Ausstellungen / Museum
Staatlische Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Forum Hamburger Bahnhof
- Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Schlüssel zur christlichen Kunst
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Das Museum Berggruen zu Gast in der Sammlung Scharf-Gerstenberg
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Die Sammlungen. The Collections. Les Collections
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Museum
Naturhistorisches Museum Bern
Bern, Bernastrasse 15
- Naturlabor - Ausstellung, Arena, Atelier
- Wunderkammer - Die Schausammlung
- Auf eigene Faust - Entdeckungsreise für Familien und Kinder
- 5 Sterne - Sensationeller Fossilienfund aus dem Jura
- Barry - Der legendäre Bernhardinerhund
- Riesenkristalle - der Schatz vom Planggenstock
- Schweizer Museum für Wild und Jagd
- Käfer & Co. - Die bunte Welt der wirbellosen Tiere
- Tiere der Schweiz - Auerhahn, Steinbock & Co.
- Tiere des Nordens - Walross, Grizzly & Co.
- Die grosse Knochenschau - Im Bauch des Wals
- Flossen-Füsse-Flügel - Der Werdegang der Wirbeltiere
- Picas Nest - Wald-Erlebnisraum für die ganze Familie
- Steine der Erde - Meteoriten, Diamanten & Co.
- Tiere Afrikas
- Vom Sofa direkt in die Sammlung
- Ausstellung zu Erdwissenschaften mit den Fachgebieten Mineralogie und Paläontologie
Ausstellungen / Museum
Musei Vaticani
Città del Vaticano, Viale Vaticano
- Stanze di Raffaello

- Museo Pio Cristiano

- Museo Etnologico Anima Mundi

- Braccio Nuovo

- Cappella Niccolina
- Collezione d’Arte Contemporanea

- Galleria Lapidaria
- Lapidario Ebraico

- Museo Chiaramonti
- Museo Cristiano
- Museo Gregoriano Egizio

- Museo Gregoriano Etrusco

- Museo Gregoriano Profano

- Museo Pio Clementino

- Museo Profano

- Sala delle Nozze Aldobrandine

- Sala dell’Immacolata

- Ricche collezioni di arte, archeologia ed etno-antropologia create dai Pontefici nel corso dei secoli.
Ausstellungen
| Ausstellung
Ausstellungen
| Ausstellung
Hype und Hochkultur
Wiener Festwochen
Aus tausenden von Festwochen Plakaten schöpfend, zeigt die Ausstellung eine Auswahl der prägendsten Kampagnen der Wiener Festwochen und eröffnet ein außergewöhnliches Panorama auf deren Geschichte. Manche dieser Plakate spiegeln subtil den Zeitgeist wider, andere lösen bei den Bewohner:innen dieser Stadt sofort Erinnerungen aus: an unvergessene Theaterskandale, hitzige Debatten – und vor allem an große Kunsterlebnisse. Stadtgesellschaftlich brisante Ereignisse wie die Arena-Besetzung im Jahr 1976 klingen ebenso an wie ikonische Momente, etwa das Falco-Eröffnungskonzert 1985. Die Plakatchronik zeigt den Wandel der Zeiten und Designsprachen, vor allem aber die Entwicklung des Festivals selbst hin zu seiner heutigen Form und visuellen Identität. Im Zuge der Ausstellung wird zudem erstmals der gesamte Bestand des Festwochen Plakatarchivs digital zugänglich gemacht: grafische Experimente, visionäre Designentwürfe und legendär humorvolle Kampagnen. Ein gemeinsames Projekt der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien und des MAK – Museum für angewandte Kunst in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus Hinweise Jede Eintrittskarte der Wiener Festwochen | Freie Republik Wien 2026 ermöglicht bis 20. September den ermäßigten Eintritt zu 10 Euro. Weitere Information unter mak.at
Ausstellungen
| Ausstellung
Johannes Brahms - Zeichen, Bilder, Phantasien
Brahms-Festival
Johannes Brahms war nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenmensch. Gelegentlich erlag er bei Museumsbesuchen selbst der Faszination, die von der unmittelbaren Nähe zum Original ausgehen kann. Wie Joseph Victor Widmann, sein Begleiter auf mehreren Italienreisen, berichtet, konnte ihn die "reine, hohe Schönheit" der Kunstwerke in den dortigen Museen bisweilen zu Tränen rühren. Unter dem Titel "Johannes Brahms – Zeichen, Bilder, Phantasien" präsentiert das Brahms-Institut Schätze aus seiner Sammlung und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern damit diese besondere Nähe zum Original: Gezeigt werden faszinierende Objekte wie Brahms’ Adressbuch, ein von Brahms signierter Fächer, seine persönlichen Briefe und Fotografien. Notenhandschriften des Komponisten machen jenen magischen Moment erlebbar, in dem Musik entsteht. Vier Hörstationen runden die Ausstellung ab. Klang und Bild verbinden sich zu einem einzigartigen Erlebnis – ganz im Sinne Brahms’, der 1888 selbst erkannte, dass Musik erst durch das Hören wirklich lebendig wird. Ab Februar 2025 geöffnet: mittwochs und samstags von 14 bis 18 Uhr
Ausstellungen
| Ausstellung
Kerry James Marshall
Kunsthaus Zürich
Lassen Sie sich diesen Frühling/Sommer von den monumentalen Gemälden des US-amerikanischen Künstlers Kerry James Marshall bewegen. Seine kraftvollen Bilder erzählen vom Leben und von der Geschichte Schwarzer Amerikaner:innen und sind durchdrungen von Farbe, Schmerz, Hoffnung und Lebendigkeit. Der afro-amerikanische Künstler Kerry James Marshall (*1955 Birmingham, Alabama, lebt in Chicago) gilt als einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart. Seine grossformatigen, vielschichtigen Werke stellen Schwarze Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Seit den frühen 1980er-Jahren setzt sich seine Malerei mit der westlichen Tradition der Historienmalerei auseinander und hinterfragt deren Leerstellen und Ausschlussmechanismen. Kunsthistorische Referenzen verbinden sich mit Motiven aus Popkultur, politischer Geschichte, afro-amerikanischem Alltag und persönlichen Erinnerungen zu komplexen Bildräumen von hoher erzählerischer Dichte. Intensive Farbigkeit, technische Virtuosität und präzise Komposition prägen die Gemälde, in denen Fragen von Repräsentation, Macht, Zugehörigkeit und historischer Verantwortung ebenso verhandelt werden wie Freude, Präsenz und Hoffnung. Das Kunsthaus Zürich zeigt mit dieser Ausstellung die erste gross angelegte Überblicksschau des Künstlers im deutschsprachigen Raum mit zentralen Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen sowie neuen Gemälden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Royal Academy of Arts, London, und dem Musée d’Art Moderne de Paris und wurde unter der Leitung von Mark Godfrey in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen realisiert, darunter Cathérine Hug für das Kunsthaus Zürich. Unterstützt von David Zwirner. «Ich versuche, die schwarzen Farben, die ich verwende, ebenso komplex zu machen wie jede andere Farbe auf der Palette.» — Kerry James Marshall (Bild: Kerry James Marshall, De Style, 1993, Los Angeles County Museum of Art, purchased with funds provided by Ruth and Jacob Bloom. © Kerry James Marshall. Foto by Jack Hems)
Ausstellungen
| Installation
Organism + Excitable Chaos
MaerzMusik
„Organism untergräbt die sozio-historische Tonalität der Orgel, die den Triumph der Zivilisation über die Turbulenzen der Natur darstellt. Das Werk befreit hingegen ihre verborgene, turbulente Materialität. Eine Casavant-Pfeifenorgel aus dem Jahr 1910 wurde von einem historischen Ort in Montréal vor der drohenden Gentrifizierung gerettet und in ihrer pneumatischen Architektur modifiziert. Stabilisierungen wurden entfernt, die historisch betrachtet darauf abzielten, turbulente Strömungen zu eliminieren und die unkontrollierbare Klangwelt des Instruments zu befrieden. Lange unterdrückte Timbres erklingen nach Jahrhunderten der klanglichen Unterdrückung erstmals wieder. Die für das Werk ausgewählten Pfeifen weisen ein Höchstmaß an Instabilität auf und es kommt zu sogenannten Kantentonsprüngen. So werden diskontinuierlich subtilste Schwankungen erzeugt, was die energetischen Wechselwirkungen des Systems sinnlich erfahrbar macht. Excitable Chaos wurde entwickelt, um unvorhersehbare kompositorische Zukunftsszenarien zu ermöglichen. Es handelt sich um ein nichtlineares Bewegungssystem, das durch den schnellen Austausch von potenzieller und kinetischer Energie zwischen seinen drei beweglichen Armen animiert wird. Gleitende Drehgelenke verschieben die allgemeine Gravitationsdynamik des Systems, während subtile Anpassungen der Dämpfergewichte seine kinetischen Resonanzen, Phasen und Grooves verfeinern. Diese Massen-Orbital-Modulationen ermöglichen es Excitable Chaos , unablässig chaotische Bewegungssysteme zu erzeugen, von denen jedes für sich ein stochastisches Universum darstellt. Der Tanz von Excitable Chaos mit der Schwerkraft (dessen energetische Spannungen, Korrelationen und Umwälzungen kontinuierlich aufregende Welten formen und wieder auflösen) wird drahtlos erfasst und datenbasiert modelliert, um seine innere Lebendigkeit zu offenbaren. Durch die Verarbeitung dieses Stroms „lebendiger” Daten kann die generative Bewegung von Excitable Chaos die aerodynamischen Schwellenwerte von Organism steuern und kinetisches Chaos in einen Dialog mit akustischer Turbulenz bringen. Jede Welle eröffnet einen unbestimmten Zyklus kaskadenartiger Schwingungen, während sich im Laufe der Zeit chaotische Grooves stabilisiren. Die daraus resultierenden turbulenten Sonifikationen des Chaos dienen als Meditationen über das Gefühl des Einsseins, das spontan im Leben und in der Natur entsteht. Zugleich stellen sie eine Reflektion darüber dar, wie diese wilde, aber steuerbare Relationalität uns helfen könnte, noch unbekannte Welten auszudrücken.” – Navid Navab Navid Navab – Konzept, Regie, Komposition, Skulptur, Programmierung, Design, Elektronik, Performance Garnet Willis – Technik, Skulptur, Design, Elektronik Transductive Formations – Produktion Camille Desjardins, Jean-Michaël Celerier, Philippe Vandal, Evan Montpellier, Eric L’Ecuyer – Assistenz Research partners: SAT Montréal × Québec Ministry of Innovation (pendulum microcontroller IoT), Topological Media Lab × Fonds de recherche du Québec, X-IO Technologies (pendulum IMU sensor fusion) Residencies: Werktank, FIBER, iii, iMAL, Recto-Verso, Hexagram, Milieux, Ateliers Belleville
Ausstellungen
| Ausstellung
Shilpa Gupta. What Still Holds
Staatliche Museen zu Berlin
Ausgangspunkt von Shilpa Guptas Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof ist das monumentale Werk TRUTH an der Schnittstelle von Sprache, Macht und Kontrolle. Während sich die Besucher*innen durch die überdimensionalen Buchstaben im Ausstellungsraum bewegen, hinterfragt das Kunstwerk Mechanismen, die Wahrheit bewahren oder verschleiern. Die skulpturale Installation zeigt auf, wie gemeinschaftlicher Fortschritt davon abhängt, Wahrheit zu beschützen und zu hinterfragen. Ergänzt um weitere Werke der Künstlerin wird Guptas Ausstellung im Hamburger Bahnhof im Dialog mit der Sammlungspräsentation Joseph Beuys gezeigt. Die parallele Betrachtung verweist auf Ähnlichkeiten im Umgang mit Sprache, Partizipation und soziale Reflexion. Als Teil des Jubiläumsprogramms hebt die Ausstellung den künstlerischen Austausch als zentrales Thema des Hamburger Bahnhofs seit der Museumsgründung hervor. Shilpa Gupta (geboren 1976 in Mumbai, Indien) lebt und arbeitet in Mumbai. Guptas multidisziplinäre Praxis aus Installation, Video, Skulptur und Performance setzt sich mit der sozialen Gliederung der Gesellschaft sowie mit gemeinsamen Geschichten und deren soziopolitischer Folgen auseinander. Ihre Installationen verhandeln oft Formen der Vermittlung von Informationen und Gefühlen durch das geschriebene, gesprochene oder gesungene Wort und wie diese geteilt oder systematisch unterdrückt werden. Ausgewählte Einzelausstellungen: Ishara Art Foundation, Dubai (2025); Centro Botín, Santander (2024); Amant, New York (2023); MAXXI L'Aquila (2023); M HKA, Antwerp (2021); Dallas Contemporary, Dallas (2021); Barbican Centre, London (2021); Contemporary Arts Center, Cincinnati (2010). Gupta erhielt 2025 den Possehl Prize for International Art. Nach Naama Tsabar, Andrea Pichl und Delcy Morelos, ist dies die vierte Ausstellung einer Künstlerin im Dialog mit der Joseph Beuys Sammlungspräsentation in der Kleihueshalle im Hamburger Bahnhof. Katalog zur Ausstellung Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Kuratorisches Team Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil, Direktor Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Ulya Soley, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof . 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
Ausstellungen
| Ausstellung
Skandal!
Skandal!
Hermione von Preuschen und der Mors Imperator
Staatliche Museen zu Berlin
Die Alte Nationalgalerie widmet sich in der Ausstellung "Skandal! Hermione von Preuschen und der 'Mors Imperator'" der Malerin, Schriftstellerin und Weltreisenden Hermione von Preuschen. Im Mittelpunkt steht ihr 1887 entstandenes Gemälde „Mors Imperator“, dessen Zurückweisung durch die Berliner Akademie der Künste sie schlagartig bekannt machte. "Das Genie [ist] so frei, sich nicht ans Geschlecht zu kehren, es fliegt in die Seelen wem und wie es will". Diese Worte äußerte die Malerin, Dichterin und Weltreisende Hermione von Preuschen auf dem "Internationen Frauenkongress" in Berlin 1896, auf dem sie sich mit ihrer Rede "Über das künstlerische Studium der Frau" für die Emanzipation der Frauen einsetzte, denen damals die Ausbildung an den Akademien verwehrt war. Die 1854 in Darmstadt geborene Künstlerin hatte ab 1872 für drei Jahre Malunterricht bei Ferdinand Keller in Karlsruhe genommen, unter dessen Einfluss sie ihren dekorativen, pathetischen Stil entwickelte und das "historische Stillleben" für sich entdeckte. 1887 schuf sie ihr bemerkenswertes Gemälde "Mors Imperator", mit dem sie eine Reihe großformatiger symbolistischer Kompositionen eröffnete. Im Zentrum des Gemäldes steht ein Skelett als Herrscherfigur im Purpurmantel mit Hermelinpelz. Mit der rechten Hand auf ein Schwert gestützt, stößt es mit der linken in einer autoritären Geste den prächtigen Thron um. Die Gestalt trägt auf dem Schädel eine eiserne Zackenkrone, während eine mit Edelsteinen besetzte Krone zu Boden fällt. Der rechte Fuß steht auf einer Erdkugel – der Tod erscheint hier als triumphierender Herrscher über die Welt. Von Preuschen sandte das Werk 1887 nach Berlin zur Akademieausstellung. Deren Jury lehnte das Bild jedoch ab, weil sie in der Darstellung eine Anspielung auf den 90-jährigen Kaiser Wilhelm I. sah. Auch nachdem es der Malerin gelungen war, die Erklärung des Kaisers zu erwirken, keinen Einwand zu erheben, verweigerte die Akademiejury weiterhin die Annahme des Gemäldes. Inzwischen war auch die künstlerische Ausführung kritisiert worden, die man zuvor noch gelobt hatte: »Der unkünstlerische Ausdruck eines schiefen Gedankens.« Der weitere Verlauf offenbart von Preuschens hervorragendes Verständnis für die Mechanismen des Kunstbetriebs und die Macht öffentlicher Aufmerksamkeit sowie ihr ausgeprägtes Selbstbewusstsein in einer Zeit, in der Künstlerinnen erheblichen Widerständen begegneten. Als taktischen Gegenzug mietete sie in Berlin Räume in der Leipziger Straße 43, um das umstrittene Gemälde, dessen Zurückweisung bereits in der Presse diskutiert wurde, gegen Eintritt öffentlich zu zeigen. Der Erfolg war überwältigend. Zahlreiche Besucher strömten herbei, Zeitungen berichteten ausführlich, und nicht wenige Kritiker stellten die Entscheidung der Jury offen in Frage. Die damals 33-jährige Malerin konnte ihren Triumph feiern: Der Skandal um »Mors Imperator«wurde zum Stadtgespräch und machte sie schlagartig berühmt. Neben dem Gemälde werden Publikationen, Briefe und Fotos präsentiert, die sowohl den Skandal um von Preuschens wohl bekanntestes Bild als auch ihr Wirken als Schriftstellerin, Weltreisende und Bauherrin des „Tempio Hermione“ in Lichtenrade, einem Vorort Berlins, dokumentieren. Kuratorin: Birgit Verwiebe (Bild: Hermione von Preuschen: Mors Imperator (Detail), 1887, Privatbesitz © Alte Nationalgalerie, Mika Wißkirchen)
Ausstellungen
| Ausstellung
Schicksal in den Sternen. Die Anfänge des Tierkreises
Staatliche Museen zu Berlin
Die Ausstellung im Neuen Museum widmet sich der Geschichte und der Bedeutung des Tierkreises von Babylonien bis Ägypten und die Griechisch-römische Welt. In mehrere Themenbereiche untergliedert, stellt sie den antiken Tierkreis aus aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive vor. “Was ist dein Tierkreiszeichen?” Diese Frage wird auch heute, im Zeitalter der Wissenschaft, noch oft gestellt. Der Tierkreis fasziniert die Menschen seit der Antike. Er vereint Mensch und Kosmos, Himmel und Erde, Astronomie und Astrologie, Wissenschaft und Glaube, Tradition und Innovation, Sicherheit und Unsicherheit, Harmonie und Dissonanz. Aber was genau ist der Tierkreis? Ein Orakel, das Zeichen für die Zukunft erzeugt? Ein Spiegel, der Einblicke in die Psyche liefert? Eine Projektionsfläche für unser Streben nach Wissen und Sicherheit? Ein Koordinatensystem, das die Bewegung der Planeten berechenbar macht? Ein sichtbarer Ausdruck der himmlischen Harmonie? Oder all diese Dinge zugleich? Und woher kommt er, wie hat er sich über die Welt verbreitet, wofür wurde er benutzt, und wie wurde er dargestellt? Was ist die zeitgenössische Bedeutung des Tierkreises? In der öffentlichen Wahrnehmung wird der Tierkreis heute vor allem mit Horoskopen in Verbindung gebracht. Die Einführung des Tierkreises war ein Wendepunkt in der Astrologie. Zusammen mit dem Tierkreis entstand in Babylonien die Horoskopie als neue astrologische Praktik, die erstmals nicht nur Königen und Herrschern, sondern auch Privatpersonen aus diversen Schichten der Gesellschaft zugänglich war. Heute ist sie weltweit populär wie nie zuvor, obwohl sie als esoterische Praktik und Pseudowissenschaft eingestuft wird. Sie basiert auf dem Glauben, dass der Stand der Planeten zur Zeit der Geburt Hinweise über das Wesen und das Schicksal eines Menschen enthält. Dieser Glaube entstammt dem zeitlosen menschlichen Bedürfnis nach Sinngebung, Kenntnis über sich selbst und die Zukunft, Sicherheit und Methoden zur Bewältigung von Unsicherheit. Was könnte sinnvoller und attraktiver sein als die Erkenntnis, dass Wesen und Schicksal des Menschen mit dem Kosmos verknüpft sind? Die Aktualität des Tierkreises erstreckt sich auch auf wissenschaftliche und kulturelle Praktiken, die von zentraler Bedeutung für die moderne Gesellschaft sind. Wir sind daran gewöhnt, über Computer und Apps permanenten Zugang zu Daten, Analysen, Berechnungen und Prognosen zu haben. Die Wurzeln von systematischer Beobachtung, Datensammlung, Datenanalyse, Algorithmen, Berechnung und Vorhersagung liegen im Tierkreis und in den astronomischen Rechenverfahren, die im Zusammenhang mit dem Tierkreis in der Antike entwickelt wurden. Außerdem ist die Reise des Tierkreises und der damit verknüpften neuen astronomischen und astrologischen Kenntnisse und Praktiken durch die antike Welt ein Paradebeispiel für Innovation, Globalisierung, interkulturellen Austausch und Multikulturalität - zentrale und aktuell vieldiskutierte Gesellschaftsthemen. Die Ausstellung im Neuen Museum stellt in mehreren Themenbereichen den Tierkreis der alten Welt aus aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive vor. Anhand von Artefakten aus Berliner Museen, darunter solchen, die noch nie ausgestellt wurden, führt sie die Besucher auf eine multikulturelle Reise durch Raum und Zeit, von Babylonien nach Ägypten, Griechenland und Rom (ca. 400 v. Chr. - 400 n. Chr.) und erklärt den Tierkreis vor dem Hintergrund seiner heutigen Bedeutung. Kuratorisches Team Die Ausstellung entstand in einer Kooperation zwischen dem Ägyptische Museum und Papyrussammlung, dem Vorderasiatischen Museum und dem Forschungsprojekt “ZODIAC - Ancient Astral Science in Transformation” (European Research Council / Freie Universität Berlin). Publikation Zur Ausstellung wird ein reich bebilderter Katalog erhältlich sein. (Bild: Malerische Umsetzung des runden Himmelsbildes aus Dendera an einer Decke im Neuen Museum (Detail) © Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Foto: Sandra Steiß)
Ausstellungen
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Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger.
Ghostbuster: Zhong Kui, der Geisterjäger.
Hier zum Schutz der Familie
Staatliche Museen zu Berlin
Legenden zufolge soll Zhong Kui 鍾馗 ein brillanter Gelehrter gewesen sein. Obwohl er in der kaiserlichen Beamtenprüfung „Prüfungserster“ wurde, verweigerte der Kaiser ihm aufgrund seines Aussehens diesen Ehrentitel (狀元). Aus Wut nahm er sich das Leben. Der Höllenkönig erkannte jedoch sein Potenzial und beauftragte ihn, böse Geister zu jagen. In der Kunst wird Zhong Kui oft als mit Beamtenhut, buschigem schwarzem Bart, hervorquellenden Augen und zornigem Gesichtsausdruck dargestellt. Mal schwingt er ein Schwert, mal ist er der pflichtbewusste Bruder, der seine Schwester vermählt. Holzschnitte mit ihm auf Haustüren beschützen besonders zum Neujahr oder Drachenboot-Fest Geschäfte und Familienheime. Heute erscheint Zhong Kui Geister jagend auch in Videospielen. Kuratorin Die Ausstellung wird kuratiert von Birgitta Augustin. Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Humboldt Forum, Raum 319, „Künstler und Kenner“ (Bild: Zhong Kui als Beschützer des Hauses, China, Zhuxianzhen, Provinz Henan, 1. Hälfte 20. Jh., Holzschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst)
Ausstellungen
| Ausstellung
Brancusi
Staatliche Museen zu Berlin
Brancusi (1876-1957) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts. Nach traditionell-akademischen Anfängen in Rumänien fand er ab 1907 in Paris zu einem eigenen Stil. Seine organischen bis auf das Wesentliche reduzierten Skulpturen machen ihn zum Vorreiter der skulpturalen Abstraktion im frühen 20. Jahrhundert. Brancusis stetige Suche nach einem künstlerischen Ideal manifestiert sich in den formalen Variationen weniger Motive und dem Spiel mit wechselnden Materialien und Oberflächen. Gekonnt nutzte er spezifische Sockel, Licht, Bewegung sowie Fotografie und Film, um seine Skulpturen in Szene zu setzen. In Kooperation mit dem Centre Pompidou in Paris zeigt die Neue Nationalgalerie die erste Werkschau des Ausnahmekünstlers seit über 50 Jahren in Deutschland. Mit über 150 Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Filmen und bisher kaum gesehenen Archivmaterialien aus dem Centre Pompidou sowie aus weiteren privaten und öffentlichen internationalen Sammlungen, präsentiert die Ausstellung den bisher umfangreichsten Überblick über Brancusis vielseitiges Schaffen. Neben Hauptwerken wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“, „Schlummernde Muse“ oder „Unendliche Säule“zeigt die Ausstellung eine Teilrekonstruktion des berühmten Ateliers von Brancusi, das damit erstmals seit seiner Übergabe an den französischen Staat 1957 außerhalb von Paris zu sehen ist. Während das Werk von Constantin Brancusi in Frankreich sehr populär ist, ist der Bildhauer in Deutschland bisher nur Eingeweihten ein Begriff. Die Ausstellung soll dem Künstler auch in Deutschland die ihm gebührende Wahrnehmung verleihen. Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und von Herrn Emmanuel Macron, Präsident der Französischen Republik. Kuratiert von: Klaus Biesenbach und Maike Steinkamp, Neue Nationalgalerie sowie von Ariane Coulondre und Valérie Loth, Centre Pompidou, Paris Kuratorische Assistenz: Nikola Richolt Projektmanagement: Andre Odier, Sina Jentzsch Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie. Eine Sonderausstellung der Neuen Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Centre Pompidou (Bild: Muse endormie, 1910, Bronze © Succession Brancusi, Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI/Philippe Migeat/Dist. GrandPalaisRmn, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025)
Ausstellungen
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Tausend Pinsel, ein Stil! (Teil 2).
Tausend Pinsel, ein Stil! (Teil 2).
Das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft
Staatliche Museen zu Berlin
Kano – für fast vierhundert Jahre zwischen den 1480ern und 1880ern steht dieser Familienname in Japan durch einen kohärenten, wiedererkennbaren Stil als Marke für Bilder der Macht. Organisiert als familienähnlicher Verbund von Werkstätten unter der Leitung eines männlichen Oberhaupts, kann das Netzwerk der Kano ab dem 17. Jahrhundert jederzeit eine Vielzahl von Malern mobilisieren, die selbst umfangreichste Großprojekte wie etwa die Ausmalung schlossartiger Residenzen arbeitsteilig organisieren und in kürzester Zeit realisieren. Die Möglichkeit, begabte Schüler durch Adoption und häufig Verheiratung mit weiblichen Familienangehörigen in das Haus Kano aufzunehmen, sichert dessen Kontinuität und sorgt regelmäßig für neue Talente. Erst der Niedergang der Militäraristokratie im 19. Jahrhundert leitete auch das Ende der Kano ein. Dieser zweite Teil der Wechselpräsentation zeigt eine Auswahl von Malerei der Kano aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst mit Schwerpunkten auf jahreszeitlichen Bildern und der Entwicklung der Kano-Tradition im 18. und 19. Jahrhundert. „Tausend Pinsel, ein Stil! – das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft“ ist eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum, Raum 318, „Kunst aus Japan“. (Bild: Werkstatt des Kano Jinnojō (k.D., tätig 1. H. 17. Jh.) zugeschrieben, Landschaft mit Figuren, Stellschirm zu 6 Paneelen, Tusche, Farben und Gold auf Papier © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann / Jörg von Bruchhausen)
Ausstellungen
| Ausstellung
Giulia Andreani: Sabotage
Staatliche Museen zu Berlin
Giulia Andreani eröffnet das Jubiläumsprogramm des Hamburger Bahnhof mit Gemälden, die Brüche in offiziellen Geschichtsschreibungen sichtbar machen. Andreanis künstlerische Praxis des „Malens mit Fotografien“ lebt vom Spannungsfeld zwischen autoritären Figuren und vergessenen Gestalten der Vergangenheit. Ausgangspunkt der figurativen, monochromen Gemälde, deren Paynesgrau an historische Fotografien erinnert, sind Familienalben oder Archive. Sie enthüllen Geschichten, thematisieren kollektives Vergessen und öffnen neue Bedeutungsschichten für die Gegenwart. Andreanis Jubiläumsbeitrag rahmt historische Sammlungen durch zeitgenössische Perspektiven neu: Die Ausstellungsarchitektur verweist auf Sigmar Polkes Ausstellung „Drei Lügen der Malerei“ im Hamburger Bahnhof von 1997 und ihre Gemälde werden gemeinsam mit Werken der Antikensammlung, des Kunstgewerbemuseums, des Museums Europäischer Kulturen und des Kupferstichkabinetts gezeigt. Andreani (geboren 1985 in Mestre, Italien) studierte Malerei an der Accademia di Belle Arti in Venedig und Kunstgeschichte der Gegenwart an der Sorbonne Paris. 2018 war Andreani Stipendiatin der Villa Medici, der Französischen Akademie in Rom. 2022 stand sie auf der Shortlist für den Prix Marcel Duchamp. Ihre Arbeiten sind vertreten in Sammlungen u. a. Centre Pompidou (Frankreich), Musée National de l'Histoire de l’Immigration (Frankreich), Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (Italien), MASI (Schweiz) und MASP (Brasilien). Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof ist Andreanis erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Emily Finkelstein, Assistenzkuratorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Giulia Andreani, L'improduttiva, Detail, 2023 © Giulia Andreani / VG Bild-Kunst, Bonn 2025, courtesy of Galerie Max Hetzler & Collezione Maramotti / Foto: Charles Duprat)
Ausstellungen
| Ausstellung
Jerszy Seymour: Mutuogenesis
Staatliche Museen zu Berlin
„Mutuogenesis“ ist eine lebendige soziale Skulptur als Ausstellung und Prototyp einer neuen Form des Lebens, Lernens, Produzierens und der Gemeinschaft, deren Kern soziale und ökologische Gerechtigkeit bildet. Zwischen dem Neuköllner Co-Lab „Lucky Garage“ im Stadtteilzentrum Falscher Fisch und dem Kunstgewerbemuseum findet die Zusammenarbeit des Künstlers und Designers Jerszy Seymour mit der internationalen, jungen Community der S27 – Kunst und Bildung statt. Durch die Gemeinschaftsarbeit entsteht eine immersive, vielfarbige, mutuogene Umgebung aus wiederverwerteten Materialien, die alle Lebensfunktionen bietet und die Bühne für ein Programm mit Vorträgen, Performances und Interventionen einer Reihe diverser Künstler*innen, Designer*innen und Aktivist*innen schafft. Eine Ausstellung des Kunstgewerbemuseums – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit S27 – Kunst und Bildung. Verein zur Förderung der Interkulturellen Jugendarbeit e. V. (Bild: Prototypen der Lucky Tische (recyceltes MDF) – ARRIVO mit Jerszy Seymour Design Workshop 2025 Foto: Jerszy Seymour Design Workshop 2025)
Ausstellungen
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Partitur
MaerzMusik
Partitur ist die erste internationale Ausstellung, die der dänischen Komponistin und Klangkünstlerin Else Marie Pade (1924 – 2016) gewidmet ist. Pade war eine Wegbereiterin der musique concrète und der europäischen elektronischen Musik. Über mehrere Jahrzehnte hinweg betrachtete Pade Klang als visuelles Medium von Intensitäten, Vielfalt und Dissonanz. Ihre Kompositionen führen die Zuhörer*innen durch Märchen, Stadtlandschaften und Albträume, mit Partituren, die die Notation, den Prozess und die kakophonischen Erzählräume des Lebens einfangen. Ausgehend von Pades wegweisenden musikalischen Arrangements und Papierarbeiten zeichnet Partitur die künstlerische Entwicklung der Komponistin ab den 1950er-Jahren nach. Die Ausstellung entfaltet sich als immersive Hörumgebung, die an die räumlichen Strukturen ihrer Partituren und die von ihr neu gedachte Sprache für elektronische Komposition angelehnt ist. Begleitet wird die Ausstellung von einem Live-Programm, das Pades Erbe aufgreift und weiterführt. Es präsentiert in Berlin ansässige Klangkünstler*innen sowie Beiträge zu Musik, Kollektivität und dem Erbe von Künstlerinnen in der elektronischen Musik. Sofie Krogh Christensen – Kuratorin Ermöglicht durch die New Carlsberg Foundation Mi–Mo 11:00–19:00 Di geschlossen Ticketverkauf ausschließlich vor Ort und bargeldlos.
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LongStringInstallation
MaerzMusik
Geöffnet während der Konzerte und des Library-Programms im Haus der Berliner Festspiele Zwischen den Bäumen im Garten des Festspielhauses spannen sich lange Saiten, das Publikum wandelt umher und ist eingeladen, sich zum vertiefenden Zuhören in eigens konstruierte akustische Kammern zu legen. Pelle Schillings LongStringInstallation eröffnet ungewöhnliche Lausch- und Sehperspektiven und begibt sich in einen klingenden Dialog mit Ellen Fullmans eindrucksvollem Long String Instrument. Die kinetischen Installationen des niederländischen Künstlers Pelle Schilling spüren der Poesie physikalischer Phänomene nach. In seinen immersiven Arbeiten inszeniert er feinfühlige Dialoge zwischen mechanischen Systemen, Klang und räumlicher Dynamik und lädt das Publikum zu Momenten purer sensorischer Erfahrung ein. Im Zentrum von Schillings künstlerischer Praxis steht ein tiefer Respekt in Bezug auf die Autonomie der Zuschauenden: Anstatt Interpretationen festzulegen, entwirft er Umgebungen, in denen Betrachter*innen und Kunstwerk in einen intimen Dialog treten können. Seine Installationen fungieren als Instrumente, mit denen er mit Naturkräften genauso wie mit mechanischen Bewegungen zu komponieren vermag – und zugleich Räume erschafft, durch die sich die Zuschauer*innen frei bewegen und durch eigene Erfahrungen, Entdeckungen und sensorische Begegnungen individuelle Bedeutungen erschließen können. In der LongStringInstallation treffen natürliche und künstlerische Kräfte in akustischen Kammern aufeinander: eine Feedbackschleife aus Elektromagneten und Sensoren, die durch ihre Verbindung mit den Saiten der Installation Basstöne erzeugen, und der Wind, der ihre Spannung kontinuierlich verändert. Auf diese Weise greift Schilling Ellen Fullmans tiefsinnige Reflektionen über Saiteninstrumente auf und überträgt ihre Entdeckungen in eine ortsspezifische Installation, in der Wind, Bäume und die Saiten aus Stahl zum klingenden Ensemble werden.
Ausstellungen
| Ausstellung
Félicien Rops
Kunsthaus Zürich
Sexualität, Erotik und Obsession stehen im Zentrum einer Kunst, die sich jeder moralischen Bevormundung verweigert. «Félicien Rops. Laboratorium der Lüste» zeigt ein Werk, das Konventionen sprengt, bürgerliche Doppelmoral offenlegt und bis heute provoziert. Die dämonisch-erotische Bildwelt von Félicien Rops gehört zu den radikalsten Positionen des Fin-de-Siècle. Seine Arbeiten opponierten bewusst gegen bürgerliche Moralvorstellungen und entlarvten deren Doppelmoral mit Ironie, Provokation und zeichnerischer Präzision. Als gefeierter Buchillustrator arbeitete Rops mit literarischen Grenzgängern wie Charles Baudelaire oder Stéphane Mallarmé zusammen, während er parallel ein privates Œuvre entwickelte, das den Blicken der Öffentlichkeit gezielt entzogen blieb. In Zeichnungen und Druckgrafiken bediente er sich der Geschlechterklischees seiner Epoche, trieb sie bis ins Extreme und stellte gesellschaftliche Normen infrage. In enger Zusammenarbeit mit der Königlichen Bibliothek Belgiens (KBR) zeigt die Ausstellung rund 70 Arbeiten aus internationalen Sammlungen, darunter zahlreiche Werke aus der KBR sowie Hauptwerke aus dem Musée Félicien Rops, dem Musée Marmottan Monet und dem Musée d’Orsay. Konzipiert und kuratiert wird die Ausstellung von Jonas Beyer (Kunsthaus Zürich) und Daan van Heesch (KBR). «Ich habe nur eine Qualität: ein vom Publikum verachtetes Ideal, und manche meiner Blätter sind nichts sonst als der Versuch, meinen Hintern auf das Gesichtsniveau des Publikums zu bringen.» Félicien Rops
Ausstellungen
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Seven Paintings – Seven Encounters: Highlights aus der Mudam Sammlung
Mudam Luxembourg
Seven Paintings – Seven Encounters lädt Besucher:innen dazu ein, Malerei durch eine Reihe einzigartiger Erfahrungen neu zu entdecken. Sieben Hauptwerke aus der Mudam Sammlung werden nacheinander – jeweils für einige Wochen – als Einzelpräsentationen im Ausstellungsraum gezeigt. Dieser Präsentationszyklus, der zum Großteil Werke umfasst, die bisher noch nie im Museum zu sehen waren, verwandelt die Galerie in einen Ort stiller Kontemplation und unmittelbarer Begegnung mit der Kunst. In diesem besonderen Rahmen scheinen Zeit und Raum neu definiert und eröffnen neue Möglichkeiten des Ausstellens, Betrachtens und Erlebens der Werke. Im Laufe des Zyklus werden sieben künstlerische Positionen sukzessive vorgestellt, jede mit einer ganz eigenen Resonanz auf die Geschichte der Malerei. Von Surrealismus bis abstraktem Expressionismus, von gesellschaftlichem Engagement bis zu formalen Experimenten macht Seven Paintings – Seven Encounters die Vielfalt malerischer Ausdrucksformen erlebbar. 10.02.: Berthe Lutgen 12.03.: Edi Hila 09.04.: Ambera Wellmann 07.05.: Masaya Chiba 04.06.: Monique Becker 02.07.: Anne Imhof 30.07.: Bernard Frize Kuratorinnen: Marie-Noëlle Farcy and Vanessa Lecomte
Ausstellungen
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Igshaan Adams: