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Ausstellungen | Ausstellung

NordArt 2024 - Internationale Kunstausstellung

Kunstwerk Carlshütte

Auf dem Gelände der historischen Eisengießerei in Schleswig-Holstein findet vom 1. Juni bis 6. Oktober 2024 die 25. NordArt statt. Die NordArt, eine der größten jährlichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa, feiert ihr Vierteljahrhundert-Jubiläum mit Sonderprojekten und stellt zu ihrem Geburtstag die Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen Jahre in den Mittelpunkt. Jedes Jahr erreichen die NordArt rund 3000 Bewerbungen aus aller Welt. Die Werke von 200 ausgewählten Künstlerinnen und Künstler erzählen eine gemeinsame Geschichte unserer Zeit. "Wie ein Seismograf zeichnet die Kunst die Erschütterungen der Gesellschaft auf. Sie spiegelt die Wahrheit und die Sehnsüchte der Menschheit wider. Künstlerinnen und Künstler in aller Welt sind auf dem Weg, um aus den Erfahrungen der Vergangenheit Träume für die Zukunft zu bauen. Sie schürfen wie die Archäologen in alten Zeiten, sezieren gesellschaftliche Entwicklungen der Jetztzeit – und setzen neue Utopien gegen die Hoffnungslosigkeit", sagt der Chefkurator der NordArt, Wolfgang Gramm. Dies zeigt sich insbesondere in der Kunst, für die seit vielen Jahren die NordArt-Preise und die Publikumspreise verliehen wurden. Seit 2010 sind insgesamt 57 Preiseträger ausgezeichnet worden. Diese werden 2024 mit ihren Werken in und um die Carlshütte den Fokus der Jubiläumsausgabe der Ausstellung bilden. Jüngster NordArt-Preisträger ist Lubo Mikle aus der Slowakei, der rote und blaue Container auf die Spitze stellte, sodass sie in der ehemaligen Industrieanlage scheinbar schwebten. Elemente des Recyclings, der Industriekunst, der Großdimensionalität, der Zerstörungswut und der Transformation vereinen sich in seinem Werk – oder, wie es Hans-Julius Ahlmann, Gastgeber im Kunstwerk Carlshütte, formuliert: „Container als Epochensymbol“. Denn das dividierte Zeitalter der Globalisierung wurde weithin geprägt von Containern. Selbst die Covid-Pandemie ließ sich an dem plötzlich extremen Überfluss an Containern ablesen, wie Lubo Mikle selbst sagte. Unter den Preisträgern sind elf Künstler aus China. Die langjährigen Kontakte zur chinesischen Kunstszene haben wiederholt große Namen aus dem Reich der Mitte zur Ausstellung gebracht. Sie sind ein wichtiges Markenzeichen der NordArt geworden. Der allererste NordArt-Preis ging 2010 an ZENG Chenggang. Seine Edelstahlskulptur „Lotus Gespräche“, die symbolisch für einen immer neuen Aufbruch steht, gehört zu den Dauerleihgaben in der NordArt – und wird jedes Jahr Zeuge der Wiedergeburt der Ausstellung. In der aktuellen NordArt sind 26 Künstlerinnen und Künstler aus China mit neuen Arbeiten vertreten. Mongolische zeitgenössische Kunst war der Länderfokus 2015. Seitdem hatte die Kunst aus der Mongolei immer wieder eine bedeutende Plattform auf der NordArt und hat das Publikum in ihren Bann gezogen. Die Ausstellung in der Wagenremise präsentiert eine Auswahl von 20 Künstlerinnen und Künstlern, die zeigen, wie Tradition und Moderne zu einem einzigartigen Stil verschmelzen können. Kuratiert wird das Projekt von OYUNTUYA Oyunjargal. Die Ausstellung findet im Rahmen des 50. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen der Mongolei und Deutschland statt. Das Projekt "Von der Wiege bis zur Bahre" des bekannten deutschen Künstlers Willi Reiche zeigt kinetische Interpretationen von 12 Aspekten des menschlichen Daseins. Ein weiteres Soloprojekt, A Sense of Place , des britischen Malers Paul Critchley, ist eine lebensgroße Rauminstallation, die den Inhalt eines Hauses und die Umgebung des alltäglichen Lebens erkundet. Die Carlshütte schafft eine ganz eigene Atmosphäre, die nicht nur einen besonderen Blick auf die Kunst erlaubt, sondern auch die Kunstwerke miteinander ins Gespräch bringt. Das Publikum wird auf der NordArt 2024 seine ganz persönlichen Höhepunkte entdecken. Welche Botschaften wen und wie erreichen, das bleibt ein Geheimnis der Kunst. Der Katalog der NordArt 2024 erscheint bis zum ersten Tag der Ausstellung. Das Kunstwerk Carlshütte ist eine Non-Profit-Kulturinitiative der international tätigen ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg und ein besonderer Ort für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Kulturveranstaltungen. Das Herzstück ist die seit 1999 jährlich in den Sommermonaten stattfindende NordArt. Neben den Gießereihallen mit ihren 22.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gehören dazu der 80.000 Quadratmeter große Skulpturenpark und die ACO Wagenremise. Chefkurator der NordArt: Wolfgang Gramm. Senior-Kuratorin: Inga Aru. Gastgeber und Hauptsponsor im Kunstwerk Carlshütte ist das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann. Öffnungszeiten: Di–So 11–19 Uhr, montags geschlossen
Ausstellungen | Ausstellung

The Ephemeral Lake

Hamburger Kunsthalle

Inspiriert von Caspar David Friedrich Mit The Ephemeral Lake zeigt die Hamburger Kunsthalle anlässlich des 250. Geburtstags von Caspar David Friedrich (1774–1840) im Jahr 2024 eine immersive Installation, welche die einzigartige Ausdruckskraft der Werke des bedeutenden romantischen Malers mit digitalen Landschaften des 21. Jahrhunderts in Wechselwirkung setzt. Das neueste Projekt des dänischen Künstlers Jakob Kudsk Steensen (*1987) verbindet dafür in einer außergewöhnlichen Rauminstallation exklusiv für die Kunsthalle auf besondere Weise Landschaftsmalerei mit neuester digitaler Medientechnologie wie 3D-Malerei, interaktivem Design, Virtual Worldbuilding und Ambisonic Sound. Mit der von Caspar David Friedrich inspirierten, bildgewaltigen Arbeit untersucht Steensen ein eindrucksvolles Naturphänomen: Temporäre Seen (»Ephemeral Lakes«) ist ein geologischer Terminus, der die Bildung von periodisch auftretenden Wasseransammlungen in trockenen, kargen, oft wüstenartigen Landschaften beschreibt. Steensen verwandelt Scans und Artefakte von seinen umfangreichen Forschungsreisen zu einigen der unwirtlichsten Gegenden der Erde in eine interaktive Ausstellung, die durch KI, Musik und Tonaufnahmen der Umgebung gesteuert wird. Die virtuellen Räume des Kunstwerkes verbinden sich mit den Innenwelten der Besucher*innen zu einer sehr persönlichen Erfahrung und thematisieren so – ganz im Sinne der romantischen Malerei – die Hinwendung zur Natur sowie die Beziehung zwischen Figur und Landschaft. Jakob Kudsk Steensen kreiert mit dem Einsatz von 3D-Animationen, Sound und digitalen Technologien immersive Installationen, die oftmals übersehene oder bedrohte Naturphänomene durch virtuelle Simulationen zum Leben erwecken. Zuletzt waren seine Arbeiten Liminal Lands im Luma Arles sowie Berl-Berl in der Halle am Berghain in Berlin und im ARoS Museum of Art in Aarhus ausgestellt. Externer Kurator: Ulrich Schrauth Gefördert von: Freunde der Kunsthalle e.V., Deutsche Bank, Fürst Bismarck, Danish Arts Foundation, Behörde für Kultur und Medien
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Acht Jahrhunderte Kunst

Hamburger Kunsthalle

Die Sammlung der Hamburger Kunsthalle umspannt annähernd Kunst aus acht Jahrhunderten und ist eine der wichtigsten öffentlichen Kunstsammlungen Deutschlands. Die Kunsthalle gehört zudem zu den wenigen Museen, die einen Rundgang durch die europäische Kunstgeschichte vom Mittelalter bis in die aktuelle Gegenwart ermöglichen. Bereiche der Sammlung: Alte Meister 19. Jahrhundert Klassische Moderne Kunst der Gegenwart Kupferstichkabinett
Ausstellungen | Ausstellung

Making History

Hamburger Kunsthalle

Das 1881 für die Hamburger Kunsthalle erworbene Hauptwerk von Hans Makart, Der Einzug Kaiser Karls V. in Antwerpen (1878), zählt nicht nur zu den »Skandalbildern« seiner Epoche, sondern bildet zugleich einen Höhepunkt in der Malerei des Historismus. Am 1. Oktober 2020 wird das 50 Quadratmeter große Monumentalgemälde des Wiener Malerfürsten, das seit 2016 nicht mehr zu sehen war, wieder zum Vorschein kommen. Gemeinsam mit diesem Werk ziehen 60 weitere Gemälde und Skulpturen des 19. Jahrhunderts in den repräsentativen Auftaktsaal des Galerierundgangs ein, der zudem in völlig neuer Inszenierung zu erleben ist. Die versammelten Werke führen uns zurück in die Gründungsjahre der 1869 eröffneten Kunsthalle und vermitteln darüber hinaus plastische Vorstellungen von der Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit in der Kunst jener Zeit. Kurator*innen: Dr. Markus Bertsch und Amelie Baader Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und ein Booklet. Hauptförderer: Freunde der Kunsthalle e. V. Förderer: Kunst- und Literaturstiftung Petra und K.-H. Zillmer, Hamburgische Kulturstiftung, Förderstiftung Hamburger Kunsthalle, Hamburger Sparkasse AG, Behörde für Kultur und Medien Hamburg
Ausstellungen | Ausstellung

Impressionismus. Deutsch-französische Begegnungen

Hamburger Kunsthalle

Mit rund 70 Exponaten – Gemälden, Plastiken – nimmt die Ausstellung den bedeutenden Bestand an Werken des Impressionismus in der Hamburger Kunsthalle in den Blick, um diesen in einem größeren globalen Zusammenhang zu zeigen. Vor dem Hintergrund wiedererstarkender Nationalismen stellt sich dabei auch die Frage, ob es heute noch sinnvoll ist, den Impressionismus in nationale Kategorien einzuteilen – und, falls ja, was daraus für unser Denken und Empfinden resultiert. Die Stilrichtung des Impressionismus steht meist synonym für Frankreich: für Künstler wie Édouard Manet, Claude Monet oder Auguste Renoir, für liebliche, helle und farbenfrohe Werke, die oft Szenen im Freien zeigen, oder für eine serielle Auseinandersetzung mit Heuschobern, Kirchenfassaden und Seerosenteichen im Spiel unterschiedlicher Lichtstimmungen zu verschiedenen Tages- oder Jahreszeiten. Dass der Konnex aus ›Impressionismus und Frankreich‹ in dieser Exklusivität nicht greift, zeigt bereits ein flüchtiger Blick auf andere Länder, in denen sich der Impressionismus zwar in zeitlicher Verzögerung, aber durchaus eigenständig entfaltete. In Deutschland zählt u.a. das bekannte und schon zu Lebzeiten so benannte »Dreigestirn« aus Lovis Corinth, Max Liebermann und Max Slevogt zum Impressionismus. Schon zeitgenössische kunstwissenschaftliche Stimmen der Bewegung fassten sie zumindest als europäisches Phänomen auf. Büßte der Impressionismus in seinem Geburtsland Frankreich spätestens mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs an Bedeutung ein, reichten in Deutschland, gerade auch im Rahmen von Akademien, impressionistische Strömungen bis weit in die 1920er-Jahre hinein. Gleichzeitig setzten sich mit Fritz Wichert (Kunsthalle Mannheim), Hugo von Tschudi (Nationalgalerie Berlin und Neue Pinakothek München), Gustav Pauli (Kunsthalle Bremen und Hamburger Kunsthalle) sowie Alfred Lichtwark (Hamburger Kunsthalle) führende Museumsdirektoren für diese Malerei ein, die dadurch Eingang in öffentliche Sammlungen fand. Die Neupräsentation der Werke des Impressionismus beleuchtet sowohl die Unterschiede zwischen den deutschen und französischen Vertretern als auch deren Gemeinsamkeiten. Dabei gilt es auch zu fragen, mit welchen Themen sich die Maler rechts und links des Rheins beschäftigten, woher ihre wesentlichen Impulse stammten, welche Wechselwirkungen visuell und historisch nachvollziehbar sind. Als thematische Gruppen innerhalb der Schau dienen die Kapitel »Porträt«, »Landschaft«, »Inszenierte Figur«, »Stadt und Freizeit« sowie »Stillleben«. Kurator*innen: Dr. Karin Schick und Dr. Markus Bertsch
Ausstellungen | Ausstellung

something new, something old, something desired

Hamburger Kunsthalle

Die Hamburger Kunsthalle zeigt aus ihrer bedeutenden Sammlung der Kunst der Gegenwart in einer großen Schau ihre neuesten Erwerbungen und Schenkungen (something new) im Dialog mit wichtigen Arbeiten, die bereits länger die Samm­lung bereichern (something old) und beleuchtet diese mit besonderen Leihgaben, die auf der Wunschliste des Museums für eine dauerhafte Übernahme stehen (something desired). Die spannungsvolle Zusammenstellung an Werken von über 50 – größtenteils international renommierten – Künstler*innen zeigt auf beein­druckende Weise, wie enorm vielstimmig die Kunst der Gegenwart ist. Dabei behandeln die Arbeiten aktuelle und virulente Themen unserer Zeit: Verständi­gung und Kommunikation, Abschottung und Abgrenzung, Machtausübung und Protest sowie Utopie und Struktur. Präsentiert werden fotografische Serien, mul­timediale (Raum-)Installationen, Videoprojektionen, architektonische Modelle und Architekturen aus Stoff, die (virtuelle) Welten und Wirklichkeiten in den Blick nehmen, das Spannungsfeld von Form und Auflösung thematisieren und Poten­tiale der Vernetzung in Stoff und Sprache zeigen. Beteiligte Künstler*innen: Im Sockelgeschoss Edith Dekyndt, Simon Denny, Cordula Ditz, Simon Fujiwara, Seiichi Furuya (z. Zt. nicht zu sehen), Zivi Goldstein, Christian Haake, David Hockney, Karl Horst Hödicke, Annika Kahrs, Annette Kelm, Jannis Kounellis, Almut Linde, Paul McCarthy & Mike Kelley, Annette Messager, Gerold Miller, Robert Morris, Bruce Nauman, Cady Noland, David Novros, Sigmar Polke (z. Zt. nicht zu sehen), Daniel Richter (z. Zt. nicht zu sehen), Gerhard Richter 8 z. Zt. nicht zu sehen), Thomas Schütte, Richard Serra, Andreas Slominski, Paul Spengemann, Pia Stadtbäumer (z. Zt. nicht zu sehen), Paul Thek, Wolfgang Tillmans, Philippe Vandenberg. Im 3. Obergeschoss Etel Adnan, Fernando de Brito, Robert Cottingham, Stephan Craig, Jose Dávila, Peter Doig, Anna Grath, Almut Heise, Hans-Jürgen Kleinhammes, Bernd Koberling, Jan Köchermann, Jens Lausen, Axel Loytved, Simon Moderson, Hannah Rath, Grit Richter, Sara Sizer, Tillman Walther. Kuratorin: Dr. Brigitte Kölle Wissenschaftliche Mitarbeit: Juliane Au, Sjusanna Eremjan
Ausstellungen | Ausstellung

Caspar David Friedrich.
Kunst für eine neue Zeit

Hamburger Kunsthalle

Anlässlich des 250. Geburtstags von Caspar David Friedrich (*1774 Greifswald– 1840 Dresden) präsentiert die Hamburger Kunsthalle die Jubiläumsausstellung CASPAR DAVID FRIEDRICH. Kunst für eine neue Zeit. Sie bietet die umfangreichste Werkschau des bedeutendsten Künstlers der deutschen Romantik seit vielen Jahren. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die thematisch ausgerichtete Friedrich-Retrospektive mit über 60 Gemälden, darunter zahlreiche ikonische Schlüsselwerke, und rund 100 Zeichnungen sowie ausgewählte Arbeiten seiner Künstlerfreunde. Zentrales Thema ist das neuartige Verhältnis von Mensch und Natur in Friedrichs Landschaftsdarstellungen. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts setzte er damit wesentliche Impulse, um die Gattung der Landschaft zur »Kunst für eine neue Zeit« zu machen. Die anhaltend hohe Faszination seiner Werke zeigt ein eigenständiger Teil der Ausstellung, welcher Friedrichs Rezeption in der zeitgenössischen Kunst gewidmet ist. In gattungs- und medienübergreifenden Perspektiven verhandeln rund 20 Künstler*innen aus dem In- und Ausland das zentrale Thema Friedrichs − die Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt. Sie veranschaulichen zudem, wie aktuell der künstlerische Blick des Romantikers in Zeiten des Klimawandels ist. Die Ausstellung der Hamburger Kunsthalle bildet den Auftakt zum Caspar David Friedrich-Festival. Anlässlich des Jubiläumsjahres widmen in der Folge auch die Alte Nationalgalerie in Berlin und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden dem Künstler eine jeweils thematisch eigenständige Schau. Die drei Häuser verfügen über die bedeutendsten Bestände an Werken Friedrichs weltweit. Mit umfangreichen gegenseitigen Leihgaben ermöglichen sie einzigartige Präsentationen unterschiedlicher Aspekte seines Werks. Die Jubiläumsausstellungen zum 250. Geburtstag von Caspar David Friedrich stehen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. KURATOR UND PROJEKTLEITUNG: Dr. Markus Bertsch, Leitung Sammlung 19. Jahrhundert EXTERNER KURATOR: Prof. Dr. Johannes Grave, Friedrich-Schiller-Universität Jena WISSENSCHAFTLICHE ASSISTENZ: Ruth Stamm PROJEKTKOORDINATORIN: Petra Bassen (Bild: Caspar David Friedrich (1774–1840); Wanderer über dem Nebelmeer, um 1817)
Ausstellungen | Ausstellung

Nordart im Kunstwerk Carlshütte

Kunstwerk Carlshütte

1.6.-6.10.2024 NordArt gehört zu den größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa.
Ausstellungen | Installation

Schutz und shelter

Lessingtage

In Zeiten rasanter Veränderungen für Mensch und Natur geht es darum, innezuhalten und sich klar zu werden, was für das eigene Leben, die Gesellschaft und die Natur in ihrer Artenvielfalt wertvoll ist, was unbedingt be­ und geschützt werden muss. Über 1000 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und der Metropolregion zeigen, wen oder was sie in ihrem direkten Lebensumfeld, aber auch national oder global für wertvoll und schützenswert halten. Für was es sich lohnt und wofür sie sich persönlich engagieren. Kinder und Jugendliche entwerfen ihr Logo, ihre Message für eine Schutz­Initiative oder eine Aktionsgruppe, mit der sie sich und ihr Handeln präsentieren. Die künstlerisch­gestalterischen Umsetzungen treffen persönliche Aussagen darüber, für wen oder was sie sich aktiv einsetzen. Am Thalia Theater werden diese Entwürfe und Forderungen zu Natur- und Klimaschutz großformatig auf Fassadenbannern präsentiert. Begleitend dazu werden „Logo­Kacheln“ auf großen Tischen auf dem Gerhart­Hauptmann­Platz am Thalia Theater zusammengefügt, an denen Schulgruppen sich in Live­Performances während der Festivaltage präsentieren. Konzept: Herbert Enge, Anne Katrin Klinge, Nora Hertlein Realisation: Flora Kruppa Eintritt frei
Ausstellungen | Ausstellung

Figur und Landschaft

Hamburger Kunsthalle

Mit der Ausstellung FIGUR UND LANDSCHAFT präsentiert die Hamburger Kunsthalle Werke aus zwei sich perfekt ergänzenden Privatsammlungen der Hansestadt zur Kunst des 19. Jahrhunderts. Die Leihgaben kommen einmalig für den Besuch ins Harzen-Kabinett, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die sonst im Privaten verborgenen, qualitätvollen Werke lassen die persönlichen Vorlieben der Sammler*innen erkennen: Zu sehen sind in verschiedensten künstlerischen Techniken eindrückliche Landschafts- und Figurenbilder italienischer, französischer, deutscher sowie einiger englischer Künstler*innen. Die rund 100 Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle und kleineren Gemälde – darunter eine Reihe reizvoller Ölstudien – stammen aus dem späten 18. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung präsentiert unter anderem Werke folgender Künstler*innen: Oswald Achenbach, Giovanni Battista Bassi, Carl Gustav Carus, Franz Ludwig Catel, Johan Christian Dahl, Simon Denis, Johann Georg von Dillis, Johann Joachim Faber, Thomas Fearnley, Ercole Gigante, François-Marius Granet, Louis Gurlitt, Jakob Philipp Hackert, Henri Harpignies, Ferdinand Hodler, Emil Orlik und Karl Hofer, Franz Kobell, Max Liebermann, August Lucas, Adolph Menzel, Georges Michel, Berthe Morisot, Eugène Le Poittevin, Joseph Rebell, Johann Christian Reinhart, Ludwig Richter, Louise Joséphine Sarazin de Belmont, Giovanni Domenico Tiepolo, Pierre-Henri de Valenciennes, Felix Valloton, Albert Venus, Édouard Vuillard, Robert Thorne Waite und Adrian Zingg. Kuratoren der Ausstellung: Dr. Andreas Stolzenburg, Hamburg Dr. Peter Prange, München. Assistenzkurator: Jan Steinke Im abwechslungsreichen Überblick der 100 im Katalog weitgehend erstmals veröffentlichten und einzeln kommentierten Werke wird die Entwicklung der Kunst des 19. Jahrhunderts auf schönste und unterhaltsamste Weise erlebbar. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in der Edition H. W. Fichter, Frankfurt am Main, hrsg. v. Andreas Stolzenburg und Peter Prange (114 Nummern, 288 Seiten, € 39).
Ausstellungen | Ausstellung

Herausragend!
Das Relief von Rodin bis Taeuber-Arp

Hamburger Kunsthalle

Das Relief ist eine Mischform: Zwischen Malerei und Skulptur angesiedelt ist es zwar an die Wandfläche gebunden, ragt aber oft weit in den Raum hinein. Gerade seine Unbestimmtheit ließ dieses Medium zu einem wichtigen Feld für Experimente und Innovation werden. In ihm konnten sich Kunstschaffende über Gattungsgrenzen hinwegsetzen und eigenständige Positionen beziehen. Mit rund 130 Exponaten – Reliefs, Skulpturen, Plastiken und Gemälden – von über 100 Künstler*innen aus Europa und den USA nimmt die Ausstellung die Ausprägungen des Reliefs von 1800 bis in die 1960er-Jahre in den Blick. In dieser Zeit gewann das Medium zunehmend an Bedeutung: Orientierten sich Bildhauer wie Berthel Thorvaldsen im Klassizismus an wiederentdeckten Bildwerken der Antike, sprengten im 19. Jahrhundert Künstler wie Auguste Rodin und Medardo Rosso bewusst den Rahmen der Bildhauerei; Maler-Bildhauer wie Edgar Degas, Paul Gauguin, Pablo Picasso, Henri Matisse oder Alexander Archipenko befragten im Relief den Umgang mit Form und Farbe neu. Im 20. Jahrhundert beflügelten neue Techniken den Wandel, so entwickelten Dadaisten wie Kurt Schwitters oder Hans Arp Relief-Collagen aus alltäglichen Materialien. Sie und Künstler*innen der russischen Avantgarde, des Bauhauses oder der konstruktiv-konkreten Kunst – darunter Willi Baumeister, Erich Buchholz, Naum Gabo, Lou Loeber, Iwan Puni, Oskar Schlemmer und Sophie Taeuber-Arp – zielten mit ihren Werken auch auf das Gestalten einer neuen Welt und Gesellschaft. Seit den 1950er Jahren erkundeten Künstler wie Jan Schoonhoven, Piero Manzoni oder Karl Hartung die Werkoberfläche als Struktur und eroberten Künstlerinnen wie Louise Nevelson oder Lee Bontecou ihren Platz in der Kunstgeschichte mit raumgreifenden Materialobjekten. Die Schau ist in zwölf thematische Kapitel gegliedert. Damit treten Künstler*innen der verschiedenen Epochen in einen lebendigen Dialog zu ausgewählten Aspekten des Reliefs, beispielsweise: Erzählung, Malerisch/Plastisch, Vielfarbigkeit, Mehrperspektive und Durchbrechen der Fläche. Die letzte Ausstellung zur Gattung Relief fand vor über 40 Jahren statt. Seither hat sich unsere Wirklichkeit gewandelt und wird heute meist über die Flächen von Bildschirmen wahrgenommen. Zugleich wächst das Bedürfnis zu berühren und zu begreifen, dem das Relief in seiner Offenheit entgegenkommt. Aktualität erfährt das Medium derzeit auch wegen seiner Existenz im Dazwischen: Als Hybrid bietet es neue Möglichkeiten des Erlebens und Verstehens von Welt. Die medien- und epochenübergreifende Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit dem Städel Museum, Frankfurt am Main (23.5. bis 17.9.2023). Zu den hochrangigen Leihgebern zählen u.a.: Kunstmuseum Basel; Alte Nationalgalerie, Berlin; Kunstmuseum Den Haag; Museum Folkwang, Essen; Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen; Musée des Beaux-Arts, Lyon; Centre Pompidou, Paris; Musée d‘Art Moderne de Paris; Musée d‘Orsay, Paris; Musée Rodin, Paris; Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam. Im Prestel Verlag, München, erscheint ein umfangreicher Katalog mit 288 Seiten, 300 farbigen Abbildungen und wissenschaftlichen Texten (deutsche und englische Ausgabe). Kuratorin: Dr. Karin Schick Wissenschaftliche Assistenz: Juliane Au Gefördert von: Hubertus Wald Stiftung, Freunde der Kunsthalle e. V.
Ausstellungen | Ausstellung

Walid Raad:
Cotton Under My Feet: The Hamburg Chapter

Hamburger Kunsthalle

In Kooperation mit dem Kampnagel Sommerfestival (10. -27. August 2023) zeigt die Hamburger Kunsthalle 2023 ein Projekt des libanesisch-amerikanischen Künstlers Walid Raad. In Anlehnung an seine Präsentation Cotton Under My Feet im Museum Thyssen Bornemisza (2021/2022) gestaltet Walid Raad einen Parcours durch die Sammlungsräume der Hamburger Kunsthalle. Seine Interventionen dokumentieren in teils wahren, teils fiktiven Narrationen die Geschichten der Sammlung. Raad konfrontiert vorhandene Ausstellungsobjekte mit angeblichen Fundstücken aus den Depots des Museums und spinnt damit neue Erzählungen zur Genese der Sammlung. Dabei stellt er eigene Werke den Objekten der Sammlung gegenüber, greift einzelne historisch relevante Details heraus und deckt so auch bisher unbekannte Fakten zur Geschichte des Museums auf. In seinen Performances, die durch die historischen Räume der Kunsthalle von den Alten Meistern bis zum Transparenten Museum führen, gelingt es Raad, seinem Publikum mittels wahrer und erfundener Erzählungen, die Geschichte des Museums auf spannende Weise näherzubringen. Dabei verwebt Raad Fakten zu Sammlungserwerbungen aus dem letzten Jahrhundert mit aktuellen Ereignissen. Für sein Projekt wird der Künstler eng mit den Kurator*innen der jeweiligen Sammlungen der Hamburger Kunsthalle zusammen arbeiten. Seinen Eingriffen in die Sammlungsräume gehen Recherchen zur Geschichte des Hauses und zur Sammlungshistorie voraus: Wer steckt hinter den Schenkungen? Welche Verbindungen lassen sich daraus ziehen? Mit Videoinstallationen, eigenen Werken, Rahmen und ihren Rückseiten, Teppichen und Pokalen (Leihgaben aus dem Museum für Kunst und Gewerbe) verbunden mit Gemälden der Sammlung erzählt Walid Raad eine ganz eigene Geschichte der Hamburger Kunsthalle. Performance-Tour Während der Dauer der Ausstellung wird der Künstler die Besucher*innen in Performances durch die Sammlung der Kunsthalle führen. Seine lebendigen Erzählungen und Interpretationen werden zudem in einer App für das Publikum zu hören sein. Der Künstler 1967 in Chbanieh im Libanon, nahm Raad an der documenta 11 und 13 teil, hatte wichtige Einzelausstellungen im Museo Thyssen Bornemisza in Madrid, im Moderna Museet in Stockholm, im Stedelijk Museum Amsterdam, dem Louvre in Paris und dem MOMA in New York. Raad lehrt an der Cooper Union und lebt in New York. Seine Werke befinden sich in zahlreichen internationalen Sammlungen, u.a. im MOMA, New York, der TATE Modern, London, dem Museo Reina Sofia, Madrid, dem MUMOK, Museum Moderner Kunst, Wien und der Hamburger Kunsthalle. Gefördert von: Hubertus Wald Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung In Kollaboration mit Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Kuratorinnen: Dr. Petra Roettig, Leona Marie Ahrens, Selvi Göktepe Kurator Kampnagel Sommerfestival: András Siebold
Ausstellungen | Ausstellung

1923: Gesichter einer Zeit

Hamburger Kunsthalle

2023 schaut die Hamburger Kunsthalle um hundert Jahre zurück: Fünf Monate lang konzentriert sich die Galerie Klassische Moderne auf Gemälde, Skulpturen und Werke auf Papier, die um 1923 entstanden. Sie geben Einblick in das Kunstschaffen, gesellschaftliche Strömungen und historische Ereignisse in Deutschland und Hamburg dieses Jahres, in dem auch die Freunde der Kunsthalle e.V. gegründet wurden. 1923 gilt bis heute als Schicksalsjahr. Schwere Krisen erschütterten die junge Weimarer Republik: Die deutsche Demokratie war durch Ruhrbesetzung, Hyperinflation, zunehmende Verelendung und Putschversuche erheblichen Spannungen ausgesetzt. Gleichzeitig gab es in den zwanziger Jahren eine breite Kunst- und Kulturproduktion sowie eine große Sportbegeisterung. Theater, Kabarett, Tanzveranstaltungen und Konzerte, Kino und Literatur florierten. Die Kultur der Zeit war politisch, avantgardistisch und geprägt von einer eindrucksvollen Vielfalt, in der sich Impressionismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, Surrealismus und die angewandte Kunst des Staatlichen Bauhauses begegneten. Rund 60 Werke – unter anderem von Alma del Banco, Robert Delaunay, Robert Desnos, Walter Dexel, Otto Dix, George Grosz, Walter Dexel, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner, Max Beckmann, Käthe Kollwitz, Karl Kluth, Walter Gramatté, Rudolf Levy, Dorothea Maetzel-Johannsen, László Moholy-Nagy und Anita Rée – sind in den bestehenden Sammlungsrundgang eingefügt. Sie setzen Schlaglichter auf eine schillernde Zeit und geben einen Eindruck von der künstlerischen Fülle des oft beschworenen »Krisenjahres« 1923. In der Serie »Kleine Reihe« der Freunde der Kunsthalle e. V. erscheint eine Publikation mit Beiträgen von Juliane Au, Karin Schick und Andreas Stolzenburg sowie Abbildungen aller Exponate. Sie ist ab Mai 2023 im Museumsshop und unter www.freunde-der-kunsthalle.de erhältlich. In der App der Hamburger Kunsthalle steht eine Audiotour kostenfrei zum Download bereit. Sie stellt einige der ausgestellten Werke exemplarisch vor. In drei eigens produzierten Kurzfilmen präsentieren die Kurator*innen verschiedene Aspekte der Ausstellung. Begleitend ist derzeit ein Musikprogramm geplant. Verschiedene Ensembles und Gesangsgruppen eröffnen in der Ausstellung, im Treppenhaus und im Werner-Otto-Saal einen Klanghorizont, der einen Einblick in die Musikproduktion um 1923 ermöglicht und sie in Beziehung zur Ausstellung setzt. Gefördert von: Franz Wirth Gedächtnis-Stiftung, Hans Brökel Stiftung für Wissenschaft und Kultur Kurator*innen: Juliane Au, Dr. Karin Schick, Dr. Andreas Stolzenburg
Ausstellungen | Ausstellung

PERISKOPISCH! Werner Nöfers Graphik zwischen Pop und Agitation

Hamburger Kunsthalle

Wer kennt es nicht, das große Wandbild an der Häuserfront des legendären Grünspan-Musikclubs in Hamburg St. Pauli in der Großen Freiheit von 1968. Entworfen von Werner Nöfer (*1937 Essen) und Dieter Glasmacher (*1940 Krefeld), ist es nicht nur eines der ersten Wallpaintings Europas, sondern mittlerweile ein unter Denkmalschutz stehendes Wahrzeichen der Hamburger Musik- und Clubszene. Anlässlich des 10. Hamburger Architektur Sommers (Mai bis Juli 2023) stellt die Hamburger Kunsthalle nun die graphischen Arbeiten von Werner Nöfer aus, die oftmals als Vorlage für die Arbeiten im öffentlichen Raum dienten. So auch der Siebdruck periskopisch, der sich fast identisch am Grünspan wiederfindet. Im unverwechselbaren Design der späten 1960er Jahre, in einer Mischung aus Pop Art, Landschaftsmotiven und graphischer Präzision faszinieren Nöfers Werke durch ihre klare Farbigkeit und Formensprache. Geprägt durch Künstler wie Eduardo Paolozzi, der als »Vater« der Pop Art gilt, sind seine Werke gleichzeitig oft auf humorvolle Weise eine Antwort auf die »Gewalttätigkeit der technologischen und mechanischen Umwelt« (Nöfer) seiner Zeit. Als »Bild im Bild« erkennt man in Siebdruck-Motiven wie Blindflug oder Monitor die Landschaft oder den glasklaren Horizont als Markierung einer von technischer Apparatur geprägten Welt. Seit den 1960er Jahren wurden Werner Nöfers Werke in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und es entstanden Arbeiten im öffentlichen Raum wie das Leitsystem für den Berliner Flughafen Tegel oder die Wandbilder für das Abaton-Kino (1970). Sie markieren wie bei einem »Storyboard« mit einzelnen Filmszenen den Eingang und Kassenbereich des Programmkinos im Grindelviertel. Gezeigt werden ca. 40 Graphiken, von denen die Kunsthalle die meisten 2017 als Geschenk des Künstlers erhalten hat und nun erstmals zu sehen sind. Zusammen mit Filmen, Skizzenbüchern, Buchcovern und Entwürfen für Arbeiten im öffentlichen Raum gibt die Ausstellung einen detaillierten Einblick in das Gesamtwerk des Künstlers im Kontext der graphischen Szene in Hamburg um 1970, die es wiederzuentdecken gilt. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Jörg Schilling, der seit längerem zum Werk des Künstlers forscht und in dessen Schaff-Verlag zeitgleich die umfangreiche Publikation »Erinnerungen an Landschaften. Werner Nöfers Arbeiten im öffentlichen Raum« erscheint. Im Rahmenprogramm sind ein Künstlergespräch und Führungen durch die Ausstellung mit Stadtspaziergängen zu ausgewählten Arbeiten Nöfers im öffentlichen Raum geplant. In Kooperation mit dem Abaton-Kino werden auch Filmvorführungen stattfinden. Eine Veranstaltung im Rahmen des Hamburger Architektur Sommers 2023. Kurator*innen: Leona Marie Ahrens, Dr. Petra Roettig, Dr. Jörg Schilling
Ausstellungen | Ausstellung

Vija Celmins | Gerhard Richter. Double Vision

Hamburger Kunsthalle

Vija Celmins (*1938 Riga) und Gerhard Richter (*1932 Dresden) zählen zu den international renommiertesten Künstlern ihrer Generation. Eine große Doppelschau in der Hamburger Kunsthalle bringt die beiden erstmalig zusammen und macht überraschende Verbindungen sichtbar. Neben der thematischen Nähe, der künstlerischen Arbeit mit fotografischen Vorlagen und der besonderen Bedeutung der Farbe Grau ist es die Frage nach den elementaren Bedingungen des Darstellens, die Celmins und Richter beschäftigt. Was ist Realität, was ist Repräsentation? Und wie kann die Wahrnehmung, das Sehen selbst, sichtbar gemacht werden? Seit über sechs Jahrzehnten bringen die in New York lebende Künstlerin Vija Celmins und der in Köln lebende Gerhard Richter mit großer Meisterschaft und Intensität ein beeindruckendes künstlerisches Œuvre hervor, ohne sich je einer Künstlergruppe oder Stilrichtung angeschlossen zu haben. Es ist wohl diese Eigenständigkeit, die dazu führte, dass sowohl Celmins als auch Richter bislang fast ausschließlich in monographischen Ausstellungen präsentiert wurden. Mit der Ausstellung »Vija Celmins | Gerhard Richter. Double Vision« bietet die Hamburger Kunsthalle erstmals eine neue, erweiterte Lesart an und setzt auf einen spannungsreichen, transatlantischen Dialog, der verblüffende Parallelen und Gemeinsamkeiten in dem Werk beider Künstler*innen erkennbar werden lässt. Es ist die erste Begegnung und die erste gemeinsame Ausstellung der beiden, in ihrem Heimatland jeweils hoch geschätzten Künstler*innen. Vija Celmins‘ beeindruckende Gemälde und Zeichnungen sind in Europa selten zu sehen und so möchte die Hamburger Kunsthalle auch dazu beitragen, ihrem Werk zu einer größeren Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu verhelfen. Mit einer starken, weiblichen Position als Dialogpartnerin öffnet sich die Möglichkeit, das oft als singulär vorgestellte Werk Gerhard Richters mit einem frischen Blick neu zu befragen und zu entdecken. Die Ausstellung umfasst ca. 70 Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken und Objekte und findet im zweiten Obergeschoss der Galerie der Gegenwart statt. Die Dramaturgie der Doppelschau führt von einer frühen künstlerischen Beschäftigung mit Alltagsgegenständen über die Auseinandersetzung mit Krieg und Migration (in den so genannten »disaster«-Arbeiten) hin zu kunstphilosophisch-reflektierenden Werken (»in response to Duchamp«). Zu entdecken sind die faszinierend realitätsnahen Seestücke und die Erforschung der Farbe Grau im Werk beider Künstler*innen, sowie eine große Bandbreite an Spiegelungen und Doppelungen, welche Fragen rund um die Wirklichkeit des Bildes aufgreifen. In einem direkten Gespräch der Bilder von Celmins und Richter, wird ein vergleichendes Sehen möglich; in kleinen eingeschobenen Kapiteln werden besondere Aspekte ihres Schaffens vertieft. Haspa-Galerie Seit vielen Jahren engagiert sich die Hamburger Sparkasse für die Hamburger Kunsthalle. Als Zeichen des Dankes für diese großzügige Unterstützung heißt das 2. Obergeschoss der Galerie der Gegenwart, in der die Ausstellung gezeigt wird, seit Ende 2019 »Haspa-Galerie«. Gefördert von: Terra Foundation for American Art, Art Mentor Foundation Lucerne, Freunde der Kunsthalle e. V., Kulturstiftung der Länder, Quantum Immobilien AG, Deutsche Bank AG, Rudolf Augstein Stiftung, U.S.-Generalkonsulat Hamburg, Behörde für Kultur und Medien Hamburg Dr. Amy Gutmann, US-Botschafterin in der Bundesrepublik Deutschland, ist Schirmfrau der Ausstellung Kuratorin: Dr. Brigitte Kölle
Ausstellungen | Ausstellung

Paris ist meine Bibliothek

Hamburger Kunsthalle

Nackte Frauenkörper, dargestellt in provozierend expliziten Szenen, schockierende satanistische Rituale, fantasievoll-opulente Szenerien: Kaum ein Künstler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war mit seinem Motivrepertoire derart berüchtigt und einflussreich wie Félicien Rops (1833-1898). Hinter seinen oberflächlich betrachtet frivol-obszönen Darstellungen stecken hingegen scharfer Witz, Religions- und Gesellschaftskritik sowie politische Satire. Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle beherbergt seit 1907 eine der umfangreichsten deutschen Sammlungen an Werken des belgischen Symbolisten, das 1907 aus der Sammlung des Hamburger Juristen und Kunstsammlers Johannes Mohrmann (1812-1906) erworben werden konnte. Trotz ihrer Größe und Bedeutung ist die Hamburger Rops-Sammlung, die mehr als 250 Werke umfasst, bis heute nahezu unbekannt und nie ausgestellt worden. Der im belgischen Namur geborene Félicien Rops ist wohl der bedeutendste und einflussreichste Radierer der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Tätig vor allem in Brüssel und Paris, prägten seine weit verbreiteten und immer wieder für Skandale bekannten Druckgraphiken bis nach 1900 mehrere Künstlergenerationen, zu denen u. a. Max Klinger, Alfred Kubin, Jeanne Mammen und Otto Dix gehörten. Rops schuf in jungen Jahren satirische Lithographien, widmete sich jedoch spätestens ab 1860, seit er regelmäßig in Paris lebte und arbeitete, in seinem Werk besonders dieser Stadt, ihrer vielgestaltigen Bevölkerung, den Ausschweifungen und Abgründen. Sein vom französischen und belgischen Bürgertum mit seiner Doppelmoral kritisch beäugter, lockerer Lebenswandel und seine engen Kontakte zur literarischen Welt der Bohème in Paris – er freundete sich u. a. mit Charles Baudelaire an – machten ihn ebenso berühmt wie berüchtigt. Vor allem als gefragter Illustrator bzw. Entwerfer signifikanter Frontispize und Titelblätter symbolistischer Literatur war Rops höchst erfolgreich. Die häufig als Pornographie bezeichneten Radierungen taten ein Übriges, Rops' exzentrischen Ruf in Europa zu festigen und ihm große Aufmerksamkeit, aber auch viel Widerstand einzubringen. Die Ausstellung »Paris ist meine Bibliothek«. Zeichnungen und Druckgraphiken von Félicien Rops im Harzen-Kabinett der Hamburger Kunsthalle wird erstmals knapp 100 Blätter aus dem umfangreichen Konvolut an Druckgraphik und Zeichnungen des Künstlers präsentieren. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf den sexuell expliziten Darstellungen, für die Rops schon zu Lebzeiten europaweit bekannt und berüchtigt war, sondern wird auch seine politisch-kritischen und satirischen Entwürfe, Arbeiten in Verbindung mit symbolistischer Literatur sowie Werke, die seine Heimat Flandern zeigen, einbinden. Ein umfassender Blick auf sein Werk, wie es der Bestand der Kunsthalle erlaubt, kann weder das eine noch das andere ausschließen. Dies erlaubt es, die von Rops so häufig thematisierten Geschlechterrollen, sozialen Verhältnisse und moralischen Ambivalenzen seiner Zeit und Gesellschaft, an denen sich Rops zeitlebens immer wieder abgearbeitet hat, offenzulegen und kritisch zu hinterfragen. Hinweis: In der Ausstellung sind vermehrt Nackheit, sexuell explizite Szenen sowie teilweise rassistische Stereotype und Darstellungen sexuellen Missbrauchs zu sehen. Gefördert von: Tavolozza Foundation Kurator*innen: Dr. Andreas Stolzenburg und Juliane Au Hinweis: In der Ausstellung sind vermehrt Nackheit, sexuell explizite Szenen sowie teilweise rassistische Stereotype und Darstellungen sexuellen Missbrauchs zu sehen. Der Besuch Minderjähriger erfolgt nach elterlichem Ermessen.
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Keine Illusionen

Hamburger Kunsthalle

Mit Cornelia Baltes, Shila Khatami, Ingo Meller und Rolf Rose. Die Ausstellung KEINE ILLUSIONEN lotet Eigenschaften und Grenzen des Mediums Malerei anhand von unterschiedlichen zeitgenössischen Positionen aus. Gezeigt werden Arbeiten von vier eingeladenen Künstler*innen, die (teils) neue Werke für die Ausstellung schaffen: Die »radikale Malerei« Ingo Mellers (*1955) trifft auf die zum Teil überlebensgroßen Malflächen von Rolf Rose (*1933), welche die Handschrift des Pinsels negieren und Farbe selbst zu materialisieren scheinen. Die zwischen Abstraktion und Figuration stehende Malerei von Cornelia Baltes (*1978) lässt die Grenzen zwischen Bild und Raum verschwimmen, während Shila Khatamis (*1976) Kompositionen aus perforierten Stahl-Aluminiumplatten das Medium der Malerei selbst thematisieren. Die Spannweite dieser malerischen Auseinandersetzungen wird im Zusammenspiel mit ausgewählten Werken aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle erweitert: Unter anderem werden Dana Greiner (*1988), Dominik Halmer (*1978), Sabrina Haunsperg (*1980), Franziska Reinbothe (*1980) und Helga Schmidhuber (*1972) mit Arbeiten vertreten sein. Malerei war über Jahrhunderte das Medium, in dem Mensch, Natur und Gegenstände aus ihrer Belebung und Dreidimensionalität auf eine Fläche gebannt wurden. Malerei hatte dabei aber nicht immer mit Illusion zu tun. Vielmehr fragt sie nach den Grenzen der darstellbaren Wirklichkeit und stellt sich selbst wie ihre eigenen Grenzen kontinuierlich auf die Probe. Sie war demzufolge schon immer »abstrakt« und auch schon immer »konzeptuell«. Und schon immer ausgerichtet auf den sie umgebenden Raum, wie die Auseinandersetzung mit den Betrachter*innen. Dabei ist der Beitrag derjenigen, die das Bild betrachten, ebenso wichtig, wie jener der Künstler*innen. Während letztere ein Bild erfinden, trägt das Publikum diese Bilder weiter. Museen als Orte eines kollektiven Bildgedächtnisses ermöglichen es Kunstwerke oftmals zum ersten Mal einem großen Publikum vorzustellen. Dabei können sie ebenso als Muse fungieren wie eine Bühne schaffen.
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Atmen

Hamburger Kunsthalle

Die groß angelegte Themenausstellung ATMEN beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Atmens und seiner Darstellung in der Kunst der Alten Meister und der Gegenwart. Mehr als 100 Werke werden miteinander in spannungsreiche, teils epochenübergreifende Dialoge gebracht. So entsteht ein unkonventioneller Austausch über ein existentielles Thema, das zunächst wie ein unbewusster, biologischer Vorgang anmutet, aber vielfältige soziale und politische Dimensionen bereithält. Schon in der Antike ist der Atem mehr als nur Luft, die in und aus dem Körper strömt. Er ist Vehikel des Lebens, des Denkens, der Inspiration und in vielen Weltkulturen auch der Seele. In der jüdisch-christlichen Tradition gilt das Einhauchen des Atmens als zentraler Moment des göttlichen Schöpfungsaktes. Atmen bedeutet Leben, während sein Verlust gleichbedeutend ist mit dem Tod. Trotzdem wird unsere Atmung im Alltag oft als Selbstverständlichkeit wahrgenommen, die erst dann in den Blick gerät, wenn sie schwindet – durch Krankheiten, Klimawandel, Pandemien oder körperliche Gewalt. So sind beispielsweise die letzten Worte von George Floyd 2020 »I can’t breathe« geradezu zu einem Synonym rassistischer und institutioneller Gewalt geworden. Weit davon entfernt ein neutraler physiologischer Prozess zu sein, trifft Atmen immer eine – mehr oder weniger offensichtliche – gesellschaftspolitische Aussage. Die Versorgung mit Luft macht auf ganz unterschiedlichen Ebenen Mechanismen von sozialen und politischen Ein- und Ausschlüssen deutlich, auch und besonders in der Zeit einer globalen Pandemie, in der der Zugang zu Sauerstoff lebenswichtig geworden ist. Zugleich machen wir die Erfahrung eines krankheitsauslösenden und unter Umständen todbringenden Potentials von Aerosolen. Der eigene Atem und der unserer Mitmenschen ist zu einer Gefahr geworden, welche dem eigentlich lebenserhaltenden Prinzip des Atmens konträr entgegensteht und unser Verhältnis zur Welt und zueinander radikal in Frage stellt. Die Ausstellung lädt ein, sich dem facettenreichen Thema auf vielfältige Weise anzunähern und sowohl historische Analogien als auch zeitgeschichtliche Besonderheiten im künstlerischen Umgang mit dem Atmen auszumachen. Rund 45 künstlerische Positionen aus 18 Ländern widmen sich dem Atmen in seiner anhaltenden Bedeutsamkeit und erkunden dessen aktuelle Brisanz. Die interdisziplinäre Bandbreite der präsentierten künstlerischen Medien reicht von Malerei, Skulptur und Installation über Fotografie und Zeichnung bis hin zu Performance, Video, Film und Sound Pieces. Die Ausstellung umfasst herausragende Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter u. a. Gemälde von Hendrick ter Brugghen, David Teniers d. J. oder Oscar Muñoz. Daneben wurden internationale Künstler*innen eingeladen, speziell für die Ausstellung Werke zu schaffen (Alice Channer, Andreas Greiner, Joachim Koester u. a.). Manche Arbeiten werden für die Schau modifiziert (Forensic Architecture, Kasia Fudakowski, Teresa Margolles, Nina Canell). Die ungewöhnlich große Ausstellungsfläche erstreckt sich durch mehrere Gebäudeteile der Hamburger Kunsthalle und reicht mit einer einmaligen großen Lichtprojektion von Jenny Holzer hinaus in ihre Außenbereiche. Die Schau ist nach BESSER SCHEITERN (2013), WARTEN (2017) und TRAUERN (2020) ein weiterer Höhepunkt in einer Serie von gesellschaftlich relevanten Themenausstellungen an der Hamburger Kunsthalle. Kuratorinnen: Dr. Brigitte Kölle und Dr. Sandra Pisot Wissenschaftliche Assistenz: Jan Steinke, Johanna Hornauer Die Ausstellung und die Publikation wurden unter Maßgabe einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes konzipiert und sind in Kooperation mit der Initiative Art to Acres klimaneutral. Beteiligte Künstler*innen: Marina Abramović & Ulay, Hendrik Andriessen, Thomas Baldischwyler, Hendrick ter Brugghen, Helen Cammock, Nina Canell, Alice Channer, David Claerbout, Natalie Czech, Johan Christian Dahl, Cornelis Gerritsz. Decker, Lucinda Devlin, Johann Georg von Dillis, Allaert van Everdingen, Valie Export, Forensic Architecture, Hamburger Meister, gen. Meister Francke, Caspar David Friedrich, Kasia Fudakowski, Bernardino Fungai, Vibha Galhotra, Jacob Gensler, Francisco de Goya, Andreas Greiner, Jeppe Hein, Holländischer Meister (18. Jh.), Jenny Holzer, Joachim Koester, Teresa Margolles, Jan von Mieris, Willem van Mieris, Bertram von Minden, Oscar Muñoz, Cornelia Parker, Giuseppe Penone, Dirk Reinartz, Anri Sala, Ari Benjamin Meyers, Godfried Schalcken, Markus Schinwald, Hendrick van Someren, Sebastian Stumpf, David Teniers d. J., Thomson & Craighead, Lee Ufan, Claude-Joseph Vernet, David Zink Yi
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Femme Fatale

Hamburger Kunsthalle

Die Femme fatale ist ein Mythos, eine Projektion, eine Konstruktion. Sie steht für ein bildlich fest codiertes weibliches Stereotyp: Die sinnlich-erotische und begehrenswerte Frau, deren vermeintlich dämonisches Wesen sich darin offenbart, dass sie Männer so in ihren Bann zieht, dass diese ihr verfallen – mit oftmals fatalem Ausgang. Diesem schillernden wie klischeebehafteten und lange von männlichen und binär geprägten Blickordnungen dominierten Vorstellungsbild widmet sich die Hamburger Kunsthalle mit der Ausstellung »FEMME FATALE. Blick – Macht – Gender«. Die Schau geht nicht nur den künstlerischen Erscheinungsformen des Themas vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach, sondern möchte zugleich den Mythos der Femme fatale in seiner Genese und historischen Transformation kritisch beleuchten. Das ‚klassische‘ Bild der Femme fatale speist sich vor allem aus biblischen und mythologischen Frauenfiguren wie Judith, Salome, Medusa oder den Sirenen, die in Kunst und Literatur zwischen 1860 und 1920 als verhängnisvolle Frauen vielfältig rezipiert wurden. Die mit diesen Erzählungen einhergehende Dämonisierung weiblicher Sexualität ist prägend für die Femme fatale-Figur. Um 1900 wurde das Femme fatale-Bild oftmals auch auf reale Personen, häufig Schauspieler*innen, Tänzer*innen oder Künstler*innen wie Sarah Bernhardt, Alma Mahler oder Anita Berber projiziert. Auffallend ist die Gleichzeitigkeit von wichtigen Errungenschaften der Frauenemanzipation und dem verstärkten Auftreten dieses männlich geprägten Frauenbildes. Als ein Gegenbild, das Aspekte der Femme fatale-Figur spielerisch aufgreift, wird daher für die Ausstellung auch die in den 1920er-Jahren aufkommende Neue Frau wichtig. Eine entscheidende Zäsur wurde ab den 1960er-Jahren von feministischen Künstler*innen gesetzt, die den Mythos um die Femme fatale – und damit auch die entsprechenden Blickweisen und Bildtraditionen – dekonstruierten. Aktuelle künstlerische Positionen wiederum verhandeln Spuren und Anverwandlungen des Bildes oder etablieren explizite Gegenerzählungen – häufig mit Bezug auf die #MeToo-Bewegung, Fragen nach Genderidentitäten, weiblicher Körperlichkeit und Sexualität sowie in Auseinandersetzung mit dem male gaze. Um den Blick-, Macht- und Gender-Konstellationen, die für das Bild der Femme fatale konstitutiv sind, und ihren Wandlungen nachzuspüren, versammelt die Ausstellung medien- und epochenübergreifend etwa 140 Exponate. Zu sehen sein werden Gemälde präraffaelitischer Künstler*innen (u.a. Evelyn de Morgan, Dante Gabriel Rossetti, John William Waterhouse) ebenso wie Werke des Symbolismus (u.a. Fernand Khnopff, Gustave Moreau, Edvard Munch, Franz von Stuck), des Impressionismus (u.a. Lovis Corinth, Max Liebermann, Édouard Manet, Max Slevogt), des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit (u.a. Dodo, Jeanne Mammen, Gerda Wegener). Mit Positionen der frühen feministischen Avantgarde (u.a. VALIE EXPORT, Birgit Jürgenssen, Ketty La Rocca, Maria Lassnig, Betty Tompkins) sowie aktuellen Arbeiten mit queer- und intersektional feministischen Perspektiven (u.a. von Nan Goldin, Mickalene Thomas, Zandile Tshabalala) wird der Bogen in die Gegenwart geschlagen. Kurator: Dr. Markus Bertsch Wissenschaftliche Assistenz: Selvi Göktepe und Ruth Stamm Gefördert von: Freunde der Kunsthalle e. V., Ernst von Siemens Kunststiftung, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Philipp Otto Runge Stiftung, Herbert-Pumplün-Stiftung, Behörde für Kultur und Medien der Freien Hansestadt Hamburg Im Rahmen der Ausstellung entwickelt die Hamburger Kunsthalle gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung als Kooperationspartner einen Chatbot für Jugendliche. Das Programm der Bildung & Vermittlung wird maßgeblich gefördert von Fürst Bismarck Quelle.
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Studierenden Kunstmarkt
im Stilwerk Hamburg

SKM COMMUNITY AUSSTELLUNG

Seit letztem Jahr organisieren wir regelmäßig Kunstausstellungen vor Ort und holen so unser Konzept aus der virtuellen Welt in die reale Welt. Wir bringen Kunststudierende aus allen Teilen Deutschlands und dieses Jahr sogar Europa zusammen und ermöglichen so nicht nur kreativen Austausch und Inspiration unter den Studierenden selbst, sondern auch zwischen KünstlerInnen und Kunstinteressierten. Als junges, kreatives Start-Up freuen wir uns sehr dieses Jahr nun die erste Ausstellung außerhalb unseres Heimatorts Leipzigs zu veranstalten. 12 Künstler:innen aus unserer großen Community sind es nun, deren Arbeiten hier in Hamburg im Art Space von Meet Frida kuratiert sind. Alle Werke stehen exklusiv auf der Ausstellung zum Verkauf. Die Werke können direkt vor Ort erworben und mitgenommen werden. PROGRAMM 27.10.2022 Vernissage (nur mit Voranmeldung!) 18:30 Einlass 18:45 Welcome Speech 19:30 Artist Talk - Raneem Maatouk (Ihr Weg aus Syrien zur Künstlerin in Leipzig) Es wird eine Auswahl an Getränken & Speisen vor Ort geben. Zur Vernissage ist jeweils pro Ticket eine Speise inkludiert. Sekt & alkoholfreie Alternativen ebenfalls. 28.10.20221 14-20 Uhr Ausstellung + Pop-Up Cafe (kostenloser Eintritt) 16-17 Uhr Kreativwerkstatt (für Kinder) (12 Plätze) 29.10.20221 10-22 Uhr Ausstellung + Pop-Up Cafe (kostenloser Eintritt) 11-12 und 15-16 Uhr Kreativwerkstatt (für Kinder) (12 Plätze) 30.10.20221 10-17 Uhr Ausstellung + Pop-Up Cafe (kostenloser Eintritt) 11-12 Uhr Kreativwerkstatt (für Kinder) (12 Plätze) Es stellen aus: Tom Gully Dana Da Costa Drew Mazyck Jascha Schwarz Kaan Ege Önal Lukas Rosen Paula Klompmaker Mara Zota Teuta Pashnjari Raneem Maatouk Elizaveta Ostapenko Musafer Qassim

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