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Fr 16.1.2026, 19:30 Uhr
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Aufführungen | Oper

Strauss: Elektra / Alan Gilbert

Elbphilharmonie

NDR Elbphilharmonie Orchester NDR Vokalensemble Karita Mattila, Klytämnestra Ingela Brimberg, Elektra Christina Nilsson, Chrysothemis Benjamin Bruns, Aegisth Andreas Bauer Kanabas, Orest Layla Claire, Die Aufseherin Marie Henriette Reinhold, Erste Magd Ida Aldrian, Zweite Magd Marie-Luise Dreßen, Dritte Magd Olivia Boen, Vierte Magd Chelsea Zurflüh, Fünfte Magd Fabian Kuhnen, Pfleger des Orest Alexandra Hebart, Die Vertraute Chloe Lankshear, Die Schleppträgerin Liam Bonthrone, Ein junger Diener Andreas Heinemeyer, Ein alter Diener Dirigent: Alan Gilbert Richard Strauss: Elektra / Tragödie in einem Aufzug op. 58 Halbszenische Aufführung mit Übertiteln Extreme in der Elbphilharmonie »Edle Einfalt und stille Größe«? Von wegen! Mit ihrem atemberaubenden Opern-Schocker »Elektra« stellten Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal im Jahr 1909 das verklärte Antike-Bild des 18. Jahrhunderts völlig auf den Kopf. Horror statt Humanistik, Rache statt Ruhmestat, Blutbad statt Bildungsblüte: Dieser Einakter lässt bis heute niemanden kalt. Und auch in der Klangsprache ging Strauss mit seinem Mammut-Orchester in jeder Hinsicht in die Extreme. Was besonders eindrücklich zu erleben ist, wenn Alan Gilbert das Werk erstmals im Großen Saal der Elbphilharmonie realisiert. Nach Ligetis »Le Grand Macabre«, Dvořáks »Rusalka«, Gershwins »Porgy and Bess« und Bergs »Wozzeck« setzt der Chef des NDR Elbphilharmonie Orchesters und der Königlichen Oper Stockholm damit zugleich seine Reihe enthusiastisch gefeierter Aufführungen konzertanter Opern an der Elbe fort. Die Handlung des Stücks ist schnell erzählt: Elektra, die Tochter des trojanischen Helden Agamemnon, sinnt seit dem Mord an ihrem Vater auf Rache an ihrer eigenen Mutter Klytämnestra. Sie wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der die Bluttat schließlich vollzieht. Das Stück endet in einem Gemetzel und im triumphierenden Wahnsinn der Titelfigur. Wichtiger als dieser äußere Plot sind aber die psychologischen Dimensionen: Klytemnästra steht seit dem blutigen Ehebruch am Rande des Wahnsinns und wird von Albträumen geplagt. Sie bittet ausgerechnet ihre verstoßene Tochter Elektra um Hilfe, die für ihren Rachegedanken »alles, was ich war, hingeben« musste und ein Leben als Außenseiterin am Hof von Mykene führt. Demgegenüber sehnt sich ihre Schwester Chrysothemis nach behaglichem Familienglück… Mit einem gut 100-köpfigen Orchester ließ Strauss diese Ängste, Träume und Abgründe seiner Figuren so greifbar wie noch nie werden. Die gewaltige Musik ging für damalige Verhältnisse »an die äußersten Grenzen der Harmonik, psychischer Polyphonie und Aufnahmefähigkeit der Ohren«, so der Komponist. Heute gilt das Stück als unübertroffener Gipfel der expressionistischen Kunst des Fin de Siècle. In Hamburg entfesseln namhafte Sänger:innen wie Karita Mattila als Klytemnästra, Ingela Brimberg als Elektra oder Andreas Bauer Kanabas als Orest den Seelenkrimi aus Neue. Einführung mit Julius Heile: 17:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
Aufführungen | Comedy

KdK Stand Up

Elbphilharmonie

Stand Up Comedy boomt und wir feiern das. Eine furchtlose Bande junger Comedians erobert Livebühnen und Internet – Kampf der Künste holt die Brisantesten auf die Bühne der Elbphilharmonie. Virtuose Humorkünstler:innen geben bizarre Blickwinkel auf die ganz normale, völlig irre Welt. Bitterschöne Pointen über das kleine Glück, das große Elend und die unendliche Unzulänglichkeit. Oder einfach nur herrlich ehrliche Stimmen, die man gehört haben sollte. KDK Stand Up liefert einen auf den Punkt kuratierten Abend, den man sich wirklich gerne gefallen lässt. Oder anders gesagt: Endlich eine Abendveranstaltung, bei der man auch mit seinen unlustigsten Freund:innen richtig was zu lachen hat. Die Stand Up Szene ist so frisch und lebendig wie lange nicht mehr. Ein High-Intensity-Workout für’s Zwerchfell – geistreich und wahnwitzig, lakonisch und ausufernd.
Aufführungen | Schauspiel

Zünzle

Thalia in der Gaußstraße

Uraufführung: 1.3.2026 Die Spitzengardinen sind beiseitegezogen, das gute Geschirr im Karton verstaut. Eine junge Frau und ihre Großmutter sitzen zwischen den Dingen, die von einem Leben übrig geblieben sind. Gemeinsam versuchen sie, das Unbegreifliche zu fassen und sich noch einmal zu erinnern: an den Wald vor der Tür, an gemeinsame Besuche im Solebad, an Gute-Nacht-Geschichten und Entstehungsmythen. Sie geben sich ihren Fantasien hin, spielen mit Erinnerungen und deren Erzählsträngen und nehmen einander an die Hand, um alte wie neue Brandherde zu entfachen. Schmerz und Trauer um einen geliebten Menschen werfen die Frage auf, was angesichts ökologischer Verluste von einem selbst noch bleibt. Das gemeinsame Erinnern wird zur treibenden Kraft, mit der sie sich dem Verlust lebenslustig entgegenstemmen. Wie kann man sich an die Stimme eines Menschen erinnern? Wie an einst lebendige Wälder und Moore, wenn durch Hitze und Dürren ganze Landschaften trist und leblos werden? Kaija Knauers Dramentext »Zünzle« lässt mit unvergänglicher Kraft Klimatrauer und persönliche Erinnerungen ineinandergreifen. Ihr Text wurde für den Preis für junge Dramatik am Staatstheater Braunschweig nominiert und durch die Wiener Wortstätten gefördert. Regisseur Ilario Raschèr schloss 2024 sein Regiestudium an der HFMT Hamburg ab und bringt ihren Text erstmals auf die Bühne. Dauer: 1 Std., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Die kleine Meerjungfrau

Thalia Theater

Hamburg-Premiere: 27.2.2026 Unter Wasser sehen wir Menschen unscharf, Formen verschwimmen, Körpergrenzen lösen sich auf, alles kommt ins Fließen. Gleiches passiert im Drag, der Kunstform, die durch extravagante Kostüme und Make-up Geschlechterrollen auflöst, Identitäten in Glitzer und Pailletten taucht und vor allem eine atemberaubende Show bietet. Hans Christian Andersens Märchen zeigt eine ebensolche Transformation: Eine Meerjungfrau verliebt sich in einen Menschen und möchte ihren Fischschwanz loswerden. Das Märchen endet bekanntermaßen tragisch. Vielleicht spiegelt es Andersens eigenes Schicksal wider, der sein Leben lang in seinen Jugendfreund verliebt war und diese Liebe nie leben konnte. Und gleichzeitig ist es eine Geschichte so alt wie die Menschheit selbst, von Nymphen, Nixen und Wassergeistern, von Verwandlung und der Befreiung aus der zugeschriebenen Rolle. Regisseur Bastian Kraft taucht gemeinsam mit dem Ensemble und Stars der Hamburger Drag-Szene dorthin, wo Biografie und Märchen ineinanderfließen, um neue Narrative von Verwandlung und Befreiung auftauchen zu lassen. Bei der Uraufführung am Schauspiel Zürich wurde diese besondere Inszenierung jubelnd gefeiert. Jetzt kommt sie in einer eigenen Version nach Hamburg. Regie: Bastian Kraft 2 Std. 10 Min., keine Pause Koproduktion mit Schauspielhaus Zürich
Aufführungen | Schauspiel

Marschlande

Thalia Theater

Sie hatten als Familie lange davon geträumt: Der Umzug aus der Hamburger Stadtwohnung in die Weite der Marschlande sollte der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sein. Doch während Philipp im neuen Alltag aufgeht, fühlt sich Britta zunehmend fremd – verloren in der Stille, abgeschnitten von sich selbst. Dann stößt sie auf den Namen Abelke Bleken. Fast 500 Jahre trennen sie von der Frau, die sich gegen Sturmfluten ebenso auflehnte wie gegen die Missgunst der Dorfgesellschaft – und in den Fokus tödlicher Anklagen geriet. Während Britta ihren Spuren folgt, verweben sich Vergangenheit und Gegenwart zu einem Netz aus Abhängigkeit und Freiheit, Verleumdung und Widerstand. Was geschieht, wenn eine uralte Geschichte in das eigene Leben ragt? Und wie viel von Abelke steckt in Britta selbst? Regie: Jorinde Dröse Bühne: Katja Haß Kostüme: Juliane Kalkowski Musik: Jörg Kleemann Licht-Design: Paulus Vogt Video: Rebecca Riedel Dramaturgie: Johanna Vater Dauer: 1 Std. 45 Min., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Emilia Galotti

Thalia Theater

Emilia will beides – Bräutigam und Liebhaber, Ehe und Abenteuer. Die Erwartung, als Frau treu zu ihrer Entscheidung zu stehen, kann sie leider nicht erfüllen. Im Gewand eines bürgerlichen Trauerspiels schreibt der Aufklärer Lessing im 18. Jahrhundert einen rasanten Krimi-Plot. Mit großer Energie versuchen seine Frauenfiguren, sich aus den Zuweisungen und Erwartungen an ihr Geschlecht zu befreien. Nachdem seine Heldin Emilia Galotti als reine Unschuld ihren eigenen Willen und ihr Begehren entdeckt, gibt es für sie kein Zurück. Auch ihre Rivalin Orsina, vom Prinzen aussortiert, weil sie eigenständig denkt und zu viel redet, sowie ihre Mutter Claudia, die sich nur über die Tochter verwirklichen kann, suchen einen Ausweg. Doch was anfangen mit Männern an der Macht, die das Spiel bestimmen wollen? Angeführt von einem Prinzen, der ganz selbstverständlich die eine Geliebte ablegen und sich eine neue zulegen darf. Schließlich ist er ein Mann, sein Begehren ist frei. Mit einem Vater, der seine Verantwortung darin sieht, Emilia zu einer guten Ehefrau zu erziehen. Und dem Karrieristen Marinelli, der den Plot am Laufen hält, indem er für sein Fortkommen und seine Karriere buchstäblich über Leichen geht. Wo in dieser Welt sind die Werte, für die sich Lessings Heldin am Ende des Dramas umbringen soll? Gibt es keinen anderen Schluss? Anne Lenks ungewöhnliche Klassiker-Inszenierungen vom Deutschen Theater Berlin „Der Menschenfeind“ von Molière und „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller wurden 2020/21 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Die Regisseurin hat bereits regelmäßig am Thalia gearbeitet, ihre Uraufführung von Finn-Ole Heinrichs „Räuberhände“ läuft seit 2013 erfolgreich im Repertoire der Gaußstraße. Zuletzt inszenierte sie am Thalia Theater Tschechows „Drei Schwestern“. Regie: Anne Lenk Bühne: Judith Oswald Kostüme: Sibylle Wallum Dramaturgie: Susanne Meister Musik: Camill Jammal Video: Jonas Link Dauer: 1.40h, ohne Pause
Aufführungen | Schauspiel

Einhandsegeln

Thalia Theater

Allein auf seinem Segelschiff KATE MOSS. An Bord: ein Mann kurz vor Kap Hoorn. Das Ziel: die Welt umsegeln. In seinem Logbuch hält er Koordinaten, Tagesabläufe und Erkenntnisse fest. In einer Mehrstimmigkeit von Selbst- und Zwiegesprächen, Träumen, Visionen reift die Einsicht, dass „Freiheit ein Lehrberuf“ ist. Gegen Ende seiner Reise steht er vor einer Entscheidung: Soll er sich dem Zugehörigkeitswunsch zur Gesellschaft unterordnen oder doch im Trost der Einsamkeit seinen eigenen Weg gehen? Christian Kortmann sagt: „Es geht mir um Fragen, die uns grundsätzlich in dieser Gesellschaft beschäftigen. Das Alleinsein und die Einsamkeit sind bei einem Einhandsegler das tägliche Brot, ja: die grundsätzliche Arbeitsbedingung. Der Protagonist sucht diese Einsamkeit und macht sie enorm produktiv. In der Beschäftigung mit den Einhandseglern ist mir auch das erste Mal der Begriff „Einsamkeitsliebe“ begegnet, den kannte ich so vorher noch nicht.“ (taz 13.2.2022) Regie: Matthias Günther Ausstattung: Nadin Schumacher Mit: Tim Porath Dauer 1:30h, keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Frommer Tanz

Thalia in der Gaußstraße

Klaus Manns Debüt "Der fromme Tanz "(1926) erzählt von Träumen, Ängsten und Lebenswegen junger Menschen in einer Zeit, die von zahlreichen Krisen und Umbrüchen gezeichnet ist. Ein Schlupfloch finden sie in der Berliner Clubszene – Freiheit und Widerstand scheinen hier noch moglich. Durch eine offene Auseinandersetzung mit freizügiger und gleichgeschlechtlicher Liebe bricht Manns Werk als einer der ersten Coming-out-Romane seiner Epoche gesellschaftliche Tabus. Es führt uns in die Weimarer Republik, in der Gefühle und Kämpfe einer Generation gegen autoritäre Strömungen zu einem kraftvollen Klang der Befreiung werden. Regisseur Ran Chai Bar-zvi, dessen Inszenierungen politische Schärfe mit poetischer Kraft verbinden, widmet sich nun Klaus Manns erstem großen Prosatext für die Bühne. Regie: Ran Chai Bar-zvi Bühne: Ran Chai Bar-zvi Kostüme: Marilena Büld Musik: Evelyn Saylor Video: Pata Popov Dramaturgie: Mehdi Moradpour Dauer 1 Std. 45 Min., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Alles, was wir nicht erinnern

Thalia in der Gaußstraße

nach dem Buch von Christiane Hoffmann Am Ende des von Nazi-Deutschland entfesselten Zweiten Weltkriegs sind mehr als zwölf Millionen Deutsche auf der Flucht oder werden aus ihren Häusern vertrieben – ein kollektives Trauma, das bis heute in den Familien nachwirkt. Es verbindet sich mit dem Schicksal von Millionen Geflüchteten unserer Tage und erhält durch den Krieg in der Ukraine Aktualität. Im Januar 2020 macht sich die Autorin Christiane Hoffmann in Różyna (Rosenthal), einem Dorf in Niederschlesien, auf den Weg Richtung Westen. Zu Fuß geht sie die 550 km noch einmal nach, die ihr Vater als Neunjähriger im Winter 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee mit dem Treck seines Dorfes zurücklegte. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Wedel bei Hamburg. Emotionaler Ausgangspunkt des Weges der Tochter ist ihre Annäherung an den vor kurzem verstorbenen Vater, dessen fehlende Erinnerung an das Geschehen von damals ihr Leben geprägt hat. Es ist der Versuch, die Auswirkungen des Fluchttraumas auf die nächsten Generationen zu begreifen. Für die langjährige Auslandskorrespondentin und derzeitige stellvertretende Regierungssprecherin ist es aber auch eine Reise durch Europa in die gemeinsame Geschichte Deutschlands, Polens und Tschechiens. Im Februar 2024 reist Regisseur Gernot Grünewald zusammen mit Christiane Hoffmann und dem polnischen Autor Jarosław Murawski nach Różyna, um dokumentarisches Material für den Theaterabend in der Gaußstraße zu sammeln. Sie sprechen mit Zeitzeugen und Nachfahren der 1945 aus der Westukraine vertriebenen polnischen Familien, die heute im Dorf und im Haus der Familie Hoffmann leben. Gemeinsam mit dem Team untersucht Videokünstler Jonas Plümke entlang der Fluchtroute, wie sich diese gigantische Bevölkerungsverschiebung bis heute in Menschen, Häusern und Landschaften abbildet. Regie: Gernot Grünewald Bühne: Michael Köpke Kostüme: Katharina Arkit Dramaturgie: Susanne Meister Musik: Daniel Sapir Video: Jonas Plümke, Rasmus Rienecker Übersetzung/Recherche Polen: Jaroslaw Murawski
Aufführungen | Schauspiel

Asche

Thalia in der Gaußstraße

„Für mich liegt der Hauptreiz des Theaters darin, subjektive Wahrheiten vergrößern zu können. Dass eben diese Wahrheiten die Hauptrolle spielen und nicht die rationale Gleichwertigkeit. Theater machen ist wie Träume teilen.“ Jette Steckel In der Gaußstraße hat Jette Steckel – noch bevor sie dort zuletzt 2011 „Der Fremde“ von Camus inszenierte, der 70 Mal gespielt wurde – 2009 eine Adaption von Ilija Trojanows Roman „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ auf die Bühne gebracht. Ein altes Plakat mit diesem Titel hängt dort noch immer in einem Gang. Jetzt kehrt Hausregisseurin Jette Steckel, die in den letzten Jahren am Thalia immer für die große Bühne inszeniert hat, noch einmal in die Gaußstraße zurück. Im Gepäck zum ersten Mal ein Stück von Elfriede Jelinek, deren Texte in unterschiedlichsten Regiehandschriften immer wieder den Weg auf die verschiedenen Bühnen des Thalia gefunden haben. Jelineks jüngstes Werk „Asche“ ist ein zutiefst persönlicher Text über den Verlust des geliebten Weggefährten, über Trauer und Untröstlichkeit, über das Empfinden, der Welt abhanden zu kommen, wenn der eine Mensch nicht mehr da ist, „verzogen ins Nichts.“ Und was passiert, wenn uns obendrein die Welt, unser Planet abhandenkommt? Das hatte doch einmal so schön angefangen mit der Schöpfung. Die Schönheit der Natur! Und plötzlich ist sie so grausam. „Was waren wir doch für böse Gäste! Nimmer hielten wir Ruh, nimmer hielten wir Rast!“. Die Erde bröckelt schon und an den Rändern ist der Saum runtergetreten. Eine Parallelerde, auf die man hinüberhüpfen könnte, ist nicht in Sicht. Elfriede Jelineks Schreiben ist, wie sie selbst sagt, ein leidenschaftlicher Akt, eine Art Rage. „Ich sehe, die Regie reicht mir einen Zettel herein: Alles Asche. Das hab ich schon vorausgesehen. Ich mache weiter, sogar in der Wüste würde ich noch weitermachen, im Meer auch, aber nicht lang, bei meinen Schwimmkünsten.“ In Kooperation mit dem Zirkus Zartinka, einem Zirkusprojekt des Z*ART e.V. Regie: Jette Steckel Bühne: Florian Lösche Kostüme: Hanna Krümpfer Musik: Matthias Jakisic Leitung ZIRKUS ZARTINKA: Tobias Fiedler Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Verwandlung

Thalia in der Gaußstraße

Gregor Samsa sorgt für seine Familie, ordnet sich unter, funktioniert – bis er eines Morgens als Ungeziefer erwacht. Plötzlich ist er wertlos, eine Last für die, die ihn einst brauchten. Die Familie wendet sich ab, die Gesellschaft stößt ihn aus. Kafkas Die Verwandlung ist die wohl berühmteste Erzählung über Entfremdung, Anpassung und den Wunsch, gesehen zu werden. Sie birgt die Frage in sich: Was passiert mit denen, die nicht mehr ins System passen? Burhan Qurbani, bekannt für seine filmischen Überschreibungen von u. a. Berlin Alexanderplatz und Kein Tier. So Wild, überträgt Kafkas Erzählung in eine Gegenwart, die Zugehörigkeit neu definiert. In einer Zeit, in der Ausgrenzung zum politischen Werkzeug wird, wirkt Kafkas Erzählung wie ein Echo auf unsere brüchige Gegenwart. Regie: Burhan Qurbani Bühne: Elisa Limberg Kostüme: Elisa Limberg Musik: Camill Jammal Dramaturgie: Elvin İlhan Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

Porneia

Thalia in der Gaußstraße

Melli forscht über Femizide in Literatur und Mythologie. Tricia kämpft gegen misogynen Online-Hass und hat ihn am eigenen Leib erfahren. Als sie sich fragen, wo Veränderung beginnen kann, rufen sie im Scherz „die Göttinnen“ an – und finden sich, kaum ausgesprochen, ausgerechnet vor den Göttinnen im Olymp wieder. Demeter, Aphrodite, Athene: gefangen in patriarchalen Strukturen, die auch den Olymp beherrschen und für Frauen nur wenige Rollen vorsehen – Muse, Hetäre, Pornie. Wie dem Patriarchat entkommen? Die eine glaubt an Zärtlichkeit, die andere an Lust als Heilmittel, die dritte an Rache. In ihrer Diskussion mit den beiden Sterblichen offenbart sich ein Jahrhundertthema: Wie leben Frauen mit der Geschichte, die sie nicht selbst geschrieben haben? Golda Bartons Porneia öffnet einen Raum, in dem Mythos und Gegenwart lustvoll und streitbar aufeinandertreffen und zum Nachdenken einladen – über Gerechtigkeit, verschiedene Perspektiven des Feminismus und die Möglichkeit einer anderen Geschichte: Herstory statt History. Regie: Isabelle Redfern Dramaturgie: Andrea Schwieter Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen | Schauspiel

To My Little Boy

Thalia in der Gaußstraße

Uraufführung: 16.1.2026 Aaron ist vierzig, Geologe, schön und gesund, hat sein religiöses Elternhaus hinter sich gelassen und stattdessen das Partyleben genossen. Alles könnte fabelhaft sein – doch irgendwie klappt es trotzdem nicht mit dem Sinn im Leben. So sehr er sich auch müht, letztlich ist da nur sein Plüschschwein Tupper, das ihm Halt verspricht. Caren Jeß schreibt ein Stück über die absolute Überforderung in der Gegenwart. Sie spannt den Bogen zwischen der Angst vor dem Weltende, der Unfähigkeit, sich zu verstehen, und der ewigen Sehnsucht nach der Sicherheit in der Liebe. Rasend komisch und zutiefst ehrlich trifft sie den Geist einer Generation, die dem Schwindel der sich selbst überholenden Zeit entgegentreten muss. Regie: Marie Bues Bühne: Heike Mondschein Kostüme: Amit Epstein Musik: Lila Zoe Krauss Dramaturgie: Nora Khuon
Aufführungen | Schauspiel

Prozess gegen Deutschland

Lessingtage

Milo Raus spektakuläre theatrale Prozessformate zählen längst schon zu den Klassikern des politischen Theaters. In Hamburg nimmt sich der Regisseur, Autor und Festivalintendant nun –gemeinsam mit Mia Massmann und Robert Misik – in einem Prozess gegen Deutschland die aktuellen Zustände vor. Ist ein Verbot der AfD möglich, ja rechtlich geboten, weil sie »aggressiv kämpferisch« die Demokratie bedroht? Verstößt sie fortgesetzt gegen das Grundgesetz, indem sie mit allen Mitteln die Meinungsfreiheit ihrer Kritiker*innen bekämpft? Diese Fragen werden genauso im Mittelpunkt der juristisch-theatralen Untersuchung stehen wie der Missbrauch des Rechts durch SLAPP-Klagen und die Welt des Techno-Faschismus, die MAGA-Propagandawalze des Silicon Valley und das mediale Ökosystem rechtsextremer Gehirnwäsche – in Deutschland und auch international. Erfüllen die Propaganda und die pro-russischen Netzwerke der Neuen Rechten gar Tatbestände wie etwa »Verabredung zum Landesverrat«? Als Mischform aus hartem Realismus und sozialer Plastik erzeugen Milo Raus theatrale Diskursformate „ein Forum fernab politischer Grabenkämpfe“ (SRF). Akteure sind keine Schauspieler, sondern echte Spitzenjuristinnen, echte Anklägerinnen, echte Verteidiger, und Experten, Protagonistinnen, Skandalfiguren, Influencer, Betroffene und Opfer. Die Wiener Prozesse der Wiener Festwochensaison 2024 wurden als „Orgien des Zuhörens“ und als „flächendeckendes Stadtgespräch in Wien“ gefeiert (Süddeutsche Zeitung). Wichtiger Hinweis: Der dreitägige Prozess gegen Deutschland ist aufgeteilt in fünf Verhandlungstermine: Die Eröffnung, Fall 1, Fall 2, Fall 3 und die Schlüsssitzung – jede Sitzung eröffnet dabei neue Aspekte. Produktion: Thalia Theater Idee & Regie: Milo Rau Recherche, Casting & Dramaturgie: Mia Massmann, Robert Misik Videokonzept: Moritz von Dungern Sprache: Deutsch und Englisch
Aufführungen | Schauspiel

ja nichts ist ok

Lessingtage

In ihrer letzten gemeinsamen Arbeit widmen sich René Pollesch und Fabian Hinrichs der Tragik und Absurdität modernen Daseins. In seinem Solo verkörpert Hinrichs eine ganze Wohngemeinschaft –viele auf einmal und doch nur sich selbst. Pollesch zeigte in ja nichts ist ok kurz vor seinem plötzlichen Tod noch einmal, warum er zu den einflussreichsten Theatermacher*innen seiner Zeit gehörte. Eine Berliner Zweck-WG wird hier zum Schauplatz globaler Krisen, zum Ort, an dem Alltagschaos und Weltpolitik aufeinandertreffen. Hinrichs springt mit Humor und Hingabe zwischen den Figuren, lässt sie über Unordnung und die große Frage nach dem richtigen Leben streiten. In dieser absurden und zugleich berührenden Arbeit zeigt sich die ganze Ratlosigkeit des Menschen im21. Jahrhundert und seine ungebrochene Sehnsucht nach Verbindung. ja nichts ist ok – ein Vermächtnis zweier Künstler, die das Theater unserer Zeit geprägt haben. Die Inszenierung war 2025 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit Fabian Hinrichs Statist:innen Nadine Ahlig, Farid Fleschmann, Niels Förster, Estanislao Gonzalez, Eva Günther, Kristina Hartmann, Sonja Holst, Manuel Klauser, Ingeborg Koch, Barbara Korte, Marion Lanzerstorfer, Christine Masuhr, Sebastián Pont Vergés, Berit Scheerer, Klaus Schneider, Lotte Selier, Alex Sommerfeldt, Oliver Walter, Sonja Maria Célestine Weeke Text: René Pollesch Bühne: Anna Viebrock Kostüme: Tabea Braun Licht: Frank Novak Dramaturgie: Anna Heesen, Johanna Kobusch Produktion: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin) Uraufführung am 11. Februar 2024, Große Bühne R: (am Telefon): Warst du denn jetzt beim Arzt? Darüber hast du mir nichts geschrieben. (…) Du musst da hingehen, was ist denn los mit dir, was machst du denn? (…) Wo bist du denn jetzt gerade? (…) Warst du denn bei der AOK? (…) Also du bist gerade nicht in der Verfassung zum Arzt zu gehen willst du sagen oder? (…) Wie lange hat denn der Chirurg auf, weißt du das, hast du das gesehen? (…) Oh man ey, man, man (…) Thomas, Thomas, hör mal zu, hi, hörst du mich? Also, ich bin jetzt doch früher zuhause als ich dachte, ich bin so 13:30 Uhr zuhause. Ich kuck jetzt mal, wie lange der Ullrich aufhat, ja? Du musst da noch hin, ich versteh nicht was du … Du denkst jetzt, du hast jetzt nen Verband und damit ist es getan, die haben dir doch gesagt, du musst dringend zum Chirurgen, die müssen dir den Finger aufschneiden. Nein hör auf, Thomas! Thomas! Du gehst da jetzt weg! Du hörst jetzt auf, du spinnst wohl, du hast doch nen Knall! Hör auf diese Anfälle zu kriegen, echt! (F kommt wieder) Du musst dich jetzt beruhigen! Du musst dich jetzt beruhigen! Ich bin in einer Stunde zuhause, ja? Ja? Hast du gehört? 13 Uhr 30 bin ich zuhause. Ja? Ok. Ja ok gut. Ok bis dann, ja? (Legt auf) Oh mein Gott, oh mein Gott. Der hat ne Blutvergiftung, der soll zum Chirurgen, er ist nicht gegangen! F: Blutvergiftung ist super gefährlich. R: Ja, ja! F: Ne Sepsis. R: Ja! F: Ganz viele Menschen sterben an ner Sepsis! R: Ich weiß, ja! F: Das ist meine Riesenangst! R: Ja! F: Dass man unbemerkt ne Sepsis hat. Das wissen viele gar nicht. Das Schlimme an ner Sepsis ist, das geht dann ganz schnell. R: Ja! F: Ist es schon halb? L: Es ist schon 36. F: Sechsunddreißig?? Das ist ja furchtbar. R: Ich hab doch gesagt zwölf Uhr siebenundzwanzig vor neun Minuten! Man man man F: Also R: Geh jetzt! F: Ich weiß nicht, wie man das ‒ R: Ich weiß gar nicht, wovon du redest gerade ‒ geh jetzt! L: Geh! F: Also theoretisch wäre das ja so, man würde Dialoge haben und man würde die ganze Zeit Schreie und Bomben im Hintergrund hören. Was wir natürlich nicht machen. Aber für mich, in meinem Kopf, ist dieser Sound immer da. Ich hab ne tolle Zeit mit meinen Kindern, wir weinen ja nicht dauernd zuhause, wir haben wirklich ne schöne Zeit gerade. Wir spielen auch irgendwelche Spiele und ich sag nicht dauernd: Aaron, bitte. Du kannst doch jetzt nicht lachen. Wir können doch jetzt keine Witze ‒ ich hatte auch das Witzebuch mit! Das hab ich noch aus seinem Zimmer geholt. Hier!
Aufführungen | Schauspiel

Violenza 2025

Lessingtage

Sie sind unzufrieden, lehnen die heutige Gesellschaftsordnung ab und haben zuletzt rechts gewählt: junge Männer. Kaum eine Bevölkerungsgruppe trägt stärker zum Vormarsch rechter Parteien bei – weltweit und auch hierzulande. Nach Arbeiten mit linken Jugendlichen sind Vandevelde, Tiwari und Prawdzic diesmal ins gegnerische Milieu eingetaucht. Entstanden ist ein streitbares und physisches Theaterstück mit fünf jungen Männern. Sie fordern das Ende der liberalen Demokratie und glauben, bald in der Mehrheit zu sein. Mit Violenza 2025 ist „ein starkes, phasenweise kaum erträgliches Mahnstück“ (Salzburger Nachrichten) gelungen, eine verstörende Vorschau auf das, was kommen könnte, wenn sie mit ihrer Prognose recht behalten. Darsteller: Jakob, Lukas, Max, Nick und Rafael Regie: Eneas Prawdzic, Pankaj Tiwari und Michiel Vandevelde Choreografie, Bühnenbild und Licht: Michiel Vandevelde Technik: Maxim Van Meerhaeghe Übertitel: Anna Leader In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’25 Mit freundlicher Unterstützung der Regierung Flanderns und der Gaulhofer Industrie-Holding Achtung: Die Performance verwendet Stroboskoplichter, die bei Personen mit photosensitiver Epilepsie zu Unbehagen oder Anfällen führen können. Das künstlerische Team möchte das Publikum darauf hinweisen: Das Stück enthält explizit rassistische, sexistische und rechtsextreme Sprache. Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Ballett

Giselle: A Summary

Lessingtage

Der renommierte Theaterregisseur und Autor Toshiki Okada widmet sich in Zusammenarbeit mit der ehemaligen Primaballerina Hana Sakai der klassischen Ballettwelt Japans. Sakai erzählt hier die Geschichte von Giselle, einem Meisterwerk des romantischen Balletts, als YouTube-Seminar. In der Hauptrolle Giselle war Sakai unzählige Male zu sehen. Nun begegnet sie dieser Rolle selbst als Solo-Performerin. Mit subtilem Humor gibt sie Einblick in ihre Vertrautheit mit dieser Rolle, aber auch in die Distanz, die sie im Lauf ihrer Karriere dazu eingenommen hat. In einem Moment dreht sie eine perfekte Pirouette, im nächsten parodiert sie eine YouTube-Werbung für einen Englisch- Konversationskurs. Die Grenze zwischen Wirklichkeit und Erfindung wird durchlässig, dem Publikum öffnet sich eine Welt, die zunehmend komplex und betörend erscheint. Okada dekonstruiert das klassische Werk und setzt es neu zusammen. Im Zentrum steht dabei immer Sakai, und mit ihr eine Arbeit, die leichtfüßig und ernsthaft zugleich die Möglichkeiten von Ballett hinterfragt. Produktion Aichi Prefectural Art Theater (Nagoya, Japan) Direction / Text: Toshiki OKADA Performance: Hana SAKAI, Yasutake SHIMAJI Scenography: Ayami SASAKI Producer: Eri KARATSU (Aichi Prefectural Art Theater / Dance Base Yokohama) Technical Director: Yoshinori SEKOGUCHI (Aichi Prefectural Art Theater) Stage Manager: Chikage YUYAMA Lighting Design: Akiyo KUSHIDA Sound Design: Raku NAKAHARA (KARABINER inc.) Tour Coordinator: Marika NIKO (Aichi Prefectural Art Theater) Subtitle Translation: Aya OGAWA Organized, Developed and Produced by Aichi Prefectural Art Theater [Aichi Arts Foundation], Dance Base Yokohama [SEGA SAMMY ARTS FOUNDATION] Subsidized by Japan Creator Support Fund Supported by precog Inc. Sprache: Japanisch mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Attack on the National Stary Theatre

Lessingtage

Das National Stary Theatre wird von Terroristen angegriffen. Die Gewalttat führt zu einer Reihe von Maßnahmen, die den Lauf der Geschichte Polens für immer verändern. Attack on the National Stary Theatre bringt Augenzeug*innenberichte, beschleunigte Bildwelten und neue Technologien auf die Bühne. Der Abend ist eine Zeitreise und bietet einen atemberaubenden Blick in eine alternative Geschichte Polens; und in eine bessere Zukunft. Die kollektive Erfahrung von Zerstörung und Verbrechen, so die Erzählung des Abends, führt zur Erschaffung einer »neuen Nation«. Jakub Skrzywanek, Intendant des Narodowy Stary Theatre Krakau, ist einer der wichtigsten Regisseure Polens. In seinem Werk geht es um Trauer, um emotionale Zustände, die das Trauern begleiten, und um die Art, wie das Theater und neue Medien das Narrativ einer Tragödie gestalten. Ist es möglich, das kollektive Trauma nach einem solchen Vorfall abzuwenden? Können wir uns aus dem Korsett unserer Vergangenheit befreien? Wird die Premiere von Stanisław Wyspiańskis Befreiung, die mit dem Überfall unterbrochen wurde, doch noch zu Ende gespielt? Produktion Narodowy Stary Theatre (Krakau) Sprache Polnisch mit englischen Übertiteln With Iwona Budner, Aldona Grochal, Katarzyna Krzanowska, Dorota Segda, Karolina Staniec, Zbigniew W. Kaleta, Radosław Krzyżowski, Paweł Kruszelnicki, Grzegorz Mielczarek, Przemysław Przestrzelski, Kamil Pudlik, Łukasz Stawarczyk Director: Jakub Skrzywanek Scriptwriter: Jan Czapliński, Jakub Skrzywanek Dramaturgical cooperation: Dorota Semenowicz Costumes, Scenography and Space arrangement: Natalia Mleczak Light and Space arrangement: Aleksandr Prowaliński Music: Karol Nepelski Video: Natan Berkowicz Stage manager: Zbigniew S. Kaleta Choreography: Agnieszka Kryst Student assistantship: Natalia Szczypiór, AST Krak, Max Nowotarski, AST Krakow, JAMU Brno Polnisch mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Destination: Origin

Lessingtage

Die Theaterinszenierung von Mohammad Rasoulof verwebt die Themen Exil, Identität und künstlerische Freiheit zu einer Performance, die das Publikum dazu einlädt, über die Bedeutung von Heimat und die Kraft der Selbstbestimmung nachzudenken. Setareh Maleki, Mahsa Rostami und Niousha Akhshi, mit denen Rasoulof bereits für seinen Spielfilm Die Saat des heiligen Feigenbaums (2024) zusammengearbeitet hat, stehen nun in Destination: Origin auf der Bühne. Genau wie Mohammad Rasoulof selbst waren sie gezwungen, den Iran zu verlassen. In Berlin am (vermeintlichen) Ziel angekommen, durchlaufen die Schauspielerinnen, ergänzt um ihre Kollegin Eli Riccardi, in der Inszenierung die Stationen ihrer Flucht. Rasoulof, einer der profiliertesten Filmregisseure und Gewinner zahlreicher Filmpreise, fragt in Destination: Origin: Woran orientiert man sich, wenn man die Schranken der ständigen politischen Kontrolle verlässt? Worauf besinnt man sich zurück, um anzukommen in der eigenen Freiheit? Rasoulof entwirft Bilder einer Reise, in der Ziel und Ausgangspunkt verschwimmen. »Destination: Origin« ist eine Produktion der Berliner Festspiele mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus, THEATER an der RUHR, Nationaltheater Mannheim und Thalia Theater. Mit Niousha Akhshi, Mahsa Rostami, Setareh Maleki, Eli Riccardi Text & Regie: Mohammad Rasoulof Bühne & Kostüm: Yashi Dramaturgie: Matthias Lilienthal Produktionsleitung: Claudia Peters Komponist: Karzan Mahmood Regieassistenz: Yasi Moradi Künstlerische Beratung des Regieteams: Amin Sadraei Videodesign: L Wilson-Spiro Choreografie: Laurie Young Licht: Sebastian Zamponi Bühne & Kostüm Assistenz: Viet Thanh Tran Übersetzung & Übertitel: Golbarg Zolfaghari (Panthea) Outside Eye: Sima Djabar Zadegan Sprache: Farsi mit englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Mothers - A Song for Wartime

Lessingtage

Sie sind Überlebende. Sie sind vor Krieg und Verfolgung Geflüchtete, Zeuginnen von Gewalt und Bombardierungen. Frauen aus der Ukraine und aus Belarus, die nun in Polen leben und gemeinsam auf der Bühne stehen und sprechen wollen. Sie nutzen die Macht ihrer Stimmen, um das zu benennen, für das es keine Worte geben kann. Dabei wollen sie nicht als Opfer, sondern als Protagonistinnen ihrer Geschichten gehört werden. Nach einer gleichermaßen umjubelten wie erschütternden Voraufführung beim Festival d'Avignon und der Weltpremiere in Warschau ist Marta Górnickas Chortheaterstück Mothers – A Song for Wartime nun in Hamburg zu Gast. Die preisgekrönte Regisseurin, die bereits mehrfach am Gorki Theater in Berlin inszenierte (u.a. Grundgesetz und Still Life), ist Gründerin des Political Voice Institute. Sie bringt Mütter aus verschiedenen Generationen und Erfahrungswelten zusammen. Ausgehend von dem traditionellen ukrainischen Ritualgesang suchen sie nach einer neuen Chorstimme. Ihr Gesang wird zu einer Anklage, einer Bitte und einer Warnung an uns und alle Menschen in Europa. “Our performance is about women and war. About defense mechanisms and responsibility. About our reaction to a war in Europe. About the rituals of wartime violence against women and civilians which are unchanging.” Uraufführung 29 September 2023, Teatr Powszechny, Warsaw With Katerina Aleinikova, Svitlana Berestovska, Sasha Cherkas, Palina Dabravolskaja, Katarzyna Jaźnicka, Volha Kalakoltsava, Ewa Konstanciak, Liza Kozlova, Anastasiia Kulinich, Natalia Mazur, Kamila Michalska, Hanna Mykhailova, Valeriia Obodianska, Svitlana Onischak, Yuliia Ridna, Maria Robaszkiewicz, Polina Shkliar, Aleksandra Sroka, Mariia Tabachuk, Kateryna Taran, Bohdana Zazhytska, Elena Zui-Voitekhovskaya Concept & direction: Marta Górnicka Libretto: Marta Górnicka & ansamble (Ukrainians–Belarusians–Poles) Music: Marta Górnicka, traditional Ukrainian, Belarusian and Polish music, a quotation from Mykola Leontovych’s Shchedryk Choreography: Evelin Facchini Stage design: Robert Rumas Costumes: Joanna Załęska Musical collaboration: Wojciech Frycz Dramaturgical collaboration: Olga Byrska, Maria Jasińska Video, video documentation: Michał Rumas, Justyna Orłowska Video projections: Michał Jankowski Lights: Artur Sienicki Vocal coach: Joanna Piech-Sławecka Stage manager and director’s assistant: Bazhena Shamovich Choreographer’s assistant: Maria Bijak Movement workshop: Krystyna Lama Szydłowska Ukrainian libretto translation: Olesya Mamchych Belarusian libretto translation: Maria Pushkina English libretto translation: Aleksandra Paszkowska German libretto translation: Olaf Khul French libretto translation: Cecile Bocianowski Ukrainian ethnomusicology consultation: Anna Ohrimchuk Ukrainian children’s games consultation: Venera Ibragimova In-rehearsal interpreter: Marharyta Huretskaya Surtitles: Zofia Szymanowska Producers: Marta Kuźmiak, Iwa Ostrowska International tour producers: Anna Galas- Kosil, Joanna Nuckowska Production: CHORUS OF WOMEN FOUNDATION (Warsaw), Maxim Gorki Theater (Berlin) Sprache: Polnisch, Ukrainisch, Belarusssisch mit deutschen Übertiteln This project is co-financed by the capital city of Warsaw and the Minister of Culture and National Heritage from the Culture Promotion Fund, and is carried out in cooperation with the Allianz Foundation.

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