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Literatur | Lesung

Gregor Gysi: "Ein Leben ist zu wenig"

Laeiszhalle

Gregor Gysi, Lesung Viele Leben Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und gilt als einer seiner prominentesten Vertreter. Gleichzeitig wurde er wie kaum ein anderer deutscher Politiker von seinen politischen Widersachern offen angefeindet. Und kaum einer schlug so erfolgreich zurück, wie er: klug und zielsicher zugleich. Heute zählt er zu den beliebtesten Politikern Deutschlands, und zwar über alle Parteigrenzen hinweg. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen zahlreichen Leben: Gysi der Anwalt, der Politiker, der Autor und Moderator und – nicht zuletzt – der Familienvater. Gregor Gysi erzählt aus »Ein Leben ist zu wenig« und stellt sich den Fragen von Moderator Hans‐Dieter Schütt live vor Publikum. Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung ersetzt die abgesagten Termine vom 14. Dezember 2021 und 14. Dezember 2020. Im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für diese Veranstaltung.
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Annette Frier und Christoph Maria Herbst

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Streitgespräche der Weltliteratur Als streitendes Ehepaar sind Annette Frier und Christoph Maria Herbst ein eingespieltes Team – grandios bewegten sie sich in der ZDF-Serie »Merz gegen Merz« zwischen Komödie und Tragödie. Nun knöpft sich das Duo die Weltliteratur vor und untersucht Schopenhauer oder Shakespeare auf die große Kunst des kleinen Streits in komplexen Beziehungen. Annette Frier hat neben ihren großen komödiantischen Erfolgen auch wiederholt im ernsten Fach auf vielen Theaterbühnen ihre ganze Bandbreite gezeigt und erhielt für ihre schauspielerischen Leistungen zahlreiche Auszeichnungen. Mehrfach mit Preisen bedacht wurde auch Christoph Maria Herbst, der durch Auftritte in verschiedenen Comedy-Sendungen (u. a. »Ladykracher«) und seine Rolle als Bernd Stromberg in der gleichnamigen Comedy- Fernsehserie bekannt wurde.
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Ian McEwan "Lektionen"

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

In Kooperation mit dem Harbour Front Literaturfestival und DIE ZEIT „Ian McEwan gilt als einer der besten britischen Autoren der Gegenwart.“ (Thomas David, Stern) „Ian McEwan ist einer der abenteuerlustigsten und hinterlistigsten englischen Schriftsteller.“ (Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau) „Ein so hochliterarischer wie engagierter Zeitdiagnostiker.“ (Barbara Villiger Heilig, Neue Zürcher Zeitung) Roland wächst als Sohn eines britischen Armeeoffiziers in Libyen auf. Es ist ein Schock, als er mit elf Jahren nach England ins Internat geschickt wird, zweitausend Meilen von seiner Mutter entfernt. Dort macht er, viel zu jung, eine Begegnung, die tiefe Wunden hinterlassen wird. Und die Erinnerung an eine Liebe, die niemals verblasst. Als junger Mann lässt sich Roland durchs Leben treiben, er hat vielfältige Talente, aber keine großen Ambitionen, und hangelt sich von einem Job als Texter und Barpianist zum nächsten, von einer Frau zur nächsten. Bis er beim Deutschunterricht im Goethe-Institut Alissa Eberhart kennenlernt, eine Frau mit einer umwerfenden Sinnlichkeit, deren Willen, etwas zu werden und zu erschaffen, aber stärker ist als er – und sogar stärker als die Familie, die sie zusammen gründen. Von der Kindheit bis zum hohen Alter, von der Suez- über die Kubakrise, den Fall der Berliner Mauer bis hin zu Pandemie und Klimawandel – Ian McEwan erzählt in seinem neuem Roman „Lektionen“ das Auf und Ab eines ganzen Menschenlebens. Eine Meditation über den Einfluss der großen Geschichte auf unser kleines Schicksal, über verpasste Chancen, verschlungene Wege und das, was bleibt. Moderation: Dirk Peitz Übersetzung des Romans: Bernhard Robben
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Heinz Strunk: Ein Sommer in Niendorf

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Der neue Roman von Heinz Strunk erzählt eine Art norddeutsches »Tod in Venedig«, nur sind die Verlockungen weniger feiner Art als seinerzeit beim Kollegen aus Lübeck. Ein bürgerlicher Held, ein Jurist und Schriftsteller namens Roth, begibt sich für eine längere Auszeit nach Niendorf: Er will ein wichtiges Buch schreiben, eine Abrechnung mit seiner Familie. Am mit Bedacht gewählten Ort – im kleinbürgerlichen Ostseebad wird er seinesgleichen nicht so leicht über den Weg laufen – gerät er aber bald in die Fänge eines trotz seiner penetranten Banalität dämonischen Geists: ein Strandkorbverleiher, der Mann ist außerdem Besitzer des örtlichen Spirituosengeschäfts. Aus Befremden und Belästigtsein wird nach und nach Zufallsgemeinschaft und irgendwann Notwendigkeit. Als Dritte stößt die Freundin des Schnapshändlers hinzu, in jeder Hinsicht eine Nicht-Traumfrau – eigentlich. Und am Ende dieser Sommergeschichte ist Roth seiner alten Welt komplett abhandengekommen, ist er ein ganz anderer … Auf der Longlist des Deutschen Buchpreis 2022.
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Steffen Schroeder: "Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor"

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Oktober 1944. Mit sechsundachtzig Jahren steht Max Planck vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Der Nobelpreisträger soll ein «Bekenntnis zum Führer» verfassen. Viel hängt daran, denn Plancks geliebter Sohn Erwin, der am Hitler-Attentat vom 20. Juli beteiligt war, sitzt im Todestrakt von Tegel. Planck denkt zurück an frohe Tage und die dunkle Zeitenwende. Gefährten sind im Exil, vor allem vermisst er Albert Einstein. Der forscht in Amerika und widmet sich vielem, besonders den Frauen, allerdings gar nicht seinem Sohn Eduard, der in der Zürcher Heilanstalt Burghölzli mit seinen inneren Dämonen und dem fernen Vater ringt. Max Planck schreibt mit der Schwiegertochter Nelly Gnadengesuche für Erwin; dieser entdeckt die Weite des Daseins in einer Gefängniszelle. In der Berliner Reichskanzlei träumt Adolf Hitler vor einem Gemälde. Und Eduard Einstein erkennt, was die Welt im Innersten zusammenhält, während sein genialer Vater das Doppelspiel seiner russischen Geliebten nicht einmal ahnt. Steffen Schroeder erzählt von der Freundschaft zwischen Max Planck und Albert Einstein, vom Verhältnis berühmter Väter zu ihren Söhnen, von der Liebe in aufgewühlten Zeiten. Und davon, wie die Musik von Johannes Brahms alles miteinander verbindet.
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Best of Poetry Slam

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Poetry Slam, das ist meistens Studierenden-Lyrik oder Comedy in Textform - Bühnenliteratur für alle, die nie über die Schulklassiker hinausgekommen sind? Den Leuten, die das denken, knallen wir diese feine Veranstaltung vor den Latz! Denn Slam ist ein Format, dass neben fantastischen Performance-Lyriker*innen, Comedians und Kabarettist*innen auch große Literat*innen hervorgebracht hat! Abseits von klassischen Slam-Texten und Indie-Anthologien begeistern Slammer*innen auch in großen Publikumsverlagen und klettern auf die Bestseller-Treppchen. Denn wo Slam als Bühnenformat beginnt entwickelt sich die Liebe zur Sprache nicht nur in der Performance sondern vor allem im Wort. Und spätestens seitdem Nora Gomringer den Ingeborg-Bachmann-Preis geholt hat, ist relativ klar, dass die Poetry Slam Szene sich auch in dieser Hinsicht sich nicht zu verstecken braucht! Deswegen gibt es diesen feinen Best of Poetry Slam mit vier Slammer*innen, die vom Feuilleton gefeiert werden, die preisbehangen und süffisant grinsend neben den Hochkultur-Kolleg*innen stehen und ihnen mit einem Sektchen zuprosten. Moderation: Sebastian 23
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"Alles was man sagt, ist man selbst"

Thalia in der Gaußstraße

70 war schon, jetzt kommt 80! Vor 50 Jahren spielte er seine erste Rolle in Hamburg. Er war ein Esel mit einem Eselskopf. Keiner konnte ihn sehen. Er war total unglücklich. Aber danach wurde seine Gage erhöht. Und er wurde einer der Hamburger Schauspieler: Wolf-Dietrich Sprenger. In der Gaußstraße liest er aus “Heilige Schrift I” von Wolfram Lotz.
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Nachleben

Thalia in der Gaußstraße

„Einer der herausragendsten postkolonialen Schriftsteller der Welt. Kompromisslos und mit großem Mitgefühl durchdringt er in seinen Werken die Auswirkungen des Kolonialismus in Ostafrika und seine Auswirkungen auf das Leben entwurzelter und migrierender Menschen.“ Anders Olsson, Vorsitzender des Nobelkomitees (07. Oktober 2021) „Gurnah erzählt verdammt großartige Geschichten. Die Sprache ist provozierend einfach, betont schnörkellos und unprätentiös, von einer so schlichten Schönheit, die sich nur jemand erlaubt, der sich nichts beweisen muss.“ (DIE ZEIT) „Nachleben“, der jüngste Roman des Nobelpreisträgers Abdulrazak Gurnah, ist die ebenso kluge wie bestürzende Geschichte von Menschen, die im Schatten der kolonialen Weltordnung um ihre Unversehrtheit kämpfen. Eine erschütternde generationsübergreifende Saga von Krieg und Liebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Ilyas ist elf, als er aus Not sein bitterarmes Zuhause an der ostafrikanischen Küste verlässt und von einem Soldaten der deutschen Kolonialtruppen zwangsrekrutiert wird. Jahre später kehrt er in sein Dorf zurück, doch seine Eltern sind tot. So macht sich Ilyas auf die Suche nach seiner kleinen Schwester Afiya, die bei Verwandten untergekommen ist, wo sie wie eine Sklavin gehalten wird und niemand ihre Talente sehen will. Auch ein anderer junger Mann kehrt nach Hause zurück: Hamza war von seinen Eltern als Kind verkauft worden und hatte sich freiwillig den deutschen Truppen angeschlossen. Mit nichts als den Kleidern am Leib sucht er nun Arbeit und Sicherheit – und findet die Liebe der klugen Afiya. Während das Schicksal die drei jungen Menschen zusammenführt, während sie leben, sich verlieben und versuchen, das Vergangene zu vergessen, rückt aus Europa der nächste Weltkrieg bedrohlich näher. Der Literaturredakteur Jan Ehlert (NDR, Podcast eat.READ.sleep.) wird das Gespräch mit Abdulrazak Gurnah über „Nachleben“ führen. Mit dem Hamburger Kultursenator und Autor Carsten Brosda wird das Themenspektrum auch um politische Fragestellungen erweitert, die der Literaturnobelpreisträger in all seinen Romanen behandelt. Deutsche Lesung: NN Übersetzung des Romans: Eva Bonné
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Bücher meines Lebens

Thalia in der Gaußstraße

„Es geht hier einfach um Begeisterung, um die lebensverändernde Kraft von Büchern und darum, welche Romane herausragende Autorinnen und Autoren zu den Menschen gemacht haben, die sie sind. Zu welcher Liebe, zu welchem Sport, zu welcher politischen Überzeugung, zu welchem Schreibstil, zu welchem Lebensstil das Lesen sie veranlasst hat.“ So charakterisiert Volker Weidermann sein neuestes Projekt: Er startet als Herausgeber eine Buchreihe mit dem vielversprechenden Titel „Bücher meines Lebens“ - zwei Bände werden pro Halbjahr erscheinen, geschrieben von Autor:innen über deren Lebensbücher - Bücher, die ein Leben prägen oder verändern können. Den Auftakt machen Mithu Sanyal über Emily Brontë und Florian Illies über Gottfried Benn. Zu dritt werden sie die neue Reihe „Bücher meines Lebens“ vorstellen und über ihre Lebensbücher sprechen. Wie ein Sturm ist das Werk Emily Brontës in das Leben von Mithu Sanyal hineingefegt. Die erste Lektüre des Romans „Sturmhöhe“ („Wuthering Heights“) hatte für die Autorin von „Identitti“ lebensprägende, lebensverändernde Kraft. Mithu Sanyal hat ein mitreißendes Buch über das Leben und Schreiben der weltberühmten englischen Autorin geschrieben, der man zu Lebzeiten mangelnde Weiblichkeit vorwarf und deren Buch als gefährlich galt. Bei Gottfried Benn kann es nie um reine Liebe gehen. Wer sich seit über zwei Jahrzehnten so intensiv mit Benn beschäftigt wie Florian Illies, der erlebt zahlreiche Enttäuschungen angesichts der politischen Verirrungen und der menschlichen Kälte des Autors – und doch wird er immer wieder gefangen genommen vom einzigartigen Klang der Benn'schen Verse. Von dieser so leidenschaftlichen wie wechselhaften Beziehungsgeschichte erzählt Florian Illies in seinem Buch. Volker Weidermann ist Journalist (Leiter des Feuilletons der ZEIT), Autor („Ostende“, „Träumer“), war Gastgeber des Literarischen Quartetts, hat 2019 das Harbour Front Literaturfestival eröffnet und moderiert regelmäßig beim Festival.
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Das pinke Hochzeitsbuch

Thalia Theater

„Przemek Zybowski betritt seine Erinnerung wie ein fremdes Land. Behutsam, fast ungläubig streift er durch die Orte seiner Kindheit und findet so die Worte für eine Geschichte, für die es eigentlich keine Worte gibt. Ein bewegendes, wichtiges, kluges Buch über Einsamkeit, Familie und die Kraft der Sprache. Wer seine Vergangenheit so erzählen kann, hat sie gemeistert.“ Benedict Wells Der Roman Am Totenbett seiner Großmutter wird der Erzähler dieses Romans von seiner verloren geglaubten Vergangenheit eingeholt: 1984, kurz nach Lockerung des Kriegsrechts in Polen, fliehen die Eltern mit der kleinen Schwester heimlich nach Deutschland. Der achtjährige Sohn bleibt als Pfand bei der Großmutter zurück. Eine Zeit unerhörter Freiheit und zugleich großer Panik beginnt: Er wird von der Geheimpolizei verhört, ihm droht das Waisenhaus - erst ein Jahr später bekommt er die notwendigen Ausreisepapiere. Doch auch Jahrzehnte danach sind die Wunden nicht verheilt. Kann es eine Versöhnung mit den Eltern geben? Schwebend leicht und doch mit existenzieller Wucht erzählt Przemek Zybowski in seinem Romandebüt von Diktatur, Flucht und einem Leben zwischen den Welten. Das pinke Hochzeitsbuch handelt von der Verlassenheit eines Jungen, die zugleich die Verlassenheit eines ganzen Landes ist - und von dem Versuch, die Bruchstücke der Vergangenheit zusammenzufügen. Der Autor Przemek Zybowski wurde 1976 in Lódz, Polen geboren. 1985 reiste er nach Deutschland aus. Er arbeitet heute als Psychiater in Zürich. Darüber hinaus war er als Regieassistent an verschiedenen Theatern (u.a. Berliner Ensemble, Schauspielhaus Hamburg), verfasst Theaterstücke, die an mehreren Bühnen in Deutschland aufgeführt wurden, und gewann den österreichischen Literaturpreis Floriana. Moderation und Gespräch mit Przemek Zybowski: Karla Paul Lesung: Jens Harzer
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"Wir doch nicht"

Thalia Theater

"Wir doch nicht" erzählt die Geschichte von Mathilda, beschreibt den Alltag in einer Diktatur, in der Frauen unterdrückt werden, und wie eine freie Demokratie zu einem totalitären Regime geworden ist. Hamburg, in der Zukunft. Die 37-jährige Mathilda lebt in einer Diktatur. Sie beendet ihre ungewollte Schwangerschaft heimlich mit einem Kleiderbügel – obwohl auf Abtreibungen in Deutschland eine lebenslange Haftstrafe steht. Das Gesetz hat die SfDD (Sieg für Deutschland und die Deutschen) unmittelbar nach ihrer Machtübernahme erlassen. Mit diesem drastischen Schritt beginnt Mathildas innere Rebellion gegen ein Regime, das sie zur Gebärmaschine degradieren will. Mathilda verrät ihrem Mann Finn nichts und spricht auch sonst mit niemandem, um ihr Verbrechen geheim zu halten. Doch dann entzünden sich ihre inneren Verletzungen. Nora Burgard-Arp, geboren 1985, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Germanistik, Anglistik und Philosophie in Köln und Journalismus in Hamburg. Als Jour- nalistin schreibt sie unter anderem für ZEIT Online. Für ihre Arbeiten wurde sie mit dem Reportagepreis für junge Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, für den Grimme Online Award nominiert und zweimal vom Medium Magazin unter die Journalistinnen und Journalisten des Jahres gewählt. Besonders wichtig sind ihr die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Mental Health. Wir doch nicht ist ihr Debütroman. Nora Burgard-Arp lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
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Best of Poetry Slam

Laeiszhalle

David Friedrich, Moderation Hamburg gilt seit geraumer Zeit als die Hochburg des Poetry Slam, mit den häufigsten Slam-Veranstaltungen des Landes: Es gibt große und kleine Slams, mal sind sie elegant und klassisch, mal nachdenklich und prosaisch, aber immer grandios. Beim »Best of Poetry Slam« treten die besten Poet:innen des Landes gegeneinander an, diesmal präsentiert von David Friedrich. Am Ende entscheidet wie immer das Publikum – und kürt einen Sieger oder eine Siegerin.
Literatur

Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren

Culturall.info - Buchtipps

August 2015: Fabian Hoffmann, der einstige Dissident, steht als Chronist in Diensten der »Tausendundeinenachtabteilung« von Treva. Hier, in den Labyrinthen eines unterirdischen Reichs, arbeitet die »Sicherheit« an Aktivitäten, zu denen einst auch die Wiedervereinigung zweier geteilter Staaten gehörte. In diese Welt ist Fabian einem ihrer Kapitäne, Deckname »Nemo«, gefolgt, um herauszufinden, wer seine Schwester und seine Eltern verraten hat. Zugleich ist Fabian mit einer Chronik befasst, die zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung erscheinen soll. Doch es kommt anders. Fabian gerät auf eine Reise, die ihn tief in die trevische Gesellschaft und ihre Utopien hineinführt. Er analysiert Ordnungsvorstellungen und Prinzipien der Machtausübung, die Verflechtungen von Politik, Staatsapparat und Medien, beobachtet die Veränderungen im alltäglichen Leben. Immer mehr löst sich dabei seine Chronik von ihrem ursprünglich amtlichen Auftrag, streift zurück bis in das Dresden seiner Kindheit, in die stillstehende Zeit vor zwei Epochenjahren. Auf seiner Suche nach Ordnung und Sinn kämpft Fabian gegen die Windmühlen der Macht, die Fälschungen der Wirklichkeit, den Verlust aller Sicherheiten – und gibt doch den Traum von einer befreiten Zukunft nicht verloren. Roman
Literatur

Clemens J. Setz: Die Bienen und das Unsichtbare

Culturall.info - Buchtipps

Georg-Büchner-Preisträger 2021 Pure meaning, pure poetry – diese Idee scheint Menschen in allen Jahrhunderten umzutreiben und anzustacheln. Sie ist der Motor für die Erfindung von Sprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolics. Den Anekdoten hinter diesen Plansprachen geht Clemens J. Setz in Die Bienen und das Unsichtbare nach, getreu dem Motto: »Erzähl die beste Geschichte, die du kennst, so wahr wie möglich.« Und diese Geschichte handelt unter anderem von Charles Bliss und seiner Symbolsprache, von Kindern mit Behinderung, die sich mit Blissymbolics zum ersten Mal ausdrücken können. Davon, wie Clemens J. Setz einen Sommer lang Volapük lernt und selbst eine eigene Sprache entwickelt. Es geht um die vermutlich einzige Volapük-Muttersprachlerin, die je gelebt hat, und die Plansprache Talossa für die gleichnamige Mikronation, die ein Teenager 1979 in seinem Schlafzimmer ausrief. Um Klingonisch und High Valyrian, eine Sprache, die für die Fernsehserie Game of Thrones geschaffen wurde. Und um Esperanto, die größte Erfolgsgeschichte in der Welt der Plansprachen, deren Sprecher unter Stalin und Hitler verfolgt wurden und durch die ein junger blinder Russe zum Dichter, Abenteurer und anarchistischen Weltgelehrten wurde. Stets ist es die eigenartige Vermengung von tiefer existenzieller Krise und Sprachenerfindung, die Setz aufspürt und die ihn in ihren Bann schlägt – und so ist dieses Buch auch die persönliche Geschichte des Sprachkünstlers Clemens J. Setz.
Literatur

Juli Zeh: Über Menschen

Culturall.info - Buchtipps

Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein. »Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.« Denis Scheck / SWR Fernsehen lesenswert (25. März 2021)
Literatur

Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder

Culturall.info - Buchtipps

Preis der Literaturhäuser 2021 Ingo Schulze erzählt davon, wie wird ein aufrechter Büchermensch zum Reaktionär wird – oder zum Revoluzzer? Norbert Paulini ist ein hochgeachteter Dresdner Antiquar. Lange Jahre finden Bücherliebhaber bei ihm Schätze und Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch. Doch mit der Wende bricht das Geschäft ein, die Kunden bleiben weg. Paulini versucht mit aller Kraft, sein Lebenswerk zu retten. Doch er scheint dabei ein anderer zu werden. Er ist aufbrausend und zornig. Er wird beschuldigt, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini eine tragische Figur oder ein Mörder?
Literatur | Lesung

Julia Engelmann

Laeiszhalle

Sie ist Deutschlands berühmteste Poetry-Slammerin, sechsfache SPIEGEL-Bestseller Autorin und die Stimme ihrer Generation. Weit über 170.000 Besucher konnte sie bereits mit ihrem »engelmannschen« Wortzauber sprichwörtlich in den Bann ziehen. 2022 kommt die 28-jährige Vollzeitpoetin mit neuer Poesie und Musik unter dem Titel »Glücksverkatert« auf große Live-Tour durch Deutschland.
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Martin Suter & Bastian Schweinsteiger

Laeiszhalle

Martin Suter, Lesung Bastian Schweinsteiger, Gespräch Matthias Opdenhövel, Moderation Lesung aus »Einer von euch« Ein Literatur-Event wie ein WM-Spiel Mit dem biografischen Roman »Einer von euch – Bastian Schweinsteiger« stürmte Martin Suter direkt an die Spitze der Spiegel-Bestsellerliste. Mit dem neuen Werk treten der Schweizer Bestsellerautor und der Held seines Romans nun nicht auf den Platz, sondern live auf die Bühnen der großen Konzertsäle in Berlin, München und Hamburg. Das Publikum kann sich auf zwei spannende Halbzeiten mit einer Mischung aus Lesung und Talk freuen. Moderiert wird der Abend von Matthias Opdenhövel. »Ich bin einer von euch«, rief Bastian Schweinsteiger den Fans bei seinem Abschiedsspiel in der Münchener Allianz Arena im August 2018 zu. Im Januar 2022 ist das Zitat der Titel vom neuesten Werk des Bestsellerautors Martin Suter. Die »autorisierte Romanbiografie« erzählt die Geschichte des ehemaligen Fußballstars Bastian Schweinsteiger – die bewegende Story einer Weltkarriere und zeitgleich auch ein berührender Liebesroman.
Literatur | Lesung

Lesung mit John P. Strelecky

Laeiszhalle

John P. Strelecky, Lesung Anouk Schollähn, Moderation Der inspirierende Bestseller-Autor spricht über das Suchen und Finden. Wir haben immer eine Wahl, unser Leben zu gestalten: »Wenn ich zulasse, dass meine Vergangenheit meine Zukunft bestimmt, sollte ich zumindest einen positiven Teil meiner Vergangenheit dafür auswählen.« In »Überraschung im Café am Rande der Welt« landet die 15-jährige Hannah in dem berühmten Café. Vieles kommt ihr merkwürdig vor. Wer bist du? Woher wirst du kommen? Warum bist du hier? Diese Fragen entdeckt sie auf der Rückseite der Speisekarte und darüber kommt sie mit den Menschen ins Gespräch. Auch John Strelecky spricht an diesem Abend darüber, wie man sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten könnte. Fragen sind herzlich willkommen.
Literatur | Lesung

Lesung mit Doris Dörrie

Elbphilharmonie

Doris Dörrie, Lesung Anouk Schollähn, Moderation Sie ist eine gefeierte Filmregisseurin, Schriftstellerin und Hochschul-Professorin – und eine leidenschaftliche Reisende. Doris Dörrie erzählt von ihrer Leidenschaft für das Reisen – und davon, wie es ist, als Frau in der Welt unterwegs zu sein. In ihrem neuen Buch »Die Heldin reist« schreibt sie über drei besondere Reisen in ihrem Leben: Nach Marokko, Japan und in die USA. Sich dem Ungewissen auszusetzen heißt immer auch, sich den eigenen Ängsten, Abhängigkeiten, Verlusten auseinander zu setzten. Und dabei zur Heldin der eigenen Geschichte zu werden.

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