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Di 20.1.2026, 20:30 Uhr
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Le Concert des Nations / Jordi Savall

Elbphilharmonie

Le Concert des Nations La Capella Nacional de Catalunya, Vokalensemble Elionor Martínez, Sopran Lara Morger, Mezzosopran Ilker Arcayürek, Tenor Manuel Walser, Bariton Dirigent: Jordi Savall Joseph Haydn: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:2 Ludwig van Beethoven: Christus am Ölberge / Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 85 Christus, ganz menschlich Karfreitag, einer der höchsten Feiertage des Christentums, erlebt mit Alte-Musik-Koryphäe Jordi Savall und seinem Ensemble Concert des Nations mit zwei ausdrucksstarken Passionsoratorien eine Würdigung, wie sie in keiner Kathedrale eindrucksvoller sein könnte. In Charakter und Entstehungsgeschichte grundverschieden, sind die Werke von Haydn und Beethoven doch durch unmittelbar berührende Musik und die Osterbotschaft geeint. »Christus am Ölberge« zeigt einen ängstlichen, von seinen Jüngern verlassenen Jesus nach dem letzten Abendmahl betend im Garten Gethsemane. Beethoven wollte sich mit einem Oratorium an das Opern-Genre herantasten – dementsprechend dramatisch und bildhaft sind die Szenen. Die sehr menschliche Darstellung von Christus ist eng mit Beethovens seelischer Verfassung verknüpft: Einerseits verzweifelt er über die voranschreitende Schwerhörigkeit und ist andererseits voller Schaffensdrang. Die Oratoriums-Erzählung endet vor der Kreuzigung, also gewissermaßen offen. Haydns »Sieben letzten Worte« führen die Geschichte fort und stehen im Konzert trotzdem an erster Stelle. Ursprünglich ausschließlich für Orchester komponiert, kommentiert die Musik die Kreuzigungsmomente der vier Evangelien, deren lateinischer Text Grundlage für die Instrumentalmusik war. Von der Musik beeindruckt, arbeitete ein Passauer Kantor die sieben langsam-intensiven Sätze in ein Oratorium um, was wiederum Haydn zu einer eigenen – und besseren, wie er selbst fand – Version mit Chor und Solist:innen inspirierte. Die Musik endet mit einem gewaltig in Töne gesetztem Erdbeben, das laut Evangelien eine Vorahnung auf das Beben des Jüngsten Gerichts gibt. Einführung mit Jordi Savall: 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
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LEVI.SCT

Elbphilharmonie

Levi Schechtmann, Klavier LEVI.SCT (Levi Schechtmann) ist ein genreübergreifender deutscher Pianist, der im Begriff ist, das klassische Konzerterlebnis wie wir es kennen neu zu definieren. Scheinbar mühelos gelingt es ihm die emotionale Tiefe klassischer Komponisten mit der rohen Energie von Hip-Hop und House verschmelzen zu lassen. Mit seiner herausragenden Technik und seinem unbekümmerten Zugang zu scheinbar konträren Stilen steht LEVI.SCT an der Spitze einer neuen Welle von Künstler:innen, die klassische Musik für eine neue Generation relevant und mitreißend machen will. Mit über 1.000.000 Followern auf Instagram ist der Aufstieg von LEVI.SCT geradezu phänomenal. Seine Konzerte verbinden dabei, ähnlich wie sein Content bei Social Media, Virtuosität, Rhythmus und Emotion zu einem cineastischen und immersiven Erlebnis.
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Bach: Matthäus-Passion

Elbphilharmonie

Chor & Orchester des Collegium Vocale Gent  Dirigent: Philippe Herreweghe Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244 Unvergleichliches Meisterwerk Mendelssohn sei Dank! Hätte der damals gerade 20-jährige Felix Mendelssohn im Jahr 1829 nicht Bachs Matthäus-Passion aus der Versenkung geholt, in der sie seit ihrer Uraufführung hundert Jahre zuvor verschwunden war – uns würde heute nicht nur ein unvergleichliches musikalisches Meisterwerk im Konzert- und Kirchenrepertoire fehlen: Nein, eine ganze Renaissance der Bach’schen Musik trat der junge Komponist damit los, die bis heute nicht an Schwung verloren hat. Eines der Herzstücke dieser Bach-Begeisterung ist die Matthäus-Passion, deren dramatische Dichte und geniale musikalische Faktur das Publikum damals wie heute in ihren Bann ziehen. In der Elbphilharmonie bringt ein Team von ausgewiesenen Bach-Spezialisten den österlichen Klassiker zu Gehör: Philippe Herreweghe mit dem Collegium Vocale Gent sowie einem handverlesenen Solisten-Ensemble. Ein musikalisches Erlebnis, das mit Sicherheit unvergesslich bleibt.
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Staatsphilharmonie Nürnberg / Elena Bashkirova / Nabil Shehata

Elbphilharmonie

Staatsphilharmonie Nürnberg Elena Bashkirova, Klavier Dirigent: Nabil Shehata Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu »La clemenza di Tito« KV 621 Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54 Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36 Die Staatsphilharmonie Nürnberg ist das zweitgrößte Opern- und Konzertorchester Bayerns und zählt zu den großen Spitzenorchestern Europas. Die Geschichte des traditionsreichen Orchesters begann vor fast 650 Jahren. Nun feiert die Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung des bedeutenden Dirigenten Nabil Shehata ihr Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie. Nabil Shehata gewann als Kontrabassist bereits sehr früh den Ersten Preis sowie den Publikumspreis beim ARD-Musikwettbewerb und war von 2004 bis 2008 Erster Solokontrabassist bei den Berliner Philharmonikern. Später begann er sich auch dem Dirigieren zu widmen und war Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen. Auf seinem Weg als Dirigent wurde er u.a. von Maestro Daniel Barenboim begleitet, dessen Assistent Nabil Shehata an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin war. Solistischer Höhepunkt der Matinee am Gründonnerstag ist die herausragende Pianistin Elena Bashkirova, die regelmäßig mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Münchner Philharmonikern, Wiener Symphonikern, dem Orchestre de Paris und Chicago Symphony Orchestra konzertiert. Elena Bashkirova ist die Gründerin und künstlerische Leitung des bedeutenden Jerusalem International Chamber Music Festival. In der Elbphilharmonie präsentiert die beeindruckende Solistin das beliebte Klavierkonzert von Robert Schumann. Als Abschluss der Matinee am Gründonnerstag erklingt die mitreißende Zweite Sinfonie von Ludwig van Beethoven.
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Orchester der Oper Zürich / Regula Mühlemann / Gianandrea Noseda

Elbphilharmonie

Orchester der Oper Zürich Regula Mühlemann, Sopran Dirigent: Gianandrea Noseda Joseph Haydn: L’Introduzione / aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:1A Wolfgang Amadeus Mozart: Et incarnatus est / aus: Große Messe c-Moll KV 427 Joseph Haydn: Il terremoto / aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:1A Giovanni Battista Pergolesi: Cuius animam gementem / aus: Stabat mater Antonio Vivaldi: Sinfonia h-Moll RV 169 »a Santo Sepolcro« Giovanni Battista Pergolesi: Vidit suum dulcem natum / aus: Stabat mater Joseph Haydn: Consummatum est! / aus: Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze Hob. XX:1A Wolfgang Amadeus Mozart: Exsultate, jubilate / Motette für Sopran F-Dur KV 158a Sergej Prokofjew: Suiten aus dem Ballett »Romeo und Julia« op. 64 (Auszüge) Panoptikum der Passion(en) Gianandrea Noseda und das Orchester der Oper Zürich – ein bestens eingespieltes Team, das sich meisterhaft auf die intensive Darstellung großer Gefühle und die Unterstützung berühmter Stimmen versteht. Gemeinsam mit Starsopranistin Regula Mühlemann präsentieren sie in der Elbphilharmonie zu Ostern eine Collage von Werken mit Passionsbezug, die die Figur der leidenden Gottesmutter in den Blick nimmt. Joseph Haydns rein instrumentale Vertonung der »Sieben Letzten Worte« Jesu am Kreuze trifft auf die barocken Schmerzensbilder von Giovanni Battista Pergolesis »Stabat mater«. Die Auszüge aus beiden Werken werden mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart ergänzt. Sein groß angelegtes »Exultate, jubilate« steht am Ende der ersten Hälfte und setzt einen freudvollen und stimmgewaltigen Schlusspunkt. Nach der Pause geht es mit Sergej Prokofjews Ballettmusik »Romeo und Julia« um ganz andere, aber nicht weniger heftige Passionen. Die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur inspirierte Prokofjew wiederum zu seinem wohl berühmtesten Werk. Kein Wunder, stand ihm von tänzerischer Verve über scharfkantige Dramatik bis zum lyrischen Herzschmerz alle Mittel zur Verfügung, die eine ergreifende Darstellung von Shakespeares Tragödie erfordern. Die faszinierende Originalität und Frische seiner Tonsprache verhindert jede billige Gefühlsduselei und lässt die Geschichte in ihrer ungefilterten Dramatik erleben.
Konzerte | Konzert

The Trumpet Shall Sound

Elbphilharmonie

Trompetenensemble Matthias Höfs Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Erik Morales, Itaru Sakai, Samuel Scheidt u.a. Das Trompetenensemble Matthias Höfs setzt sich zusammen aus Studierenden und Absolvent:innen seiner Trompetenklasse an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Unter den Trompeter:innen dieser internationalen Besetzung finden sich Preisträger internationaler Wettbewerbe, die zum Teil schon Spitzenpositionen in den führenden Sinfonie- und Opernorchestern wie den Berliner Philarmonikern, dem Tokyo Symphony und den großen deutschen Rundfunkorchestern innehaben. Unter dem Label Berlin Classics sind bereits vielbeachtete Einspielungen dieser Ausnahmebesetzung veröffentlicht worden. Mit eigenen Arrangements und Kompositionen bietet das Ensemble in den Konzerten ein Programm, das alle Klangfarben der unterschiedlichsten Trompeteninstrumente mit Musik von Barock bis Blues aufzeigt. Unter dem Motto »The Trumpet Shall Sound« erklingen Werke von Scheidt und Bach bis zur Moderne.
Konzerte | Kammerkonzert

Chen Reiss / Sharon Kam / Yael Kareth

Elbphilharmonie

Chen Reiss, Sopran Sharon Kam, Klarinette Yael Kareth, Klavier Robert Schumann: Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 73 Clara Schumann: Sie liebten sich beide / aus: Sechs Lieder op. 13 Liebst du um Schönheit / aus: Zwölf Lieder aus F. Rückert’s Liebesfrühling op. 12 Robert Schumann: Myrthen op. 25 (Auswahl) Gustav Mahler: Das himmlische Leben / aus: Des Knaben Wunderhorn (Bearbeitung für Sopran, Klarinette und Klavier) Clara Schumann: Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22 / Bearbeitung für Klarinette und Klavier Louis Spohr: Sechs deutsche Lieder op. 103 (Auswahl) Elisabeth von Sachsen-Meiningen: Romanze Franz Schubert: Der Hirt auf dem Felsen D 965 Diese drei international renommierten Ausnahme-Künstlerinnen teilen eine Leidenschaft für die Musik auf eindrucksvolle Weise, die einen Kammermusik-Abend auf höchstem Niveau erwarten lässt: Die israelische Sopranistin Chen Reiss, bekannt für ihre interpretatorische Tiefe und stilistische Vielseitigkeit im Liedrepertoire, trifft auf Sharon Kam, geboren auf der Krim, deren innovative Klarinettenkunstwerk eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenössischen Klängen schlägt. Am Klavier komplettiert die vielseitige aus Israel stammende Pianistin und Professorin für Transkulturelle Musikpädagogik Yael Kareth dieses Trio. Individuelle Meisterschaft und harmonisches Zusammenspiel dieser Künstlerinnen versprechen einen großen und emotionalen Abend. Künstlergespräch: 18:45 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal
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Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Konradin Seitzer / Aziz Shokhakimov

Elbphilharmonie

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg Konradin Seitzer, Violine N.N., Viola Dirigent: Aziz Shokhakimov Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante KV 364 / Mit Überschreibungen des 2. und 3. Satzes von Sally Beamish (Uraufführung) Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste op. 14 ZEITSPIEL SIEBEN Die Philharmonischen Konzerte des Staatsorchesters Hamburg werden zu ZeitSpielen und überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen: In diesem Konzert erklingt Sally Beamish’ kompositorische Ergründung von Mozarts Spielregeln – denn der Zweite und Dritte Satz seiner Sinfonia concertante werden durch Neukompositionen aus ihrer Feder ersetzt, inspiriert vom Original. Mozart begegnet uns in unserer heutigen Zeit als Spiegel der Vergangenheit und zugleich durch Beamish als Teil des Hier und Jetzt. Dieses musikalische Spiel ohne Berührungsängste eröffnet neue Perspektiven auf unsere Musikkultur, unser Denken und Sein, auf unsere Art, Musik zu rezipieren. »Mein Werk wird ganz sicher ›spielerisch‹ werden, denn auch Mozart ist oft sehr spielerisch, und ich werde Spaß haben an der Interaktion der beiden Solostimmen sowie zwischen Solist:innen und Orchester. Das Spiel mit musikalischen Ideen gehört zum Kern einer Komposition – indem man ein Fragment aufgreift und schaut, was man damit tun kann.« – Sally Beamish Einführung: 10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
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NDR Elbphilharmonie Orchester / Tabita Berglund

Elbphilharmonie

NDR Elbphilharmonie Orchester Dirigentin: Tabita Berglund Geirr Tveitt: Velkomne med æra / aus: Hundert Volkslieder aus Hardanger op. 151 Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 Herzlich Willkommen, Tabita Berglund! Sie setzt sich mit Leidenschaft für die Werke ihrer skandinavischen Heimat ein: Die norwegische Dirigentin Tabita Berglund. 36 Jahre jung, hat sie bereits viele der bedeutendsten internationalen Orchester geleitet – beim NDR Elbphilharmonie Orchester aber war die gelernte Cellistin bisher nicht zu Gast. Ihren Einstand in Hamburg feiert die frisch gebackene Erste Gastdirigentin der Dresdner Philharmonie jetzt mit dem wohl größten sinfonischen Erfolgshit aus Finnland: mit Jean Sibelius’ Zweiter Sinfonie. »Wie ein Fluss aus kleinen Bächen« – so der Komponist einmal über seine organische Kompositionstechnik – wächst in diesem Stück aus einem simplen Dreitonmotiv ein Thema nach dem anderen bis hin zum breiten Melodiestrom im triumphalen Finale. Gleich nach der Uraufführung im Jahr 1902 wurde das Werk zum Vorbild vieler anderer skandinavischer Komponisten – und bis heute hat keine andere Sinfonie von Sibelius die Beliebtheit dieser genial zwischen romantischer Tradition und Innovation vermittelnden Zweiten schlagen können. Aber Sibelius war und ist natürlich nicht der einzige Komponist aus dem Norden! Buchstäblich »herzlich willkommen« (»Velkomne med æra«) sagt Tabita Berglund in ihrem Debütkonzert daher mit einem ihrer hierzulande eher wenig bekannten norwegischen Landsmänner: Wie seinerzeit Edvard Grieg interessierte sich auch der 1981 verstorbene Komponist Geirr Tveitt für die Volkslieder rund um seinen Wohnsitz am Hardangerfjord und bearbeitete sie in seinen »Hundert Volksliedern aus Hardanger« op. 151 stimmungsvoll für Orchester.
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NDR Elbphilharmonie Orchester / Alexander Melnikov / Tabita Berglund

Elbphilharmonie

NDR Elbphilharmonie Orchester Alexander Melnikov, Klavier Dirigentin: Tabita Berglund Geirr Tveitt: Velkomne med æra / aus: Hundert Volkslieder aus Hardanger op. 151 Piotr I. Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23 Herzlich Willkommen, Tabita Berglund! Sie setzt sich mit Leidenschaft für die Werke ihrer skandinavischen Heimat ein: Die norwegische Dirigentin Tabita Berglund. 36 Jahre jung, hat sie bereits viele der bedeutendsten internationalen Orchester geleitet – beim NDR Elbphilharmonie Orchester aber war die gelernte Cellistin bisher nicht zu Gast. Buchstäblich »herzlich Willkommen« (»Velkomne med æra«) in Hamburg sagt die frisch gebackene Erste Gastdirigentin der Dresdner Philharmonie jetzt mit einem ihrer hierzulande eher wenig bekannten norwegischen Landsmänner: Wie seinerzeit Edvard Grieg interessierte sich auch der 1981 verstorbene Komponist Geirr Tveitt für die Volkslieder rund um seinen Wohnsitz am Hardangerfjord und bearbeitete sie in seinen »Hundert Volksliedern aus Hardanger« op. 151 stimmungsvoll für Orchester. Danach spielt Alexander Melnikov, der wahrscheinlich klügste und individuellste Sprössling der berühmten russischen Klavierschule, ein echtes Highlight der Konzertliteratur für sein Instrument. Zumindest den – auch aus der Fernsehreklame bekannten – Beginn von Piotr Tschaikowskys Erstem Klavierkonzert dürfte jede und jeder mitsingen können. Dabei ist die wirkungsvoll inszenierte Ohrwurm-Melodie bei weitem nicht alles! Glänzend war es dem jungen Komponisten in seinem gewaltigen Konzert-Erstling gelungen, den virtuosen Klavierstil etwa eines Franz Liszt mit einer überwältigenden sinfonischen Orchestersprache und Einflüssen russischer Folklore zu vereinen.
Konzerte | Klavierkonzert

Stefan Bonev / Klavierkonzert

Elbphilharmonie

Stefan Bonev, Klavier Pancho Vladiguerov: Herbst-Elegie & Humoresque / aus drei Klavierstücke op. 15 Piotr I. Tschaikowsky: Die Jahreszeiten (Auswahl) / Zwölf Charakterstücke op. 37b Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier C-Dur op. 53 »Waldstein-Sonate« Franz Liszt: Sonate h-Moll S 178 Das Programm von Stefan Bonev verbindet bulgarische Klangfarben, slawische Romantik und europäische Meisterwerke zu einem dramaturgisch geschlossenen Konzertabend. Mit diesem Programm schlägt Stefan Bonev eine Brücke von den musikalischen Wurzeln seiner Heimat über die slawische Seele Tschaikowskys bis hin zu den großen europäischen Traditionen – ein Abend zwischen persönlicher Identität und universeller Musik.
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Bach: Johannes-Passion / Klaas Stok

Elbphilharmonie

NDR Vokalensemble Concerto Köln Sebastian Kohlhepp, Evangelist N.N., Solist:innen Leitung: Klaas Stok Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion BWV 245 Plastische Klangfarben und berückende Chorsätze Es ist das erste Gerichtsdrama der Geschichte. In Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion steht Jesus vor Pontius Pilatus und soll sich verantworten, während die draußen versammelten Juden seinen Tod fordern. Der Thomaskantor schuf aus dem kargen Evangelium eine ergreifende Tragödie, die bis heute zu den dramaturgisch effektvollsten Werken der Musikgeschichte gehört. Die beinahe szenische Handlung übersetzte Bach in plastische Klangfarben. Den unaufhaltsamen Ablauf von Gefangennahme, Verurteilung und Kreuzigung eröffnet bereits das Orchestervorspiel mit verstörenden Dissonanzen, um dann vorerst in einen berückenden Chorsatz zum Lob Gottes zu münden. Während der Evangelist als Erzähler in den Worten des Alten Testaments durch das Geschehen führt, fügte Johann Sebastian Bach weitere Verse ein als Grundlage für expressive Arien und Chorsätze. Unter den Klängen des von Klaas Stok angeführten Alte Musik-Ensembles Concerto Köln treten die Mitglieder des NDR Vokalensembles aus den Chorreihen heraus. Wie schon bei der viel gelobten Aufführung von Bachs »Weihnachtsoratorium« im Großen Saal der Elbphilharmonie 2023 interpretieren sie hier erneut zahlreiche Solopartien. Als Evangelisten konnte der NDR erneut den gefragten Tenor Sebastian Kohlhepp gewinnen. Er trat schon 2025 für ein Abo-Konzert gemeinsam mit dem NDR Vokalensemble auf und ist regelmäßiger Gast der Salzburger Festspiele. Einführung: 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
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Alex Paxton: How to Eat Your Sexuality

Elbphilharmonie

Klangforum Wien Neue Vocalsolisten Johanna Vargas, Sopran Susanne Leitz-Lorey, Sopran Truike van der Poel, Mezzosopran Daniel Gloger, Countertenor Martin Nagy, Tenor Guillermo Anzorena, Bariton Andreas Fischer, Bass Dirigent: Vimbayi Kaziboni Alex Paxton: How to Eat Your Sexuality für Stimmen, Ensemble und Elektronik »Eine Klangparty, die klingt wie später Beethoven auf Speed«, meint die »Stuttgarter Zeitung« nach der Uraufführung von Alex Paxtons »How to Eat Your Sexuality« im Februar 2025. Niemals verkopft, sondern ganz unmittelbar, wild und bunt kommt das dreiteilige Werk des erfolgreichen Briten daher, dessen Musik die »New York Times« nicht ohne Grund als »den bestgelaunten Sound seit langer Zeit« bezeichnete. Entstanden ist die Komposition für das Stuttgarter Neue-Musik-Festival »Eclat«, in dessen Rahmen das Klangforum Wien, die Neuen Vocalsolisten und eine Riege herausragender Solist:innen mit der Uraufführung im Februar 2025 für Begeisterung sorgten. Nur ein paar Wochen später brachten die Musiker:innen unter der Leitung von Vimbayi Kaziboni das Werk im Wiener Konzerthaus auf die Bühne, nun kommen sie in fast unveränderter Besetzung nach Hamburg. In der Elbphilharmonie ist der Komponist und Jazz-Posaunist Alex Paxton längst kein Unbekannter mehr: Als Gewinner des Claussen-Simon-Kompositionspreises komponierte er für das NDR Elbphilharmonie Orchester sein Werk »World Builder, Creature«, dessen Uraufführung beim Eröffnungskonzert von »Elbphilharmonie Visions« ebenfalls im Februar 2025 internationales Aufsehen erregte. Mit dem Klangforum Wien und den Neuen Vokalsolisten treffen sich auf der Bühne zwei Top-Formationen für zeitgenössische Musik. 1985 gegründet, blickt das preisgekrönte Klangforum Wien bereits auf rund 600 Uraufführungen zurück, und auch die Neuen Vokalsolisten konzertieren sich mit internationalem Erfolg auf die Musik der Gegenwart. »Für die Interpret:innen ist dieses Werk ein virtuoser Drahtseilakt. Wer sich hörend auf ihn einlässt, genießt: So klingt die Utopie einer pluralistischen Gesellschaft«, verspricht die Stuttgarter Kritik. Einführung mit Verena Mogl: 18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal
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Amelie Duchow

Elbphilharmonie

Amelie Duchow, live electronics Fragmentierter Sprachklang Jede Sprache hat ihren eigenen Klang, unabhängig von den Bedeutungen der Worte. Diesem Klang spürt die audiovisuelle Künstlerin Amelie Duchow mit ihrem Projekt »Logos Mater« nach. Aufgenommene Stimmen verfremdet sie elektronisch, verzerrt sie, zerlegt sie und setzt sie neu zusammen, begleitet von elektronischen Sounds und Lichteffekten. Wer möchte, kann selbst Teil dieses Soundexperiments werden, das einen völlig neuen Blick auf Sprache wirft. Amelie Duchow lädt alle Interessierten ein, ihr online Sprachaufnahmen zu schicken, die dann Eingang in »Logos Mater« finden. Mit diesem Ansatz, der ganz nebenbei darauf aufmerksam macht, dass fast 40% der weltweit 7000 gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht sind, gewann sie die Auschreibung »Soundtrack Europe 2025« initiiert von dem Elektronik Label raster media im Rahmen des Programms der europäischen Kulturhauptstadt 2025 Chemnitz. Seit sie 2014 ihr Debütalbum »Tonstich« veröffentlicht hat, ist Amelie Duchow eine feste Größe in der experimentellen Elektronik-Szene. Solo, zusammen mit dem Medienkünstler Marco Monfardini im Duo »Schnitt« oder in anderen Kollaborationen entwickelt sie an Synthesizer und Computer feine, vielschichtige Klangkosmen, stets zusammengedacht mit spannenden Lichtkonzepten.
Konzerte | Klavierkonzert

Pierre-Laurent Aimard / Klavierabend

Elbphilharmonie

Pierre-Laurent Aimard, Klavier Johann Sebastian Bach: Das Wohltemperierte Klavier, Band 2 BWV 870–893 Wohltemperiert gespielt Es gibt Werke, die überdauern Jahrhunderte, ohne zu altern: Johann Sebastian Bachs »Wohltemperiertes Klavier« ist so eines. Vor allem, wenn ein Klangperfektionist wie Pierre-Laurent Aimard am Flügel sitzt und die knapp 300 Jahre alte Musik zu neuem Leben erweckt. Der Franzose hat schon 2015 den ersten Teil in Hamburg gespielt, nun kehrt er 10 Jahre später mit dem zweiten zurück. Aimard ist vor allem als herausragender Interpret für Neue Musik bekannt und gerade deshalb klingt sein Bach so modern. Wie viele Pianist:innen hat er diese Stücke schon in seiner Kindheit gespielt und seitdem faszinieren sie ihn. Mit dem zweiten Teil des Wohltemperierten Klaviers führt er die großen Klavier-Zyklen Bachs zu einem Ende. Seine Einspielungen des barocken Meisters wurden für ihren transparenten und geschliffenen Klang gerühmt. Kaum zu glauben, dass Bach seine zwei bahnbrechenden Zyklen mit jeweils 24 kurzen Stücken vornehmlich als Übungsstücke für seine Schüler:innen komponierte. Während Bach den ersten Teil in jungen Jahren schrieb, entstand der zweite mit der Reife des erfahrenen Meisters. Bach schlängelt sich mit den Präludien und Fugen durch die zwölf Tonarten, abwechselnd Dur und Moll. Wohltemperiert sind die Stücke allerdings nicht wegen der angenehmen Wärme, die sie ausstrahlen. Vielmehr geht es um die Stimmung des Instruments: Es war vorher nicht möglich, alle Tonarten gleichklingend zu spielen. Erst mit der neu entwickelten »wohltemperierten« Stimmweise konnte Bach in die entlegendsten Klangwelten eintauchen.
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Iceland Symphony Orchestra / Kian Soltani / Eva Ollikainen

Elbphilharmonie

Iceland Symphony Orchestra Kian Soltani, Violoncello Dirigentin: Eva Ollikainen Jean Sibelius: Pohjolas Tochter / Sinfonische Fantasie op. 49 Witold Lutosławski: Konzert für Violoncello und Orchester Anna Thorvaldsdóttir: Archora Igor Strawinsky: L’oiseau de feu (Der Feuervogel) / Suite (Fassung von 1919) Strawinsky verleiht Flügel Ein Album mit Filmmusik-Bearbeitungen, die großen Cello-Konzerte des Repertoires, Kammermusik mit Freunden und persische Musik mit seinem Vater: Kian Soltani ist ein unglaublich vielseitiger Künstler. Mit dem Cellokonzert von Witold Lutosławski gewann er zu Beginn seiner steilen Karriere den hochdotierten Paulo Wettbewerb in Finnland – nun bestreitet er mit dem anspruchsvollen Werk das dritte seiner Residenz-Konzerte in der Elbphilharmonie, begleitet vom Iceland Symphony Orchestra. Einen großen Karriere-Durchbruch – allerdings als Komponist und nicht als Interpret – erlebte auch Igor Strawinsky, als 1910 sein Ballett »Der Feuervogel« in Paris uraufgeführt wurde. Frei nach dem russischen Märchen um einen magischen goldenen Vogel verleiht Strawinsky dem Orchester farbenprächtige Flügel, lässt es flattern, in der Sonne glitzern und sich hoch in die Luft erheben. Das Iceland Symphony Orchestra und seine Chefdirigentin Eva Ollikainen, die in Reykjavik in einem architektonisch ähnlich spektakulären Gebäude residieren wie der Elbphilharmonie, flankieren Strawinsky mit mehr märchenhafter Musik: Jean Sibelius erzählt in »Pohjolas Tochter« eine Sage aus dem finnischen Nationalepos Kalevala und Anna Thorvaldsdóttir beschreibt eine raue Urwelt, in der sogar die Orgel des Großen Saals zu Wort kommt. Einführung mit Tobias Knickmann: 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
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Rolando Villazón / PRJCT Amsterdam

Elbphilharmonie

Rolando Villazón, Tenor PRJCT Amsterdam, Ensemble Leitung: Maarten Engeltjes Opernarien und Instrumentalstücke von Wolfgang Amadeus Mozart Hommage an Mozart Rolando Villazón ist nicht nur einer der führenden Sänger der Klassikwelt, sondern auch begeisterter Mozart-Interpret. In seinem ProArte-Konzert bereitet der Startenor dem Publikum ein Fest der Wiener Klassik mit Arien, Szenen und Instrumentalwerken aus den bekanntesten Opern des Salzburger Genies. Nicht fehlen dürfen dabei natürlich Nummern aus der Zauberflöte, Idomeneo und La clemenza di Tito. Mit frischer Leidenschaft widmen sich die jungen Musiker:innen des Ensembles PRJCT Amsterdam den Interpretationen dieser Meisterwerke. Als einer der aufsehenerregendsten neuen Klangkörper erobert das von Maarten Engeltjes gegründete Ensemble für Alte Musik seit 2017 die Musikszene und ist mit seiner abwechslungsreichen Programmgestaltung und spannenden Konzertprojekten mit renommierten Solist:innen mittlerweile auf vielen der großen Bühnen anzutreffen.
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Orchestre de la Suisse Romande / Khatia Buniatishvili / Jonathan Nott

Elbphilharmonie

Orchestre de la Suisse Romande Khatia Buniatishvili, Klavier Dirigent: Jonathan Nott Claude Debussy: Images für Orchester Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 In allen Farben der Freiheit Brahms und Buniatishvili – das ist eine geradezu himmlische Kombination. Die Offenheit und die Zeitlosigkeit, die in den großen Linien des Zweiten Klavierkonzerts von Johannes Brahms bereits angelegt sind, treffen in Khatia Buniatishvili auf eine Interpretin, die Freiheit als das höchste Gut betrachtet: »Man ist wie in Trance allein mit dem Klavier, folgt einfach der Musik und fühlt plötzlich eine große Harmonie in sich. Die Freiheit der Interpretation geht einher mit der Freiheit von sich selbst«, beschrieb sie einmal ihren Idealzustand. Künstlerin und Privatperson, Orchester und Solistin, Notentext und Klang verschmelzen auf diese Weise zu einer untrennbaren Einheit. Gelingen kann das, wenn man sich mit seinen musikalischen Partnern so blind versteht wie die Wahlpariserin mit dem Orchestre de la Suisse Romande, das in der zweiten Konzerthälfte mit Debussys »Images« für Orchester und seinem berühmten Mittelteil »Ibéria« das ganz große Klangfarbenset auspacken darf.
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Ray Chen / Amsterdam Sinfonietta / Candida Thompson

Elbphilharmonie

Ray Chen, Violine Amsterdam Sinfonietta Candida Thompson, Violine und Leitung Béla Bartók: Divertimento für Streichorchester Sz 113 Giuseppe Tartini: Sonate g-Moll »Teufelstriller-Sonate« Pietro Locatelli: Concerto grosso à quattro è à cinque op. 1/11 Astor Piazzolla: Las cuatro estaciones porteñas (Vier Jahreszeiten von Buenos Aires) / Fassung für Violine und Orchester Tango und Teufelstriller Der Legende nach empfing Giuseppe Tartini die Inspiration für seine hochvirtuose Teufelstriller-Sonate im Traum – und zwar von niemand Geringerem als dem Teufel selbst. Dass sie buchstäblich teuflisch schwierig ist, versteht sich somit von selbst. Mit Stargeiger Ray Chen steht jedoch glücklicherweise ein Künstler auf der Bühne, dessen atemberaubende Technik dem Werk mehr als gewachsen ist. Und er befindet sich in bester Gesellschaft: Die Amsterdam Sinfonietta muss hier sicher niemandem mehr vorgestellt werden. In Béla Bartóks spritzigem Divertimento für Streichorchester lässt das niederländische Spitzenensemble den spitzbübischen Humor des ungarischen Großmeisters funkeln. Und nach der Pause erwartet das Publikum nicht nur das Concerto grosso von Pietro Locatelli, sondern erneut Ray Chen, der mit den Tango-Impressionen »Cuatro estaciones porteñas« von Astor Piazzolla den Saal aus den Angeln heben dürfte.
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Ensemble Resonanz / Alena Baeva / Riccardo Minasi

Elbphilharmonie

Ensemble Resonanz Alena Baeva, Violine Dirigent: Riccardo Minasi Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune / Bearbeitung für Kammerorchester von Paolo Fradiani Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26 Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie g-Moll KV 183 Maurice Ravel: Le tombeau de Couperin (Vervollständigte Fassung für Orchester von Gianluca Cascioli) Riccardo Minasi und das Ensemble Resonanz haben mit ihren Mozart-Interpretationen bereits bewiesen, dass sie Klassik mit der Energie eines Rockkonzerts aufladen können und zeigen auch bei anderen Meisterwerken Temperament und Tiefgang. Zusammen mit der gefeierten Geigerin Alena Baeva entfachen sie ein Feuerwerk aus Klangfarben und Emotionen: von Debussys schillernden Farben über Bruchs leidenschaftliches Violinkonzert und Mozarts »kleiner g-Moll Sinfonie« bis hin zu Ravels eleganter Hommage an barocke Tanzformen. Wie verbringt eigentlich der Faun seinen Nachmittag? Die schönen Nymphen, die er mit seinem Flötenspiel locken wollte, entwichen ihm, er sieht sich verschmäht – festhalten kann er sie nur in seiner erotisch aufgeladenen, kreisenden Fantasie. Doch Sehnsucht ist besser als Erfüllung, denn, sagt Pierre Boulez so schön, »nach der Flöte des Fauns atmet die europäische Musik anders« – und nahm auf die Bedeutung von Debussys Werk für die Moderne Bezug. Debussys Prélude versetzt den Konzertsaal in träumerische Schwingung, ein sanfter Rausch aus Licht und Farbe, in dem Zeit und Raum zu fließen scheinen. Dann lodert das Feuer – eine Lovestory in drei Kapiteln: Herzklopfen, Hingabe, Ekstase. Max Bruchs Violinkonzert gehört zu den expressivsten Werken der Romantik – voller Sehnsucht, Leidenschaft und virtuos aufwallender Emotionen. Alena Baeva, eine der faszinierendsten Geigerinnen ihrer Generation, bringt mit ihrem unverwechselbaren Klang die tiefen Empfindungen dieses Meisterwerks hervor. Heiße Ohren und glühende Herzen garantiert. Auch Mozart kann brennen: Seine Sinfonie Nr. 25 g-Moll – oft als »kleine Schwester« der berühmten 40. Sinfonie bezeichnet – pulsiert vor ungestümer Dramatik, in der dunkle Leidenschaft und jugendliche Unruhe miteinander ringen. Ravels »Le Tombeau de Couperin« ist eine Hommage an barocke Tanzformen und zugleich ein liebevolles Gedenkstück an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Freunde des Komponisten.

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