietta ein feines Adventsprogramm zusammengestellt.

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Konzert

Weihnachten mit NDR Low Brass & Friends

Jens Plücker, Horn
Tobias Heimann, Horn
Dave Claessen, Horn
Edouard Cambreling, Horn
Joachim Preu, Posaune
Simone Candotto, Posaune
Peter Dreßel, Posaune
Uwe Leonbacher, Posaune
Stefan Kaundinya, Tuba
Anaëlle Tourret, Harfe
Daniel Hansen, Schlagzeug
Giulia della Peruta, Sopran


Von Gabrieli bis Debussy

NDR Low Brass & Friends auf der Kammermusikbühne der Elbphilharmonie: mit einem vielfältigen, anspruchsvollen und stimmungsreichen Programm zur Weihnachtszeit. Es war schon immer das Selbstverständnis der Blechbläsergruppe des NDR Elbphilharmonie Orchesters, bei ihren Ensembleauftritten von den Pfaden des gängigen klassischen Repertoires abzuweichen – und dem Publikum auch möglichst Ungewohntes, selten zu Hörendes vorstellen zu können. An den Komponistennamen des Programms – Gabrieli, Lully, Händel, Mozart, Tschaikowsky, Puccini und Debussy – ist diesmal bereits abzulesen, dass ein weites Feld der Musikgeschichte in den Blick genommen wird. Und es schlägt auch wieder die große Stunde der Arrangeure, die die Musik näherer und fernerer Epochen stilsicher und virtuos auf das vielfältige Instrumentarium eines großen Brass-Ensembles übertragen werden.

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Konzert

Beethoven: Missa solemnis

Orchestre des Champs-Élysées
Collegium Vocale Gent
Eleanor Lyons, Sopran
Eva Zaïcik, Mezzosopran
Ilker Arcayürek, Tenor
Thomas E. Bauer, Bass
Philippe Herreweghe, Dirigent


Ludwig van Beethoven: Missa solemnis für Soli, Chor und Orchester D-Dur op. 123
Ein Werk der Superlative

Nach zwei Pandemiejahren, in denen die Kunst der kleinen Form das Mittel der Wahl war, wird es wieder Zeit aus dem Vollen zu schöpfen: Da kommt die einzigartige »Missa solemnis«, mit der Ludwig van Beethoven Musikgeschichte schrieb, gerade recht. Denn die technischen wie physischen Anforderungen an Orchester und Chor sowie den Dirigenten, der sowohl im Chor- als auch im Orchesterfach versiert sein muss, sind immens. Philippe Herreweghe und sein Collegium Vocale Gent sind gemeinsam mit dem renommierten Orchestre des Champs-Elysées und den herausragenden Solisten einige der wenigen, bei denen die Erfüllung dieser Ansprüche außer Frage steht.

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© K. Kikkas
Konzert

Ema Nikolovska, Mezzosopran

Ema Nikolovska, Mezzosopran
Kunal Lahiry, Klavier


Aaron Copland: Twelve Poems of Emily Dickinson (Auswahl)
Franz Schubert: Herbst D 945, Auflösung D 807
Sergej Prokofjew: Fünf Lieder ohne Worte op. 35 (Auswahl)
Franz Schubert: Verklärung D 59, Der Unglückliche D 713, Nacht und Träume D 827
Olivier Messiaen: Vocalise-Étude
Franz Schubert: Die Rose D 745, Die Mutter Erde D 788
Nahre Sol: Apperceptive Algorithms
sowie ausgewählte Lieder von Priaulx Rainier, Emily Doolittle, George Crumb und Héloïse Werner

Andachten

Die mazedonisch-kanadische Mezzosopranistin Ema Nikolovska widmet sich neben ihrer Tätigkeit im Opernstudio der Berliner Staatsoper mit Leib und Seele dem Liedgesang. In der Elbphilharmonie brillierte die junge Mezzosopranistin 2021 bei dem Festival »Song of America: A Celebration of Black Music« und war im Februar 2022 in Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« im Großen Saal (an der Seite von großen Namen wie Anna Prohaska oder Florian Boesch) zu erleben. Nun ist sie mit ihrem ersten Liederabend im Kleinen Saal zu Gast.

In ihrem Programm »Andachten« vereint sie Lieder ganz unterschiedlicher Epochen, die sich mit der Beziehung des Menschen zur Natur und zur modernen Welt auseinandersetzen. Es geht um die Jahreszeiten, um Tod und Wiedergeburt und um die Liebe – Themen, die die Sängerin in einer »andächtigen, aber keinesfalls esoterischen« Atmosphäre beleuchten möchte.

Ema Nikolovska wuchs in Toronto auf, wo sie Gesang und Violine studierte. Im Jahr 2019 gewann sie den 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb im niederländischen ’s-Hertogenbosch und den Ferrier Loveday Song Prize, außerdem war sie Preisträgerin der Young Classical Artists Trust (YCAT) International Auditions. Sie gab unter anderem Liederabende im Pierre Boulez Saal, der Londoner Wigmore Hall, beim Verbier Festival und beim Toronto Summer Music Festival, dabei waren Pianisten wie Malcolm Martineau, Wolfram Rieger und Graham Johnson ihre musikalischen Partner.

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© L. Beck
Konzert

Sir András Schiff / Cappella Andrea Barca

Cappella Andrea Barca
Sir András Schiff, Klavier und Leitung


Johann Sebastian Bach:
Klavierkonzert D-Dur BWV 1054
Klavierkonzert f-Moll BWV 1056
Klavierkonzert g-Moll BWV 1058
Klavierkonzert E-Dur BWV 1053
Klavierkonzert A-Dur BWV 1055
Klavierkonzert d-Moll BWV 1052

Bach mal sechs

Sir András Schiff zählt ohne Frage zu den bedeutendsten Pianisten unserer Zeit. Der gebürtige Budapester hat sich rings um den Globus treue Fans erspielt; 2014 erhob ihn die Queen in den Ritterstand. Einer seiner Lieblingskomponisten war und ist Johann Sebastian Bach. Nun vollbringt Schiff das Kunststück, an einem Abend gleich sechs Klavierkonzerte des Barockmeisters zu präsentieren. Dabei leitet er von den Tasten aus die Cappella Andrea Barca, sein aus international tätigen Spitzenmusikern rekrutiertes »Hausorchester«.

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© D. Ruano
Konzert

Cuarteto Casals

Cuarteto Casals:
Vera Martínez Mehner, Violine
Abel Tomàs, Violine
Jonathan Brown, Viola
Arnau Tomàs, Violoncello


Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge BWV 1080

Zum Jubiläum

Seit 1997 bespielt das Cuarteto Casals regelmäßig die bedeutenden Konzertsäle der Welt. Zum Jubiläum ihres 25-jährigen Bestehens kommen die vier Katalanen nun mit einem der gewichtigsten Werke der gesamten Musikgeschichte nach Hamburg: J. S. Bachs »Kunst der Fuge«.

Die »Kunst der Fuge« ist ein unvollendeter Zyklus von 14 Fugen und vier Kanons. All diese Sätze basieren auf einem einzigen Thema, das von Bach auf vielfältige Weise bearbeitet wird. Um die Stimmenverläufe zu verdeutlichen, hat Bach jede einzelne Stimme der einzelnen Fugen und Kanons auf einem eigenen Notensystem notiert.

Bis heute ist nicht ganz klar, für welches Instrument oder Ensemble Bach den Zyklus komponiert hat, weshalb er in unterschiedlichsten Besetzungen aufgeführt wird: auf dem Cembalo, dem Klavier oder im Ensemble. Besonders eindrucksvoll, beinahe schon orchestral, klingen die Bach’schen Fugen, wenn sie von einem Streichquartett gespielt werden. Zumal, wenn es sich um eine solch exzellente Formation wie das Cuarteto Casals handelt.

Einführung mit Oliver Wille
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© E. Brissaud
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Roland Greutter / Christoph Eschenbach

NDR Elbphilharmonie Orchester
Roland Greutter, Violine
Christoph Eschenbach, Dirigent


Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Fassung von 1889)

Echter Bruckner – ganz ohne Wagner

Bruckner mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester – das ist Legende! Für seine Rückkehr an das vertraute Hamburger Pult hat der ehemalige Chefdirigent Christoph Eschenbach sich die Dritte Sinfonie des Meisters ausgesucht. Anton Bruckner schrieb sie ganz in Gedanken an sein großes Idol Richard Wagner. Voller Eifer war der »arme Organist aus Wien« (so die wenig schmeichelhafte Einschätzung von Seiten Wagners) damals nach Bayreuth gefahren, um den »Meister aller Meister« persönlich um die Annahme der Widmung zu bitten. Während die Sinfonie bei diesem jedoch allenfalls auf beifällige Anerkennung stieß, gilt sie heute als die vielleicht erste, in der Bruckners unverkennbarer Personalstil bereits in Vollendung ausgeprägt ist.

Für Fehlurteile war Wagner ja ohnehin bekannt: Seine antisemitisch motivierte Ablehnung Felix Mendelssohns hat in der Musikgeschichte viel Schaden angerichtet. Dass das Violinkonzert des gebürtigen Hamburgers zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland sogar ganz von den Spielplänen verschwinden musste, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. So berühmt und beliebt ist Mendelssohns Klassiker vom ersten Ton der noblen Geigenmelodie an, mit der das Konzert anhebt. Nun stellt Roland Greutter, seit 1982 Erster Konzertmeister des NDR Elbphilharmonie Orchesters, seine Interpretation des zugleich melodischen wie virtuosen Standardwerks vor.

Einführung: 19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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© K. Kikkas
Konzert

Camerata Bern / Ilya Gringolts

Camerata Bern
Ilya Gringolts Violine und Leitung


Arcangelo Corelli: Concerto grosso g-Moll op. 6/8 »Fatto per la Notte di Natale«
Pietro Locatelli: Violinkonzert D-Dur op. 3/12
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfoniesatz c-moll MWV N 14
Niccolò Paganini: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 6 / Bearbeitung für Streichorchester von Bernard Rofe

Ein Fest für die Geige

»Expressiver, kompromissloser als Gringolts kann man kaum Geige spielen«, schreibt Harald Eggebrecht von der Süddeutschen Zeitung über den Ausnahmemusiker Ilya Gringolts. Schon mit 16 Jahren gewann er den renommierten Paganini-Wettbewerb. Seitdem stellt Gringolts seine Virtuosität in den Dienst feinsinniger Interpretationen. Gemeinsam mit der Camerata Bern präsentiert er ein Programm aus der Zeit vom Ende des 17. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, in der die Violinkunst in Italien zur Blüte gelangte: Während man im Geigenbau Instrumente schuf, die noch heute zu den wertvollsten und bestklingenden gehören, trieben die Musikerinnen und Musiker ihre Spieltechnik voran.

Arcangelo Corelli und Pietro Antonio Locatelli waren als Meister ihres Instruments, Orchesterleiter, Komponisten und Lehrer in ganz Europa höchst einflussreich. Das berühmte Concerto in g-Moll des in der Kulturmetropole Rom lebenden Corelli, bei dem auch Locatelli Unterricht nahm, wurde am Weihnachtsabend 1690 in Anwesenheit des Papstes uraufgeführt.

Die eindrucksvollen Capricen und Konzerte von Locatelli haben wiederum Spuren in Werken von Niccolò Paganini hinterlassen. Mit seinem berührenden Ersten Violinkonzert demonstrierte Paganini auch seine technischen Fähigkeiten, für die er europaweit bewundert wurde. Ilya Gringolts und die Camerata Bern spielen das Konzert in der Originalfassung in Es-Dur.

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© M. Moog
Konzert

Fiesta Peruana

Los Temperamentos Kammerensemble
Ballet Folclórico Nacional del Perú
Fabricio Varela Travesi, Choreografie
Néstor F. Cortés Garzón, Künstlerische Leitung 


»Fiesta Peruana« / Musik aus dem Kodex »Martínez Compañón«

Das Bremer Ensemble Los Temperamentos und das in Lima ansässige Ballet Folclórico Nacional del Perú präsentieren mit »Fiesta Peruana« einen Konzertabend mit einzigartiger Atmosphäre: Auf dem Programm stehen die faszinierende Musik des berühmten Kodex »Martinez Compañón« und speziell für diesen Anlass choreografierte, authentische Tänze in kunstvollen Originalkostümen. Gemeinsam erwecken beide Ensembles die peruanische Musik des 18. Jahrhunderts wieder zum Leben, in der sich eine unvermutete kulturelle Vielfalt europäischer, afrikanischer und indigener Wurzeln widerspiegelt; aufgenommen und in die Gegenwart transportiert in Arrangements des Ensembleleiters Néstor F. Cortés Garzón.

In diesem Konzert begegnen sich nicht nur viele verschiedene Nationen, Musiker:innen und Tänzer:innen, sondern auch zwei Jahrhunderte. Als Spezialisten für Alte Musik konzertieren Los Temperamentos in der ganzen Welt und präsentieren ihren eigenen, unverwechselbaren Klang, der stets zwischen dem »Damals« und »Heute« changiert und dabei besonders für seine Vitalität gelobt wird. Immer wieder überzeugt das junge Ensemble mit seiner übersprudelnden Spielfreude auf internationalen Festivals und bringt seine Passion für die lateinamerikanische Musik mit »Fiesta Peruana« nun auch nach Hamburg.

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Konzert

Diana Damrau / NDR Radiophilharmonie / Höfs / Capuano

Diana Damrau, Sopran
Matthias Höfs, Trompete
NDR Radiophilharmonie
Gianluca Capuano, Dirigent


Festprogramm mit ausgewählten Arien von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart sowie den schönsten deutschen Weihnachtsliedern

Göttliche Momente

»Wenn ich in die Oper gehe, dann will ich die ganze Wahrheit sehen. Dass die Musik in dem Moment wirklich in die Herzen der Zuschauer geht und etwas in ihnen auslöst.« So versteht Diana Damrau ihre Rolle als Sängerin und bezeichnet sich selbst als »Medium für göttliche Momente«. Dabei kann man die Starsopranistin, die sich auf angenehm unprätentiöse Weise den Weg an die Spitze erarbeitet hat, sowohl in den großen Opernrollen starker mächtiger Frauen am Rande des Wahnsinns authentisch erleben, als auch in romantisch-spielerischen Liebesliederabenden – oder mit einem festlich-besinnlichen Weihnachtsprogramm. Diana Damrau begeistert immer durch ihre beeindruckende Bühnenpräsenz und ihr intuitives Musikverständnis, von ihrer virtuosen Stimmführung ganz zu schweigen.

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Joanna Freszel / Andrey Boreyko

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Joanna Freszel, Sopran
Dirigent: Andrey Boreyko


Giya Kancheli: Morning Prayers
Alexander Lokschin: Lieder der Margarete / Drei Szenen aus Goethes »Faust« für Sopran und Orchester
Gustav Mahler: Blumine / Zweiter Satz der Erstfassung der Sinfonie Nr. 1 D-Dur
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10

Underdog oder Komponistenliebling

Obwohl von großen Komponisten wie Schostakowitsch geschätzt und anerkannt, nicht zuletzt ob der eigenständigen musikalischen Expressivität und seiner äußerst sensiblen Gestaltungskraft – Alexander Lokschin ist ein Unbekannter. Kaum jemand kennt den Namen dieses 1920 geborenen Komponisten, der elf Sinfonien hinterlassen hat, die fast alle Dichtungen aus den verschiedenen Kulturen zur Grundlage haben: »Margaretes Lieder« entstanden 1973. Boris Pasternak hat die Goethe-Texte ins Russische übertragen. Mit 19 schrieb Schostakowitsch seine erste Sinfonie. Ein Geniestreich, der auf Anhieb dem Komponisten Anerkennung einbrachte. Mitte der Goldenen Zwanziger war das, als die Welten des Westens und des sowjetischen Ostens am Spiel mit Masken und Puppen sowie am Spiel mit grotesk-märchenhaften Figuren Gefallen fanden. Tschaikowsky, Strawinsky, Hindemith und viele andere hatten es vorgemacht.

Einführung: 10 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Nordic Christmas

Helene Blum, Violine / Gesang
Harald Haugaard, Violine
Sidsel Lund, Trompete
Mikkel Grue, Gitarren
Kristine Elise Pedersen, Violoncello
Sune Rahbek, Schlagzeug


Hygge zu Weihnachten

Wie klingt ein zugefrorener See, eine Winternacht in den Wäldern Skandinaviens oder ein ausgelassener Weihnachtstanz? Mit »Nordic Christmas« machen die Sängerin Helene Blum und der Violinist Harald Haugaard die besondere Atmosphäre des nordischen Winters im Konzertsaal spürbar.

Das dänische Paar gehört zu den gefragtesten Musikern im Modern Nordic Folk. Ihr Gespür für berührende Melodien und musikalische Tiefe beweisen Blum und Haugaard immer wieder in Eigenkompositionen und zeitgemäßen Arrangements traditioneller Stücke.

Seit 2005 tritt das fünfköpfige Ensemble der Blum & Haugaard Band Jahr für Jahr mit neuen »Nordic Christmas«-Programmen erfolgreich in Dänemark und Deutschland auf. Begleitet werden die Musiker:innen dabei jeweils von wechselnden Gästen. In diesem Jahr ist die dänische Trompeterin Sidsel Lund mit dabei. Seit ihrem Abschluss der Solistenklasse an der Königlichen Dänischen Akademie konzertiert sie mit vielen großen Orchestern des Landes. Ihr meisterhaftes Spiel fügt sich wunderbar in den Klang der Blum & Haugaard Band ein und bereichert den Abend mit weihnachtlich angehauchten Tönen.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Roland Greutter / Christoph Eschenbach

NDR Elbphilharmonie Orchester
Roland Greutter, Violine
Dirigent: Christoph Eschenbach


Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll (Fassung von 1889)

Echter Bruckner – ganz ohne Wagner

Bruckner mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester – das ist Legende! Für seine Rückkehr an das vertraute Hamburger Pult hat der ehemalige Chefdirigent Christoph Eschenbach sich die Dritte Sinfonie des Meisters ausgesucht. Anton Bruckner schrieb sie ganz in Gedanken an sein großes Idol Richard Wagner. Voller Eifer war der »arme Organist aus Wien« (so die wenig schmeichelhafte Einschätzung von Seiten Wagners) damals nach Bayreuth gefahren, um den »Meister aller Meister« persönlich um die Annahme der Widmung zu bitten. Während die Sinfonie bei diesem jedoch allenfalls auf beifällige Anerkennung stieß, gilt sie heute als die vielleicht erste, in der Bruckners unverkennbarer Personalstil bereits in Vollendung ausgeprägt ist.

Für Fehlurteile war Wagner ja ohnehin bekannt: Seine antisemitisch motivierte Ablehnung Felix Mendelssohns hat in der Musikgeschichte viel Schaden angerichtet. Dass das Violinkonzert des gebürtigen Hamburgers zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland sogar ganz von den Spielplänen verschwinden musste, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. So berühmt und beliebt ist Mendelssohns Klassiker vom ersten Ton der noblen Geigenmelodie an, mit der das Konzert anhebt. Nun stellt Roland Greutter, seit 1982 Erster Konzertmeister des NDR Elbphilharmonie Orchesters, seine Interpretation des zugleich melodischen wie virtuosen Standardwerks vor.

Einführung: 19 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Boulangerie mit Matthias Pintscher

Boulanger Trio:
Karla Haltenwanger, Klavier
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello
& Matthias Pintscher, Gespräch


Matthias Pintscher: la linea evocativa. un disegno per violino solo
Robert Schumann: Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63
Matthias Pintscher:
Now I / aus: Profiles of Light
Now II / aus: Profiles of Light
Svelto für Violine, Violoncello und Klavier

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Konzert

Monteverdi-Chor Hamburg / Symphoniker Hamburg:
Weihnachtliches Konzert mit Musik der Romantik

Monteverdi-Chor Hamburg
Symphoniker Hamburg
Michaela Kaune, Sopran
Sarah Laulan, Alt
Dantes Diwiak, Tenor
Henryk Böhm, Bass
Andreas Heinemeyer, Bass
Thomas Cornelius, Orgel
Dirigent: Antonius Adamske


Otto Nicolai: Weihnachtsouvertüre über den Choral »Vom Himmel hoch«
Joseph Rheinberger: Der Stern von Bethlehem op. 164
Hugo Wolf: Christnacht / Hymnus für Solostimmen, Chor und Orchester
Max Bruch: Gruß an die Heilige Nacht op. 62

Vom Himmel hoch...

Wenige Tage vor Weihnachten präsentiert der Monteverdi-Chor Hamburg – dieses Mal zusammen mit den Symphonikern Hamburg und Thomas Cornelius – ein romantisches Konzert für Solisten, Chor, großes Orchester mit Harfe und Orgel.

Das Programm umfasst vier weihnachtliche Stücke aus dem 19. Jahrhundert: Die Weihnachtsouvertüre von 1833 ist ein Frühwerk des damals erst 23-jährigen Komponisten und Dirigenten Otto Nicolai. Etwa 60 Jahre später schrieb Josef Gabriel Rheinberger seine Weihnachtskantate »Der Stern von Bethlehem« für Soli, Chor und Orchester. Bereits einige Jahre zuvor entsprang »Die Christnacht«, der Feder des österreichischen Komponisten Hugo Wolf. Den Abschluss bildet das 1892 in Berlin komponierte Stück »Gruß an die heilige Nacht« von Komponist und Dirigent Max Bruch.

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Konzert

SWR Symphonieorchester / Yulianna Avdeeva / Teodor Currentzis

SWR Symphonieorchester
Yulianna Avdeeva, Klavier
Dirigent: Teodor Currentzis


Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16
Igor Strawinsky: Le sacre du printemps / Bilder aus dem heidnischen Russland
Maurice Ravel: Boléro

Radikale Musik, radikaler Dirigent

Es ist der größte Skandal der Musikgeschichte und eines der wichtigsten Werke der Moderne: »Le sacre du printemps« von Igor Strawinsky. 1913 als letzte seiner drei Ballettmusiken für das Russische Ballet von Sergej Djagilew komponiert, geriet die Premiere in Paris zu einem spektakulären Aufreger. Das Publikum tobte angesichts dieser neuartigen Musik, die mit ihren zahlreichen Dissonanzen und harten Rhythmen sämtliche Hörgewohnheiten über Bord warf. Das ideale Stück also für Teodor Currentzis, der für seine oft radikalen, dabei stets packenden Interpretationen weltweit gefeiert wird. Als er den »Sacre« vor einigen Jahren mit seinem musicAeterna-Ensemble einspielte, wurde er mit Lob überschüttet. Nun übertragt er diese »atemlose Spannung« (Spiegel Online) auf seinen zweiten Klangkörper, das SWR Symphonieorchester, und bringt Strawinskys Meisterwerk in Hamburg auf die Bühne.

Auch im berühmten »Boléro« von Maurice Ravel, ebenfalls ursprünglich als Ballettmusik geplant, spielt der Rhythmus die zentrale Rolle. Fast 20 Minuten lang hält die Kleine Trommel ein und dasselbe Motiv durch, zu dem die übrigen Instrumente in immer neuen Variationen eine verträumte Melodie entfalten. Wie auch »Le sacre du printemps« gehört der »Boléro« heute zu den meistgespielten Werken der Orchesterliteratur. Dazwischen ist die Chopin-Wettbewerb-Siegerin Yulianna Avdeeva in Sergej Prokofjews Zweiten Klavierkonzert zu hören, das ebenfalls expressionistische Züge aufweist, aber immer wieder auch durch spätromantische Passagen besticht.

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Konzert

Ein Wintermärchen

Belgrade Chamber Orchestra
Fatma Said Sopran
Daniel Hope Violine
Lucienne Renaudin Vary Trompete
Katharina Thalbach Rezitation
Daniel Geiss Leitung


Geschichten und Lieder zur Weihnachtszeit

Same procedure as every year, Katharina

Seit Eröffnung der Elbphilharmonie ist das Programm »Ein Wintermärchen« zur liebgewonnenen Tradition geworden: Denn Geschichten und Lieder, festliche Klänge und anekdotische Erzählungen gehören in die Adventszeit wie die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. In diesem Jahr sorgt der charismatische Geiger, Moderator und Ensembleleiter Daniel Hope für ein abwechslungsreiches Programm. Ihm zur Seite stehen befreundete Musikerinnen und Musiker und die einzigartige Katharina Thalbach, die mit ihrer unverwechselbaren Stimme und ihrer unnachahmlichen Schauspielkunst immer wieder auch einen humorvoll-kritischen Blick auf das Fest der Liebe wirft.

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Konzert

Silvesterkonzert / Neujahrskonzert:
NDR Elbphilharmonie Orchester / Julia Bullock / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Julia Bullock, Sopran
Dirigent: Alan Gilbert


Richard Strauss: Suite aus »Der Rosenkavalier« op. 59
George Gershwin: Ausgewählte Songs
Margaret Bonds: Ausgewählte Songs
Lili Boulanger: D’un matin de printemps für Orchester
Maurice Ravel: La valse / Poème chorégraphique für Orchester

Wiener Walzer und Songs of America

Zum Tanz ins neue Jahr legen Chefdirigent Alan Gilbert und das NDR Elbphilharmonie Orchester Musik des frühen 20. Jahrhunderts auf. Während Strauss und Ravel die Wiener Heiterkeit aufs Korn nehmen, versprüht Sopranistin Julia Bullock amerikanische Vibes.

Schon zu seinen Lebzeiten ist Richard Strauss’ Oper »Der Rosenkavalier« so erfolgreich, dass er ein Best-of für Orchester zusammenstellt. Zur Beliebtheit tragen insbesondere die vielen Walzerstellen bei, die immer auch etwas ironisch anmuten. Nach kurzen, impressionistischen Frühlingsgefühlen in Lili Boulangers »D’un matin de printemps« schickt ihr französischer Landsmann Maurice Ravel im dunklen »La valse« den Wiener Walzer schließlich ins Chaos.

Ihren Einstand in der Elbphilharmonie feiert Julia Bullock. Die Sängerin, Kuratorin und Aktivistin stammt wie Alan Gilbert aus den USA und hat unter seiner Leitung 2015 bei den New Yorker Philharmonikern debütiert. Zu Silvester präsentiert die Ausnahmesängerin, die das Magazin Musical America zur »Künstlerin des Jahres 2021« und einer »Agentin des Wandels« ernannt hat, Songs aus ihrem Heimatland von Margaret Bonds und George Gershwin.

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Kent Nagano

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Marie-Sophie Pollak, Sopran
Dirigent: Kent Nagano


György Ligeti: Poème symphonique für 100 Metronome
Joseph Haydn: Sinfonie D-Dur Hob. I:101 »Die Uhr«
Wolfgang Rihm: Das Lesen der Schrift
Wolfgang Amadeus Mozart: Exsultate, jubilate / Motette für Sopran F-Dur KV 158a

Der Countdown läuft

»Ich kann nicht poetisch schreiben, ich bin kein Dichter. Ich kann es aber durch Töne; ich bin ein Musikus.« (Wolfgang Amadeus Mozart) – Wie in jedem Jahr darf im Silvesterkonzert des Philharmonischen Staatsorchesters Mozarts poetisch-jubilierende Musiksprache natürlich nicht fehlen. Sie trifft 2022 auf Wolfgang Rihm, der 2021 seinen 70. Geburtstag feierte und mit Kent Nagano seit vielen Jahren künstlerisch verbunden ist. Außerdem erklingt für den finalen Countdown eine der bekanntesten Londoner Sinfonien: Haydns »Die Uhr«, kontrastiert durch die 100 tickenden Metronome in György Ligetis »Poème symphonique«.

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Konzert

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker

Exportschlager aus Berlin

Die 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker sind eine Institution: 1972 hatte eine Rundfunkproduktion von Julius Klengels »Hymnus für zwölf Violoncelli« den Anstoß zur Gründung eines Solisten-Ensembles dieser Stärke gegeben, heute nehmen die 12 Cellisten eine einmalige Stellung im internationalen Musikleben ein.

Mit ihren unterhaltsamen Programmen, in denen sich Ernst und Humor, Tiefe und Leichtigkeit abwechseln, begeistern sie ihr Publikum weltweit. Als Botschafter Berlins begleiteten sie den deutschen Bundespräsidenten auf Staatsbesuchen; mehrfach waren sie zu Besuch im japanischen Kaiserpalast; und ihre Aufnahmen sind preisgekrönt.

Das Repertoire des Ensembles umfasst dabei eine Vielzahl an Genres – ob Klassik, Jazz, Tango oder Avantgarde: Zu den zeitgenössischen Komponisten, die Werke eigens für die »12« schrieben, zählen Boris Blacher, Jean Françaix, Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm, Brett Dean, Wilhelm Kaiser-Lindemann, Frangis Ali-Sade, Christian Jost, Kaija Saariaho und Tan Dun.

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Online

ELBPHI AT HOME - Blog & Streams

Streams, Kinderprogramm und digitale Hausführungen

ELBPHILHARMONIE SESSIONS - MUSIKVIDEOS AUS ELBPHILHARMONIE UND LAEISZHALLE
So sehen die Konzerthäuser von innen aus. Und so klingen sie: Die Elbphilharmonie Sessions zeigen Musik auch mal abseits der Bühnen, an ungewöhnlichen Orten.

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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen. HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

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Konzerte / Konzert Laeiszhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 28.4. bis 7.6.2023
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Ereignisse / Festival Raritäten der Klaviermusik Husum, König-Friedrich V.-Allee
Konzerte / Kammerkonzert Hamburger Camerata Hamburg, Katharinenstraße 30
Konzerte / Konzert Junge Philharmonie Elbe-Weser Stade, Im Johanniskloster
Konzerte / Konzert Jazzclub im Stellwerk Hamburg, Hannoversche Str. 85 (direkt im Bahnhof Harburg)
Konzerte / Jazz Halle4.24 Hamburg, Stockmeyer Str. 41

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