Akademie Schloss Solitude ist ein internationales Artist-in-Residence-Programm ... und mehr
Im spätbarocken Kleid über den Dächern der Kultur- und Industriemetropole Stuttgart angesiedelt, hat sich die Akademie Schloss Solitude zu einem wichtigen globalen Netzwerk der internationalen Kunstszene entwickelt. Im Einklang mit der Lage und Geschichte des Schlosses will Solitude seinen Gästen Rückzugsort und Freiraum für Kunst und Leben sein. Die Akademie wirkt aber auch nach außen, ist Ausstellungsort, Versuchslabor und Diskursarena. Ihre Stipendiaten und Gäste nutzen sie als künstlerischen Inkubator, als Projektionsfläche, als Kontaktbörse oder als Gelegenheit, ein Projekt ohne Blick auf Konventionen verwirklichen zu können. Das Haus vertritt einen offenen Kunstbegriff und lässt sich ganz bewusst von seinen Gästen prägen.
Kontakt
Akademie Schloss Solitude Solitude Haus 3 D-70197Stuttgart
Seit 1990 werden mit dem Solitude-Stipendium junge Künstler*innen sowie Wissenschaftler*innen und junge Kulturschaffende durch Aufenthaltsstipendien in sieben Praxisfeldern gefördert. Alle zwei Jahre werden circa 65 Wohn- und Arbeitsstipendien mit einer Dauer von 6 bis zwölf Monaten vergeben. Zusätzlich können Projekte und Publikationen gefördert werden. Ein Aufenthalt an der Akademie Schloss Solitude ermöglicht den Stipendiat*innen, sich unter materiell und intellektuell guten Bedingungen ihren Arbeitsvorhaben zu widmen. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen können bedürfnisorientiert eingesetzt werden. Das weit gefächerte Stipendienprogramm fördert die Verschränkung von Kunst und Wissenschaft in allen Disziplinen und Praxisfeldern.
Ort
Akademie Schloss Solitude Stuttgart
Solitude Haus 3
D-70197 Stuttgart
Mit Architecture of Traces untersucht Piloya Irene Erinnerung als lebendigen, sich ständig wandelnden Prozess. Ausgehend vom Konzept der Neuroplastizität – der Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen immer wieder neu zu organisieren – versteht sie Erinnerung nicht als statisches Archiv, sondern als dynamisches Gefüge, das sich durch Wiederholung, Interaktion und Umwelteinflüsse fortlaufend verändert.
Im Dialog mit der Geschichte von Schloss Solitude und seinem Garten fragt Piloya, wie Landschaften, Architektur und Bäume Spuren von Arbeit, Resilienz, Macht und Erneuerung in sich tragen. Ausgehend von Jane Bennetts Konzept der »thing-power« in Vibrant Matter richtet sie den Blick auf Pflanzen, Bäume und gefundene Materialien als eigenständige materielle Akteure. Der Schlossgarten erscheint dabei als lebendiges Archiv, in dem sich historische, ökologische und gesellschaftliche Prozesse überlagern und in dem Schönheit und Natur untrennbar mit Erinnerung, Ideologie und Transformation verbunden sind.
Die Ausstellung präsentiert fünf neue Arbeiten, darunter skulpturale Installationen aus in Harz konservierten Pflanzenobjekten des Schlossgartens, Zeichnungen von Baumrindenstrukturen auf handgeschöpftem Papier, Cyanotypien, die historische und aktuelle Bildquellen miteinander verbinden, sowie textile Arbeiten mit Fotografien der alten Bäume des Schlossgartens. In ihren materiellen Prozessen thematisieren die Werke Wachstum, Bewahrung, Verfall und Veränderung und fragen danach, woran Architektur und Landschaften erinnern – und wie sich diese Erinnerungen durch Zeit, Material und menschliche Eingriffe fortwährend wandeln.
Piloya Irene ist Künstlerin und Kunstpädagogin und arbeitet zwischen Gulu und Kumasi, Ghana. In Skulptur, Malerei und Film beschäftigt sie sich mit persönlichen und kollektiven Erfahrungen von Vertreibung, Erinnerung und Geschichte sowie mit Fragen von Ort, Identität und Zugehörigkeit.
Öffnungszeiten: Mo–Fr, 10–12 & 14–16 Uhr
Dauer
Do 10.9.2026 - Do 24.9.2026
Ort
Akademie Schloss Solitude Stuttgart
Solitude Haus 3
D-70197 Stuttgart
»Process Seeds – Künstlerische und wissenschaftliche Materialexperimentation«
Process Seeds untersucht, wie sich künstlerische und wissenschaftliche Forschung durch Materialien, Werkzeuge, Gesten, Experimente, Fehlschläge und unerwartete Begegnungen entwickelt.
Die Veranstaltung bringt Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Expert*innen der Materialforschung zusammen und eröffnet Einblicke in jene oft unsichtbaren Prozesse, in denen Ideen Gestalt annehmen: wie Fragestellungen entstehen, wie Materialien ihnen widerstehen oder neue Richtungen eröffnen und wie Wissen durch das Arbeiten mit Material hervorgebracht wird.
Neben Gesprächen und Interventionen präsentiert eine Pop-up-Ausstellung Object Seeds, funktionale und dysfunktionale Prototypen, gescheiterte Experimente sowie Prozessartefakte, die im Rahmen eines transdisziplinären Austauschs zwischen Stipendiat*innen der Akademie Schloss Solitude und Forschenden der Robotic Composites and Compositions Group (RoCoCo) am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme entstanden sind.
Indem die Veranstaltung künstlerische Praktiken mit der Forschung zu responsiven, adaptiven und programmierbaren Materialien in Dialog bringt, richtet sie den Blick auf Materialexploration als Forschungsmethode – als eine Praxis, in der durch Experimentieren neue Fragestellungen, neues Wissen und neue Formen der Zusammenarbeit entstehen.
Initiiert von SCOPE – Solitude’s Collaborative Platform for Art, Science & Digital Cultures, einer Plattform zur Förderung von Transdisziplinarität, Experimentierfreude und Zusammenarbeit zwischen Solitude-Stipendiat*innen und Kooperationspartnern.
In Kooperation mit der Robotic Composites and Compositions Group (RoCoCo) am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI-IS).
Termin
Fr 23.10.2026, 18:00 - 20:00
Ort
Akademie Schloss Solitude Stuttgart
Projektraum Römerstraße Solitude Haus 3
D-70197 Stuttgart
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Ausstellung
Alles Offen 26: Solitude Satellite
zu Gast im Kunstverein Wagenhalle e.V.
Im Rahmen von Alles Offen 26 und auf Einladung des Kunstverein Wagenhalle e. V., zieht die Akademie Schloss Solitude für einen Tag in die Wagenhallen und schafft dort eine temporäre Plattform für künstlerischen Austausch, Experimente und Begegnungen.
Solitude Satellite ist ein selbstorganisiertes Programm, das von aktuellen Solitude-Stipendiat*innen, ihren Partner*innen sowie Mitarbeitenden der Akademie gestaltet wird. Im Laufe des Tages erwartet die Besucher*innen ein sich stetig wandelndes Programm mit Performances, Lesungen, Installationen, Workshops, Gesprächen, Screenings und weiteren künstlerischen Interventionen aus unterschiedlichsten Disziplinen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur fertige Arbeiten, sondern auch Prozesse des Entstehens: Viele Beiträge zeigen Arbeiten im Werden, erste Kollaborationen oder experimentelle Formate und eröffnen Einblicke in die vielfältigen künstlerischen und forschenden Praktiken der Solitude-Community.
Das Programm entfaltet sich im Laufe des Tages stetig weiter und lädt dazu ein, den Ort zu erkunden, zu verweilen und unerwartete Begegnungen zu erleben. Als temporärer Außenposten der Akademie schafft Solitude Satellite einen Raum in dem Ideen geteilt, erprobt und miteinander in Dialog gebracht werden.
Bewertungen & Berichte Alles Offen 26: Solitude Satellite
Ausstellung
Nocturnal Crossings
Ein Projekt von Bongile Gorata Lecoge-Zulu, Johana Gómez & Jasmin Schädler
Was wäre, wenn das Einschlafen einer Grenzüberquerung ähnelte?
Nocturnal Crossings ist eine immersive Performance, die Schlaf, Migration und globale Mobilität miteinander verknüpft. Die Besucher*innen betreten eine fiktive Transiteinrichtung und werden zu Reisenden auf einer schlafwandlerischen Suche nach Schlaf. Auf ihrem Weg begegnen sie nächtlichen Wandernden und Beamt*innen der imaginären Republik des Schlafs – einer Welt, in der Zugang, Zugehörigkeit und Erholung ungleich verteilt sind.
Mit Performance, Klang, Licht und integrierter Audiodeskription eröffnet Nocturnal Crossings einen Erfahrungsraum, in dem sich Wahrnehmung, Identität und Kontrolle verschieben. Die Arbeit lädt dazu ein, Schlaf nicht nur als biologisches Grundbedürfnis, sondern auch als Ort zu begreifen, an dem Fragen von Grenzen, Privilegien und Zugehörigkeit sichtbar werden.
Konzept & Performance: Bongile Gorata Lecoge-Zulu, Johana Gómez & Jasmin Schädler
Integrierte Audiodeskription & Performance: Mella Hambrecht
Komposition: Cara Stacey
Lichtdesign: Roland Batroff
Assistenz & Performance: Johanna Keßler
Nocturnal Crossings ist eine Produktion der INTERAKT Initiative in Koproduktion mit der Akademie Schloss Solitude. Gefördert durch die Landeshauptstadt Stuttgart, die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart und die Berthold-Leibinger-Stiftung.
Wann: 1.–4.10.2026, jeweils um 15 und um 19 Uhr (Dauer 90 Minuten)
Wo: Projektraum Römerstraße der Akademie Schloss Solitude, Römerstraße 2A, 70178 Stuttgart
Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt. Anmeldung über anmeldung@interakt-initiative.com, Betreff »Nocturnal Crossings« angeben.
(Bild: »Nocturnal Crossings« A project by Bongile Gorata Lecoge-Zulu, Johana Gómez & Jasmin Schädler)
Dauer
Do 1.10.2026 - So 4.10.2026
Ort
Akademie Schloss Solitude Stuttgart
Projektraum Römerstraße Solitude Haus 3
D-70197 Stuttgart
Eine offene Workshop-Reihe für alle ab 16, die Spiele neu denken wollen.
Du spielst gern? Oder hast Lust, Spiele zu verändern, umzubauen oder komplett neu zu erfinden?
Bei Game(s)changer – Süße Felder treffen wir uns an fünf Samstagen, um gemeinsam Spiele zu spielen, zu analysieren und weiterzuentwickeln. Vorkenntnisse brauchst Du keine – nur Neugier und Lust auf Experimente.
Dieses Jahr dreht sich alles um Landwirtschaft, Nahrung und Zucker. Wir schauen uns Spiele an, in denen Felder bewirtschaftet, Waren gehandelt oder Süßigkeiten produziert werden. Dabei geht es auch um die Geschichten hinter dem Zucker: von regionalem Rübenzucker über Handel und Konsum bis zu globalen Produktionsketten.
Gemeinsam testen wir Spiele, entwickeln neue Regeln, gestalten Spielmaterialien und entwerfen eigene Ideen.
Dauer
Sa 12.9.2026 - Sa 12.12.2026
Ort
Akademie Schloss Solitude Stuttgart
Solitude Haus 3
D-70197 Stuttgart
Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim, StadtPalais Stuttgart, Linden-Museum Stuttgart, Projektraum Römerstraße
Akademie Schloss Solitude ist ein internationales Artist-in-Residence-Programm ... und mehr
Im spätbarocken Kleid über den Dächern der Kultur- und Industriemetropole Stuttgart angesiedelt, hat sich die Akademie Schloss Solitude zu einem wichtigen globalen Netzwerk der internationalen Kunstszene entwickelt. Im Einklang mit der Lage und Geschichte des Schlosses will Solitude seinen Gästen Rückzugsort und Freiraum für Kunst und Leben sein. Die Akademie wirkt aber auch nach außen, ist Ausstellungsort, Versuchslabor und Diskursarena. Ihre Stipendiaten und Gäste nutzen sie als künstlerischen Inkubator, als Projektionsfläche, als Kontaktbörse oder als Gelegenheit, ein Projekt ohne Blick auf Konventionen verwirklichen zu können. Das Haus vertritt einen offenen Kunstbegriff und lässt sich ganz bewusst von seinen Gästen prägen.
Kontakt
Akademie Schloss Solitude Stuttgart
Solitude Haus 3
D-70197 Stuttgart