Aufführungen / Theater
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Hamburg, Kirchenallee 39
- Das Adressbuch
- Fremde Sonne-Marathon
- Prolog / Zwischenspiel / Die Argonauten
- Medea in Kolchis
- Medea in Korinth
- Ein Sommer in Niendorf
- Fabian oder Der Gang vor die Hunde
- Die Möwe
- alphabet
- Das Bildnis des Dorian Gray
- Vampire’s Mountain
- A Perfect Sky
- Drosseln
- Richard the Kid & the King

- Kabale und Liebe - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
- Zur Person: Hannah Arendt
- Der eigene Tod
- Société Anonyme
- ANTHROPOLIS II: Laios

- Virtueller Rundgang
- Der Zuschauerraum des Schauspielhaus zählt zu den schönsten Theaterräume Deutschlands.
Aufführungen / Theater
Thalia Theater Hamburg
Hamburg, Alstertor 1
- Morgen: Deutsches Haus
- Premiere: Der Menschenfeind
- Premiere: Dschinns
- Premiere: Timm Thaler
- The Boys Are Kissing

- Hard Times

- Einhandsegeln
- Arendt

- Der zerbrochne Krug

- Die Wut, die bleibt

- Die kleine Meerjungfrau

- Das Thalia Theater ist eines der drei Hamburger Staatstheater, eine Sprechtheaterbühne mit einem festen und viel gerühmten Ensemble.
Aufführungen / Theater
Thalia in der Gaußstraße Hamburg
Hamburg, Gaußstraße 190
- Heute: No Body

- Uraufführung: Feierabend
- Premiere: Das Wutschwert muss man herausziehen, bevor es weitergeht
- Die Vegetarierin
- Porneia

- Zünzle
- Verwandlung

- Im Morgengrauen
- Chérie
- Mein Zuhause GmbH
- Der König stirbt
- Kaputt, Lieben
- Gazino Altınova

- Baracke

- Asche

- Anleitung ein anderer zu werden

- Alles, was wir nicht erinnern

- To My Little Boy

- Die Odyssee

- Die Gaußstraße ist Dependance des Thalia Theaters und Stadtteiltheater von Hamburg Altona.
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
Die Vegetarierin
Thalia in der Gaußstraße
Eines Tages beschließt die junge Frau Yong-Hye, kein Fleisch mehr zu essen. Diese scheinbar kleine Entscheidung erschüttert nicht nur die Grundfesten ihrer Ehe, sondern die der ganzen Familie. Aus ihrem Verzicht erwächst ein radikaler Akt gegen Kontrolle, Gewalt und gesellschaftliche Erwartungen. Der Roman der Nobelpreisträgerin Han Kang ist ein Appell für Gewaltverzicht, eine Liebeserklärung an die Selbstbestimmung und eine Erforschung der Zerbrechlichkeit menschlicher Identität. Regisseurin Lilja Rupprecht widmet sich dieser poetisch verstörenden Studie über leisen Widerstand, dessen Grenzen und der unerwarteten Weite des Ichs. aus dem Koreanischen von Ki-Hyang Lee Regie: Lilja Rupprecht Bühne und Kostüme: Korbinian Schmidt Musik: Romain Frequency Video: Rebecca Riedel Choreografie: Rônni Maciel Dramaturgie: Nora Khuon Dauer: 1 Std. 50 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Jedermann Reloaded
Elbphilharmonie
Philipp Hochmair, Sprecher Die Elektrohand Gottes, Band Es wird laut, intensiv und zutiefst berührend: Philipp Hochmair gastiert erstmals mit seinem gefeierten Werk »Jedermann Reloaded« in der Hamburger Elbphilharmonie und verwandelt den Konzertsaal in einen elektrisierenden Theaterraum zwischen Rockkonzert und existenziellem Seelendrama. Philipp Hochmair ist Jedermann. Und mehr als das. In einem leidenschaftlichen, körperlich wie emotional fordernden Kraftakt verkörpert er jede Figur selbst und macht Hugo von Hofmannsthals Klassiker zu einem atemlosen, vielstimmigen Monolog. Ein Dialog mit sich selbst – geführt über zwei Mikrofone, eines für Jedermann, eines für die Welt um ihn herum. Sein Jedermann ist kein wohlhabender Bürger vergangener Zeiten. Er ist ein Rockstar unserer Gegenwart. Getrieben von den wuchtigen Gitarrenriffs und den experimentellen Klangwelten der Band »Die Elektrohand Gottes« wird das über 100 Jahre alte Mysterienspiel zu einem apokalyptischen Sprechkonzert, das unter die Haut geht. Seit seiner Entstehung 2013 am Hamburger Thalia Theater ist »Jedermann Reloaded« ein lebendiges Kunstwerk – ein fortwährendes Experiment, das sich mit jeder Aufführung neu erfindet. Die Energie einer Jam-Session, die Offenheit für spontane Momente und die Nähe zum Publikum machen jeden Abend einzigartig.
Aufführungen
| Performance
Compagnie La Tempête: »Obsession«
Elbphilharmonie
Compagnie La Tempête, Chor und Orchester Dirigent: Simon-Pierre Bestion »Obsession« Eine immersive Performance aus Klang, Licht und Bewegung Arvo Pärt: Miserere Philip Glass: 1000 Airplanes on the Roof / Bearbeitung für Orchester von Simon-Pierre Bestion (Auszüge) Arvo Pärt: Triodion für gemischten Chor a cappella (Auszüge) Jehan Alain: Trois Danses / Bearbeitung für Orchester von Simon-Pierre Bestion Turbolenzen voraus! Sich ganz in den Klang fallen lassen, die Musik als fast schon körperliche Erfahrung genießen – das verspricht das französische Ensemble La Tempête mit seinem multimedialen Programm »Obsession«. Stimmen, Instrumente, Licht, Tanz und ein geheimnisvoller Bühnenaufbau verschmelzen zur hypnotischen Musik von Arvo Pärt, Philip Glass und anderen zu einem Gesamtkunstwerk. Bei La Tempête (dt. Der Sturm) ist der Name Programm: Von Renaissance und Barock bis Minimal Music wirbelt das Ensemble durch unterschiedlichste Werke. »Obsession« fokussiert sich ganz auf den Kreis, auf das Zyklische. Zwei emblematische Werke von Arvo Pärt umrahmen Ausschnitte aus Philip Glass’ »1000 Airplanes on the Roof«, einem Science-Fiction-Musiktheater über die Sichtung von außerirdischem Leben. Den Abschluss bilden Tänze des jung verstorbenen französischen Komponisten Jehan Alain, der sich hörbar von den Jazzclubs seiner Pariser Jugend in den 1920er Jahren inspirieren ließ.
Aufführungen
| Schauspiel
To My Little Boy
Thalia in der Gaußstraße
»Ich arbeite an einem Bundesforschungszentrum. / Sonne, Mond und Sterne, / not my business. / Ich kümmere mich u m die Erde, / kein Problem.« Hier spricht Aaron: Geologe, um die vierzig, schwul, ehemals religiös (Sprössling einer Pastorenfamilie) und überfordert. »Kein Problem« liegt hier ebenso fern wie Sonne, Mond und Sterne. Überall tummeln sie sich nämlich in seinem Leben – Probleme –, und meist entstehen sie im Zusammenhang mit Menschen. Da liegt es nah, sich zurückzuziehen und sich um die Erde zu kümmern. »Wir müssen mehr über Rohstoffe reden!«, ruft er beseelt aus. Doch niemand interessiert sich für vertrocknete Landstriche, kochende Meere und den von Gier angetriebenen Raub an Bodenschätzen. Zum Glück ist da sein Plüschschwein Tupper: Gesprächspartner Nummer eins und Stabilisator in einer wankenden Welt. Mit ihm bricht Aaron auf: er reist nach Peru, versucht sich in der Arbeit, der Liebe und der Freund*innenschaft. Caren Jeß schreibt ein Stück über die absolute Überforderung in der Gegenwart. Dabei dringt sie mit ihrem radikalen Gegenwarts-Antihelden in den Kern des Einzelnen vor, wo sowohl das Prototypische als auch das Besondere liegen. Sie macht sich nicht lustig, sondern erzählt voller Skurrilität, Witz und Schlagfertigkeit und schafft es mit Leichtigkeit, dass wir ihre schrägen Figuren lieben und dennoch erkennen, was bei ihnen und in unserer Welt schieflauft. Regisseurin Marie Bues, bekannt für ihre Lust an Gegenwartsdramatik, begegnet dieser schwindelnden Welt, hält ihre Zeit an und wirft einen unverfrorenen und liebevollen Blick auf Überforderung, Größenwahn und die Suche nach Halt. Regie: Marie Bues Bühne: Heike Mondschein Kostüme: Amit Epstein Musik: Lila Zoe Krauss Dramaturgie: Nora Khuon Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Odyssee
Thalia in der Gaußstraße
„Nur wenige Söhne sind wahrlich gleich ihrem Vater, meistens sind sie schlechter und nur wenige besser.“ (Homer) Als Odysseus in den Trojanischen Krieg zog, ließ er seine Frau Penelope mit einem Säugling zurück. Nun, 20 Jahre später, ist der Sohn zum Jüngling herangereift. Telemachos hat seinen Vater nie gesehen. Er kennt Erzählungen über den einfallsreichen Odysseus, aber ob der große Kriegsheld noch lebt, weiß er nicht. Eines Tages erscheint ein Mann auf dem väterlichen Hof auf der Insel Ithaka, der ein großes Bildnis des Odysseus mit sich trägt. Er kennt, wie sich herausstellt, den Kriegsheld: Telegonos ist ebenfalls ein Sohn des Odysseus. Mit seiner Mutter, der schwarzen Zauberin Kirke, lebte Odysseus ein Jahr auf der Insel Aiaia zusammen, nachdem sie die Hälfte seiner Gefährten in Schweine verwandelt hatte. Telemachos und Telegonos erwarten nun gemeinsam die Rückkehr des wandlungsreichen Mannes, den es so oft vom Wege abtrieb, seit er Troja zerstörte. Antú Romero Nunes (er)spinnt gemeinsam mit den Schauspielern Thomas Niehaus und Paul Schröder die Geschichte des unzuverlässigen Geschichtenerzählers Odysseus. Regie: Antú Romero Nunes Ausstattung: Jennifer Jenkins, Matthias Koch Dramaturgie: Matthias Günther Musik: Johannes Hofmann Eine Produktion im Rahmen mit Theater der Welt 2017 Dauer: 2 Std. 10 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Alles, was wir nicht erinnern
Thalia in der Gaußstraße
nach dem Buch von Christiane Hoffmann Am Ende des von Nazi-Deutschland entfesselten Zweiten Weltkriegs sind mehr als zwölf Millionen Deutsche auf der Flucht oder werden aus ihren Häusern vertrieben – ein kollektives Trauma, das bis heute in den Familien nachwirkt. Es verbindet sich mit dem Schicksal von Millionen Geflüchteten unserer Tage und erhält durch den Krieg in der Ukraine Aktualität. Im Januar 2020 macht sich die Autorin Christiane Hoffmann in Różyna (Rosenthal), einem Dorf in Niederschlesien, auf den Weg Richtung Westen. Zu Fuß geht sie die 550 km noch einmal nach, die ihr Vater als Neunjähriger im Winter 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee mit dem Treck seines Dorfes zurücklegte. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Wedel bei Hamburg. Emotionaler Ausgangspunkt des Weges der Tochter ist ihre Annäherung an den vor kurzem verstorbenen Vater, dessen fehlende Erinnerung an das Geschehen von damals ihr Leben geprägt hat. Es ist der Versuch, die Auswirkungen des Fluchttraumas auf die nächsten Generationen zu begreifen. Für die langjährige Auslandskorrespondentin und derzeitige stellvertretende Regierungssprecherin ist es aber auch eine Reise durch Europa in die gemeinsame Geschichte Deutschlands, Polens und Tschechiens. Im Februar 2024 reist Regisseur Gernot Grünewald zusammen mit Christiane Hoffmann und dem polnischen Autor Jarosław Murawski nach Różyna, um dokumentarisches Material für den Theaterabend in der Gaußstraße zu sammeln. Sie sprechen mit Zeitzeugen und Nachfahren der 1945 aus der Westukraine vertriebenen polnischen Familien, die heute im Dorf und im Haus der Familie Hoffmann leben. Gemeinsam mit dem Team untersucht Videokünstler Jonas Plümke entlang der Fluchtroute, wie sich diese gigantische Bevölkerungsverschiebung bis heute in Menschen, Häusern und Landschaften abbildet. Wir danken dem Historiker Dr. Andreas Kossert, der unser Projekt beratend begleitet. Regie: Gernot Grünewald Bühne: Michael Köpke Kostüme: Katharina Arkit Dramaturgie: Susanne Meister Musik: Daniel Sapir Video: Jonas Plümke, Rasmus Rienecker Übersetzung/Recherche Polen: Jaroslaw Murawski Dauer: 1 Std. 45 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Anleitung ein anderer zu werden
Thalia in der Gaußstraße
Ein anderer werden… Eine Identität beseitigen, um eine andere zu erfinden… Eine Haut abreißen, die sich Herkunft nennt und eine andere anziehen und sie Zukunft nennen und die verhasste Prekariats-DNA aus dem alten Körper heraus meißeln um dann den neuen Körper zum feuchten Traum des intellektuellen Bürgertums zurecht zu adonisieren… Was heißt das? Édouard, eigentlich Eddy, will nicht arm sein und hungern und auf neue Kleidung verzichten, und will nicht ein Leben lang auf vergessenen 5 km² französischer Provinz vom Haus, in die Schule, in die Fabrik ausdauerlaufen, und will nicht ein Leben lang sein Begehren nach anderen Männern verstecken müssen, Édouard will… eigentlich alles andere als ein anderer sein. Er will dazugehören. Aber er steckt fest. Er steckt fest im Schicksal einer Klasse, eines Milieus, eines Status. Er steckt fest in der Notwendigkeit, sich zu verändern, um seinem Ursprung zu entkommen. Sein Ursprung, der seine Familie ist, seine Arbeiterfamilie, sein Vater. Aber nicht sein Vater zu werden, das Gegenteil des Vaters zu werden, ihn gänzlich hinter sich zu lassen, ihn möglichst abzusägen vom Stammbaum einer schicksalhaften Biografie, das geht doch nicht. Selbst in der grabentiefen Ferne zwischen der Heimat im Proletariat und dem Exil in der Bourgeoisie, bleibt der Vater ihm nah. Eine negative Omnipräsenz, der man sich wie dem eigenen Schatten nie wirklich entziehen kann und vielleicht auch nicht wirklich will. Denn ist da nicht auch Sehnsucht und Zärtlichkeit? Die Nachwuchsregisseurin Chiara Liotine sucht in einer poetisch-fragmentarischen Adaption des Romans Anleitung ein anderer zu werden des französischen Shootingstars Édouard Louis nach der Beziehung zum Vater und schält sich so Erinnerung um Erinnerung in die Schichten einer komplizierten Beziehung. Aus dem Französischen von Sonja Finck Regie: Chiara Liotine Bühne: Antonia Kamp Kostüme: Anna Degenhard Dramaturgie und Choreografie: Natalja Starosta Musik: Tom Gatza Dauer: 1 Std. 10 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Asche
Asche
Thalia in der Gaußstraße
„Für mich liegt der Hauptreiz des Theaters darin, subjektive Wahrheiten vergrößern zu können. Dass eben diese Wahrheiten die Hauptrolle spielen und nicht die rationale Gleichwertigkeit. Theater machen ist wie Träume teilen.“ Jette Steckel In der Gaußstraße hat Jette Steckel – noch bevor sie dort zuletzt 2011 „Der Fremde“ von Camus inszenierte, der 70 Mal gespielt wurde – 2009 eine Adaption von Ilija Trojanows Roman „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“ auf die Bühne gebracht. Ein altes Plakat mit diesem Titel hängt dort noch immer in einem Gang. Jetzt kehrt Hausregisseurin Jette Steckel, die in den letzten Jahren am Thalia immer für die große Bühne inszeniert hat, noch einmal in die Gaußstraße zurück. Im Gepäck zum ersten Mal ein Stück von Elfriede Jelinek, deren Texte in unterschiedlichsten Regiehandschriften immer wieder den Weg auf die verschiedenen Bühnen des Thalia gefunden haben. Jelineks jüngstes Werk „Asche“ ist ein zutiefst persönlicher Text über den Verlust des geliebten Weggefährten, über Trauer und Untröstlichkeit, über das Empfinden, der Welt abhanden zu kommen, wenn der eine Mensch nicht mehr da ist, „verzogen ins Nichts.“ Und was passiert, wenn uns obendrein die Welt, unser Planet abhandenkommt? Das hatte doch einmal so schön angefangen mit der Schöpfung. Die Schönheit der Natur! Und plötzlich ist sie so grausam. „Was waren wir doch für böse Gäste! Nimmer hielten wir Ruh, nimmer hielten wir Rast!“. Die Erde bröckelt schon und an den Rändern ist der Saum runtergetreten. Eine Parallelerde, auf die man hinüberhüpfen könnte, ist nicht in Sicht. Elfriede Jelineks Schreiben ist, wie sie selbst sagt, ein leidenschaftlicher Akt, eine Art Rage. „Ich sehe, die Regie reicht mir einen Zettel herein: Alles Asche. Das hab ich schon vorausgesehen. Ich mache weiter, sogar in der Wüste würde ich noch weitermachen, im Meer auch, aber nicht lang, bei meinen Schwimmkünsten.“ In Kooperation mit dem Zirkus Zartinka, einem Zirkusprojekt des Z*ART e.V. Regie: Jette Steckel Bühne: Florian Lösche Kostüme: Hanna Krümpfer Musik: Matthias Jakisic Leitung ZIRKUS ZARTINKA: Tobias Fiedler Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Das Wutschwert muss man herausziehen, bevor es weitergeht
Thalia in der Gaußstraße
Premiere: 16.10.2026 »Bisher habt ihr von uns gedacht, dass wir immer lustig, nett und dankbar sind. Aber wir sind wütend. Und es ist wichtig, dass ihr davon wisst…« Die Hamburger Gruppe Meine Damen und Herren macht zusammen mit dem international gefeierten deutsch-britischen Performance-Theater-Kollektiv Gob Squad das starke Gefühl »Wut« zum Motor. »Beruhig dich! Count to ten!« Warum dürfen wir nicht wütend sein, obwohl wir allen Grund dazu haben? Wann ist Wut eine Kraft, die uns antreibt, und wann sollten wir besser erst einmal bis zehn zählen?
Aufführungen
| Schauspiel
Baracke
Thalia in der Gaußstraße
Autor Rainald Goetz, rasender Chronist der Gegenwart, denkt in einer sprachgewaltigen Collage aus Szenen und Stimmen jüngste deutsche Gegenwart und Vergangenheit zusammen. Sein Lebenslauf der Liebe fragt nach der Entstehung von Hass und Gewalt und analysiert, wie rechtes Gedankengut und patriarchale Machtstrukturen in der bürgerlichen Kleinfamilie wurzeln. Die Clique von Bea, Uwe und Ramin gerät in den 90ern in die Wirren der Wendezeit und driftet ab ins rechte Milieu. In einem Versuch, der Enge ihrer Herkunftsfamilie zu entkommen, verliebt sich Beate zunächst in Ramin – und heiratet dann Uwe. Die beiden gründen eine Familie und steigen gesellschaftlich auf. Im Umgang miteinander und mit ihren Kindern spiegeln sie das Leben ihrer Eltern und geben so weiter, was über Generationen gelernt wurde. Bei einem Hochzeitsfest versammelt Goetz Jahre später die Großfamilie und lässt sie verschiedenste Vorstellungen über das Zusammenleben im 21. Jahrhundert diskutieren. Ein Gegenentwurf? Doch unter der bürgerlich-aufgeklärten Oberfläche, im Keller des Hauses, haben der Hass, die Verachtung und der Krieg überlebt. Am Jahrestag der Aufdeckung der politischen Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) wird die Kleinfamilie von der Vergangenheit eingeholt. Regisseur Stefan Pucher inszeniert den 2023 entstandenen brisanten Gegenwartstext mit sechs Spieler*innen des Thalia Ensembles als Panoptikum zwischen Performance und Familienstück. Regie: Stefan Pucher Bühne: Barbara Ehnes Kostüme: Annabelle Witt Musik: Christopher Uhe Dauer: 2 Std. 20 Min., inkl. Pause
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| Schauspiel
Feierabend
Thalia in der Gaußstraße
Uraufführung: 2.10.2026 Was haben ein Kioskbesitzer, eine Psychologin, ein Automechaniker und eine Bestatterin gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Erst wenn wir fragen, wer unsere Gesellschaft am Laufen hält, rücken ihre Verbindungen ins Zentrum. Wer sorgt dafür, dass unser aller Leben funktioniert – Tag für Tag? Und warum stecken Menschen trotz großer Belastung sowie nicht ausreichender Bezahlung, so viel Verantwortungsgefühl und Nächstenliebe in die eigene Lohnarbeit? Als Kollektiv realisiert werkgruppe2 seit fast zwanzig Jahren dokumentarische Theaterprojekte. Für Feierabend entwickeln sie auf Basis von lebensgeschichtlichen Interviews mit arbeitenden Menschen der hamburgischen Stadtgesellschaft und einem Zusammenschluss von Schauspieler*innen des Thalia Theaters und Meine Damen und Herren einen musikalischen Abend voller Wucht und Wärme. Regie: Julia Roesler Bühne und Kostüme: Viva Schudt Komposition & musikalische Leitung: Insa Rudolph Sounddesign: Jan-S. Beyer, Insa Rudolph Dramaturgie: Saskia Jabłońska, Silke Merzhäuser Produktionsleitung Meine Damen und Herren (MDUH): Sophie Arlt
Aufführungen
| Schauspiel
Der König stirbt
Thalia in der Gaußstraße
Der König stirbt. Eigentlich ist sein Tod längst überfällig. Der Staat ruiniert, die Wirtschaft am Boden, die Außenbeziehungen zerrüttet – Zeit abzudanken und anderen das Ruder zu überlassen. Doch je dringlicher die Königinnen und der verbliebene Hofstaat versuchen, dem Herrscher die Realität näherzubringen, desto entschiedener weigert sich dieser, das Unvermeidliche zu akzeptieren. Er klammert sich an seine Rolle, seine Bedeutung, seine Sprache, während seine Welt Stück für Stück zerfällt. In Jessica Weisskirchens Inszenierung wird das absurde Spiel über Vergänglichkeit, Macht und Kontrollverlust aus Ionescos Meisterwerk des absurden Theaters zur bitterkomischen Bestandsaufnahme unserer Gegenwart. Denn während wir gern vom Ende alter Machtfiguren sprechen, erweisen sie sich realpolitisch als erstaunlich lebendig. Weltweit gewinnen autoritäre Figuren und die Machtfantasien einer alten Ordnung wieder an Einfluss. Todgesagte leben länger – und manche wirken unsterblicher denn je. Der König wird so zur Figur unserer Zeit: ein Herrscher, der sich selbst beim Untergang zusieht und dennoch nicht abtritt. Ein Abend über Machtfantasien, Verdrängung und die Angst vor Bedeutungsverlust – und über all die Könige unserer Zeit, die einfach nicht gehen wollen. Deutsch von Claus Bremer und Hans Rudolf Stauffacher Regie: Jessica Weisskirchen Bühne und Kostüme: Wanda Traub Choreografie: Michael Bronczkowski Dramaturgie: Johanna Vater Regieassistenz: Krümmel Buehler Dauer: 1 Std. 30 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Mein Zuhause GmbH
Thalia in der Gaußstraße
Ein immersives Theaterstück, bei dem das Publikum zur Hauptfigur wird. In einer vertrauten Gegenwart werden Fremde durch die verzweifelte Suche nach einer Wohnung vereint. Gerade als sie glauben, eine gefunden zu haben, versammelt ein Immobilienmakler sie zu einer Gruppenbesichtigung, um den idealen Mieter auszuwählen. Composer: Adri Velasco Co-Regie: Maddalena Bertassi Sprache: Englisch (80%), Deutsch (20%)
Aufführungen
| Schauspiel
Chérie
Thalia in der Gaußstraße
Chérie, die dem konventionellen Menschsein unentschlossen gegenübersteht, erzählt ihre lange Lebensgeschichte. Sie verhandelt ihr Sein und ihre Daseinsberechtigung durch Machtkämpfe mit dem Publikum und fordert so die Zusehenden heraus, sich mit den Grenzen und Abgründen des Denkens auseinanderzusetzen. Sprache: Deutsch, englisches Lied
Aufführungen
| Schauspiel
Im Morgengrauen
Thalia in der Gaußstraße
„Heyy du, Mama und Tante Ella setzen mich voll unter Druck. Aber würde voll gerne mit auf die Party gehen :(( Bis geich, Erhardt“ IM MORGENGRAUEN beruht auf der Bearbeitung von Henrik Ibsens JOHN GABRIEL BORKMAN. Die inszenatorische Suche der Arbeit konzentriert sich auf die misogyn geprägten Machtaushandlungen der drei Frauenfiguren. Gleichzeitig rückt Erhardts Position als Spielball innerhalb dieser Dynamiken in den Fokus. Eine formale Suche nach dem sinnlich und subjektiv erfahrbar machen dieser Misere. Regie & visuelle Gestaltung: Hannah Nuñez Arnim Bühne: Emi Fend, Mu-In Lü, Hannah Nuñez Arnim ab 16 Jahren
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| Schauspiel
Verwandlung
Thalia in der Gaußstraße
Kafkas Die Verwandlung ist die wohl berühmteste Erzählung über Entfremdung, Anpassung und den Wunsch, gesehen zu werden. Sie birgt die Frage in sich: Was passiert mit denen, die nicht mehr ins System passen? Burhan Qurbani, bekannt für seine filmischen Überschreibungen von u. a. Berlin Alexanderplatz und Kein Tier. So Wild , überträgt Kafkas Erzählung in eine Gegenwart, in der Zugehörigkeit neu verhandelt werden muss. Vier Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven begegnen sich auf geheimnisvolle Weise – als hätte das Schicksal sie zusammengeführt. Ihre Erfahrungen spiegeln sich: die Angst vor Ausgrenzung, das Ringen um Identität in einer sogenannten pluralistischen Gesellschaft, die Frage nach Anpassung und Selbstbehauptung. Doch was, wenn nicht Gregor Samsa, sondern die Welt sich verwandelt hat? Qurbanis Stück entfaltet aus Kafkas Motiv der Verwandlung ein vielstimmiges Echo auf unsere Gegenwart – auf die Menschen, die um Sichtbarkeit kämpfen, die sich behaupten müssen in einer Welt, die sie immer schon zum Scheitern verurteilt hat. Regie: Burhan Qurbani Bühne: Elisa Limberg Kostüme: Elisa Limberg Musik: Camill Jammal Dramaturgie: Elvin İlhan Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Zünzle
Thalia in der Gaußstraße
Die Spitzengardinen sind beiseitegezogen, das gute Geschirr im Karton verstaut. Eine junge Frau und ihre Großmutter sitzen zwischen den Dingen, die von einem Leben übrig geblieben sind. Gemeinsam versuchen sie, das Unbegreifliche zu fassen und sich noch einmal zu erinnern: an gemeinsame Ausflüge, an den Wald vor der Tür, an alte Mythen und Omas magische Gute-Nacht-Geschichten. Sie geben sich ihren Fantasien hin, spielen mit Erinnerungen und nehmen einander an die Hand, um alte wie neue Brandherde zu entfachen. Lebenslustig stellen sie sich dem Schmerz und der Trauer. Doch wie kann man sich an den Körper eines Menschen erinnern? Wie an eine Stimme? Und warum tut Abschiednehmen eigentlich so verdammt weh? Kaija Knauers Dramentext »Zünzle« erzählt von den Verbindungen, die uns in der Welt halten, von der Frage, was angesichts des Verlusts von einem selbst noch bleibt – und von einer ganz besonderen Beziehung. Ihr Text wurde für den Preis für junge Dramatik am Staatstheater Braunschweig nominiert und durch die Wiener Wortstätten gefördert. Regisseur Ilario Raschèr schloss 2024 sein Regiestudium an der HFMT Hamburg ab und bringt ihren Text erstmals auf die Bühne. Regie: Ilario Raschèr Bühne: Julius E. Böhm Kostüme: Luca Punke Dramaturgie: Darius Hartwig Dauer: 1 Std. 20 Min., keine Pause
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| Schauspiel
Porneia
Thalia in der Gaußstraße
Melli forscht über Femizide in Literatur und Mythologie. Tricia kämpft gegen misogynen Online-Hass und hat ihn am eigenen Leib erfahren. Als sie sich fragen, wo Veränderung beginnen kann, rufen sie im Scherz „die Göttinnen“ an – und finden sich, kaum ausgesprochen, ausgerechnet vor den Göttinnen im Olymp wieder. Demeter, Aphrodite, Athene: gefangen in patriarchalen Strukturen, die auch den Olymp beherrschen und für Frauen nur wenige Rollen vorsehen – Muse, Hetäre, Pornie. Wie dem Patriarchat entkommen? Die eine glaubt an Zärtlichkeit, die andere an Lust als Heilmittel, die dritte an Rache. In ihrer Diskussion mit den beiden Sterblichen offenbart sich ein Jahrhundertthema: Wie leben Frauen mit der Geschichte, die sie nicht selbst geschrieben haben? Golda Bartons Porneia öffnet einen Raum, in dem Mythos und Gegenwart lustvoll und streitbar aufeinandertreffen und zum Nachdenken einladen – über Gerechtigkeit, verschiedene Perspektiven des Feminismus und die Möglichkeit einer anderen Geschichte: Herstory statt History. Regie: Isabelle Redfern Choreografie: Ute Pliestermann Bühne, Licht: Lani Tran-Duc Kostüme: Mariama Sow Musik/Komposition: Riah Knight Dramaturgie: Andrea Schwieter Dauer: 1 Std. 40 Min., keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel