Im Auftrag des Fernsehens der DDR entwickelte der Architekt Franz Ehrlich 1952 das erste und einzige deutsche Fernsehtheater. Das Theater, entworfen im Bauhaus-Stil, sendete bis 1957 Opern und Schauspielkomödien in die DDR-Haushalte, bevor der Theatersaal entkernt und in ein Fernsehstudio umfunktioniert wurde. Bis zum Ende des Deutschen Fernsehfunks nach der Wende 1991 wurde von hier aus die bekannteste Nachrichtensendung der DDR „Die Aktuelle Kamera“ übertragen. Der große Theater- und Sendesaal wurde nach der Abwicklung stillgelegt und nur noch der Kopfbau mit Foyer und Konferenzraum blieb für Vermietungen offen.
Erst 2015 erlebte das alte Fernsehtheater unter dem damaligen Namen Theater Adlershof seine Renaissance. Das Team um Regisseurin und Choreografin Kathrin Schülein bespielt seitdem im Kopfbau das alte Foyer, umgewandelt in eine gemütliche Theaterlounge mit Bar.
Im Zuge der Pandemie erweiterte sich das Haus.
In den Sommermonaten wird nun zusätzliche eine Open Air Bühne bespielt und seit November 2021 ist der große Theater- und Sendesaal wieder in Betrieb.
Mit seinem vielseitigen Angebot aus Musik-, Sprech-, Tanztheater und Konzerten und dem Bekenntnis zu seiner Geschichte erreicht das Theater Ost die Menschen aller Altersschichten und Interessen: Klassische Inszenierungen und Gegenwartstheater, Kindertheater, Konzerte von Swing über Chanson, Jazz bis Balkanpop und Klassik gestalten neben innovativen Projekten, szenischen Lesungen und Talkrunden das Programm.
mit den electra-Urgesteinen Andreas „Bruno“ Leuschner und Ecki Lipske - und den originalen Songs
Musiker der ehemaligen Dresdner Band „electra“ bringen mit ihrer jetzigen Band „CrazyBirds“ deren schönste und bekannteste Lieder noch einmal live gespielt und gesungen auf die Bühne. Die Musiker, das sind die „electra“-Urgesteine Andreas „Bruno“ Leuschner (Keyb. Gesang ) und Ecki Lipske ( Gitarre, Gesang ), sowie Angela Ullrich (Schlagzeug, Gesang – Gründerin der ersten ( ! ) ostdeutschen Mädchenrockband „NaUnd“) und Tom Vogel ( Bassgitarre, Gesang ) .
Durch ihre exzellente Spielweise und bestechenden Satzgesang machen sie das Konzert zu einem besonderen Erlebnis. Musikkritiker, Publizist und Buchautor Hartmut Helms schrieb: "...bei diesem Konzert möchte man meinen, die original „electra – Band“ steht wie eh und je auf der Bühne..." Es werden solch bekannte und unvergessene Songs wie „Tritt ein in den Dom“, „Nie zuvor“, „Einmal ich, einmal du“, „Frau im Spiegelglas“, „Das Bild“ aus dem Zyklus „Die Sixtinische Madonna“ und andere noch einmal zu Gehör gebracht.
Aber auch ausgewählte Songs des im Jahr 2020 zu früh verstorbenen, unvergessenen Sängers und Mitgliedes von „electra“ Stephan Trepte - „Wenn die Blätter fallen“ und „Uhren ohne Zeiger“ werden gespielt. Unerlässlich für jedes Konzert der Band ist natürlich die, hierzulande durch die „electra“-Version bekannt gewordene „Jethro Tull“ – Hymne -„Locomotive breath“.
Wer die "electra"-Songs noch einmal mit den derzeit noch aktiven Mitgliedern hören möchte, sollte dieses Konzert auf keinen Fall verpassen!
Bei uns zu Gast: Dietrich Kessler (Klosterbrüder / Gruppe Magdeburg) und
Eberhard Klunker (Modern Soul Band, Hansi Biebl Bluesband, Windminister)
Moderiert wird der Abend von Hartmut Rüffert
Interessante Gespräche - berührende Musik
Zwei Rockmusiker erzählen von ihren Wegen mit der Rockmusik und aus der DDR.
Karten im Vorverkauf: 29 €
Karten an der Abendkasse: 33 €
Ein Buch von Axel Kaspar
„Durchs Klofenster auf den Bildschirm“ - Filme machen in zwei Welten“
Zum Buch:
Es beginnt mit einem Zitat von Gabriel Garcia Márquez: „Jeder hat drei Leben. Das öffentliche, das private und das geheime.“ Keins dieser drei hat Axel Kaspar weggelassen. Er hat sich sehr freimütig und verdammt ehrlich offenbart. Bisher völlig Unbekanntes aus Herz, Kopf und Seele kommt ans Tageslicht. Berufliches, Politisches und Intimes. Von seinem 1. bis zum 85. Lebensjahr spannende Geschichten aus seinem Leben und dem seiner Filmhelden. Ein ergreifendes Sittenbild, verknüpft mit der Zeitgeschichte – fast ein Jahrhundert lang.
Zur Person:
Axel Kaspar, Jahrgang 1939, ist seit 52 Jahren verheiratet und hat drei Töchter. Nach der Schulzeit folgten die Stationen: Lehre zum Handelskaufmann, ABF Rostock mit Abitur, Volontär in der „Ostsee Zeitung“, Journalistik-Studium in Leipzig, Fernsehen der DDR.
Von 1968 – 1991 war er Redakteur, Autor, Regisseur und 14 Jahre Moderator beim kritischen Magazin „PRISMA“. Von 1992 – 2008 freier Mitarbeiter für den MDR: Magazin „WIR“, jetzt „exakt“ sowie das ARD-Magazin „FAKT“. Außer Magazin-Beiträge drehte er vor und nach 1990 insgesamt 55 längere Reportagen/Dokumentarfilme.
Zu seinen Reportagen:
Axel Kaspar ist ein Urgestein des ostdeutschen Journalismus. Er forderte im DDR-Fernsehen ab 1971 einen neuen Stil für Fernsehreportagen. Weg von der Bebilderung der Texte hin zum Primat der Bilder, ohne diese zuzuquatschen und zu erklären. So, wie er es viele Jahre von den besten Filmemachern der Welt auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche aufgesogen hatte. Seitdem war er ohne Nachsicht gegen das Benutzen der Gesprächspartner vor der Kamera für von „oben“ gewünschte Aussagen. Dagegen kämpfte er mündlich und schriftlich an, beispielsweise mit dem Lehrbrief „Wider die Vergewaltigung auf dem Bildschirm“.
Aus dieser Maxime resultierte sein unverwechselbarer Umgang mit den Protagonisten seiner Reportagen, gekennzeichnet von der Hochachtung vor ihnen sowie durch ehrliche und direkte Fragen. Er hat die Authentizität der Menschen vor der Kamera herausgekitzelt und so für Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit seiner Filme gesorgt.
Karten im Vorverkauf: 27€
Karten an der Abendkasse: 31 €
Axel Kaspar - Von "PRISMA" bis zum FKK in Prerow bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte Axel Kaspar - Von "PRISMA" bis zum FKK in Prerow
Gespräch
Treuhand-Blues-Konferenz
Kooperation mit Denkraum Ost
37 Jahre nach der deutschen Einheit wirken die Erfahrungen der “Treuhandzeit” bis heute nach – in Familiengeschichten, Biografien, Unternehmen, Regionen und im gesellschaftlichen Selbstverständnis Ostdeutschlands. Der tiefgreifende gesellschaftliche Wandel der 1990er Jahre bedeutete für viele Verlust von Arbeit, sozialer Sicherheit und Identität, zugleich aber auch Improvisationsfähigkeit, Anpassungsstärke und neue Formen gesellschaftlicher Selbstorganisation.
Was passt da besser als der "Blues" im Titel?
Was ist er, der Blues? Weit mehr als nur melancholische Musik, er steht für Schmerz, aber auch für Widerstandskraft, Hoffnung und die Bewältigung von Herausforderungen. Melancholie und Traurigkeit sind zentrale Themen des Blues, gleichzeitig transportiert er aber auch Kraft und Widerstand, indem er diese Emotionen offen ausspricht und so Raum für Verarbeitung und Heilung schafft. Er ist eine musikalische Form, die es ermöglicht, persönliche und gesellschaftliche Probleme auszudrücken und gleichzeitig eine Gemeinschaft von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zu verbinden.
Ostdeutsche Perspektiven bleiben in öffentlichen Debatten oft zu wenig differenziert betrachtet. Für Westdeutsche sind die Hintergründe oftmals gar nicht bekannt, weil sie von den Folgen weniger tangiert wurden. Gerade angesichts aktueller Krisen – von wirtschaftlicher Transformation über Digitalisierung bis hin zu gesellschaftlicher Verunsicherung – gewinnen diese Erfahrungen neue Bedeutung. Ostdeutschland wird damit nicht nur als Erinnerungsraum betrachtet, sondern als Erfahrungsraum für Wandel.
Die Konferenz schafft einen generationsübergreifenden Austausch zwischen Zeitzeugen, Kulturschaffenden, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit aktuellen Zukunftsfragen und stärkt demokratische Diskursfähigkeit sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Wir begrüßen:
Ira Roschlau / Gastgeberin, Mitveranstalterin, Moderatorin
Ira Roschlau ist Mitgründerin von DenkRaumOst – der gemeinnützigen Gesellschaft für Transformation & Wandel.
Als Beraterin, Trainerin und Dozentin begleitet sie seit mehr als 20 Jahren Organisationen in Veränderungsprozessen. Als Ostdeutsche mit eigener Transformationserfahrung verbindet sie ihr fachliches Knowhow mit gelebter Praxis und macht die Erfahrungen der ostdeutschen Umbrüche für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nutzbar. Ihr Anliegen: Aus Herkunft Zukunft machen – und aus Erfahrungen neue Perspektiven entstehen lassen.
Gisela Oechelhaeuser / Kabarettistin, Autorin, Moderatorin
Wir kennen Gisela Oechelhaeuser seit Jahrzehnten als leidenschaftliche streitlustige Kabarettistin, und auch als leidenschaftliche Dialektikerin. Die Oechelhaeuser wird umgetrieben von der Frage: wieviel Eigentum, Menschenwürde, Hoffnung, Zukunft wurde veruntreut durch die "Treuhand"? Die DDR wurde geschluckt, sie wurde zum Teil eines Deals im Prozess der Neuordnung von Einflusssphären. "Sorgen wir mit Zusammenkünften wie dieser Konferenz dafür, dass die Sieger lange an uns zu kauen haben!"
Gisela Oechelhaeuser ist eine Sammlerin von Nachricht, Information und darin verborgenem Widersinn; die Lebendigkeit ihrer Kunst erwächst aus der Art, wie sie alles Material im Herzen sofort verfeuert und in eigene Frage-Materie umsetzt. "Man muss aber in das Elend gehn«, schrieb Volker Braun vor Jahren in einem Gedicht für die Oechelhaeuser. "Sie geht ins Elend, das auch ihr eigenes ist: Wie frei ist der Mensch, wenn er alles darf?" Hans-Dieter Schütt
Axel Kaspar / Moderator, Filmemacher, Autor
Jahrgang 1939. Nach der Schulzeit folgten die Stationen: Lehre zum Handelskaufmann, ABF Rostock mit Abitur, Volontär in der „Ostsee Zeitung“, Journalistik-Studium in Leipzig, Fernsehen der DDR. Von 1968 – 1991 war er Redakteur, Autor, Regisseur und 14 Jahre Moderator beim kritischen Magazin „PRISMA“. Von 1992 – 2008 freier Mitarbeiter für den MDR: Magazin „WIR“, jetzt „exakt“ sowie das ARD-Magazin „FAKT“. Außer Magazin-Beiträge drehte er vor und nach 1990 insgesamt 55 längere Reportagen/Dokumentarfilme.
Wir zeigen seinen Film "Freitaler Talfahrt - Reportage aus einer bedrohten Region" /1992 und sprechen mit ihm darüber.
Jochen Alexander Freydank / Regisseur, Mitinitiator "Quote Ost"
Der 1967 in Ost-Berlin geborene Regisseur Jochen Alexander Freydank ist nicht erst seit seinem OSCAR-Gewinn im Jahre 2009 ein bekannter Name im Filmgeschäft. Einem Regievolontariat beim DFF, Seminaren an der Schauspielschule „Ernst Busch“ und einem Studium der Theaterwissenschaften an der HU Berlin folgte der Start seiner Filmkarriere als Cutter, Regieassistent, Drehbuchautor und Produzent mit eigener Produktionsfirma. Es folgten Regiearbeiten für TV-und Kinofilme von denen viele bedeutende Preise erhielten - bis hin zum Bayerischen Fernsehpreis, Nominierungen für den Grimmepreis und die Romy – und 2009 den Oscar für „Spielzeugland“.
2023 gehörte Freydank zu den Initiatoren der Initiative Quote-Ost, die sich für mehr Sichtbarkeit und wahrhaftigere Darstellung ostdeutscher Lebenszusammenhänge einsetzt. Ostdeutsche sind in Entscheidungspositionen in diesem Land in fast allen Bereichen erschreckend unterrepräsentiert. Studien belegen, dass der Anteil Ostdeutscher dort absurd weit unter dem Anteil Ostdeutscher in der Bevölkerung liegt. Aus Sorge um die gesellschaftspolitische und mentale Situation und die Demokratie unseres Landes will Quote-Ost etwas gegen die zunehmende Spaltung tun.
Udo Feser Rechtsanwalt / Liquidator und Berater bei der Treuhand
Udo Feser ist seit 1982 als Rechtsanwalt und vereidigter Buchprüfer tätig. Im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit hat er mehr als 3.800 Konkurs-, Gesamtvollstreckungs- und Insolvenzverfahren bearbeitet. Darüber hinaus ist er im Bereich des Restrukturierungs-rechts, Gesellschaftsrechts und des Stiftungsrechts beratend tätig. Er war Mitbegründer verschiedener berufsständischen Organisationen.
Unmittelbar nach Gründung der Treuhandanstalt im Jahre 1990 war Rechtsanwalt Feser im Auftrage des Direktorats Abwicklung der Treuhandanstalt für die Treuhandanstalt als Liquidator und Berater tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit war er unter anderem zuständig für die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB), für Jugendtourist das Offizielle Reisebüro der DDR-Jugendorganisation der FDJ, für den VEB Berliner Vergaser- und Filterwerke (BVF) sowie den VEB Vereinigte Luckenwalder Volltuchfabriken. Als Verwalter wurde er von verschiedenen Gesamtvollstreckungsgerichten bei Gesamtvollstreckungsverfahren von Treuhandbetrieben eingesetzt.
engerling / Rock'n'Blues mit Geschichte und Blick nach vorn.
Damals war's: Im Januar 1975 bestiegen fünf junge Herren die Bühne eines Gasthofes in Blankenfelde bei Berlin. ENGERLING heißen die, sagte der Kneiper und fügte hinzu: „Na, mit dem Namen werden die aber nicht weit kommen …“ Um die 50 war der – ob er wohl 100 wurde? Engerling wird 51 und ist zum Glück immer noch kein Maikäfer, denn die leben ja bekanntlich nicht sehr lange!
Irgendwie passten Engerling in all den Jahren nirgends so recht ins Konzept und haben es doch geschafft, sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDR-Kulturfunktionären schien die Band um den Pianisten und Songwriter Wolfram Bodag als Blues-Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als eigenständigem DDR-Beitrag zur internationalen Musikkultur“, als dass man sie wirklich hätte groß rauskommen lassen. Blues-Puristen dagegen kritisierten die mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des originalen Zwölf-Takt-Schemas wenig scherte und stattdessen Blueselemente nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange Improvisationen verstieg, die viel eher ins psychedelische Flower-Power-Lager gepasst hätten.
Seit 51 Jahren feilt die Ost-Formation beharrlich an ihrem eigenen Stil mit intelligenten Texten im Grenzbereich zwischen Deutschrock und eben doch Blues und hat sich damit ein treues, aber ganz und gar nicht „ostalgisches“ Publikum erspielt.
Besetzung: Wolfram Bodag (ld, key, voc, harm), Heiner Witte (git), Manne Pokrandt (bg), Hannes Schulze (dr)
Das Konzert von "engerling" beginnt ca. 20:00 Uhr. Der Ticketpreis beinhaltet die gesamte Konferenz. Es handelt sich um einen Preisvorschlag. Zusätzliche Spenden bei Überweisung oder am Veranstaltungstag für die Ausrichtung der Konferenz sind willkommen.
Zusammen mit 4 jungen Sänger/innen der Meisterklasse für Musiktheater/Gesang und unter Mitwirkung des Schriftstellers und Dramatikers Christoph Hein zeigt die Opernsängerin und Regisseurin mariAhusmann eine Musiktheatercollage mit Werken von Aperghis, Berg (Büchner), Francesconi (H. Müller), Ligeti, Mozart, Schubert, Schumann, Weill u.a.
Vier junge Sänger/innen und ein Pianist begeben sich gemeinsam auf eine emotionale Reise, die die ganz großen Gefühle, die Facetten der Verliebtheit und ihrer Gegensätze erforscht. Werke unterschiedlichster Komponisten und Epochen – mit einem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik – werden zu einer zusammenhängenden Handlung verwoben. So entsteht ein Abend, der Musik und szenisches Erzählen auf besondere Weise verbindet, der Bekanntes neu erlebbar macht und musikalische Grenzen spielerisch überschreitet. Das internationale Ensemble bringt dabei verschiedene künstlerische Perspektiven zusammen und schafft einen lebendigen Dialog über Emotionen, Beziehungen und menschliche Begegnungen.
Die Mitwirkenden sind: Marie Gruber Sopran, 20 (Österreich)
Beatriz Gaudencio Ramos Sopran, 26 (Portugal)
Anthony Gastaldi Bass, 20 (Deutschland/Frankreich)
Johannes Worms Bariton, 29 (Deutschland)
Liam Dugelay Musikalische Leitung & Piano, 22 (Kanada/Frankreich)
Christoph Hein, GEGENREDE
Christoph Hein, 1944 in Schlesien geboren, studierte Philosophie und Logik in Leipzig. Er arbeitet als Schriftsteller, Dramatiker, Übersetzer und Essayist. Für seine Theaterstücke, Erzählungen und Romane wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und Stefan-Heym-Preis. Mit GEGENREDE ist Christoph Hein Teil der Collage unter der Regie seiner Frau, mariAHusmann.
mariAhusmann , Konzept & Regie
Die Opernsängerin, Schauspielerin und Regisseurin mariAhusmann ist in der Opernwelt vor allem als Spezialistin für Neue Musik und zeitgenössisches Musiktheater bekannt. Stationen ihrer künstlerischen Tätigkeit waren u.a. die Hamburger Staatsoper, die Oper Stuttgart, die Staatsoper unter den Linden und das Berliner Ensemble. Seit 2004 folgten schließlich auch Regiearbeiten und Meisterklassen mit Werken des 20./21. Jahrhunderts. Im kommenden Jahr wird mariAhusmann an der Mailänder Scala die für sie von György Kurtág komponierte Oper „Die Stechardin“ (Libretto: Christoph Hein) singen.
Was erwartet Sie?
Es wird ungewöhnliche Vokaltechniken zu hören geben - Husten, Schnalzen, Tremolieren, Lachen, Heulen, aber auch „Schöngesang“ mit Trillern, Portamenti und Vibrato. Beides gehört ins normale Repertoire eines heutigen Sängerdarstellers. Das Studio für Musiktheater hat ein neues, spannendes, berührendes und freches Programm erarbeitet und zählt auf Zuschauer, die wieder mal „Lust auf Neues“ haben.
In Kooperation mit dem peter-palitzsch-haus e.V. Havelberg und der MariaHusmannSTIFTUNG e.V.
Karten im Vorverkauf: 34 €
Karten an der Abendkasse: 38 €
Die Musiker und Weltbürger von TRIO SCHO feiern ihr Jubiläum bei uns im Theater Ost !
Keine 35 Jahre, aber so lange es UNS gibt, nämlich inzwischen seit über 10 Jahren, stehen sie auch bei uns regelmäßig auf der Bühne und begeistern jedes Mal aufs neue unser Publikum und uns
Deshalb freuen wir uns sehr, dass sie im Theater Ost ihr Jubiläum feiern werden !
Mit ihrer großen Bandbreite von musikalischen Ausdrucksformen, die das jeweils immer wieder ganz andere „Feeling“ jedes Ortes und jeder Zeit gekonnt einfangen und damit spielen, sind sie aus unserem Spielplan nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur allein, sondern immer wieder mit tollen Musikerkollegen zusammen.
Natürlich werden viele Ihrer langjährigen Wegbegleiter diesmal dabei sein, genannt seien nur Cécile Rose, Chanson Nette, Sandra Kreisler, Christophe Bourdoiseau und Karsten Troyke , und vermutlich kommen noch weitere Überraschungsgäste hinzu.
Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!
Trio SCHO sind: Gennadij Desatnik: Gesang, Violine und Gitarre
Valeriy Khoryshman: Akkordeon, Gesang
Alexander Franz: Kontrabass, Gesang
Karten im Vorverkauf: 35 €
Karten an der Abendkasse: 39 €
35 JAHRE TRIO SCHO - Das große Jubiläumskonzert bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte 35 JAHRE TRIO SCHO - Das große Jubiläumskonzert
Forum
Gegen Zwangsvollstreckung - !!Aufruf zum Protest und zur Unterstützung!!
Liebe Gäste, liebe Freunde und Unterstützer des Theater Ost,
die Lage um die Existenz unseres Theaters spitzt sich zu. Nach langen Monaten der Verhandlungen mit dem Erbbaupächter Stefan Klinkenberg und dem Senat für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen (SPD) unter der Leitung von Staatssekretär Slotty, um eine friedliche und nachhaltige Lösung für unsere Arbeit sowie für den Schutz des Hauses mit seiner Historie zu finden, gibt es nun leider einen dramatischen Einschnitt.
Von vorn:
Der Senat für Stadtentwicklung und Umwelt gab uns nach einer Zusammenkunft und einem ersten gemeinsamen Gespräch bei uns im Theater Ende Februar 2026 die Gelegenheit, ein Konzept für die Übernahme und die Entwicklung der Immobilie zu erarbeiten und versprach, dies ergebnisoffen zu prüfen. Große Freude und Motivation erfasste uns.
Die Ostdeutsche Medienholding (Ostdeutsche Allgemeine, Berliner Zeitung und Weltbühne) stellte im Immobilien- und im Finanzmanagement sehr erfahrene Kollegen an meine Seite, mit denen wir gemeinsam wochenlang am Konzept, den einzelnen Positionen wie Finanzkonzept, Künstlerisches Konzept, Bewirtschaftung des Hauptgebäudes und des Anbaus und die künftige Organisation, enthielt, arbeiteten. Die Qualität des Konzeptes wurde vom Senat gelobt. Doch die Prüfung ergab die Nichteignung mit dem Argument, dass der Senat dann dem jetzigen Pächter Vertragsstrafe zahlen müsste, womit die wochenlange Arbeit von teuren Experten umsonst war.
Das aber wusste man im Senat vorher, was darauf schließen lässt, dass diese Aktion nur den Schein des Interesses an einer Zusammenarbeit mit uns wahren sollte. Zudem denken wir, dass der Senat scheut, die mittlerweile offenbare Undurchführbarkeit des Erbauvertrages festzustellen.
Schließlich sind die im Erbbauvertrag festgelegten Konditionen (Anbau Büro, Zeitplan) nicht mehr durchsetzbar, weswegen der Erbbauvertragspartner Klinkenberg um eine Modifikation des Vertrages im Senat nachsucht, am Standort des Theater Ost ein Obdachlosenheim zu errichten, dessen Finanzierung durch soziale Träger, somit durch Steuergelder gewährleistet sein soll.
Unmittelbar nach Bekanntgabe des Ergebnisses unserer Konzeptprüfung forderte Stefan Klinkenberg von uns einen neuen Mietvertrag bis Ende des Jahres und gleichzeitig innerhalb dieser Zeit den Auszug aus dem Gebäude, damit die Sanierung und der Bau des Obdachlosenheims beginnen könne.
Weiter forderte er das Einstellen des Prozesses, in dem wir uns noch gemeinsam befinden (der Widerspruch gegen das Urteil vom Landgericht, dass die erfolgte Kündigung rechtmäßig ist) und das Unterzeichnen eines Vorvertrages für die Zeit nach beendeter Sanierung.
Letzteres ist im Erbbaupachtvertrag anders geregelt. Dort hat der Senat selbst festgehalten, dass ein neuer Vertrag mit uns erst NACH erfolgter und schlüsselfertiger Sanierung abgeschlossen werden kann. Auch hier versucht Herr Klinkenberg, einseitige Vertragsoptimierungen als Immobilieninvestor zu unseren Lasten durchzusetzen.
Mit diesen Punkten gingen wir in wochenlange Verhandlungen, ohne einen Schritt vorwärtszukommen, wenn wir nicht bis ins Detail auf alle Forderungen vonseiten Herrn Klinkenbergs, konsequent unterstützt vom Senat für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen, eingehen würden.Einzig die Phase des Rückbaus des Theaters konnte auf den Zeitraum Januar bis Ende März 2027 verhandelt werden. Es kam der Sommer und auch die Urlaubszeit. Wir verabredeten den nächsten Verhandlungstermin ab Mitte August.
In genau dieser Urlaubsphase erreichte uns ein Schreiben einer Gerichtsvollzieherin mit dem Termin der Räumung und Zwangsvollstreckung des Theater OST am 24.08.26, angestoßen und beauftragt von Herrn Klinkenberg.
Zurück aus dem Urlaub stellten wir einen Antrag auf Räumungsschutz, der abgelehnt werden wird, wie uns schriftlich mitgeteilt wurde: Es liegt keine sittenwidrige Härte vor.
Die Folgen einer sofortigen Räumung würden bedeuten:
• Verschuldung wegen schon gezahlter Karten bis Ende Dezember in Höhe von ca. 12.000 €
• Alle Künstler müssten einen unverschuldeten Honorarausfall in Kauf nehmen, die Summe beläuft sich nach derzeitigem Stand auf mehr als 30.000 €
• Die festen und ehrenamtlichen Kollegen würden von heut auf morgen ihren Job verlieren
Dankenswerterweise steht die Ostdeutsche Medienholding an unserer Seite. Gemeinsam werden wir nun versuchen, die Zwangsvollstreckung noch abzuwenden.
⛔ Bei Nichterfolg werden wir zeitnah einen Aufruf starten, am 24.08.26 das Theater Ost zu besetzen. ⛔
‼️In diesem Zusammenhang wird im Theater Ost eine Veranstaltung auf Spendenbasis am 25.08.26, 19.30 Uhr zu diesem Thema mit Holger Friedrich (Ostdeutsche Medienholding) und Wolfgang Kubicki (Jurist und Spitzenpolitiker FDP) veranstaltet. Beide werden über unser Thema öffentlich sprechen. Die Veranstaltung wird in den nächsten Tagen online veröffentlicht.
Wir bitten alle Freunde des Theater Ost, uns mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen und zahlreich zu erscheinen.‼️
Gegen Zwangsvollstreckung - !!Aufruf zum Protest und zur Unterstützung!! bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte Gegen Zwangsvollstreckung - !!Aufruf zum Protest und zur Unterstützung!!
10
Theater Ost
Im Auftrag des Fernsehens der DDR entwickelte der Architekt Franz Ehrlich 1952 das erste und einzige deutsche Fernsehtheater. Das Theater, entworfen im Bauhaus-Stil, sendete bis 1957 Opern und Schauspielkomödien in die DDR-Haushalte, bevor der Theatersaal entkernt und in ein Fernsehstudio umfunktioniert wurde. Bis zum Ende des Deutschen Fernsehfunks nach der Wende 1991 wurde von hier aus die bekannteste Nachrichtensendung der DDR „Die Aktuelle Kamera“ übertragen. Der große Theater- und Sendesaal wurde nach der Abwicklung stillgelegt und nur noch der Kopfbau mit Foyer und Konferenzraum blieb für Vermietungen offen.
Erst 2015 erlebte das alte Fernsehtheater unter dem damaligen Namen Theater Adlershof seine Renaissance. Das Team um Regisseurin und Choreografin Kathrin Schülein bespielt seitdem im Kopfbau das alte Foyer, umgewandelt in eine gemütliche Theaterlounge mit Bar.
Im Zuge der Pandemie erweiterte sich das Haus.
In den Sommermonaten wird nun zusätzliche eine Open Air Bühne bespielt und seit November 2021 ist der große Theater- und Sendesaal wieder in Betrieb.
Mit seinem vielseitigen Angebot aus Musik-, Sprech-, Tanztheater und Konzerten und dem Bekenntnis zu seiner Geschichte erreicht das Theater Ost die Menschen aller Altersschichten und Interessen: Klassische Inszenierungen und Gegenwartstheater, Kindertheater, Konzerte von Swing über Chanson, Jazz bis Balkanpop und Klassik gestalten neben innovativen Projekten, szenischen Lesungen und Talkrunden das Programm. Kartentelefon: +49 (0)30-23 93 45 79