zur Startseite
Literatur / Lesung Literaturzentrum Hamburg Hamburg, Schwanenwik 38
Konzerte / Konzert Laeiszhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Literatur / Lesung Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen Hamburg, Hühnerposten 1
Literatur / Lesung Literaturzentrum Hamburg Hamburg, Schwanenwik 38
Literatur / Lesung Katharina Schütz c/o Agentur regine schmitz Hamburg, Osterstraße 124
Literatur

Monika Gruber, Andreas Hock:
Willkommen im falschen Film

Culturall.info - Buchtipps

Neues vom Menschenverstand in hysterischen Zeiten Ja, sind denn alle endgültig verrückt geworden? Kaum ist die Pandemie vorbei, geht der Wahnsinn weiter , wie Monika Gruber und Andreas Hock feststellen müssen. Egal, ob grüne Wärmepumpenfetischisten oder notorische PS-Protzer, verblendete Woke-Aktivisten oder ideologisierte Lehrer, besserwisserische Medienmacher und weltfremde Politiker: hier bekommt jeder sein Fett weg , der den gesunden Menschenverstand gegen Hysterie oder ein paar Gendersternchen eingetauscht hat. Gewohnt frech, scharfsinnig und bitterböse widmen sich die beiden wieder dem Zustand der Gesellschaft und legen zum Trost ein sehr, sehr lustiges Buch vor denn manchmal hilft gegen den Wahnsinn unserer Zeit nur noch Auswandern, Alkohol oder: Humor. »Ein kleines böses Buch zur Lage der Nation. Und zugleich eine Impfung gegen Hysterie und Panikmache.« Stern »Ein echtes Lesevergnügen, das nur die nicht komisch finden werden, die verlernt haben, über sich selbst zu lachen.« Münchner Merkur »Ein lustiger, kluger Appell für endlich mehr Miteinander.« Focus »Ein Kracher!« Frau im Spiegel
Literatur

Dirk Oschmann:
Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

Culturall.info - Buchtipps

»Der Osten hat keine Zukunft, solange er nur als Herkunft begriffen wird.« Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden? Dirk Oschmann zeigt in seinem augenöffnenden Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach dem Mauerfall noch immer als Norm definiert und den Osten als Abweichung. Unsere Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden von westdeutschen Perspektiven dominiert. Pointiert durchleuchtet Oschmann, wie dieses Othering unserer Gesellschaft schadet, und initiiert damit eine überfällige Debatte.
Literatur

Martin Suter:
Melody

Culturall.info - Buchtipps

In einer Villa am Zürichberg wohnt Alt-Nationalrat Dr. Stotz, umgeben von Porträts einer jungen Frau. Melody war einst seine Verlobte, doch kurz vor der Hochzeit – vor über 40 Jahren – ist sie verschwunden. Bis heute kommt Stotz nicht darüber hinweg. Davon erzählt er dem jungen Tom Elmer, der seinen Nachlass ordnen soll. Nach und nach stellt sich Tom die Frage, ob sein Chef wirklich ist, wer er vorgibt zu sein. Zusammen mit Stotz’ Großnichte Laura beginnt er, Nachforschungen zu betreiben, die an ferne Orte führen – und in eine Vergangenheit, wo Wahrheit und Fiktion gefährlich nahe beieinanderliegen. Hardcover Leinen 336 Seiten erschienen am 22. März 2023 978-3-257-07234-1 € (D) 26.00 / sFr 35.00* / € (A) 26.80
Literatur

Mathias Brodkorb: Gesinnungspolizei im Rechtsstaat?

Culturall.info - Buchtipps

Der Verfassungsschutz als Erfüllungsgehilfe der Politik. Sechs Fallstudien Wird der Verfassungsschutz zu einer Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung? Mathias Brodkorb legt den Finger in die Wunde. Dabei spart er auch das heikle Thema eines möglichen Parteiverbots der AfD nicht aus. Trotz aller Skandale, in die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Laufe seiner Geschichte verwickelt war, genießt es in der deutschen Medienöffentlichkeit großes Vertrauen. Wer als »Beobachtungsfall« oder gar als »gesichert rechts- oder linksextrem« eingestuft und damit an den Pranger gestellt wird, ist öffentlich stigmatisiert und wird tendenziell vom demokratischen Diskurs ausgeschlossen. Da der deutsche Inlandsgeheimdienst keine exekutiven Befugnisse hat, ist er für die Gesinnungsprüfung der von ihm Beobachteten zuständig. Mathias Brodkorb analysiert in seinem neuen Buch die rechtlichen Grundlagen, Struktur und Aufgaben des deutschen Inlandsgeheimdienstes und zeigt in sechs Fallstudien, wie der Verfassungsschutz nicht nur oftmals von seiner Aufgabe hermeneutisch überfordert ist, sondern sich zunehmend politisch instrumentalisieren lässt. Mitunter agiert er dabei selbst verfassungswidrig. Demokratische Willensbildung beruht auf freiem Diskurs, der von keiner staatlichen Instanz politisch gelenkt wird. Der Verfassungsschutz aber deutet legitime Grundrechtsausübung häufig als gefährlichen politischen Extremismus. Seit der Corona-Pandemie gilt selbst robust vorgetragene Kritik an der Regierung als Fall für den Inlandsgeheimdienst. Damit wird er zur Gefahr für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Eine grundlegende Reform oder gar Auflösung der skandalträchtigen Behörde scheint dringend geboten. Autor(en): Mathias Brodkorb.
Literatur | Lesung

Lars Eidinger

Laeiszhalle

Lars Eidinger, Lesung Hans Jörn Brandenburg, Klavier »Die Hauspostille wendet sich an das Gefühl des Lesers und dessen Verstand. Die Lektüre empfiehlt sich in Zeiten roher Naturgewalten und in Stunden des Reichtums, dem Bewusstsein des Fleisches und der Anmaßung. Zu singen ist sie unter Anschlag harter Misslaute. Sie hat zum Motto: Zum Dank dafür, dass die Sonne sie bescheint, werfen die Dinge Schatten.« So heißt es in der Anleitung zum Gebrauch von Bertolt Brechts Hauspostille. Bertolt Brecht schrieb die Gedichte dieser Sammlung in der Zeit von 1916 bis 1925. Der Titel »Hauspostille« ist eine parodistische Anspielung. »Eidinger liest nicht nur die Gedichte von Brecht – er taucht darin ein«. Bitte beachten Sie: Diese Veranstaltung ersetzt den abgesagten Termin vom 1. März 2024. Im Vorverkauf erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für diese Veranstaltung. Lars Eidinger, der derzeit wohl begabteste Schauspieler seiner Generation ist bekannt aus Film, Fernsehen, Bühne und beweist sein künstlerisches Talent auch in anderen Projekten. Ob als Hamlet, Richard III oder in Salzburg als Jedermann; er zieht das Publikum in seinen Bann. Er liebt und lebt seine Arbeit; das spürt man auch bei dieser Lesung unmittelbar. Die Verzweiflung an der Gegenwart, die Liebe, die sie erträglich macht, bringt Eidinger präzise und mit Gefühl auf die Bühne. In prägender Erinnerung ist sein Spiel in der Tatort-Trilogie als »Stiller Gast«; in dem berührenden Spielfilm »25 km/h« oder als Bertolt Brecht in »Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm«. Kongenial musikalisch begleitet wird der Schauspieler von Hans Jörn Brandenburg am Klavier. Beide nehmen einen tiefen Atemzug vom wilden Brecht und bringen dessen Lyrik als schillerndes Gesamtkunstwerk auf die Bühne. Ersatztermin für den 1.3.2024
Literatur | Lesung

Michael Nast

Laeiszhalle

Lesung aus »Weil da irgendetwas fehlt – Von der Liebe, dem Leben und anderen Missverständnissen« Neues von der »Generation Beziehungsunfähig« Bestsellerautor Michael Nast (»Generation Beziehungsunfähig«) kommt nach Hamburg, um sein neues Buch »Weil da irgendetwas fehlt – Von der Liebe, dem Leben und anderen Missverständnissen« vorzustellen. Wie Michael Nast die Welt sieht, bewegt im Internet Millionen. Ob Gesellschaft, Liebe – um welches Thema es auch geht, trifft er den Zeitgeist. Pointiert führt Nast uns mit schonungsloser Offenheit durch sein (und unser) Seelenleben. Er hält uns den Spiegel vor. Seine augenöffnenden Texte lesen sich wie das Gespräch mit einem guten Freund, der unsere Nöte erkennt. Michael Nast, geboren 1975, landete mit »Generation Beziehungsunfähig« den Bestseller des Jahres 2016 und wurde zum Sprachrohr einer ganzen Generation. Mit seiner außergewöhnlichen Beobachtungsgabe ergründet er Situationen und Tatsachen wie kein anderer. 2018 erschien mit »#EGOLAND« sein erster Roman, 2019 das Sachbuch »Vom Sinn unseres Lebens«. 2021 »Generation Beziehungsunfähig – die Lösungen«. Michael Nast lebt und arbeitet in Berlin als Autor und Kolumnist.
Literatur | Lesung

Best of Poetry Slam

Thalia Theater

Wir haben die Wahl, wir haben die Auswahl und meistens haben wir sogar die Qual der Wahl: Hamburg ist seit geraumer Zeit die Hochburg des Poetry Slams, mit den meisten und den häufigsten Slam - Veranstaltungen des Landes. Wie also soll man sich da noch entscheiden? Ganz einfach: man geht zum Besten der Besten, man geht zum „Best of Poetry Slam“. Diese Kampf der Künste Reihe bietet alles, was das große Slam-Herz begehrt und erleichtert die Auswahl zudem allgemein, denn hier werden die jeweils vier besten Poeten des Landes präsentiert. Und weil es sich hier immerhin um die A-Liga der Wortakrobatinnen handelt, hat jeder Teilnehmer in diesem Kampf der Giganten 10, anstatt der üblichen 5 Minuten Zeit, dem Publikum zu zeigen, warum sie oder er zurecht zu den „Fantastic Four“ der deutschen Slamszene zählt. Und weil große Worte manchmal großer Umstände bedürfen, findet diese Gourmetveranstaltung auch auf den traditionsreichsten Bühnen der Hansestadt statt. In feinster Theateratmosphäre, zurückgelehnt in bequemen Sesseln, dürft ihr euch aber nicht nur über die besten Slammerinnen, sondern auch noch über einen besondern Special Guest freuen. Mehr Genuss geht nicht! Wer also demnächst wieder vor der Aufgabe steht, sich für einen der vielen Poetry Slams entscheiden zu müssen, der hat ab sofort endlich eine Lösung. Denn bei deser Gala der Besten musst du dich nur noch eine Entscheidung treffen: Wer ist für dich der beste Poet des Landes?
Literatur | Lesung

Heinrich Heine: "In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks"

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Gedichte, Prosa, Briefe Heinrich Heines Leben und Werk auf der Schauspielhaus-Bühne: Seine herzzerreißenden Gedichte, seine bissig-hellsichtige Prosa, seine schonungslosen Briefe erzählen von Liebesleid, deutscher Zensur und Politik, von Vergnügungen und Begegnungen im Pariser Exil. Charly Hübner liest und spielt auf der Klaviatur Heinescher Emotionen und Gedanken. Was könnte Heinrich Heines Verzweiflung an deutschen Zuständen und seine schmerzliche Liebe zu Deutschland besser kommentieren als ein deutscher Männerchor?! Die Herren des NDR Vokalensemble intonieren aus der Tiefe der Bühne Lieder u.a. von Johannes Brahms, Mendelssohn Bartholdy, Carl Friedrich Zelter, Robert Schumann, Reinhard Flender und Claus Bantzer.
Literatur | Lesung

Poetry Slam: Dead Or Alive

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Tote gegen lebende Dichter*innen: Wer hat wahrhaftigere Worte gefunden, genauer beobachtet, treffsicherer formuliert? Wer trägt die Poesie wirkungsvoller, mitreißender, wortgewaltiger vor? Schauspieler*innen, die sich für ihre ans Herz gewachsenen verstorbenen Poeten ins Zeug legen? Oder doch vielleicht die sehr lebendigen Poetry Slammer*innen, deren Avantgarde sich mit ihren eigenen Texten diesem Wettbewerb stellt? 2 Stunden
Literatur | Lesung

Oliver Masucci: Träumertänzer

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Er ist einer der größten deutschen Filmstars, dreht internationale Kino- und Serienhits und hat Fans auf der ganzen Welt. Dass aus Oliver Masucci noch was wurde, danach sah es lange nicht aus. Sein Vater kam als italienischer Gastarbeiter nach Deutschland, die Familie seiner Mutter flüchtete nach dem Krieg in den Westen. Zuhause treffen nun zwei Kulturen aufeinander, was zu heftigen Konflikten führt. Doch es gibt ein Ritual, das alle miteinander versöhnt: das gemeinsame Essen, wenn Königsberger Klopse auf Polpette treffen und Rouladen auf Involtini. In dieser außergewöhnlichen Aufstiegsgeschichte eines Gastarbeiterkindes erzählt Oliver Masucci vom Kampf um Anerkennung, vom Schauspielerleben zwischen Bochum und Hollywood und davon, dass Pasta einfach glücklich macht. Inspiration für den Titel kam übrigens durch Oliver Masuccis Vater, »Träumertänzer« nennt er seinen Sohn. Früher machte ihn die Bezeichnung wütend, heute hat er seinen Frieden damit gemacht: „Ich habe es geschafft, meine Träume wahr werden zu lassen, und davon möchte ich erzählen …“. Autobiografische Erzählungen / Co-Autorin Carla Woter Mit: Oliver Masucci 1 Stunde 30 Minuten
Literatur | Lesung

Bjarne Mädel, Lina Beckmann, Matthias Brandt & Angelika Richter

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Geschichten über wackelige Lebensfundamente und sanierungsbedürftige Innenräume, über vereinsamte und verunsicherte Menschen, die in ihren kleinen Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit sich, ihrer Umwelt und für ihre Würde ausfechten. Ingrid Lausund erzählt mit Humor und Scharfsinn von der Sehnsucht nach einem funktionierendem Zuhause. Bjarne Mädel hat mit Lausunds Texten ein Hörbuch-Projekt realisiert und für diese Lesung nun vier dieser zwölf Monologe ausgewählt.
Literatur | Lesung

Best of Poetry Slam: Autor*innen Special

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Poetry Slam, das ist meistens Studierenden-Lyrik oder Comedy in Textform - Bühnenliteratur für alle, die nie über die Schulklassiker hinausgekommen sind? Den Leuten, die das denken, knallen wir diese feine Veranstaltung vor den Latz! Denn Slam ist ein Format, dass neben fantastischen Performance-Lyrikerinnen, Comedians und Kabarettisten auch große Literat*innen hervorgebracht hat! Abseits von klassischen Slam-Texten und Indie-Anthologien begeistern Slammer*innen auch in großen Publikumsverlagen und klettern auf die Bestseller-Treppchen. Denn wo Slam als Bühnenformat beginnt entwickelt sich die Liebe zur Sprache nicht nur in der Performance sondern vor allem im Wort. Und spätestens seitdem Nora Gomringer den Ingeborg-Bachmann-Preis geholt hat, ist relativ klar, dass die Poetry Slam Szene sich auch in dieser Hinsicht sich nicht zu verstecken braucht! Deswegen gibt es diesen feinen Best of Poetry Slam mit vier Slammer*innen, die vom Feuilleton nicht nur für ihre Bühnenkunst, sondern auch für ihre Print-Literatur gefeiert werden, die preisbehangen und süffisant grinsend neben den Hochkultur-Kolleg*innen stehen und ihnen mit einem Sektchen zuprosten. Mit: Pierre Jarawan, Svenja Gräfen, Kirsten Fuchs, Anselm Neft 2 Stunden
Literatur | Lesung

Amatis Piano Trio / Thomas Quasthoff

Internationales Musikfest Hamburg

Amatis Piano Trio Lea Hausmann, Violine Samuel Shepherd, Violoncello Mengjie Han, Klavier Thomas Quasthoff, Lesung »Die Menschlichkeit im Krieg« mit Werken von Erich Wolfgang Korngold, Dmitri Schostakowitsch, Fritz Kreisler, Franz Schubert, Robert Schumann, Anton Webern und Rebecca Clarke Auszug aus dem Tagebuch des Gefreiten Charles Blackmore vom 16. Januar 1917 Erich Wolfgang Korngold: Dogberry and Verges (March of the Watch) / aus: Suite aus »Much Ado About Nothing« op. 11 Auszug aus dem Tagebuch des Gefreiten Charles Blackmore vom 19. Januar 1917 Auszug aus dem Tagebuch des Gefreiten Charles Blackmore vom 24. Januar 1917 Anton Webern: Sehr bewegt / aus: Drei kleine Stücke für Violoncello und Klavier op. 11 Äußerst ruhig / aus: Drei kleine Stücke für Violoncello und Klavier op. 11 Auszug aus dem Tagebuch des Gefreiten Charles Blackmore vom 29. Januar 1917 Franz Schubert: Andante con moto / aus: Klaviertrio Es-Dur D 929 Hauptmann Reginald John Armes an seine Frau Robert Schumann: Abendlied / aus: Zwölf vierhändige Clavier-Stücke für kleine und große Kinder op. 85 (Bearbeitung für Klaviertrio) Hauptmann Reginald John Armes setzte seinen Brief am Folgetag fort Franz Schubert: Klaviertrio Es-Dur D 897 »Notturno« Leutnant Wolfgang Panzer an seine Eltern und Geschwister am 18. Januar 1918 Dmitri Schostakowitsch: Allegro con brio / aus: Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 Frau S. an den befehlshabenden Offizier ihres Ehemannes Fritz Kreisler: Liebesleid Leutnant Wolfgang Panzer an seine Eltern und Geschwister am 22. November 1918 Robert Schumann: Humoreske / aus: Fantasiestücke für Klaviertrio op. 88 Lazare Silbermann an seine vier Kinder am 7. August 1914 Anton Webern: Langsam / aus: Zwei Stücke für Violoncello und Klavier Brief von Emil Merkelbach an Sallie Maxwell Bennet Rebecca Clarke: Andante molto semplice / aus: Trio für Violine, Violoncello und Klavier Ein offener Brief der deutschen und österreichischen Suffragetten Menschlichkeit inmitten des Krieges Die Schrecken des Ersten Weltkriegs sind in der Literatur vielfach beschrieben worden; Bücher wie Erich Maria Remarques »Im Westen nichts Neues« erzählen von der Brutalität des Stellungskrieges und der Abstumpfung angesichts der Allgegenwart des Todes. Doch es gibt auch rührende Berichte, etwa über die weihnachtliche Waffenruhe zwischen den Schützengräben mit gemeinsamem Gesang. Thomas Quasthoff liest aus Briefen und Tagebüchern aus dem Ersten Weltkrieg. Im Wechsel musiziert das preisgekrönte junge Amatis Piano Trio – 2019 als »Rising Stars« durchgestartet – romantische und moderne Kammermusik und reflektiert so die Stimmung der einzelnen Texte. Junge Soldaten verschiedener Nationalitäten kommen dabei ebenso zu Wort wie Angehörige, die aus der Heimat an die Front schreiben. Die Texte zeugen nicht nur von der Grausamkeit des Krieges, von jugendlich blauäugigem Enthusiasmus, der sich angesichts der blutigen Realität in Ernüchterung und Abscheu umgekehrt, sondern offenbaren auch (Mit-)Menschlichkeit und gegenseitigen Respekt – selbst unter Gegnern. Die Geschichten erzählen von individuellen Schicksalen und verleihen den nackten Zahlen von Todesopfern ein Gesicht. Dazu erklingen langsame Sätze aus Klaviertrios etwa von Schubert oder Schostakowitsch, dessen Zweites Klaviertrio während des Zweiten Weltkriegs in tiefer Trauer um einen Freund entstand. Aufgelockert wird der Abend durch Stücke wie »Dogberry and Verges – March of the Watch« von Korngold, das die anfängliche Kriegsbegeisterung junger Soldaten karikiert.
Literatur | Lesung

Aufklärung in Zeiten der Verdunkelung

Lessingtage

Der Bestsellerautor, renommierte Historiker und geborene Hamburger Philipp Blom stellt im Thalia Theater sein aktuelles Buch vor. Der kämpferische Essay „Aufklärung in Zeiten der Verdunkelung“ (September 2023) ist ein Aufruf zu einer neuen Klarheit des Denkens. Was unsere Gesellschaft jetzt braucht, ist Fürsorge, Solidarität, Gerechtigkeit und eine ökologische Perspektive. Jetzt ist es Zeit für die wahre, radikale Aufklärung! „Auch in der Geschichtswissenschaft gibt es Stars. Philipp Blom schafft es, seine Thesen so anschaulich rüberzubringen, dass eine breite Leserschaft davon profitiert.“ Andruck – Das Magazin für Politische Literatur, Deutschlandfunk Moderation: Joachim Lux In deutscher Sprache
Literatur | Lesung

Sebastian Koch / Lesung

Laeiszhalle

Sebastian Koch, Rezitation Hubert-Nuss Jazzquartett Hubert Nuss, piano Peter Weniger, saxophone Martin Gjakonovski, bass Hans Dekker, drums Der gefragte Schauspieler Sebastian Koch führt mit einem besinnlichen und musikalischen Programm in die Weihnachtszeit. Humorvoll und anrührend verliest er mit fesselnder Erzählerstimme seine liebsten Weihnachtsgeschichten – darunter Texte, Weihnachtsbriefe und Wunschzettel von Rilke bis Eichendorff. Dabei wird er musikalisch vom Hubert-Nuss Jazzquartett begleitet. Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler Sebastian Koch feierte seinen internationalen Durchbruch mit dem Oscar-prämierten Kinofilm »Das Leben der Anderen«. Seit dem ist er in vielen bekannten Filmproduktionen zu sehen, etwa in »Black Book«, Steven Spielbergs »Bridge of Spies«, »The Danish Girl« oder in der US-Amerikanischen Serie »Homeland«.
Literatur | Lesung

Ulrike Draesner mit Halina Simon: »Die Verwandelten«

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Mit: Ulrike Draesner, Halina Simon, Julia Westlake Was, wenn man unvermutet auf einen unbekannten Zweig der eigenen Familie stößt? Das ist Halina Simon passiert, als sie erfuhr, dass ihre polnische Mutter aus einer deutschen Familie stammt. Woraufhin sich ein ganzes Knäuel an Geschichten entrollte. Bei einer Lesung in Hamburg erzählte sie der Schriftstellerin Ulrike Draesner davon. Sie hat den Faden aufgenommen, weitergesponnen und große Literatur daraus gemacht. »Die Verwandelten« erzählt von drei Generationen Frauen dies- und jenseits der deutschpolnischen Grenze, von ihrer Kraft, ihrem Humor und ihrem Überlebensmut angesichts von Krieg und Nachkrieg, Flucht, Vertreibung und Gewalt. Der Abend wird moderiert von Julia Westlake. Unter der Schirmherrschaft der Stiftung Lesen. In Kooperation mit dem Deutschen SchauSpielHaus Hamburg, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und den Bücherhallen Hamburg.
Literatur | Lesung

Unser Deutschlandmärchen

Thalia in der Gaußstraße

Wir hätten uns nicht integriert, heißt es, wir wären ungebildet und immer nur Arbeitstiere geblieben. Was soll ich sagen, mehr wollte man nicht von uns. Fatma ist mein Name, die Gastarbeiterin, die Akkordbrecherin. Alles, was bei mir keine Sprache fand, soll auf euren Zungen die Seiten aufschlagen. „Unser Deutschlandmärchen“ ist eine Familiengeschichte in vielen Stimmen. Frauen mehrerer Generationen und der in „Almanya“ geborene Sohn erinnern sich in poetischen, oft mythischen, kräftigen Bildern und in Monologen, Dialogen, Träumen, Gebeten, Chören. Dinçer Güçyeter, der mit seinem Debütroman 2023 den Leipziger Buchpreis erhielt, erzählt vom Schicksal türkischer Griechen, von archaischer Verwurzelung in anatolischem Leben und von der Herausforderung, als Gastarbeiterin und als deren Nachkomme in Deutschland ein neues Leben zu beginnen. Der Autor, Lyriker, Verleger und Gründer des ELIF Verlags Dinçer Güçyeter kommt für die Lesung seines Romans „Unser Deutschlandmärchen“ nach Hamburg.
Literatur | Lesung

Aufgeblättert

Thalia Theater

Sönke Schneider, Antje Höft und Christina Wagner von der Buchhandlung Heymann stellen ihre Lieblingsbücher und die schönsten Neuerscheinungen vor. Nina Petri und Tim Grobe lesen prägnante Passagen aus den Büchern. Musikalisch begleitet von Dietmar Loeffler am Flügel.
Literatur | Lesung

Cornelia Funke – Tintenwelt 4

Thalia Theater

Von Millionen Fans sehnsüchtig erwartet: Cornelia Funkes Fortsetzung der Tintenwelt-Reihe Fünf Jahre sind seit den Geschehnissen in Tintentod vergangen. Fünf glückliche Jahre. Aber dann wird Eisenglanz gesichtet, der Glasmann von Orpheus, der erbitterte, silberzüngige Feind von Maggie, Mo und Staubfinger, und er nutzt einen furchtbaren Zauber. Sind Bilder mächtiger als Worte? Staubfinger zieht aus, die Antwort zu finden … Mit: Cornelia Funke & Rainer Strecker Moderation: Julia Westlake
Literatur | Lesung

Die Natur hat recht

Thalia Theater

Buchpremiere Wir stehen kurz vor dem ökologischen Kollaps und die Zeit die Richtung zu ändern wird immer knapper. Ein hilfreiches Mittel könnte hier paradoxerweise ein sehr langwieriges sein: Die Änderung unserer Rechtssysteme und Weltbilder: die Erklärung der Natur zum juristischen Subjekt. Ecuador ist das erste und bisher einzige Land auf der Welt, in dem alle Natur auf Verfassungsebene zur juristischen Person erhoben wurde. Pachamama, die Mutter Erde, hat eigenständige Rechte, sie ist Subjekt statt Objekt. Demnach ist Natur in Ecuador nicht nur schützenswert, weil sie dem Menschen dient, sondern einfach, weil es sie gibt. Zu Ende gedacht kann diese Idee alles umdrehen: Unsere Wirtschaft, unseren Verkehr, unser Leben. Rund 400 Initiativen weltweit arbeiten an ihrer Umsetzung, unter anderem in Deutschland. Die Journalistin Elisabeth Weydt hat viel Zeit in Ecuador verbracht und auch in anderen Ländern zu Rohstoffabbau und Landrechten recherchiert. Sie berichtet in eindrücklichen Geschichten, Analysen und Portraits von den Menschen, die diese Idee in die Realität übersetzen und vom Geflecht der wirtschaftlichen und juristischen Verstrickungen, die das erschweren. In Texten, Bildern und Geräuschen erfahren Sie heute Abend von einem indigenen Volk im Amazonas, das es geschafft hat, eine Ölfirma zu vertreiben. Von Autobauern in Deutschland, die zum Kaffee laden. Von klagenden Fröschen im Nebelregenwald, von dekolonialer Kunst im Kongo und von Olivenbäumen in Palästina. Elisabeth Weydt, der Schauspieler Julian Greis und die Moderatorin Julia Wadhawan werden Ihnen vor Augen führen, wie wir selbst ein Teil der Lösung sein können. Spoiler: Es geht nicht (nur) um den Individualkonsum. Ein utopischer Abend, der Hoffnung verspricht.

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.