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Albert Schweitzer Jugendorchester / Mädchenchor Hamburg

Elbphilharmonie

Albert Schweitzer Jugendorchester Mädchenchor Hamburg Judith Wurm, Sopran Sara Gouzy, Mezzosopran Chorleitung: Gesa Werhahn Dirigent: Sebastian Beckedorf Nationale und internationale Chormusik für Mädchenchor / Werke von Kim Arnesen, Tracy Wong, Ēriks Ešenvalds u. a. Jean Sibelius: Impromptu op. 19 Claude Debussy: La damoiselle élue / Poème lyrique Carl Maria von Weber: Ouvertüre zu »Der Freischütz« op. 77 Richard Wagner: Siegfrieds Rheinfahrt / aus der Oper »Götterdämmerung« WWV 86D Vorspiel und Liebestod aus der Oper »Tristan und Isolde« WWV 90 An diesem Abend treffen sich zwei traditionsreiche Hamburger Ensembles: das Albert Schweitzer Jugendorchester Hamburg und der Mädchenchor Hamburg. Sie gestalten ein gemeinsames Konzert, das die Vielfalt romantischer Klangwelten und die Ausdruckskraft junger Musiker:innen in den Mittelpunkt rückt. Der Mädchenchor Hamburg, seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Hamburger Musiklebens, eröffnet den Abend mit Werken für Frauenstimmen a cappella. Im ersten Werk von Jean Sibelius entfaltet sich eine nordische Klangwelt von schlichter Schönheit, in der klare Linien und schwebende Harmonien die Zuhörer:innen unmittelbar ansprechen. Mit Claude Debussys selten aufgeführter Kantate tritt eine andere Klangästhetik hinzu; impressionistisch, voller Farbnuancen. Nach dieser Eröffnung übernimmt das Albert Schweitzer Jugendorchester die Bühne. Mit der Ouvertüre zu Carl Maria von Webers Freischütz erklingt ein wichtiges Werk der deutschen Romantik. Dramatische Kontraste mit volkstümlicher Melodik verschmelzen zu der Opernouvertüre. Es folgt Richard Wagners monumentale Musik, die das Orchester in ihrer ganzen klanglichen Bandbreite fordert. Das Programm dieses Abends verbindet nordische Zurückhaltung, französische Klangpoesie und Dramatik der deutschen Romantik. Dabei zeigt es, wie junge Musikerinnen und Musiker die großen Werke der Musikgeschichte mit Energie und Ernsthaftigkeit neu beleben. So entsteht im Großen Saal der Elbphilharmonie ein Konzert, das ein eindrucksvolles musikalisches Panorama von feiner kammermusikalischer Innigkeit bis zu orchestraler Klangfülle entfaltet.
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Ensemble Resonanz / Derya Yıldırım / Avi Avital

Elbphilharmonie

Ensemble Resonanz Derya Yıldırım, Bağlama, Gesang Avi Avital, Mandoline Pietro Locatelli: Lamento: Largo / aus: Sinfonia composta per l’esequie della sua donna che si celebrarono in Roma f-Moll für zwei Violinen, Viola und Basso continuo Taner Akyol: Göcmen Kuslar (Lied der Zugvögel) Antonio Vivaldi: Concerto g-Moll RV 315 »L’estate (Der Sommer)« / aus: Die vier Jahreszeiten (Bearbeitung für Violine und Orchester von Avi Avital) Taner Akyol: PHOENIX für Bağlama, Mandoline, Percussion und Streichorchester (Uraufführung) sowie Songs von Antonis Anissegos, Ali N. Askin, Avi Avital, Derya Yıldırım u.a. Wenn Mandoline und Bağlama aufeinandertreffen, entsteht ein Dialog zwischen zwei Kulturen, die mehr gemeinsam haben, als es auf den ersten Blick scheint. Derya Yıldırım und Avi Avital erkunden mit dem klanglich experimentierfreudigen Ensemble Resonanz die Verbindung von Barock, Folklore und zeitgenössischer Kammermusik. Gemeinsam gestalten sie einen Abend, der Traditionen neu denkt, Geschichten erzählt und musikalische Brücken baut – von Anatolien bis Europa, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. »Volksmusik ist keine Nostalgie. Sie ist Bewegung, Wandel, Ausdruck – ein Spiegel der Gesellschaft.« Diese Haltung prägt Derya Yıldırıms Musik: Lieder, die weitergegeben, neu empfunden und stets aufs Neue definiert werden. Ihre Stimme und die Bağlama erzählen von Sehnsucht und Widerstand, Migration und Identität – mal zart und melancholisch, mal kraftvoll und mitreißend. Avi Avital wiederum hat die Mandoline als klassisches Konzertinstrument neu etabliert. Berühmt für seine virtuosen Interpretationen von Barock- und italienischer Musik, schlägt sein Herz zugleich für Folkore – besonders jene des Mittelmeerraums. Nun begegnen sich die beiden Ausnahmekünstler erstmals auf der Bühne – zusammengeführt vom Ensemble Resonanz, das mit Derya Yıldırım eine enge musikalische Freundschaft verbindet und mit seinem Gespür für klangliche Experimente regelmäßig Grenzen auslotet. Gemeinsam präsentieren sie ein facettenreiches Programm: anatolische Volkslieder, traditionell und neu arrangiert für Bağlama, Mandoline und Streicher; barocke Meisterwerke von Locatelli bis Vivaldi; sowie musikalische Dialoge zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Komponist Taner Akyol hat eigens für diesen Abend ein neues Werk geschrieben, das aus den Klangfarben der besonderen Instrumente schöpft und zu etwas Neuem verbindet. Ein Konzert, das sich über musikalische Kategorien hinwegsetzt – direkt, ausdrucksstark und tief berührend.
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Bar Zemach / Linus Roth / Jascha Nemtsov

Elbphilharmonie

Kantorin Sveta Kundish  Rabbinerin und Kantorin Alina Treiger  Kantorin Aviv Weinberg  Linus Roth, Violine Bar Zemach, Horn, Schofar Jascha Nemtsov, Klavier, Moderartion »Vom Schofar bis zur Violine – Faszination jüdische Musik« Werke polnisch-jüdischer Komponisten Zwei Tage vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus laden die Kammermusikfreunde zu einem außergewöhnlichen Konzertabend ein, der ganz im Zeichen der verfemten Musik steht. Im Fokus des ersten Konzertteils stehen Werke polnisch-jüdischer Komponist:innen, deren Schaffen unter dem NS-Regime verfolgt und lange Zeit aus dem Musikleben verdrängt wurde. Der zweite Teil des Abends eröffnet neue Perspektiven: Drei deutsch-jüdische Kantorinnen und ein Schofar-Bläser (Hallposaune) präsentieren jüdische liturgische Musik – von traditionellen Gesängen aus Osteuropa bis hin zu Kompositionen aus der deutschen und amerikanischen liberalen Synagoge. Das Schofar, eines der ältesten überlieferten Instrumente der Bibel und bis heute fester Bestandteil jüdischer Gottesdienste, verleiht dem Konzert eine besondere spirituelle Tiefe. Ergänzt wird das Programm durch Werke, die den christlich-jüdischen musikalischen Dialog symbolisieren. Ein Höhepunkt ist die Aufführung des berühmten „Kol Nidre“ von Max Bruch in einer selten zu hörenden Fassung für Schofar und Klavier.
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Sachiko Furuhata / Klavierkonzert

Elbphilharmonie

Sachiko Furuhata, Klavier Frédéric Chopin: Nocturne cis-Moll op. posth. BI 49 Nocturne Es-Dur op. 9/2 Nocturne Des-Dur op. 27/2 Étude E-Dur op. 10/3 Étude cis-Moll op. 10/4 Étude c-Moll op. 10/12 »Revolutionsetüde« Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31 Valse h-Moll op. 69/2 Valse cis-Moll op. 64/2 Fantaisie-Impromptu cis-Moll op. 66 Étude cis-Moll op. 25/7 Étude a-Moll op. 25/11 Andante spianato et grande polonaise brillante Es-Dur op. 22 Ihr Debüt feierte die in Yokohama geborene Sachiko Furuhata 2017 in der Carnegie Hall New York mit Standing Ovations. Seitdem gastierte sie mit Auftritten in verschiedenen großen Konzertsälen wie im San Francisco Herbst Theatre, in der Edinburgh Usher Hall, im Leipziger Gewandhaus, in der Berliner Philharmonie oder der Hamburger Laeiszhalle. Als Solistin spielte sie mit Orchestern wie der Russischen Staatsphilharmonie oder der Deutschen Radio Philharmonie.
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NDR Elbphilharmonie Orchester / Alisa Weilerstein / Alan Gilbert

Elbphilharmonie

NDR Elbphilharmonie Orchester Alisa Weilerstein, Violoncello Dirigent: Alan Gilbert Benjamin Britten: Sinfonie für Violoncello und Orchester op. 68 Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 Das Beste fürs Cello: Weilerstein und Britten Alisa Weilerstein sei »eine Reminiszenz an ein früheres Zeitalter klassischer Interpreten«, schrieb die New York Times einmal, »sie begnügt sich nicht damit, als Gefäß für die Wünsche des Komponisten zu dienen, sondern nimmt ein Stück vollständig in sich auf und macht es zu ihrem eigenen Zweck.« Und die amerikanische Star-Cellistin beschränkt sich dabei nicht etwa nur auf das Standard-Repertoire! Für ihr erneutes Comeback zum NDR Elbphilharmonie Orchester unter Chefdirigent Alan Gilbert nimmt sie nun ein Stück in sich auf, das die wenigsten vermutlich schonmal im Konzertsaal gehört haben: Benjamin Brittens Sinfonie für Cello und Orchester. Wie es der Titel verspricht, sind in diesem viersätzigen Werk Solo und Orchester aufs engste miteinander verwoben. Gemeinsam finden sie den musikalischen Weg aus der Finsternis ans Licht: 1963 für den berühmten Mstislaw Rostropowitsch komponiert, reflektiert Britten in seiner konzertanten Sinfonie die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, verbreitet im Finale aber auch Hoffnung. »Das Beste, was je für Cello komponiert wurde«, befand Rostropowitsch schlicht und ergreifend. Den versöhnlichen Faden vom Ende der Cello-Sinfonie spinnt dann die scheinbar vorbehaltlos freundliche Orchester-Sinfonie nach der Pause weiter: Mit ihrer gelösten Stimmung und ihren liedhaft-lyrischen Themen gilt Johannes Brahms’ Zweite in D-Dur landläufig als des Komponisten »Pastorale«. Welch ein Unterschied zur mühsam abgerungenen Ersten Sinfonie! »Harmlos« ist das kunstvoll aus einer einzigen motivischen Urzelle entwickelte Werk deswegen aber noch lange nicht: Die Partitur müsse »mit Trauerrand« erscheinen, meinte Brahms über sein »liebliches Ungeheuer« nur halb im Scherz – eine Warnung, auch das Heitere bloß nicht zu leicht zu nehmen…
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Elbphilharmonie Publikumsorchester

Elbphilharmonie

Elbphilharmonie Publikumsorchester Dirigent: Michael Petermann Paul Scheffler, Horn Olivier Messiaen: Un sourire Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Horn und Orchester Es-Dur KV 447 Amy Beach: Sinfonie e-Moll op. 32 »Gaelic« Mit großer Begeisterung und auf hohem Niveau proben im Publikumsorchester der Elbphilharmonie engagierte Laien, angeleitet von Michael Petermann, dem Direktor des Hamburger Konservatoriums. Zwei Mal im Jahr präsentieren sie in Stadtteilkonzerten und im Großen Saal der Elbphilharmonie die Früchte ihrer Arbeit.
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Olivier Messiaen: Des canyons aux étoiles ...

Elbphilharmonie

Kangforum Wien Orchestra Dirigent: Ingo Metzmacher Olivier Messiaen: Des canyons aux étoiles ... für Klavier, Horn, Xylorimba, Glockenspiel und Orchester Aus den Schluchten zu den Sternen Tiefe Schluchten, große Felspyramiden in intensiven Farben, riesige Wälder und ein atemberaubend weiter Sternenhimmel: In seinem klangmalerischen Werk »Des canyons aux étoiles« (»Aus den Canyons zu den Sternen«) lädt Olivier Messiaen ein auf eine Reise durch die beeindruckenden Nationalparks des US-Bundesstaats Utah, die er einst selbst besuchte. Aus New York erhielt Olivier Messiaen Anfang der 1970er-Jahre den Auftrag, ein Werk für die anstehenden Feierlichkeiten zum 200. Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zu komponieren. Bekannt für seine von der Natur und seinem tiefen christlichen Glauben geprägte Musik, entschied der französische Komponist sofort, sich mit diesem Auftrag nicht der modernen amerikanischen Zivilisation, sondern vielmehr der ursprünglichen Schönheit der Natur zu widmen. Für »Des canyons aux étoiles« inspirierte ihn besonders der Bryce-Canyon-Nationalpark mit seinen bunten Felstürmen, dem er sogar einen eigenen Satz widmete. Und wie in vielen seiner Kompositionen verarbeitete der Hobby-Vogelforscher auch hier zahlreiche Vogelstimmen, die er vor Ort notiert hatte. Das zwölfsätzige Werk war in Amerika ein voller Erfolg, 1978 würdigte man den Komponisten sogar mit einem kolossalen Mountain Messiaen nahe des Zion-Nationalparks. Spezialisiert auf moderne Musik, ist das renommierte Klangforum Wien eine Top-Besetzung für Messiaens farbenreiche und mitreißende Musik, die in ihren teilweise ganz transparenten Klängen eine beinahe kammermusikalische Perfektion verlangt. Am Pult steht der Neue-Musik-Profi Ingo Metzmacher, der das Werk jüngst schon mit der NDR Radiophilharmonie zur Aufführung brachte, und in Hamburg nicht zuletzt als langjähriger Generalmusikdirektor der Hansestadt zu den Publikumslieblingen gehört.
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Trio Concept

Elbphilharmonie

Trio Concept: Edoardo Grieco, Violine Francesco Massimino, Violoncello Lorenzo Nguyen, Klavier Ernest Bloch: Drei Nocturnes für Klaviertrio Clemens K. Thomas: Save Pepe / Kompositionsauftrag von Festspielhaus Baden-Baden, Palau de la Música Catalana und der European Concert Hall Organisation (ECHO) Sergej Rachmaninow: Klaviertrio Nr. 1 g-Moll »Trio élégiaque« Giulia Lorusso: Nocturne Mieczysław Weinberg: Klaviertrio a-Moll op. 24 Die Schönheit der Nacht Als sich drei Teenager 2013 zu einem Klaviertrio zusammenschlossen, waren sie noch Schüler und traten unter dem Namen »Trio Chagall« auf. Mehr als zehn Jahre später ist aus den drei Freunden aus Turin ein professionelles Trio geworden, das mit italienischer Leidenschaft spielt und nun als »Rising Star« in den renommierten Konzertsälen Europas zu erleben ist. Mit fortschreitender Karriere sollte auch ein neuer Name her: Inspiriert von Michelangelo nennen sie sich »Trio Concept«, mit der Vision, die Schönheit eines Werks wie eine Skulptur aus einem Block Marmor herauszuarbeiten. Ihr Elbphilharmonie-Programm stellt die Nacht in den Mittelpunkt – intim und nachdenklich, aber auch geheimnisvoll und dramatisch ist die Musik, die das Trio ausgewählt hat. Repräsentieren Blochs »Nocturnes« (wörtlich »Nacht-Stücke«) die Ruhe und die Stille der Dunkelheit, so steht Rachmaninow für die nachdenkliche Einsamkeit. Weinbergs Trio steckt voller Gefühlsausbrüche, ein emotionaler Zeitzeuge des dunkelsten Kapitels der Menschheit im 20. Jahrhundert. Jeder »Rising Star« erhält eine Auftragskomposition, ein Werk, das die jungen Musiker auf ihrer Tournee durch Europa begleitet. Auftragskomponist für das Trio Concept ist Clemens K. Thomas, der 2024 an der Hamburgischen Staatsoper mit seiner »cuten Oper« »Dollhouse« begeisterte. »Nie langweilig, sehr zeitgeistig und absolut sehenswert«, urteilte NDR 90,3.
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NDR Elbphilharmonie Orchester / Alisa Weilerstein / Alan Gilbert

Elbphilharmonie

NDR Elbphilharmonie Orchester Alisa Weilerstein, Violoncello Dirigent: Alan Gilbert Benjamin Britten: Sinfonie für Violoncello und Orchester op. 68 Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 Das Beste fürs Cello: Weilerstein und Britten Alisa Weilerstein sei »eine Reminiszenz an ein früheres Zeitalter klassischer Interpreten«, schrieb die New York Times einmal, »sie begnügt sich nicht damit, als Gefäß für die Wünsche des Komponisten zu dienen, sondern nimmt ein Stück vollständig in sich auf und macht es zu ihrem eigenen Zweck.« Und die amerikanische Star-Cellistin beschränkt sich dabei nicht etwa nur auf das Standard-Repertoire! Für ihr erneutes Comeback zum NDR Elbphilharmonie Orchester unter Chefdirigent Alan Gilbert nimmt sie nun ein Stück in sich auf, das die wenigsten vermutlich schonmal im Konzertsaal gehört haben: Benjamin Brittens Sinfonie für Cello und Orchester. Wie es der Titel verspricht, sind in diesem viersätzigen Werk Solo und Orchester aufs engste miteinander verwoben. Gemeinsam finden sie den musikalischen Weg aus der Finsternis ans Licht: 1963 für den berühmten Mstislaw Rostropowitsch komponiert, reflektiert Britten in seiner konzertanten Sinfonie die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, verbreitet im Finale aber auch Hoffnung. »Das Beste, was je für Cello komponiert wurde«, befand Rostropowitsch schlicht und ergreifend. Den versöhnlichen Faden vom Ende der Cello-Sinfonie spinnt dann die scheinbar vorbehaltlos freundliche Orchester-Sinfonie nach der Pause weiter: Mit ihrer gelösten Stimmung und ihren liedhaft-lyrischen Themen gilt Johannes Brahms’ Zweite in D-Dur landläufig als des Komponisten »Pastorale«. Welch ein Unterschied zur mühsam abgerungenen Ersten Sinfonie! »Harmlos« ist das kunstvoll aus einer einzigen motivischen Urzelle entwickelte Werk deswegen aber noch lange nicht: Die Partitur müsse »mit Trauerrand« erscheinen, meinte Brahms über sein »liebliches Ungeheuer« nur halb im Scherz – eine Warnung, auch das Heitere bloß nicht zu leicht zu nehmen…
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Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, Sopran

Elbphilharmonie

Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, Sopran Kunal Lahiry, Klavier »Migrations – Story of a Bird« Samuel Barber: The Crucifixion / aus: Hermit Songs op. 29 Nico Muhly: Sá ég svani Jean Sibelius: Der Norden / aus: Sechs Lieder op. 90 Errollyn Wallen: North Judith Weir: White Eggs in the Bush Sergej Rachmaninow: Frühlingsfluten / aus: Zwölf Lieder op. 14 Lyra Pramuk: Blur Deborah Pritchard: Everyone Sang Maria Huld Markan Sigfúsdóttir: Náðarstef / Kompositionsauftrag von Harpa Reykjavík, Philharmonie Luxembourg und der European Concert Hall Organisation (ECHO) Joseph Haydn: The Wanderer Hob. XXVIa:32 / Sechs englische Kanzonetten Déodat de Séverac: Les hiboux Sergej Rachmaninow: Traum / aus: Sechs Lieder op. 38 Maurice Ravel: Oiseaux tristes / aus: Miroirs Margaret Bonds: Summer Storm Errollyn Wallen: Rain Auf Reisen mit den Zugvögeln Erstmals mischt Island mit dem Harpa in Reykjavik in der Runde der European Concert Hall Organisation, die jedes Jahr junge Künstler:innen als »Rising Stars« auf Tournee durch die großen Konzerthäuser des Kontinents schickt, mit. Und mit Álfheiður Erla Guðmundsdóttir wurde direkt eine Sängerin aus dem nordischen Inselstaat nominiert, die die poetischen, mystischen Traditionen ihres Landes liebt und aktuell nicht nur auf den großen Opernbühnen in Basel und Berlin brilliert, sondern auch als Fotografin und Videokünstlerin ungewöhnliche Projekte realisiert. In die Elbphilharmonie kommt Álfheiður Erla Guðmundsdóttir mit einem poetischen Konzeptprogramm und Musik, die den Bogen von Haydn über Rachmaninow bis Sibelius spannt und viele unbekanntere Schätze einschließt. Über allem schwebt das Bild ziehender Vögel, Symbol für Freiheit und Natur: »Die Zugbewegungen der Vögel spiegeln unsere eigenen Reisen durch die Phasen des Lebens wider, mit Momenten der Reflexion, Erneuerung und Erkenntnis auf dem Weg«, schreibt die Sängerin über ihre Idee. Isländische Musiker:innen sind stolz auf ihre Vielseitigkeit – und da ist auch Álfheiður Erla Guðmundsdóttir keine Ausnahme: Die Sopranistin begann ihre Karriere an der Staatsoper Berlin und ist inzwischen Ensemblemitglied am Theater Basel. Für ihr neuestes Album »Poems« wechselte sie von der unverstärkten Opernbühne ans Mikrofon und genoss es, mal ganz leise, fast flüsternd zu singen. Dass sie nicht nur die Texte einiger Lieder selbst verfasste, sondern auch mehrere Stücke des Albums selbst als Regisseurin und Filmerin in Szene setzte, verwundert da kaum noch.
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Golda Schultz / Kammerakademie Potsdam

Elbphilharmonie

Golda Schultz, Sopran Kammerakademie Potsdam Leitung: Antonello Manacorda Ausgewählte Arien von Wolfgang Amadeus Mozart Mozart, You Drive me Crazy! Für dahinsiechende Heldinnen hat Golda Schultz nichts übrig: »Ich mag Frauenrollen, die komplex und lustig und interessant sind und nicht sterben. Daher liebe ich Mozart«, erklärt die Südafrikanerin im Interview. Dass sie Mozart ganz wundervoll zu singen vermag, beweist unter anderem ihr 2024 erschienenes Album, das den schönen Titel »Mozart, You Drive me Crazy!« trägt. Hier sprechen die Heldinnen aus Mozarts Opern »Don Giovanni«, »Le nozze di Figaro« und »Così fan tutte«: stark und komplex, tragisch und komisch – zutiefst menschlich. Mit ihrer warm glühenden Sopranstimme haucht Golda Schultz all diesen Frauen im Konzert hinreißend klingendes Leben ein – ein Höhepunkt der Große-Stimmen-Saison.
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Áron Horváth, Cimbalom

Elbphilharmonie

Áron Horváth, Cimbalom Bence Babcsán, Klarinette, Altsaxofon, traditionelle ungarische Flöten Zsombor Herédi, Akkordeon Dávid Lakatos, Kontrabass Johann Sebastian Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008 / Bearbeitung für Cimbalom László Sáry: Slow and Brisk für Cimbalom solo Charlotte Bray: In an Eternal Dusk / Kompositionsauftrag von Müpa Budapest, Konzerthaus Wien und der European Concert Hall Organisation (ECHO) Emma Nagy: Neues Werk für Cimbalom solo György Kurtág: Hommage à Ferenc Berényi 70 / Bearbeitung für Cimbalom Traditionelle ungarische Volksmusik aus Vajdaszentivány György Kurtág: Márta Ligatúrája / Bearbeitung für Cimbalom Traditionelle ungarische Volksmusik aus Gömör Traditionelle rumänische Volksmusik Béla Bartók: Bulgarischer Rhythmus / aus: Mikrokosmos (Bearbeitung für Ensemble von Áron Horváth) Eigenkompositionen Das Cimbalom ist ein wahres Chamäleon-Instrument: Wie sonst nur das Klavier fühlt sich das ungarische Hackbrett in allen Genres und Stilen zu Hause. Und mit ihm tut das Áron Horváth, der als »Rising Star« der European Concert Hall Organisation durch die großen Konzerthäuser des Kontinents tourt. Mit seinem World Music Quartet wandert der junge Cimbalom-Virtuose in der Elbphilharmonie durch Jazz und Volksmusik aus Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Zuvor pendelt die erste Konzerthälfte zwischen Volksmusik und klassischen bis zeitgenössischen Kompositionen. Ob Johann Sebastian Bachs berühmte Zweite Cello-Suite oder Musik von György Kurtág, selbst ein Cimbalom-Fan – Áron Horváth wandelt lässig durch die Epochen. Übrigens: Auch in der Filmmusik ist das Cimbalom zu finden, bekanntes Beispiel ist der Sound zur Herr-der-Ringe-Figur »Gollum«. Das Cimbalom hat eine lange Tradition von Mittel- und Osteuropa bis nach Asien. Dort ist es bis heute regelmäßig und in den unterschiedlichsten Kontexten anzutreffen – in den klassischen Konzertsälen Westeuropas findet man es dagegen selten. Umso beeindruckender ist die Karriere von Áron Horváth, der das Instrument ins Rampenlicht holt und auf dem besten Weg ist, weltweite Erfolge zu feiern.
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Wiener Philharmoniker / Daniel Harding

Elbphilharmonie

Wiener Philharmoniker Dirigent: Daniel Harding Richard Strauss: Don Juan / Tondichtung nach Nikolaus Lenau op. 20 Joseph Haydn: Sinfonie f-Moll Hob. I:49 »La passione« Richard Strauss: Don Quixote / Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters op. 35 Zweifelhaftes Heldentreffen: Der notorische Frauenverführer Don Juan und der tragikomische Don Quixote hätten nicht viel miteinander zu tun, wenn Richard Strauss ihrer beider Schicksale nicht so genial in Musik gebannt hätte. Die Wiener Philharmoniker stellen die beiden Sinfonischen Dichtungen in ihrem ProArte-Programm gegenüber und lassen die Geschichten um den literaturverwirrten Ritter mit seinem Adjutanten Sancho Panza und die folgenreichen Liebesabenteuer des anderen Dons lebendig werden. Am Pult steht mit Daniel Harding wohl einer der interessantesten Dirigenten unserer Zeit: Nach einem rasanten Karrierestart legte er für ein Weile den Taktstock beiseite, um seiner zweiten Leidenschaft nachgehen zu können und als Pilot für die Air France zu fliegen. Inzwischen steht er – zum Glück für das Publikum – wieder regelmäßig am Pult der besten Orchester. Ob er selbst zum Auftritt fliegt? Wer weiß.
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Giorgi Gigashvili

Elbphilharmonie

Giorgi Gigashvili, Klavier Nini Nutsubidze, Gesang Domenico Scarlatti: Sonate C-Dur K 487 Sonate D-Dur K 29 Sonate A-Dur K 113 Robert Schumann: Sonate für Klavier Nr. 1 fis-Moll op. 11 Galina Ustwolskaja: Sonate für Klavier Nr. 6 Natalie Beridze: Holy Atoms / Kompositionsauftrag von Konzerthaus Dortmund, Kölner Philharmonie, Philharmonie Luxembourg, NOSPR Katowice und der European Concert Hall Organisation (ECHO) »Georgian On My Mind« mit Nini Nutsubidze Manch Foto auf seinem Instagram-Profil lässt Giorgi Gigashvili eher in einem Berliner Techno-Club vermuten als auf einer klassischen Konzertbühne. Für den 2000 geborenen georgischen Pianisten sind diese Welten gar nicht so gegensätzlich – er spielt in einem Moment Sonaten von Scarlatti, singt und begleitet im nächsten Volkslieder seiner Heimat und experimentiert kurz darauf mit elektronischer Musik. Und das mit Erfolg: Preise bei renommierten Klavierwettbewerben, ein Platz unter den einflussreichsten »30 under 30« des georgischen Forbes Magazins und die Nominierung zum »Rising Star« der European Concert Hall Organisation prägen seine junge Karriere. Als »Rising Star« tourt er in der Saison 2025/26 durch die großen europäischen Konzertsäle. Sein Elbphilharmonie-Programm zeigt seine ganze Künstlerpersönlichkeit: In der ersten Konzerthälfte kombiniert Gigashvili barock perlenden Scarlatti, verträumten Ravel und modern-dystopische Ustwolskaja. Anschließend betritt mit ihm die Sängerin Nini Nutsubidze, langjährige Bandkollegin aus Tiflis, die Bühne. Die gemeinsame Leidenschaft der beiden ist nicht nur elektronische Musik mit Synthesizern und Sampling, sondern auch georgische Volksmusik. Mit samtiger Stimme singt Nini Nutsubidze traditionelle Lieder und eigene Arrangements/Kompositionen – und das nicht ganz unpolitisch: Das Duo träumt von einem europäischen Georgien, das manchmal weit entfernt scheint. Einführung um 18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal
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Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Mikhail Pletnev

Elbphilharmonie

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Dirigent: Mikhail Pletnev »ZeitSpiel Fünf« Sergej Rachmaninow: Der Fels op. 7 Mikhail Pletnev: Rachmaniana Piotr I. Tschaikowsky: Manfred / Sinfonie in vier Bildern h-Moll op. 58 Die Philharmonischen Konzerte des Staatsorchesters Hamburg werden zu ZeitSpielen und überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen: In diesem Konzert erklingen die Früchte von Mikhail Pletnevs Inspirationen – denn seine von Rachmaninows Musik ausgehende Neukomposition wird der Original-Orchesterfantasie »Der Fels« gegenübergestellt. Rachmaninow begegnet uns so in unserer heutigen Zeit als Spiegel der Vergangenheit und zugleich durch Pletnev als Teil des Hier und Jetzt. Dieses musikalische Spiel ohne Berührungsängste eröffnet neue Perspektiven auf unsere Musikkultur, unser Denken und Sein, auf unsere Art, Musik zu rezipieren. »Wie Rachmaninow verrate auch ich nicht, was mich inspiriert hat – und überlasse es den Zuhörer:innen, selbst herauszufinden, was die Musik für sie am meisten suggeriert.« – Mikhail Pletnev Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn / Elbphilharmonie, Großer Saal
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Maat Saxophone Quartet

Elbphilharmonie

Maat Saxophone Quartet Daniel Ferreira, Sopransaxofon Catarina Gomes, Altsaxofon Pedro Silva, Tenorsaxofon Mafalda Oliveira, Baritonsaxofon Jean Rivier: Grave et presto Lili Boulanger: Nocturne / Cortège Henriëtte Bosmans: Streichquartett / Bearbeitung für Saxofonquartett von Adrian Tully Dmitri Schostakowitsch: Zwei Stücke für Streichquartett / Bearbeitung für Saxofonquartett von Lisa Wyss Aleksandra Vrebalov: Four Faces, Four Wings / Kompositionsauftrag von Calouste Gulbenkian Foundation Lisbon, Casa da Música Porto, Philharmonie de Paris und der European Concert Hall Organisation (ECHO) Kurt Weill: Die Dreigroschenoper / Bearbeitung für Saxofonquartett von John Harle (Auszüge) George Gershwin: Rhapsody in Blue / Bearbeitung für Saxofonquartett von Johan van der Linden Streichquartette gibt es unzählige – sowohl Ensembles als auch Werke – aber Saxofonquartette? In dieser Besetzung ist das MAAT Saxophone Quartet dabei, sich einen hervorragenden Namen zu erspielen. Als »Rising Star« der European Concert Hall Organisation sind sie in der Saison 2025/26 in ganz Europa unterwegs. Nach acht ausverkauften Kinderkonzerten 2024 kehren sie auch in die Elbphilharmonie zurück – mit einem Programm, das die Vielfalt des Quartetts mit Bearbeitungen von Streichquartett bis Klavierkonzert zeigt. Eigentlich ist Gershwins beliebte »Rhapsody in Blue« ein jazzig-fetziger Rausschmeißer für Klavier und Orchester. Für die vier Musiker:innen von MAAT, die sowohl in ihrer portugiesischen Heimat als auch ihrer niederländischen Wahlheimat wichtige Preise abgeräumt haben, ist diese Herausforderung genau richtig. Kontraste schafft die nachdenklichere Musik von den französischen Komponistinnen Lili Boulanger und Henriëtte Bosmans. Das 2014 in Amsterdam gegründete Ensemble liebt gemeinsame Projekte mit anderen Künsten wie Tanz oder mit Musik anderer Kulturen. Das von der ECHO für die »Rising Star«-Konzerte in Auftrag gegebene Werk dürfte dem Quartett damit auf den Leib geschneidert werden, denn auch die beauftragte Komponistin Aleksandra Vrebalov komponiert genre- und kulturenübergreifend.
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Oslo Philharmonic / Lisa Batiashvili / Klaus Mäkelä

Elbphilharmonie

Oslo Philharmonic Lisa Batiashvili, Violine Dirigent: Klaus Mäkelä Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 Lemminkäinen-Suite op. 22 »Das Violinkonzert von Jean Sibelius ist eins der wichtigsten Werke meines Lebens«, erzählt Lisa Batiashvili. 1995 errang sie mit dem spätromantischen Repertoireklassiker den zweiten Platz beim renommierten Sibelius-Wettbewerb: der Startschuss für ihre Karriere. Und bis heute gerät die Presse ins Schwärmen angesichts der »glühenden Wärme«, mit der die Geigerin das Werk interpretiert. Bei ihrem ProArte-Konzert stehen der Künstlerin mit Shootingstar Klaus Mäkelä und seinem Oslo Philharmonic, die 2022 mit einer Einspielung sämtlicher Sibelius-Sinfonien begeisterten, die denkbar besten Partner zur Seite. Ergänzt in der zweiten Hälfte durch die klangsprühende Lemminkäinen-Suite, präsentieren die Künstler:innen eine grandiose Hommage an Finnlands bis heute bekanntesten Komponisten.
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Valerie Fritz, Violoncello

Elbphilharmonie

Valerie Fritz, Violoncello Goran Stevanovich, Akkordeon Johann Sebastian Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008 (Auszüge) Peter Eötvös: Two Poems to Polly Valerie Fritz: Improvisation Sofia Gubaidulina: In Croce für Violoncello und Akkordeon Mikolaj Majkusiak: Rhythms of Doubt für Violoncello und Akkordeon Jennifer Walshe: The Sheer Task of Being Alive Improvisation Olivier Messiaen: Louange à l’éternité de Jésus / Bearbeitung für Violoncello und Akkordeon Robert Schumann: Fünf Stücke im Volkston op. 102 / Bearbeitung für Violoncello und Akkordeon Die österreichische Cellistin Valerie Fritz liebt das Besondere, das Ungewöhnliche. Schon zu Beginn ihres Studiums am Mozarteum Salzburg wusste sie, dass eine klassische Karriere mit dem Standard-Repertoire nicht für sie infrage kommt. Ihr Selbstbewusstsein hat die junge Künstlerin bereits weit gebracht: Unter anderem nominiert von der Elbphilharmonie, ist sie in der Saison »Rising Star« der European Concert Hall Organisation (ECHO). Mit dem Akkordeonisten Goran Stevanovich erkundet sie mit Musik von Bach bis in die Gegenwart die Konzertsituation räumlich, akustisch und zwischenmenschlich. »Ich möchte nicht sagen, dass ein Konzert ›berühren‹ soll, das klingt mir zu romantisch, aber ich will, dass das Publikum anders rausgeht, als es reingegangen ist.« Zu viel über die Inszenierung wollen die Künstler:innen nicht verraten – nur dies: Auf der Bühne wollen sie sich trotz der eigentlich eher statischen, im Sitzen gespielten Instrumente Cello und Akkordeon bewegen, um den ganzen Raum in ihr Konzert einzubeziehen. Konzepte wie dieses brachten Valerie Fritz bereits Preise wie den Berlin Prize for Young Artists oder den Ensemblepreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ein. Goran Stevanovich ist musikalisch genauso aufgeschlossen wie Valerie Fritz. Deutschlandfunk Kultur findet, dass das Akkordeon mit ihm »ein Weltenbummler zwischen Genres, Stilen und Epochen« ist – genau das zeigt auch das »Rising Stars«-Programm, das fließend Musik verschiedener Jahrhunderte und Improvisation zu einem organischen Ganzen verwebt. Einführung um 18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal
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Modular

Elbphilharmonie

Modular Neue Deutsche Welle? Das war doch in den 80ern… Aber halt: Seit einigen Jahren spricht man von der neuen Neuen Deutschen Welle – und mitten auf ihr surft Selena Hamers alias Modular. Die Wahlhamburgerin denkt ihre Kunst über die Musik hinaus: Outfit, Makeup, Bühnenshow und Sound sind perfekt aufeinander abgestimmt und laden ein in eine Welt mal sphärischer und mal tanzbarer Klänge, sehr persönlicher Lyrics und faszinierender Geschichten. Weiße Kleider und ein hell geschminktes Gesicht sind die Markenzeichen von Modular, die die junge Sängerin feministisch sieht: »Du kannst als Künstlerin nicht neutral und unpolitisch sein, in dem was du trägst. Deshalb ist es mir wichtig, Dinge aufzubrechen – zu zeigen, dass ich als Frau im kurzen Rock nicht nur schön anzuschauen bin, sondern auch ernst genommen werde.« Auf ihrem Debütalbum »Lonely Hearts Club«, das im Mai 2025 erscheint, läutet Modular eine neue Ära ein. Eine Ära, in der sie zeitgeistig und ohne Genregrenzen eine neue Klangfarbe im Alternative-Pop-Kosmos etabliert. Mit dem Album geht es natürlich auf Tour – und das Konzert in der Elbphilharmonie wird sicherlich ein Highlight!
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Oslo Philharmonic / Lisa Batiashvili / Klaus Mäkelä

Elbphilharmonie

Oslo Philharmonic Lisa Batiashvili, Violine Dirigent: Klaus Mäkelä Piotr I. Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65 Die Karrierekurve von Klaus Mäkelä ist ein beispielloser Aufwärtstrend – der finnische Dirigent hat schnell ein globales Profil aufgebaut und sich als Residenzkünstler der Saison 2024/25 zum beliebten Stammgast der Elbphilharmonie entwickelt. Nun kommt er mit »seinem« Oslo Philharmonic, Stargeigerin Lisa Batiashvili und einem wahrhaften Programmgeschenk zurück. Lisa Batiashvili ist die Richtige für das großformatige Violinkonzert von Tschaikowsky, das höchste Anforderungen an Solist oder Solistin stellt. Technisch anspruchsvoll, hochvirtuos und voll schwelgender Melodien zählt es zu den meistgespielten Violinkonzerten. Dmitri Schostakowitsch schrieb seine Achte Sinfonie unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs und in ständiger Angst vor Repressalien durch das Stalin-Regime. Offiziell verarbeitet er in der eindrücklichen Musik den Zweiten Weltkrieg – dass aber auch sein eigenes Schicksal bei der Komposition eine Rolle spielte, steht nicht nur zwischen den Zeilen der Musik. Einführung mit Oliver Wille um 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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