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© Armin Smailovic
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Thalia Theater

Das alte Gebäude des Thalia Theaters wurde von den Architekten Franz Georg Stammann und Auguste de Meuron konzipiert und 1843 gegenüber dem heutigen Bau errichtet. Der größere Neubau wurde 1912 unter Leitung des Regisseurs Leopold Jessner am Pferdemarkt, heute: Gerhart-Hauptmann-Platz, (Architekten Werner Lundt und Georg Kallmorgen) mit 1300 Plätzen eröffnet. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört, Ende der fünfziger Jahre restauriert und im Dezember 1960 wiedereröffnet.

Das Thalia Theater ist eines der drei Hamburger Staatstheater, eine Sprechtheaterbühne mit einem festen und viel gerühmten Ensemble. Es gibt auf der großen Bühne ca. 1.000 Plätze, das Repertoire umfasst etwa 20 Produktionen, die täglich wechselnd oder in Blöcken gespielt werden. Pro Spielzeit gibt es etwa neun neue Premieren im Großen Haus am Alstertor.

Kontakt

Thalia Theater
Alstertor 1
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-32814-0
E-Mail: publikum@thalia-theater.de

 

Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel. 040.32814-444, Fax -212
Bewertungschronik

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Schauspiel

Das Leben ein Traum

von Pedro Calderón de la Barca

Premiere: 22.3.2024

Am Ende seines Lebens wagt König Basilio ein politisches Experiment. Aus Angst vor der Prophezeiung, einen Tyrannen zu erziehen, hat er seinen Sohn Sigismund vor vielen Jahren in einem Turm weggesperrt. Jetzt plagen ihn Zweifel – hat er ihn unrechtmäßig von der Herrschaft ferngehalten oder die Welt vor einem Monster bewahrt? Also macht er den ahnungslosen Sigismund für einen Tag zum König und lässt ihn auf seine Untertanen los. Es beginnt ein makaberer Menschenversuch mit ungewissem Ausgang. Als unzivilisiertes Wesen verwandelt Sigismund seine Chance in einen gewalttätigen Albtraum. Das Verdrängte, Ausgegrenzte ergreift die Macht und trifft auf eine völlig unvorbereitete Gesellschaft, die Sigismund folgerichtig ein zweites Mal verstößt. Aber hat nicht womöglich die Gefangenschaft erst hervorgebracht, was sie verhindern sollte? Obwohl das Experiment des Königs gescheitert ist, hat, was einmal in der Welt ist, ja Konsequenzen. Und so dreht sich die Situation ein weiteres Mal. Palast und Grab, Prunk und Zerfall, Erlösung und Verdammnis – das Barockdrama des spanischen Autors Calderón de la Barca von 1635 führt in eine fremde Welt. Auf der Schwelle zur Neuzeit hinterfragt das Vexierspiel von Traum und Albtraum die Souveränität unseres Handelns.

Der niederländische Regisseur Johan Simons erzählt nach „Deutschstunde“, „Der Schimmelreiter“ und „Der Idiot“ nun einen weiteren großen literarischen Stoff mit dem Ensemble des Thalia.

Regie: Johan Simons
Mitarbeit Regie: Friederike Harmstorf
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Teresa Vergho
Dramaturgie: Susanne Meister
Musik: Victor IJdens
Licht: Jan Haas

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Schauspiel

Wolf unter Wölfen

von Hans Fallada / in einer Fassung von Christina Bellingen und Luk Perceval

Es ist das Inflationsjahr 1923. Wolfgang Pagel ist Kriegsheimkehrer ohne Profession, seine Freundin Petra Ledig ist erst Schuhverkäuferin, dann arbeitslos und schließlich Gelegenheitsprostituierte. Nun wollen beide heiraten. Als am Hochzeitsmorgen das Geld fehlt, treibt es den verzweifelten Wolfgang in die Halbwelt des verrückten, überdrehten Zwischenkriegs-Berlin. In einem illegalen Spielkasino hofft er auf großen Gewinn und trifft alte Kriegskameraden. Petra legt sich währenddessen mit ihrer Wirtin an, wird auf die Straße gesetzt und als leichtbekleidete Herumtreiberin verhaftet. Dass sie zudem schwanger ist, darf niemand wissen. Wolfgang, der sich verlassen glaubt, begibt sich mit den ehemaligen Soldaten ostwärts zum Rittergut Neulohe, um ein neues Leben zu beginnen. Dort verstrickt er sich nicht nur in das finanzielle Desaster des unbedachten Gutspächters von Prackwitz, sondern gerät auch mitten hinein in den Küstriner Putschversuch der Schwarzen Reichswehr, die am 1. Oktober 1923 die deutsche Regierung stürzen will. „Wolf unter Wölfen“ ist ein überbordendes Gesellschaftsporträt, das im taumelnden „Babylon“ Berlin und auf einem verschuldeten Landgut im Ausnahmezustand spielt. Kriegsversehrtheit, Massenarbeitslosigkeit und der Rausch des Geldes, das immer weiter gedruckt wird, lassen die Menschen verrohen. Und so spielt der Romantitel auf die Aussage des Philosophen Thomas Hobbes an: homo homini lupus (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf).

Regisseur Luk Perceval hat bereits mehrere Romane von Hans Fallada erfolgreich für die Bühne adaptiert. Mit „Kleiner Mann – was nun?“ (Münchner Kammerspiele) und „Jeder stirbt für sich allein“ (Thalia Theater) wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Nach längerer Pause kehrt er noch einmal ans Thalia Theater zurück, um gemeinsam mit dem Ensemble seine Beschäftigung mit Fallada fortzusetzen.

Regie: Luk Perceval
Bühne: Annette Kurz
Kostüme: Ilse Vandenbussche
Dramaturgie: Christina Bellingen
Musik: Philipp Haagen, Rainer Süßmilch
Choreografie: Ted Stoffers
Licht: Mark Van Denesse

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Schauspiel

Noch wach?

von Benjamin von Stuckrad-Barre

Durch ein paar gehörige Veränderungen in seinem Leben hat Benjamin von Stuckrad-Barre das Dunkel gegen die Helligkeit tauschen können, davon erzählt der neue Roman „Noch wach?“. In Berlin hat eine junge Frau einen neuen Job bei einem großen Fernsehsender. Alles ist gut. Der neue Chef ist super, die Zukunft ein leuchtendes Versprechen. Vor allem zu später Stunde, wenn eine SMS-Nachricht auf ihrem Handybildschirm aufblitzt: „Noch wach?“. In Los Angeles im Garten des legendären Hotels „Chateau Marmont“ versucht ein Schriftsteller, einen Liebesroman zu schreiben, kommt aber nicht wirklich voran. Er trifft Rose McGowan, eine Schauspielerin, der man nachsagt, neuerdings irgendwie anstrengend geworden zu sein, weil sie alte Machtstrukturen und einen handfesten Machtmissbrauch beklagt. Sie hinterlässt dem Schriftsteller eine kryptische Nachricht – oder ist es vielmehr ein Auftrag? Er kehrt nach Berlin zurück, lernt die junge Frau kennen, die für den großen Fernsehsender arbeitet und findet sich als Akteur mitten in einem unübersichtlichen Geschehen wieder, das ihn in einen tiefen persönlichen Konflikt stürzt.

Nach Benjamin von Stuckrad-Barres „Panikherz“ inszeniert Christopher Rüping die Uraufführung von „Noch wach?“ am Thalia Theater. Seine Arbeiten sind immer wieder Befragungen der Gegenwart und stellen sich zeitgenössischen Themen in unterschiedlichsten Spielformen und sehr freien Herangehensweisen. Zuletzt inszenierte er am Thalia Theater Thomas Köcks Klimatrilogie „Paradies“ und den Roman „Brüste und Eier“ von Mieko Kawakami.

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Peter Baur
Kostüme: Lene Schwind
Dramaturgie: Matthias Günther
Video: Emma Lou Hermann
Licht: Jan Haas

Dauer: 3:10 h, inklusive einer Pause

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Schauspiel

Maria Stuart und Elisabeth

Ein Duell zweier Königinnen

Auf der Thalia Bühne treffen sich an einer Bushaltestelle die Königinnen „Maria Stuart und Elisabeth“ zum Duell. Beide hoffen auf eine Zukunft ohne die andere, um endlich frei atmen zu können. „Das ist der Augenblick der Freiheit, wenn jede Angst des Irdischen von einem abfällt.“ Karin Neuhäuser und Barbara Nüsse spielen nach fast zwei Jahre Fahrplanänderungen ihr grandioses Königinnenduell in der Inszenierung von Antú Romero Nunes im Thalia Theater.

Und im Anschluss jagt eine junge Frau den Woyzeck durch die Nacht.

Regie: Antú Romero Nunes
Bühne: Matthias Koch
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Matthias Günther
Musik: Anna Bauer, Johannes Hofmann
Mit: Barbara Nüsse, Karin Neuhäuser

Dauer: 1:05h, keine Pause

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1 Schauspiel

Meine geniale Freundin

Die Geschichte des verlorenen Kindes nach dem Roman von Elena Ferrante

Aus dem Italienischen von Karin Krieger / Bühnenfassung von Iga Gańczarczyk / Regie Ewelina Marciniak

Elena und Lila kennen sich seit ihrer Kindheit. Beide werden 1944 in kinderreiche Arbeiterfamilien des rauen und ärmlichen Viertels Rione in Neapel hineingeboren. Beide fallen durch herausragende Leistungen in der Schule auf, doch nur Elena bekommt die Erlaubnis, eine höhere Bildung anzustreben, verlobt sich mit einem Professorensohn und wird eine erfolgreiche Schriftstellerin. Die furchtlos-leidenschaftliche Lila heiratet bereits mit 16 Jahren einen in die Geschäfte der Camorra verstrickten Aufschneider. Kinder werden geboren, Beziehungen scheitern, Erfolge und Misserfolge kommen und gehen, aber ihre lebenslange Freundschaft bleibt bestehen. Die Inszenierung des Weltbestsellers von Elena Ferrante konzentriert sich auf den vierten Teil der Neapolitanischen Saga, in dem die Freundinnen, nun Ende 30, den Kampf für die Emanzipation der Arbeiter, für Frauenrechte und gegen die Mafia aufnehmen.

„In Neapel bedarf es großen Glücks, von der Gewalt nicht irgendwie gestreift zu werden. Ich habe den Eindruck, dass die ganze Welt Neapel ist, und wenigstens kann man Neapel zugutehalten, dass es sich nie verschleiert hat.“ Elena Ferrante

Die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak ist dafür bekannt, dass sie Frauenschicksale bewegend auf die Bühne bringt. Mit ihrer Inszenierung „Die Jungfrau von Orleans“ wurde sie zum Theatertreffen eingeladen, für „Der Boxer“ am Thalia in der Gaußstraße mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet.

Regie: Ewelina Marciniak
Bühne: Mirek Kaczmarek
Kostüme: Julia Kornacka
Komposition und Sounddesign: Karol Nepelski
Licht: Paulus Vogt
Dramaturgie: Christina Bellingen

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Schauspiel

König Lear

von William Shakespeare / Neuübersetzung von Miru Miroslava Svolikova

Jetzt ist es aber wirklich genug mit der Herrschaft des alten weißen Mannes! Lasst endlich die Jungen ran, am besten junge Frauen! – So denkt hier der König selbst. Nun gilt es, den Nachlass zu ordnen, die gerechte Verteilung unter den drei Töchtern zu klären und sich mit Würde aus der Politik zurückzuziehen. Doch ganz so leicht ist es mit dem Loslassen von Macht leider nicht. Als die schmeichelnde Liebesbekundung der jüngsten und geliebtesten Tochter nicht wie gewünscht geliefert wird, enterbt er sie kurzerhand. Überhaupt überkommt es Lear angesichts seiner schwindenden Autorität, noch mal alles um sich herum anzuzünden und in Schutt und Asche zu legen, auf offensichtliche Heuchler zu setzen, bis ihm nichts mehr bleibt. Altersstarrsinn? Panik? Größenwahn? Beginnende Demenz? Das hilflose Klammern am geliebten Herrschertum? Anscheinend eine Schwäche, die nicht nur ihn betrifft; denn auch Graf Gloucester, einst sein Vertrauter, setzt auf das falsche Kind und schafft es nicht, würdevoll aus dem Spiel der Macht auszusteigen.

Warum ist es so schwer, loszulassen? Wer trägt die Verantwortung für das Erbe? Und welche Bedingungen darf man an die Nachfolgenden stellen? „Du hättest nicht alt sein sollen, bis du weise gewesen bist!“, resümiert der Narr, Lears letzter Begleiter in der stürmischen Heide.

Jan Bosse ist ein erfahrener Shakespeare-Regisseur. Mit „Hamlet“ und „Viel Lärm um nichts“ wurde er zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Am Thalia Theater inszenierte er „Was ihr wollt“, am Burgtheater „Othello“, in Frankfurt „Richard III“ und in Köln „Falstaff“.

Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Kathrin Plath
Dramaturgie: Christina Bellingen
Musik: Jonas Landerschier

Dauer 2.30 h, ohne Pause

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Schauspiel

Der Geizige

oder Die Schule der Lügner von Molière

Der reiche Harpagon ist besessen vom Geiz. Gegen alle ökonomische Vernunft bringt er sein Geld nicht in Umlauf, sondern hortet es bei sich zuhause – nur das liebe Geld verspricht schließlich Sicherheit, besonders in unsicheren Zeiten! Und weil Harpagon gerade im Privaten die schlimmste Verschwendung wittert, will er seine Tochter Elise mit dem reichen Witwer Anselme verkuppeln, damit sie ihm nicht länger auf der Tasche liegt. Für sich selbst setzt er auf eine Verbindung mit der armen und daher sicher genügsamen Mariane, nicht wissend, dass diese seinen Sohn Cléante liebt.

Nichts und niemand kann den Geizigen bremsen: Sein Geld will er lieber verschlingen, als sich von ihm zu trennen. Doch seine Kinder, kaum erwachsen, wollen ihren Anteil am väterlichen Kuchen abhaben. Zusammen mit den anderen Entrechteten und Beleidigten seines Haushalts spinnen sie eine Intrige. Als eine Schatulle samt kostbarem Inhalt verschwindet, regieren endlich Wahnsinn und Anarchie und Molières subversive Komik kann sich ungehindert entfalten...

Der Theater­ und Filmregisseur Leander Haußmann hat nach „Cyrano de Bergerac“ zuletzt am Thalia Theater Kleists „Amphitryon“ inszeniert. Jetzt bringt er mit Molières „Der Geizige“ ein Stück auf die Bühne, das schon bei seiner Uraufführung 1668 in Paris aktuell war, hatten sich doch gerade in England, New York und anderswo jene großen Bankhäuser gegründet, deren Aktienpakete sich immer mal wieder im freien Fall befinden.

Regie: Leander Haußmann
Bühne: Peter Schubert
Kostüme: Janina Brinkmann
Dramaturgie: Susanne Meister
Licht: Jan Haas

Dauer: 2:45h, keine Pause

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Schauspiel

Panikherz

von Benjamin von Stuckrad-Barre / in einer Bearbeitung von Christopher Rüping

Das Buch ist ein Knaller. Es ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur: ein leuchtendes Versprechen mit seinen marktschreierischen Angeboten, Posen und Ideen.
In Hamburg steht der gelbe Leuchtschriftzug „die eigene Geschichte“ an der Gleismauer unterhalb der Kunsthalle. Und so beleuchtet der Ich­Erzähler als Schausteller seiner eigenen Legende die großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Immer dabei als Referenz und Differenz, angehimmelt und ausgebuht: Udo, der Mann mit dem Hut, der Zigarre und den grünen Socken, dessen Songs den Erzähler begleiten, einfach, weil Udo immer schon da war. Eine Hase­und­IgelGeschichte. Irgendwann sitzen beide in Udos Porsche und fahren mit 30 Stundenkilometern durch Hamburg. Das ist die Ansage: Rasender Stillstand!

Regisseur Christopher Rüping ist ein Spezialist „der reflektierenden Oberflächen, der Projektionen und der Selbstbespiegelung“. Für ihn thematisiert „Panikherz“ die Diskrepanz zwischen dem gefühlten eigentlichen Ich, und dem immer wieder neu zu entwerfenden Image von sich selbst. Ein Suchen, ein Verlieren, ein Kreislauf, den Rüping vom Theater kennt: „Jeder Schauspieler, der auf eine Bühne geht, ist immer damit beschäftigt, vor den Augen der Zuschauer auf eine bestimmte Art und Weise wirken zu wollen, sich zu präsentieren. Das ist eine Notwendigkeit und ein Zwang, den das Theater hervorbringt und den ich in ‚Panikherz‘ lese. Das könnte eine fruchtbare Symbiose sein.“

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Anna-Maria Schories
Dramaturgie: Matthias Günther
Musik: Christoph Hart
Video: Su Steinmassl

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Schauspiel

Brüste und Eier

von Mieko Kawakami / Bühnenfassung von Christopher Rüping

Die dreißigjährige Schriftstellerin Natsuko hat jede Menge Fragen und sucht Antworten. Welche Schönheitsideale bestimmen das Leben? Wie lässt sich über Intimes reden? Wie verwirklicht sich der Wunsch ein Kind zu bekommen, bei gleichzeitiger Ablehnung körperlicher sexueller Begegnung?

Natsukos ältere Schwester Makiko will sich einer Brustvergrößerung unterziehen. Währenddessen ist Makikos zwölfjährige Tochter Midoriko von der einsetzenden Pubertät überfordert. Natsuko hadert mit der Frage, welche Rolle noch bleibt – als unverheiratete Frau, die nicht mehr Tochter ist und vielleicht nie Mutter sein wird.

„Brüste und Eier“ ist der zweite Teil der Familientrilogie von Christopher Rüping. Der erste Teil „Einfach das Ende der Welt“ nach Jean-Luc Lagarce feierte 2020 seine Premiere am Schauspielhaus Zürich. Anhand unterschiedlicher Stoffe und ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit befragt Rüping gemeinsam mit seinem jeweiligen Ensemble in drei voneinander unabhängigen Arbeiten das Konstrukt der Familie im 21. Jahrhundert. Ging es bei „Einfach das Ende der Welt“ um die Rückkehr des verlorenen Sohns und den verzweifelten Versuch, der eigenen Herkunft zu entkommen, so wendet sich „Brüste und Eier“ zentral der Frage nach Mutterschaft und der Abkehr vom konventionellen Familienbild der vergangenen Jahrzehnte zu.

Regie: Christopher Rüping
Bühne: Jonathan Mertz
Kostüme: Lene Schwind
Musik: Christoph Hart
Video: Rasmus Rienecker
Choreografie: Saori Hala
Dramaturgie: Matthias Günther
Musik: Christoph Hart

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Schauspiel

Das mangelnde Licht

von Nino Haratischwili / Regie Jette Steckel

Manchmal ist mit der Erinnerung keine intakte Gegenwart mehr möglich. Weil es zu schmerzhaft ist, sich unentwegt vorzuhalten, dass man am Leben geblieben ist. Drei Frauen treffen sich 2019 in Brüssel auf der Retrospektive ihrer toten Freundin, einer renommierten Fotografin. Ihre Bilder sind Anlass für die gemeinsame Erinnerung, zurück an Tiflis, Ende der 80er Jahre: Vier junge, selbstbestimmte Frauen leben ihre besondere Freundschaft und berauschen sich an ihren ersten Lieben. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Sie feiern die Gnadenfrist, die ihnen die Unkenntnis über die Zukunft gewährt, darüber, was die ersten Jahre der georgischen Unabhängigkeit bringen werden: Bandenkriege, Kalaschnikows und Panzer und einen Staat, der keine Sicherheit mehr garantiert, in dem das Leben zum Überleben wird. Und trotzdem gab es Menschen, die sich dafür entschieden haben, Menschen zu bleiben und diese Entscheidung gegen alle Widerstände verteidigten. Man hat immer eine Wahl, aber vielleicht nicht immer die Kraft, die richtige zu treffen.

Hausregisseurin Jette Steckel vollendet mit der Inszenierung von „Das mangelnde Licht“ nach „Das achte Leben (Für Brilka)“ und „Die Katze und der General“ die Trilogie ihrer Adaptionen der großen Nino Haratischwili-Romane für die Bühne - und widmet sich erneut der Frage nach Verantwortung: Wie handelt man moralisch richtig in einer Welt, die jeder Logik zu entbehren scheint?

Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Sibylle Wallum
Dramaturgie: Emilia Linda Heinrich
Musik: Mark Badur
Video: Zaza Rusadze
Choreografie: Yohan Stegli
Licht: Paulus Vogt

Dauer 4:40h, inklusive einer Pause

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Schauspiel

Hamlet

von William Shakespeare

Als Hamlet nach Hause kommt, ist alles anders: sein Vater tot, die Mutter neu verheiratet mit dem Bruder ihres verstorbenen Mannes. Dieser führt nun die Staatsgeschäfte, verschärft die politische Rhetorik, rüstet auf. Nachts erscheint Hamlet der Geist des toten Vaters, beschuldigt den eigenen Bruder des Giftmords und fordert Hamlet zur Rache auf.

Die Welt ist aus den Fugen – soweit der eindeutige Befund. Aber was tun? Hamlet jedenfalls kommt dem Willen zur Tat eine diffuse Handlungsunfähigkeit dazwischen: mal steht ihm das Gefühl, mal das Gewissen, mal das Denken im Weg. Der Wahnsinn, den er bei klarem Verstand als Maskierung wählt, um unerkannt und ungestört nach der Wahrheit zu suchen und seine Rachepläne umzusetzen, frisst sich zunehmend in die Realität. Die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem, Aufklärung und Paranoia, Wahnsinn und Methode werden fließend. Bis weder den anderen noch sich selbst mehr zu trauen ist. Nicht einmal der geliebten Ophelia. Freunde werden zu Spitzeln, Verwandte zu Mördern, das Gebotene wirkt falsch und das Falsche geboten. Hamlet ist beides: ein Imperativ, der Verkommenheit der Welt im fortwährenden Protest die Stirn zu bieten, und ein Menetekel. Am Ende sind fast alle tot – „Der Rest ist Schweigen.“

Mit Hamlets Tragödie bringt die Thalia Hausregisseurin Jette Steckel nach „Romeo und Julia“ und „Der Sturm. A Lullaby for Suffering“ ihren dritten großen Shakespeare auf die Bühne des Thalia Theater.

Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Dominique Dillon de Byington, Samuel Savenberg
Dramaturgie: Julia Lochte

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Schauspiel

Wenn die Rolle singt
oder der vollkommene Angler

von und mit Thomas Niehaus und Paul Schröder

Angeln ist praktische Philosophie. Angeln ist Kontemplation und Stress, Entschleunigung und Adrenalin, Erfolg und Misserfolg. Angeln ist Auf und Ab. Angeln ist mit einem Wort: Das Leben.
Der Angler ist der Prophet des Glaubens. Er sucht in jedem noch so dunklen Gewässer einen Schimmer der Hoffnung. Aber meistens scheitern seine Versuche. Aber er scheitert gern. Im Angeln findet das Scheitern seinen höchsten Ausdruck. Denn: Nur wer neunmal gescheitert ist, kann einmal auch ein überglücklicher Mensch sein.

Regie: Johanna Witt
Bühne: Marion Schindler
Video: Jonas Link

Dauer 2:30 h, inklusive einer Pause

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Schauspiel

Der Prozess

von Franz Kafka

Nichts ist mehr normal, nichts ist mehr einfach. Obwohl im Leben Josef K.‘s alles in geregelten Bahnen läuft, wird er an seinem 30. Geburtstag von einer mysteriösen Behörde verhaftet. Sein Alltag überlagert sich mit Gesetzesstrukturen, seine Welt wird zu einem System aus zweifelhaften Figuren und Instanzen, aus undurchschaubarer Logik, die sich den Erwartungen und Hoffnungen K.‘s immer wieder entgegensetzt. Am Ende kommt jede Erkenntnis zu spät und das Urteil ist unerschütterlich: Josef K. ist schuld – weil er lebt.

Franz Kafkas posthum erschienenes Roman-Fragment wird heute zu einem modernen Spiegel für die Zwänge, denen der Mensch unterliegt – und die er auf sich selbst anwendet, angesichts einer überkomplexen Wirklichkeit.

Nach seiner Interpretation von Schillers „Räuber“, mit der Michael Thalheimer in der vorletzten Spielzeit an das Thalia Theater zurückgekehrt ist, inszeniert er zum ersten Mal einen Roman von Franz Kafka, der vor demnächst 100 Jahren am 3. Juni 1924 gestorben ist.

Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Michaela Barth
Dramaturgie: Emilia Linda Heinrich
Musik: Bert Wrede

Dauer: 2h, keine Pause

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Schauspiel

Barocco

Musikalisches Manifest von Kirill Serebrennikov

#einspielmitfeuer / Musik und Arien von Bach, Händel, Lully, Monteverdi, Rameau, Vivaldi u.a.

Der studentische Aufbruch in Frankreich 1968, das Attentat auf Andy Warhol in New York, die Selbstverbrennung von Jan Palach in Prag im Jahr darauf – was haben all diese Ereignisse mit dem fernen Barockzeitalter gemeinsam? In seinem Musiktheaterprojekt „Barocco“ überwindet der russische Film- und Opernregisseur Kirill Serebrennikov – derzeit „artist in residence“ am Thalia Theater und „Opernregisseur des Jahres“ – die Jahrhunderte und setzt die Leidenschaft und Zerbrechlichkeit von Menschen miteinander in Beziehung, die zu verschiedenen Zeiten gegenüber etablierten Systemen aufgestanden sind. „Barocco“ ist ein Manifest für die Freiheit und eine künstlerische Revolte der Schönheit gegen eine Welt, die an ihren gesellschaftlichen Zwängen zu ersticken droht. Ein musiktheatralisches Gesamtkunstwerk mit Oper, Schauspiel und Tanz.

Kirill Serebrennikov hat „Barocco“ über verschlungene Wege – er durfte wegen Hausarrest seine Wohnung jahrelang nicht verlassen – zuerst in Moskau herausgebracht. Für Hamburg entsteht „Barocco“, um aktuelle Erfahrungen und Ereignisse ergänzt, nun neu.

Eine Produktion des Thalia Theater Hamburg im Rahmen des Internationalen Musikfests 2023 in Koproduktion mit der Elbphilharmonie.

Uraufführung (Moskau 2018 - Hamburg 2023)

Regie, Bühne, Kostüm: Kirill Serebrennikov
Musikalische Leitung: Daniil Orlov
Choreografie: Ivan Estegneev, Evgeny Kulagin
Video: Ilya Shagalov
Lichtdesign: Sergej Kuchar
Sounddesign: Boris Semkin
Dramaturgie: Joachim Lux
Einstudierung Chor: Uschi Krosch
Mitarbeit Bühne: Elena Bulochnikova
Mitarbeit Kostüm: Clara Strasser

Dauer: 2.15h, ohne Pause

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Lesung

Best of Poetry Slam

Wir haben die Wahl, wir haben die Auswahl und meistens haben wir sogar die Qual der Wahl: Hamburg ist seit geraumer Zeit die Hochburg des Poetry Slams, mit den meisten und den häufigsten Slam - Veranstaltungen des Landes.

Wie also soll man sich da noch entscheiden? Ganz einfach: man geht zum Besten der Besten, man geht zum „Best of Poetry Slam“.
Diese Kampf der Künste Reihe bietet alles, was das große Slam-Herz begehrt und erleichtert die Auswahl zudem allgemein, denn hier werden die jeweils vier besten Poeten des Landes präsentiert. Und weil es sich hier immerhin um die A-Liga der Wortakrobatinnen handelt, hat jeder Teilnehmer in diesem Kampf der Giganten 10, anstatt der üblichen 5 Minuten Zeit, dem Publikum zu zeigen, warum sie oder er zurecht zu den „Fantastic Four“ der deutschen Slamszene zählt.

Und weil große Worte manchmal großer Umstände bedürfen, findet diese Gourmetveranstaltung auch auf den traditionsreichsten Bühnen der Hansestadt statt. In feinster Theateratmosphäre, zurückgelehnt in bequemen Sesseln, dürft ihr euch aber nicht nur über die besten Slammerinnen, sondern auch noch über einen besondern Special Guest freuen. Mehr Genuss geht nicht!

Wer also demnächst wieder vor der Aufgabe steht, sich für einen der vielen Poetry Slams entscheiden zu müssen, der hat ab sofort endlich eine Lösung. Denn bei deser Gala der Besten musst du dich nur noch eine Entscheidung treffen: Wer ist für dich der beste Poet des Landes?

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Online-Shop

Thalia Shop

Mützen, Hoodies, Sweatshirts, Stoffbeutel, Bücher, Wein, Geschenkboxen, Gutscheine oder Karten.

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Online

Thalia digital

Willkommen in unserer Mediathek! Hier finden Sie die im Lockdown entstandenen Video-Reihen "Theater der Lüfte", "Poesie-Ambulanz", "Ich erwarte die Ankunft des Teufels" oder "Es brennt noch Licht", den "SchillerWalk" und die "Hyperion-Miniaturen", die Thalia Podcasts und eine Übersicht über die kommenden Streams.

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Thalia Theater

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Das Thalia Theater ist eines der drei Hamburger Staatstheater, eine Sprechtheaterbühne mit einem festen und viel gerühmten Ensemble. Es gibt auf der großen Bühne ca. 1.000 Plätze, das Repertoire umfasst etwa 20 Produktionen, die täglich wechselnd oder in Blöcken gespielt werden. Pro Spielzeit gibt es etwa neun neue Premieren im Großen Haus am Alstertor.
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So und Feiertage 16-18 Uhr
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Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Theater Thalia Theater Hamburg Hamburg, Alstertor 1
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Aufführungen / Theater The English Theatre of Hamburg Hamburg , Lerchenfeld 14
Aufführungen / Ballett Hamburg Ballett John Neumeier Hamburg, Caspar-Voght-Straße 54
Aufführungen / Theater Die Gorillas
Aufführungen / Theater Kampnagel Hamburg, Jarrestraße 20
Konzerte / Konzert Elbphilharmonie Hamburg Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 26.4. bis 16.6.2024
Aufführungen / Theater Theater Itzehoe Itzehoe, Theodor-Heuss-Platz 1
Aufführungen / Oper Opernloft Junges Musiktheater Hamburg e.V. Hamburg, Van-Der-Smissen-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater das Zimmer Hamburg, Washingtonallee 42
Aufführungen / Kabarett Theaterschiff Hamburg Hamburg, Holzbrücke 2 / Nikolaifleet
Aufführungen / Theater Altonaer Theater Hamburg, Museumstraße 17
Aufführungen / Theater monsun.theater Hamburg Hamburg, Friedensallee 20
Aufführungen / Theater Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg, Hudtwalckerstraße 13
Aufführungen / Film Stadtteiltreff A.G.D.A.Z.
Fr, 8.3.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Film Stadtteiltreff A.G.D.A.Z.
Fr, 8.3.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona
Fr, 8.3.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Oper Opernloft im Alten Fährterminal Altona
Sa, 9.3.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Aufführung Die Burg - Theater am Biedermannplatz Hamburg, Biedermannplatz 19
Aufführungen / Theater VB Thalia Hamburg, Maike-Harder-Weg 19
Aufführungen / Operette Hamburger Engelsaal Hamburg, Valentinskamp 40 - 42
Aufführungen / Theater Pantheater Haseldorf, Deichreihe 29
Aufführungen / Theater Galli Theater Hamburg Hamburg, Behringstraße 26-28

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