Familie+Kinder / Familienprogramm
Seehundstation Friedrichskoog
Friedrichskoog, An der Seeschleuse 4
Familie+Kinder / Familienprogramm
Hamburger Puppentheater im Haus Flachsland
Hamburg, Bramfelder Straße 9
Familie+Kinder
| Jugendprogramm
Familie+Kinder
| Kindertheater
Ein Schaf fürs Leben
Junges SchauSpielHaus
»Ist das sehr weit weg, Erfahrungen?«, fragte Schaf. »Es ist näher, als Sie denken«, sagte Wolf, während er seine Krallen betrachtete. (Matter/Pigor, »Ein Schaf fürs Leben«) An einem kalten Winterabend stapft Wolf mit knurrendem Magen durch den Schnee. "Hunger, Hunger, Hunger!" murmelnd, sucht er nach etwas Essbarem. Plötzlich entdeckt er einen warmen und gemütlichen Stall. Hier empfängt ihn das gastfreundliche Schaf, die ihm sogleich saftiges Heu und heißen Tee anbietet – das ist nun gar nicht nach Wolfs Geschmack! Um ganz allein mit Schaf zu sein, schlägt er ihr eine kleine Schlittenfahrt nach »Erfahrungen« vor. Sein Plan ist, Schaf an einem ruhigen Ort zu verspeisen. Schaf ist ganz begeistert, auf abenteuerliche Reise zu gehen, und beide schwingen sich auf Wolfs Schlitten. Sie sausen durch die schneebedeckten Täler und träumen vom Schlaraffenland namens »Erfahrungen« – Wolf verspricht: »Da ist alles aus Gold, dort gibt es haushohe Türme und himmelsbreite Plätze, Limonadenbrunnen und Kleeparks.« Auf der Reise kommen sich Schaf und Wolf auf unerwartete Weise näher. Wolfs Versuche, Schaf zu fressen, werden durch den Charme, die naive Freundlichkeit und den Erfindungsreichtum von Schaf vereitelt. »Was für ein Wolf, dachte Schaf. So einen Freund hab ich mir schon immer gewünscht. Und sie legte den Kopf an Wolfs Rücken.« Und auch Wolf stellt überrascht fest: »Was für ein famoses Schaf!« In einem Moment des ausgelassenen Spiels kommt Wolf in Lebensgefahr, Schaf rettet ihn und bringt ihn sicher nach Hause. Aber gibt es für das ungleiche Paar wirklich eine gemeinsame Zukunft? Empfohlen für die Klassenstufen 1-4 und Vorschulklassen Dauer: 1 Stunde
Familie+Kinder
| Kindertheater
Fühler
Junges SchauSpielHaus
Vielleicht ist es soweit und wir sind bereits in einer Zeit angekommen, von der es später heißen wird: Weißt Du noch, die Zeit, als Körper zum Tabu wurden und Berührungen abhanden kamen? Sie wurden durch Likes ersetzt. Berührungen haben angefangen, zu stören: Zu nah, zu anzüglich, zu neugierig, zu freiheitsliebend, zu sinnlich – einfach zu gefährlich! Dabei gibt es schon immer eine große Sehn sucht danach, von etwas oder jemandem berührt zu werden, Geborgenheit zu erfahren, Verbindung zu spüren – mit der Welt, meinem Gegenüber, mit dem Regentropfen, der meine Fingerspitze trifft. Mit sich berührenden und um kein Wort verlegenen Körpern bieten drei Choreograf*innen der Entkörperlichung die Stirn. Sie kippen nicht nur das Gesetz von menschlichem Abstand, sie fordern auch ein Umdenken der Berührung ein und fragen: Wie steht es um das Berühren und das Berührt-Werden? Welche Gefühle und Ängste verbinden sich damit? Was entsteht im Moment der Berührung – eine Welt, meine Welt, mein Körper, ich selbst? Jenny Beyer, Antje Pfundtner und URSina Tossi laden Jugendliche ein, alternative Gegenwarten zu denken und Formen der Berührung als Begegnung und Kommunikation zu erproben. Junge Tänzer*innen zwischen 14 und 21 machen vor keinem Körper Halt und strecken ihre Fühler weit aus. Ob Mensch, Luft oder Stein, ob sinnlich oder symbolisch, sie berühren es, halten es, lassen es los, nähern sich wieder an. Sie sagen hin und wieder, als wäre es das Normalste der Welt: Hallo, ich möchte berührt werden. Muss nicht lang sein, aber gerne jetzt. "Fühler" ist eine Inszenierung mit integrierter künstlerischer Audiodeskription für Menschen mit und ohne Sehbehinderung. Regie und Choreografie: Jenny Beyer, Antje Pfundtner, URSina Tossi (Shared Leadership in Dance) Bühne: Yvonne Marcour, Irene Pätzug Kostüme: Yvonne Marcour Musik und Komposition: Jetzmann, Nikolaus Woernle, Johannes Miethke Licht: Ole Dahnke Dramaturgie: Anne Kersting, Till Wiebel Theaterpädagogik und Produktionsleitung: Laura Brust Audiodeskription: Anngret Schultze In Koproduktion mit Shared Leadership in Dance, gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg. Shared Leadership in Dance (SLiD) ist ein Commitment zur Kollaboration, Teilung von Wissen, Ressourcen und Arbeit im Tanz. Dauer: 1 Stunde 20 Minuten, Keine Pause
Familie+Kinder
| Kindertheater
Die Schönen und das Biest
Junges SchauSpielHaus
Premiere: 15.3.2026 In der Welt der Schönen und Reichen scheint alles perfekt zu sein. Sie bilden eine geschlossene Gesellschaft, in die nur die hineindürfen, die den normierten Schönheitsidealen entsprechen. Was aber, wenn sich jemand plötzlich in ein Biest verwandelt? Oder machen erst die anderen sie*ihn zum Biest? Welche gruppendynamischen Prozesse spielen sich hier ab? Wie fühlt es sich an, fortan als Biest unter Schönen herumlaufen zu müssen? Und sind die Schönen wirklich so schön? Oder steckt in uns allen nicht ein wunderschönes Biest, das es verdient, geliebt zu werden? Die weltweit für ihre innovativen Performances gefeierte Choreografin und Regisseurin Ceren Oran, die sich bereits mit zwei Tanztheaterstücken für Kinder am Jungen SchauSpielHaus vorgestellt hat, inszeniert nun zum ersten Mal auf der Großen Bühne am Wiesendamm. Mit ihrem künstlerischen Team und dem Ensemble wird sie ein assoziatives Kaleidoskop an poetischen und humorvollen Szenen entwickeln, das gängige Schönheitsvorstellungen und gesellschaftliche Ausgrenzungsprozesse hinterfragt. In der Begegnung mit dem Biest entdecken wir die Schönheit im Anderssein und feiern die Gemeinschaft als Vielfalt. Ein opulentes und musikalisches Fest für die Sinne – für alle Menschen ab sechs Jahren. Mit: Anastasia Lara Heller, Victoria Kraft, Silvio Kretschmer, Parsa Yaghoubi Pour Regie: Ceren Oran Bühne und Kostüme: Sigrid Wurzinger Musik: Benny Omerzell Dramaturgie: Stanislava Jević
Familie+Kinder
| Kindertheater
Momo
Junges SchauSpielHaus
„Unauffällig hatten sie sich im Leben der großen Stadt und ihrer Bewohner festgesetzt. Und Schritt für Schritt, ohne dass jemand es bemerkte, drangen sie täglich weiter vor und ergriffen Besitz von den Menschen.“ In einer vergessenen Theaterruine am Rande unserer Stadt taucht es plötzlich auf: das Kind Momo. Momo besitzt eine besondere Gabe: Sie hört so aufmerksam zu, dass die Menschen bei ihr erkennen, wer sie eigentlich sind. So gewinnt Momo Freund*innen unter Jung und Alt – sie spielen miteinander und feiern das Leben. Doch plötzlich weht ein aschgrauer Wind durch die Stadt und ergreift unmerklich Besitz von den Menschen. Unerkannt breitet sich die Armee der Grauen aus, die den Menschen ihre Lebenszeit stehlen wollen. Nur Momo durchschaut ihren Plan. Mit Hilfe der Schildkröte Kassiopeia und des Zeithüters Hora, die sie in die Geheimnisse des Lebens, der Sterne und der Zeit einweihen, versucht sie, die gestohlene Lebenszeit der Menschen wieder zu befreien. Michael Endes Klassiker, erschienen 1973 und vielfach für die Bühne adaptiert, wird zu Recht als Meisterwerk gefeiert, das die universell-fantastischen Dimensionen des Menschseins mit aktueller Kapitalismuskritik verbindet. Vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen – Machtkonzentration durch die Tech-Konzerne, den Einfluss von Social Media, KI und die fortschreitende Klimakrise – gewinnen Endes fantastische Bildwelten eine nie dagewesene gesellschaftliche Brisanz. Die junge Nachwuchsregisseurin Sophie Glaser wird mit ihrem Team eine besondere Bühnenfassung schaffen, die die philosophischen Erzählräume und gewaltigen Traumlandschaften Endes mit großer szenischer Fantasie für alle Menschen ab 10 Jahren auf die Bühne bringt. Regie: Sophie Glaser Bühne: Nadin Schumacher Kostüm: Maja Beyer Musik: Matthias Schubert Video: Leonard Schulz Dramaturgie: Stanislava Jević Licht: Tillmann Wulff
Familie+Kinder
| Kinderprogramm
Regenmacher, Shaker & Co.
Fröbel-Buchwerkstatt & Familienzentrum
Wie entsteht Klang? Und wie fühlt es sich an, ein eigenes Instrument zu bauen und damit Musik zu machen? In dieser offenen Mitmachaktion entdecken Kinder und Familien gemeinsam verschiedene Materialien und ihre klanglichen Möglichkeiten. Zusammen mit Fröbel-Pädagoge Henning Petersen entstehen aus Alltagsmaterialien wie Reis, Salz, Holz, Federn und Farben einfache Instrumente – zum Beispiel Regenmacher oder Shaker. Dabei kommen unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz: Es wird gehämmert, geklebt, getackert und gestaltet. Geschicklichkeit, Konzentration und Kreativität sind gefragt und werden spielerisch gefördert. Im Anschluss werden die selbstgebauten Instrumente gemeinsam ausprobiert. In einfachen Klang- und Rhythmusspielen erfahren die Kinder, wie unterschiedlich Instrumente klingen können und wie gemeinsames Musizieren entsteht. Der Fokus liegt auf dem Ausprobieren, Zuhören und gemeinsamen Erleben mit viel Raum für eigene Ideen. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder ab etwa 4 Jahren und ihre Familien und bietet einen niedrigschwelligen Einstieg in musikalisches Gestalten. Donnerstag, 26. Februar, 14–16 Uhr Empfohlen für Kinder ab 4 Jahren Eintritt frei
Familie+Kinder
| Kinderprogramm
Hamburg auf Rädern
Fröbel-Buchwerkstatt & Familienzentrum
Was rollt, fährt und bewegt sich durch Hamburg? In dieser Veranstaltung lädt die Fröbel-Buchwerkstatt Kinder und Familien dazu ein, gemeinsam das Bilderbuch „Hamburg auf Rädern“ zu entdecken. Zusammen mit der Illustratorin Karin Lindeskov Andersen tauchen die Teilnehmenden in eine fantasievolle Stadt ein, in der Gebäude, Tiere und Hamburger Besonderheiten auf Rädern unterwegs sind. Beim gemeinsamen Anschauen und Vorlesen stehen die vielen Bilddetails, Sprachspiele und überraschenden Ideen des Buches im Mittelpunkt. Die Kinder können erzählen, Fragen stellen und eigene Entdeckungen machen. Das Buch bietet zahlreiche Anlässe, über Stadt, Fortbewegung und Fantasie ins Gespräch zu kommen – offen, spielerisch und ohne richtig oder falsch. Im Anschluss an die Lesung wird es kreativ: Mit Papier, Stiften und viel Fantasie gestalten die Kinder eigene Fahrzeuge. Ob realistisch, schräg, schnell oder völlig erfunden – die Bilder aus dem Buch dienen als Inspiration für eigene Ideen und Geschichten. Die entstandenen Werke können gezeigt, beschrieben oder einfach für sich betrachtet werden. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder ab etwa 4 Jahren und ihre Familien und verbindet gemeinsames Lesen mit kreativem Gestalten. Samstag, 14. Februar, 14–16:30 Uhr Empfohlen für Kinder ab 4 Jahren Eintritt frei
Familie+Kinder
| Kinderprogramm
Bläsertag
Elbphilharmonie
Von der flotten Trompete bis zur dicken Tuba: In diesem eintägigen Workshop lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diverse Blasinstrumente kennen und können sie sogar selbst spielen! Tipps und Tricks verraten dabei die Blechbläser der Symphoniker Hamburg. Zum Abschluss basteln alle mit Schläuchen und Trichtern ihr eigenes Instrument, das natürlich mit nach Hause genommen werden darf. Das Angebot richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren. Erwachsene können an diesem Workshop nicht teilnehmen.
Familie+Kinder
| Familienkonzert
Funkelkonzert M / BALLaden
Elbphilharmonie
Phantasten Annekatrin Klein, Idee, Konzept, Tasteninstrumente Paul Hübner, Trompete Alma Hernán Benedí, Violoncello Bastian Pfefferli, Percussion Rollende Musiktheatercollage für vier Ballspieler:innen mit Kompositionen von François Couperin bis John Cage Was haben Bälle, Räder und Ballons gemeinsam? Sie sind alle rund – und lassen sich hervorragend zu Musikinstrumenten umfunktionieren. Um runde Sachen dreht sich die Musiktheatercollage »BALLaden«, in der selbst die Musik um sich kreist: mit Rondos, Walzern und unendlichen Melodien von Cage bis Couperin. Ein verblüffendes Musikschauspiel für Kinder von 3 – 5 Jahren. Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche. 23.2.: Kitakonzert
Familie+Kinder
| Kinderkonzert
Kitakonzert »BALLaden«
Elbphilharmonie
Phantasten Annekatrin Klein, Idee, Konzept, Tasteninstrumente Paul Hübner, Trompete Alma Hernán Benedí, Violoncello Bastian Pfefferli, Percussion Rollende Musiktheatercollage für vier Ballspieler:innen mit Kompositionen von François Couperin bis John Cage Was haben Bälle, Räder und Ballons gemeinsam? Sie sind alle rund – und lassen sich hervorragend zu Musikinstrumenten umfunktionieren. Um runde Sachen dreht sich die Musiktheatercollage »BALLaden«, in der selbst die Musik um sich kreist: mit Rondos, Walzern und unendlichen Melodien von Cage bis Couperin. Ein verblüffendes Musikschauspiel für Kinder von 3 – 5 Jahren.
Familie+Kinder
| Familienkonzert
Funkelkonzert XL / Rune Thorsteinsson Patchwork
Elbphilharmonie
Rune Thorsteinsson Patchwork Rune Thorsteinsson, Bodypercussion, Klavier, Percussion, Publikumsaktionen Ulrik Brohuus, Schlagzeug, Percussion Henriette Groth, Klarinette, Klavier, Glockenspiel, Percussion ensemble reflektor Dirigentin: Katharina Morin Eigenkompositionen für Trio und Orchester von Rune Thorsteinsson Hier ein verrücktes Jazz-Trio um den Dänen Rune Thorsteinsson, das von der mundgeblasenen Melodica bis zur Bodypercussion alle möglichen Instrumente beherrscht. Dort das preisgekrönte junge Sinfonieorchester »Ensemble Reflektor« voller Energie. Heraus kommt ein mitreißendes Konzert mit fetzigem Crossover, das einfach Spaß bringt – zumal das Publikum auch immer wieder mitmachen darf. Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.
Familie+Kinder
| Familienkonzert
Funkelkonzert L / Volle Fahrt ins All
Elbphilharmonie
Dianto Reed Quintet María González Bullón, Oboe María Luisa Olmos Ros, Klarinette Erik Steven Rojas Toapanta, Bassklarinette María Losada Burgo, Fagott Ovidi Martí Garasa, Saxofon Johanna Paliege, Schauspiel Marrit Van Der Burgtt, Kostüme Julian Maiwald, Licht, Bühne, Ausstattung Tanguy Carrée, Video, Regieassistenz Benjamin Prins, Konzept, Regie Eine Weltraum-Mission im Auftrag der Musik Als der machthungrige Tyrann Dr. Cortex beschließt, Live-Musik auf der ganzen Erde zu verbieten und alle Instrumente, Orchester und Partituren ins All zu schießen, machen sich fünf außerirdische Wesen auf die Reise, um die Musik zu retten. Das inszenierte Konzert »Volle Fahrt ins All« nimmt das Publikum mit auf eine spannende Weltraum-Mission. Das Dianto Reed Quintet, ein junges, spielfreudiges Holzbläserquintett spielt sowohl alte, klassische Musik etwa von Jean Sibelius, Antonio Vivaldi und Robert Schumann als auch neue Stücke. Die Musiker:innen wollen frei sein, ihr Repertoire selbst aussuchen – auch das erkennen sie auf ihrer Reise. Können sie mit der Kraft der Musik auch den Tyrannen umstimmen? Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.
Familie+Kinder
| Kindertheater
Tiere im Hotel
Junges SchauSpielHaus
Der Bär, unumstrittener Chef im Wald, möchte seinen Winterschlaf in diesem Jahr endlich einmal ungestört an einem komfortablen Ort verbringen und bucht eine Suite im Hotel der Tiere, einem Grand Hotel mit dem Charme vergangener Zeiten. An der Rezeption trägt heute das Kaninchen, Page und Liftboy im Grand Hotel, die alleinige Verantwortung für den reibungslosen Ablauf. Der Hoteldirektor ist verreist und verlässt sich voll und ganz auf seinen Pagen. Gespannt wartet das Kaninchen auf den angekündigten Gast; eine größere Anlieferung schwerer Koffer lässt auf einen langen Aufenthalt schließen. Bereits beim Check-in zeigt sich, dass der Bär mit seinen ausgefallenen Sonderwünschen ein mehr als anstrengender Hotelgast sein wird. Keinen Mucks möchte er hören, und das gelte für die gesamte Dauer seines Winterschlafs, der im Übrigen viele lange Monate dauern werde. Sein Frühstück hat der anspruchsvolle Gast gleich mitgebracht: Ein kleines Küken, das über die Wintermonate ordentlich gefüttert und zu einem großen, dicken Huhn heranwachsen soll; wie immer rechne der Bär nach seinem Winterschlaf mit entsprechendem Bärenhunger. Mit einem mulmigen Gefühl nimmt das Kaninchen das Küken in seine Obhut; wenn ihn das kleine Huhn nur nicht so treuherzig anschauen würde! Überraschend taucht eine Horde Waschbären auf. Sie geben sich als Putzkolonne aus und durchstöbern das ganze Hotel. Warum wusste das Kaninchen nichts davon? Was haben die Waschbären vor? Die Hotelruhe ist dahin, der Bär wacht auf, gefährliches Knurren ist aus der Bären-Suite zu hören – und plötzlich ist auch noch das Küken verschwunden. Ein Stück über das große Abenteuer, eigene Entscheidungen zu treffen und Bären zu zähmen. Regie: Gertrud Pigor Bühne: Katrin Plötzky Kostüme: Hannah Petersen Musik: Jan Fritsch Dramaturgie: Mathias Wendelin Dauer: 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause
Familie+Kinder
| Jugendprogramm
Aus dem Nichts
Junges SchauSpielHaus
Bühnenfassung von Stanislava Jević und Klaus Schumacher Bei einem brutalen Nagelbombenanschlag in Hamburg kommen Katja Şekercis Ehemann und ihr sechsjähriges Kind ums Leben. Staatsanwaltschaft, Polizei und Presse vermuten, dass es sich um eine islamistisch motivierte Tat oder um einen Racheakt innerhalb der türkischen, kurdischen oder albanischen Mafia handelt. Die deutsche Familie mit türkischkurdischen Wurzeln, Opfer eines brutalen Gewaltaktes, wird zum Sündenbock. Die Brutalität und Unmenschlichkeit der Tat und das rassistische Vorgehen der staatlichen Apparate lassen Katja verzweifeln und die Wut in ihr wachsen. Doch Katjas bester Freund und Anwalt lässt nicht locker und vermutet hinter dem Ganzen einen Terrorakt von Nazis. Kann es Gerechtigkeit geben in einer Gesellschaft, die Menschen nach ihrer Herkunft unterteilt und beurteilt und sie aufgrund ihrer Wurzeln diskriminiert und ihnen mit Hass begegnet? Und wird Rache zu einer Option, wenn der Rechtsstaat versagt? Der Hamburger Filmemacher Fatih Akin, dessen Filme international gefeiert werden, hat mit „Aus dem Nichts“ 2018 den Golden Globe gewonnen. Sein Film beleuchtet den zwar fiktiven Fall eines Nazi-Terroranschlags, nimmt dabei aber sehr deutlich Bezug auf die NSU-Morde. Angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen – europaweiter und internationaler Rechtsruck, Erstarken rechtsextremer Parteien auch in Deutschland, Pläne zur Deportation von Menschen mit migrantischen Wurzeln – möchte das Junge SchauSpielHaus diesen politischen Stoff in einer eigenen Fassung für ein junges Publikum für die Bühne adaptieren. Klaus Schumacher wird mit dem gleichen künstlerischen Team, das auch bei „Making of Sophie Scholl“ dabei war, diese Geschichte visuell und akustisch eindringlich inszenieren. Regie: Klaus Schumacher Bühne: Klaus Schumacher, Katrin Plötzky Kostüme: Katrin Plötzky Komposition: Tobias Vethake Video: Jürgen Salzmann Dramaturgie: Stanislava Jević 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
Familie+Kinder
| Kinderprogramm
Blick hinter die Kulissen
Junges SchauSpielHaus
Führung durch das Junges SchauSpielHaus Treffpunkt Haupteingang
Familie+Kinder
| Kindertheater
Der Himmel, die Vögel, der Schnee beim richtigen Namen genannt
Junges SchauSpielHaus
Die zwei Geschwister, Der Jüngere und Die Ältere, sind mit ihrer Mutter in ein fremdes Land geflohen. Ein fremdes Land, eine fremde Schule, eine fremde Sprache, in der die Worte klingen, als hätten die Leute Kreide gefressen oder würden auf den Buchstaben herumkauen wie auf kleinen Knochen. Die Heimat war ein Zauberreich, eine Welt der Märchen und Mythen, in der ihre Mutter eine große Zauberin war – sie kannte die geheimen Namen aller Dinge. Und wer die wahren Namen der Dinge kennt, kann sie verändern. Doch ihre Heimat wurde von bösen Mächten überfallen und wird nun vom unsterblich alten Koschtschei beherrscht. Nur wenig ist aus der alten Heimat zu erfahren, noch nicht einmal, wie es dem Vater geht. Als sich eines Tages ein magischer Weg zurück auftut, zögern Die Ältere und Der Jüngere keinen Moment – nur einen Tag und eine Nacht wollen sie fort sein, ihren Vater finden und ihn retten. Es beginnt eine abenteuerliche Reise voller Herausforderungen, die sie nur gemeinsam bestehen können. Gut, dass sie ihrer Mutter drei Zauberworte abgelauscht haben: die geheimen Namen des Schnees, der Vögel und des Himmels. „Der Himmel, die Vögel, der Schnee beim richtigen Namen genannt“ ist ein märchenhaft erzähltes Stück über Flucht und Migration. Über Selbstermächtigung und die Kraft des Zusammenhaltens. Mit seiner feinen und doch bildgewaltigen Sprache erschafft der Autor und Regisseur Markolf Naujoks in seinen Inszenierungen einen magischen Raum voller Musik und Bilder, eine Welt, in der Träume eine neue Realität entstehen lassen. Regie, Bühne, Komposition: Markolf Naujoks Bühne, Projektionen und Kostüme: Theda Schoppe Dramaturgie: Mathias Wendelin Licht: Ole Dahnke 1 Stunde 10 Minuten, Keine Pause
Familie+Kinder
| Familientheater
Die Stadt der Träumenden Bücher
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Der junge Hildegunst von Mythenmetz will einmal ein berühmter Schriftsteller werden. Aber er weiß nicht, wie das gehen soll. Als ihm ein perfektes Manuskript in die Hände fällt, begibt er sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Verfasser, um sich von ihm unterrichten zu lassen. Seine Reise führt ihn nach Buchhaim, der legendären „Stadt der Träumenden Bücher“. Dort sind Bücher nicht nur spannend, komisch oder lehrreich, sie leben, können beißen, ja sogar vergiften. Je tiefer Hildegunst in die Geheimnisse dieses faszinierenden Ortes eintaucht, desto gefährlicher wird es für ihn. Schließlich landet er in den Katakomben tief unter der Stadt. In diesem Labyrinth leben nicht nur friedliebende Buchlinge, sondern auch wilde Bücherjäger und der mysteriöse Schattenkönig. Wird Hildegunst alle Abenteuer bestehen? Wird er sein Ziel erreichen? Walter Moers fantastische Reise in das Reich der Bücher ist eine der schönsten und größten Liebeserklärungen an das Lesen und die Literatur. „Die Stadt der Träumenden Bücher“ stand monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde in viele Sprachen übersetzt. In ihrer vor Einfällen nur so strotzenden Geschichte hat der ungarische Regisseur Viktor Bodo eine seelenverwandte Vorlage entdeckt, die er als rasantes Theaterspektakel für die ganze Familie in Szene setzt. Gänsehaut und Lachen garantiert. Ab zehn Jahren. Bühnenfassung von Sybille Meier, Anna Veress, Daniel Neumann / Familienspektakel Regie: Viktor Bodo Bühne: Zita Schnábel Kostüme: Eszter Kálmán Musik: Klaus von Heydenaber Musiker: Daniel Buch, Sebastian Hoffmann, Stefan Rager, Sönke Rust, Klaus von Heydenaber Sounddesign: Gábor Keresztes Mediendesign: Vince Varga Choreografie: Emese Cuhorka Licht: Tamás Bányai Dramaturgie: Sybille Meier, Anna Veress, Daniel Neumann 1 Stunde 50 Minuten
Familie+Kinder
| Familientheater
Momo
Thalia Theater
In einer Stadt voll verwinkelter Gassen und riesiger Paläste lebt Momo in einem verfallenen Amphitheater. Sie hat ein besonderes Talent: zuhören. Nicht viele in dieser Welt beherrschen noch die Fahigkeit, sich dem anderen zu öffnen und wirklich zu hören. Doch ihr Leben ändert sich, als plötzlich die grauen Herren auftauchen: Als Agenten der Zeit-Spar-Kasse überreden sie die Menschen, ihnen ihre Zeit zu verkaufen. Und so regieren bald Hektik und Trostlosigkeit den Alltag. Momo durchschaut das böse Spiel und macht sich mithilfe der weisen Meisterin Hora und der Schildkröte Kassiopeia auf, den Menschen zu helfen und deren Zeit zurückzuholen. Endes Roman uber ein Kind, das sich der Vereinnahmung durch die durchgetaktete Welt der Erwachsenen zu entziehen weiß, ist eine zeitlose Geschichte darüber, was wirklich zählt: Nächstenliebe, Empathie und das Leben im Augenblick. Regie: Florian Fiedler Bühne: Maria-Alice Bahra Kostüme: Selina Peyer Musik: Martin Engelbach Video: Bert Zander Dramaturgie: Lovis Fricke, Vanessa Hartmann Altersempfehlung ab 8 Jahren Dauer: 1 Std. 30 Min., keine Pause
Familie+Kinder
| Jugendprogramm
Die Erfindung meiner Kindheit
Junges SchauSpielHaus
Anastasia erinnert sich genau an ihre Kindheit: An das magische Hochhaus, in dem sie aufwächst, gleich neben dem Kanal, der zum reißenden Fluss werden kann, an den Fahrstuhl, der einen in den sechsten Stock zu Fantomas und seinem Wolf bringt, an die Spielgefährt*innen, mit denen sie und ihre Schwester Anita heimlich nachts Horrorfilme schauen, an den Klang der Sprache ihrer Eltern und an das ferne Land Jugoslawien, das es einmal gab und das jetzt versunken ist – wie Atlantis. Und sie erinnert sich an die Prügel und die Gespenster ihrer Mutter, an die zärtlichen Hände ihres Vaters, die sie nicht immer retten können, das Lächeln ihrer Schwester und die Tränen in ihren großen traurigen Augen. Sie erinnert sich an die weiten, gelben Felder im Dorf ihres Vaters und an das blaue Meer und die Gischt in der weißen, venezianischen Küstenstadt ihrer Mutter – und an all die Menschen, die diese Welten und ihren Kopf immer noch bevölkern. „Die Erfindung meiner Kindheit oder All das, was mir das Leben rettete“ erzählt von einer harten Kindheit im jugoslawischen Gastarbeiter-Milieu der 80er Jahre in Deutschland. Im Zentrum stehen Anastasia und ihre Familie, die nicht wirklich in Deutschland angekommen ist. Die psychische Erkrankung der Mutter prägt die Sozialisation Anastasias und ihrer Schwester. Eine traumatische Kindheit wird beschrieben, wobei der Text immer wieder poetische und humorvolle Bilder der Befreiung davon entwirft. Das Stück ist ein mehrdimensionaler Erzählkosmos, der zwischen der Perspektive der erwachsen gewordenen Frau, die sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzt und der kindlichen Perspektive hin- und herwechselt, wobei die Grenzen zwischen Realität und Erfindung verschwimmen. Es entsteht ein ästhetischer Sog, in dem die Kindheit wie in einem Hohe- und Klagelied heraufbeschworen wird – die Erfindung der eigenen Kindheit wird dabei zu einem nie endenden Prozess und zu einem Versuch, die Deutungshoheit über das eigene Leben zu ergreifen. Regie: Stanislava Jević Bühne und Kostüme: Katrin Plötzky Musik: Martin Baumgartner Licht: Ole Dahnke Ton: Julia Weuffen Empfohlen für die Klassenstufen 9-13 Dank an Anastasia Lidokhover, die per Audio-Aufnahme die Stimme des Mädchens Anastasia spricht. Sie ist auch auf der Playlist zur Inszenierung bei Soundcloud zu hören. Das Illustrations-Motiv auf Soundcloud ist von Nina Pagalies. Dauer: 1 Stunde 10 Minuten
Familie+Kinder
| Kindertheater