Das Franck-Haus ist das kulturelle Zentrum der Stadt Marktheidenfeld und neben der St. Laurentius-Kirche die größte kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeit in Marktheidenfeld. Hier finden regelmäßig Kunstausstellungen und über das Jahr verteilt Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen statt. Der Festsaal wird hauptsächlich für Trauungen, aber auch für Empfänge der Stadt genutzt.
Im rechten Vordergebäude im oberen Stockwerk, das auch über einen Aufzug barrierefrei zugänglich ist, befinden sich der Galeriebereich mit wechselnden Ausstellungen und einer Dauerausstellung sowie der Festsaal. Die Räume im rückwärtigen Bereich des Franck-Hauses werden auf drei Ebenen für wechselnde Ausstellungen genutzt.
Das historische Franck-Haus beherbergt nicht nur spannende Ausstellungen, sondern auch eine Weinbar.
Zudem laden lauschige Plätze im Innenhof und im Westentaschenpark zum Verweilen und Genießen ein. Der alte Gewölbekeller, die “Sektwiege”, wird hauptsächlich von der Gastronomie genutzt. Auch der Historische Verein Marktheidenfeld und Umgebung e.V. und die Stadt nutzen den Weinkeller für besondere Ereignisse.
Öffnungszeiten:
Mi-Sa 14-18 Uhr
So, Feiertag 10-18 Uhr
Die Öffnungszeiten gelten während einer laufenden Ausstellung.
Eintritt frei!
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Ausstellung
Dies ist kein Magritte: Surrealismus neu gedacht
Schülerinnen und Schüler einer Kunstklasse von Michael Nembach des Balthasar-Neumann-Gymnasiums Marktheidenfeld
Im Kunstunterricht beschäftigte sich eine 11. Klasse des Balthasar-Neumann-Gymnasiums im Schuljahr 2023/24 mit dem Surrealisten René Magritte.
Dabei entstanden "Magritte Fakes" und 3D-Modelle, die typische Magritte-Elemente mit persönlichen Bezügen der Schülerinnen und Schüler verbinden.
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Vortrag
Das vergessene Schloss
vhs-Vortrag mit Dr. Christian Naser
Der Vortrag widmet sich der kulturellen und wirtschaftlichen Blütezeit Frankens im 18. Jahrhundert – mit besonderem Blick auf das Wiesen-Palais in Zell am Main und das Franck-Haus in Marktheidenfeld. Anhand dieser beiden Bauten werden gesellschaftliche, wirtschaftliche und architektonische Entwicklungen der Zeit aufgezeigt. Das von Balthasar Neumann errichtete Wiesen-Palais steht exemplarisch für die Bedeutung des Weinhandels. Auch das Franck-Haus, in dessen barockem Festsaal der Vortrag stattfindet, ist ein bedeutendes Zeugnis dieser Epoche und wird im Vortrag architektonisch besonders gewürdigt.
vhs-Vortrag mit Dr. Gerrit Himmelsbach
Hörsaal on Tour - in Zusammenarbeit mit dem Universitätsbund Würzburg
Die fränkische Kulturlandschaft wurde und wird nicht nur durch den Menschen gestaltet – hier lebten Persönlichkeiten, deren Wirken bis in die Gegenwart nachhallt und Einheimischen wie Besuchern ein bestimmtes Bild der jeweiligen Region vermittelt. Als Beispiele seien Rudolf Virchow für den Spessart und Friedrich Rückert für das Schweinfurter Land genannt. Der Vortrag erweitert den Blickwinkel durch die Frage, welche Auswirkungen dies für Identität und Tourismus haben kann.
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Vortrag
"Hab Mut, steh auf!" (Mk 10,49)
vhs-Vortrag mit Markus Lau
Hörsaal on Tour - in Zusammenarbeit mit dem Universitätsbund Würzburg
"Hab Mut, steh auf!" (Mk 10,49) - das Motto des Würzburger Katholikentags 2024 bibelwissenschaftlich beleuchtet
Vom 13. - 17. Mai 2026 findet in Würzburg der 104. Deutsche Katholikentag statt. Dieses kirchliche und zugleich für Stadt und Region bedeutsame Großereignis steht unter dem Motto, das seine Wurzeln im Markusevangelium hat, der ältesten Erzählung über das Leben Jesu. Der Vortrag beleuchtet mit den Instrumenten bibelwissenschaftlicher Methodik die markinische Erzählung vom blinden Bettler Bartimäus, dem die Aufforderung des "Hab Mut!" in der Erzählwelt des Markus ursprünglich gilt. An dieser Schlüsselgeschichte des Markusevangeliums lässt sich beispielhaft lernen, wie Jesusnachfolge im Markusevangelium gedacht ist: machtkritisch, solidarisch, offen für Neues und Neue - und mit einem wachen Blick gerade für die, die zu kurz zu kommen drohen.
Im Rahmen der Reihe „Philosophische Ästhetik“ lädt das Kulturamt der Stadt Marktheidenfeld am Mittwoch, den 18. März um 18 Uhr zu einer Diskussionsrunde mit Dr. Björn Johannsen in das Kulturzentrum Franck-Haus ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht nach wie vor die Frage: Was ist Kunst?
Werke berühmter Künstler sind in Museen zu finden und werden zu hohen Preisen auf dem Kunstmarkt gehandelt. Stellt sich jedoch heraus, dass es sich um Fälschungen handelt, verlieren sie sogleich ihren Wert und ihr Stellung in der Kunstwelt – selbst, wenn sie meisterhaft gemalt wurden wie im Falle des Kunstfälschers Beltracchi. Was aber ist ein Original? Was zeichnet es aus? Welche Besonderheit scheint es zu umgeben?
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Vortrag
Wort-Schätze aus Unterfranken
Hörsaal on tour - in Zusammenarbeit mit dem Universitätsbund Würzburg
Referentin: Dr. Monika Fritz-Scheuplein
Seit über 20 Jahren gibt es am Unterfränkischen Dialektinstitut (UDI) das sogenannte Dialekttelefon, das immer noch so heißt, auch wenn die Anfragen von Dialektinteressierten inzwischen meist per Mail eingehen. In der Regel werden vor allem Fragen zur Herkunft von Dialektwörtern gestellt, die zum Teil recht kurios sind, oft auch aus anderen Sprachen entlehnt wurden. Manchmal hilft auch die gründlichste Recherche in verschiedenen Wörterbüchern nicht weiter und es kann über die Etymologie nur spekuliert werden. Einige dieser kuriosen, oft seltenen, vermutlich regional begrenzten, immer aber interessanten Wort-Schätze werden in diesem Vortrag vorgestellt und näher beleuchtet.
Piot Brehmer zeigt seine Fortsetzung der Kunstpreis-Ausstellung "in balance" aus 2024. Inhaltlich und formal wird dabei sein Gewinnerbild "event horizon" vertieft.
Zu sehen sind abstrakte und minimale Werke, die das Thema der Levitation aufgreifen.
Dazu gesellen sich neueste Arbeiten aus seinem malerischen Schaffen.
Simone Rössler bringt Farbe mit vielfältigen Techniken auf die Leinwand – mal geschüttet, mal gespachtelt –, sodass Farben und Bewegungen buchstäblich durch die Flächen und Bildräume fließen.
Dabei entstehen Werke, die das kaum Darstellbare sichtbar machen: Bewegung und Zeit im Moment des Stillstands.
Resilienz, Neuroplastizität und Prävention: Wie bleibe ich psychisch gesund?
Hörsaal on tour - in Zusammenarbeit mit dem Universitätsbund Würzburg
Referent: PD Dr. Thomas Polak vom Uniklinikum Würzburg, Zentrum für Psychische Gesundheit, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und der Hephata Diakonie, Fachklinik Weibersbrunn für den Unibund Würzburg
Resilienz als zunächst psychologisches oder soziales Konzept und Neuroplastizität als Gegenstand neurowissenschaftlicher Forschung sind eng miteinander verbunden. Resilienz bezeichnet in diesem Zusammenhang die Fähigkeit eines Individuums, Krisen psychisch gesund zu überstehen, sich anzupassen und ggf. gestärkt daraus hervorzugehen. Sie ist dynamisch, situationsabhängig und wird von genetischen, neurobiologischen, psychologischen und sozialen Faktoren beeinflusst.
Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, seine Struktur und Funktion als Reaktion auf Erfahrungen, Lernen oder Schädigung zu verändern. Was sind die molekularen Grundlagen dieser beiden Konzepte, wie wirken sie sich im Sinn der Prävention aus und was können wir konkret tun, um Krankheiten wie Alzheimer, Depression oder Abhängigkeitserkrankungen konkret zu verhindern?
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Vortrag
Die Europäische Union als geopolitischer Akteur im Konzert der Großmächte
Hörsaal on tour - in Zusammenarbeit mit dem Universitätsbund Würzburg
Referent: Manuel Pietzko
In den letzten Jahren scheint die Unordnung in der internationalen Politik stetig zugenommen zu haben. China tritt als Weltmacht immer selbstbewusster in Erscheinung, der Krieg in der Ukraine hat die Erzählung vom andauernden Frieden in Europa ins Wanken gebracht und die USA scheinen zumindest unter Donald Trump nicht mehr unverbrüchlich hinter Europa und der EU zu stehen. Die EU muss zunehmend selbstständiger und selbstbewusster auf dem internationalen Parkett auftreten und eigene Interessen versuchen durchzusetzen. Aber ist das für eine Europäische Union, die von vielen als schwacher internationaler Akteur wahrgenommen wird, überhaupt möglich? Der Vortrag gibt einen Einblick in den vielschichten internationalen Akteur EU, der neben klassischer Außen- und Sicherheitspolitik in vielen weiteren Politikbereichen aktiv ist, und gibt eine Einschätzung wie sich die Europäische Union gemeinschaftlich im Konzert der Großmächte positionieren kann.
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Vortrag
Zweimal sehen – das Experiment: Picassos „Guernica“
Nur wenige Sekunden betrachtet man ein Gemälde im Museum, ehe man zum nächsten geht. Das ist das Ergebnis verschiedener Untersuchungen. Daher kann es sinnvoll sein, sich lediglich mit einem Gemälde zu beschäftigen, um es tiefer zu erfahren.
Das Experiment „Zweimal sehen“ verfolgt genau dies: Wir beschäftigen uns lediglich mit einem Kunstwerk, betrachten es, erfahren Hintergründe zum Maler, der Entstehung und zu möglichen Interpretationen, um das Gemälde dann erneut anzusehen. Diesmal sicherlich mit anderen Augen.
Referent: Dr. Björn Johannsen
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Ausstellung
Kopfkino
"Kopfkino" ist eine Ausstellung über das Sehen als aktiven Prozess – über das Bild als Impulsgeber für innere Bilder.
Musik beginnt mit dem Hören.
Malen beginnt mit dem Sehen.
Sehen durch die Augen, sehen mit dem Herzen, sehen mit dem Gehirn.
Thumas Arbeiten fordern nicht nur zum Sehen, sondern zum Entschlüsseln auf und eröffnen so einen aktiven Rezeptionsraum, der weit über das Visuelle hinausreicht. Jedes Werk ist eine visuelle Erzählung, deren Geschichte sich nicht linear entfaltet, sondern durch Andeutungen, Leerstellen und Brüche den Betrachtenden herausfordert.
Künstler vor Ort:
Am Internationalen Museumstag - 17. Mai 2026 - ist der Künstler von 14.00 - 18.00 Uhr vor Ort. Um 15.00 Uhr führt er durch seine Ausstellung.
Termine
Fr 24.4.2026, 19:00 | Ausstellungseröffnung
Sa 25.4.2026 - So 21.6.2026
Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) ist mit 45 Regionalverbänden deutschlandweit aktiv und vertritt ca. 10.000 Mitglieder. Zum Bayrischen Landesverband gehören neun Regionalverbände, drei davon vertreten die Künstlerschaft Frankens.
TRIO ist eine Ausstellungsreihe der drei fränkischen BBK Regionalverbände, die 2013 in Bamberg ins Leben gerufen wurde, um Austausch und Sichtbarkeit der fränkischen Kunstszene zu fördern. Turnusmäßig rotiert die Ausstellung der jeweils gastgebenden Verbände mal in Bamberg (Oberfranken), Nürnberg (Mittelfranken) und Würzburg (Unterfranken). Der BBK-Unterfranken lädt 2026 alle Kolleginnen und Kollegen der drei fränkischen Regionalverbände ein, sich für eine Ausstellung im Franck-Haus zu bewerben. Eine Jury wird entscheiden, welche Arbeiten gezeigt werden.
Mit seinen abstrakten Gelatinedrucken zeigt der Künstler eine lyrische Komponente in seinem Bildschaffen. Die teilweise farbintensiven Drucke durchlaufen mehrere Stadien:
Dem mehrfachen Druckdurchgang mit jeweils einer Farbe folgt die Ausarbeitung der Blätter mit Tusche, Farbstiften und Pastellen. Diese rein informellen Blätter sind in ihrer Farbgebung intensiv und doch harmonisch. Es sind lyrische Momentaufnahmen, die mehr zufällig entstehen als rational durchdacht und konzentriert. Die Werkschau bewegt sich dabei vom Lyrisch-Expressiven bis hin zur Abstraktion.
Wanderausstellung des Bezirks Unterfranken in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Marktheidenfeld und Umgebung e.V.
Kleidung schützt nicht nur vor Wetter – sie kommuniziert.
Sie zeigt Persönlichkeit, Identität, Macht, Wohlstand, Herkunft und Zugehörigkeit. Jede Entscheidung für ein Kleidungsstück erzählt etwas über uns. Die Wanderausstellung "Was zieh ich nur an?" beleuchtet diese vielfältigen Ausdrucksformen früher und heute. Sie fragt: Was trugen und tragen die Menschen in Unterfranken – und warum? Antworten geben sowohl historische Exponate als auch Modeschaffende der Region. Sie zeigen aktuelle Trends und die reiche Geschichte von Kleidung in Unterfranken. Die Ausstellung lädt ein, die eigenen Kleidungsgewohnheiten zu reflektieren – von Inspiration über Haltung bis Nachhaltigkeit.
“Junge Talente” - gefördert von der Bürgerkulturstiftung Marktheidenfeld
Aus dem, was einst von Wasser und Schaum bedeckt war, ragen heute Berggipfel. Neue Formationen und Lebensräume entstehen – ein visuelles Nachdenken darüber, was bleibt, wenn alles zu vergehen scheint. "Jenseits der Gischt" verweist auf das Momenthafte des Aufpralls und das Aufblitzen im Übergang.
Isabel Roos Malerei und Zeichnung verdichten sich zu vibrierenden Kohärenzen voller kaleidoskopischer Intensität. Ein erzählerisches Gedankenexperiment zwischen Klarheit und Schweben lässt das wogende Naturfragment zum Motiv werden.
Max Gehlofens Skulpturen bündeln Bewegung zu materieller Form – als würde ein flüchtiger Gedanke zu Stein. Dadurch entsteht ein Denkraum über Kontrolle und Zufall, Vorstellung und organischen Prozess.
Gemeinsam bilden die Arbeiten der beiden ein vielschichtiges Geflecht aus Transformation, Erinnerung und Wandel.
Täglich lässt sich Linda Schwarz von den Schlagzeilen verführen – manchmal belustigt, manchmal nachdenklich, aber immer hellwach. Ihre Kunst spielt mit Sprache, Symbolen und Zeit: Vom vergilbten Archiv bis zur frischen Zeitung, von klassischer Notation bis zur Alltagspoesie. Mit experimentellen Drucktechniken, Collage und Malerei erschafft sie eigenwillige Unikate, die tagsüber in Farbe erscheinen – und nachts geheimnisvoll weiterleuchten. Kunst mit Spätwirkung also – ganz ohne Rezeptpflicht.
Das Franck-Haus bietet dafür den idealen Resonanzraum: ein Ort für alle, die sich gern überraschen lassen und wissen, dass gute Kunst manchmal besser wirkt als jede Tablette...
Der Kunstpreis der Stadt Marktheidenfeld wird 2026 bereits zum 15. Mal vergeben - diesmal in der Technik "Zeichnen".
In der Ausstellung sind neben dem Gewinnerbild auch die von der Jury ausgewählten Wettbewerbsbeiträge zu sehen.
Besucher können außerdem ihren Favoriten wählen und den Publikumspreis vergeben.
Karl Meyer zeigt seine Aquarellserie "Vogel des Jahres". Die jährliche Wahl zum Vogel des Jahres wird begleitet von großem medialem Interesse. Meyer zeigt filigrane Aquarelle mit den Gewinnern seit 1971. Jeder Vogel erzählt seine Geschichte und die Geschichte von Lebensräumen, die es zu
bewahren gilt.
Torsten Ruf zeigt seine besten Makrofotografien aus der Welt der Insekten, Reptilien und Amphibien.
Sie geben einen kleinen Einblick in die faszinierende Vielfalt der Natur und laden zum Entdecken sowie Staunen über Formen, Farben und Anpassungsstrategien, aber auch zum Nachdenken über deren zunehmenden Verlust ein.
Bewertungen & Berichte VOGELAQUARELLE UND MAKROWELTEN
Ausstellung
Dauerausstellung "Kleinste Bibliothek der Welt"
Aus München brachte der damalige Bürgermeister Dr. Leonhard Scherg im Jahr 2005 einen ganz besonderen Schatz mit: den in einen kleinen Koffer eingeschlossenen, für Marktheidenfeld bestimmten Teil des “Kaufmann-Nachlasses”. Die Münchnerin Amalia Erna Kaufmann (1921-2004) hatte in ihrem Testament unter anderem der Stadt Marktheidenfeld “Kunstwerke” vermacht – “die kleinste Bibliothek der Welt”, ein ganz besonderes Kunstwerk von Valentin Kaufmann.
Valentin Kaufmann stammte aus Lengfurt am Main, wo er am 21. November 1891 geboren wurde. Er erlernte das Zimmermannshandwerk und war seit 1914 bei der Stadt München tätig und verstarb am 27. Dezember 1956. Amalia Erna, die Erblasserin, war seine Tochter.
Wie es zu dieser “kleinsten Bibliothek der Welt” gekommen ist, erzählt folgende Geschichte. In einer geselligen Runde um 1935 ging es um den Weltrekord im Miniaturschreiben. Provoziert durch eine Wette machte sich Valentin Kaufmann an die Arbeit und stellte schon bald den Weltrekord ein. Auf der zum Nachlass gehörenden Postkarte “no. 6” brachte er auf den Schreibflächen unvorstellbare 12.515 Buchstaben, 2.252 Wörter und 30 Zahlen unter. Neben Postkarten, auf denen sich, wie er zeigte, nahezu der Inhalt einer ganzen Zeitung unterbringen ließ, beschrieb Kaufmann auch Streichhölzer, Knöpfe und Briefmarken und fertigte schließlich auch ganze Bücher, Miniaturbücher, an. So entstand über die Jahre die kleinste Bibliothek der Welt. Jedes der elf Bücher ist in Leder gebunden, besitzt eine Schließe, Goldschnitt und ist, bis auf eines, in einer eigenen Buchkassette untergebracht. Das eine, das “kleinste Buch der Welt”, findet Platz in einer Haselnuss. Es ist nur 9,5 x 7,5 Millimeter groß. Auf 94 von 98 Seiten, in 720 Zeilen, mit 7.167 Buchstaben schildert Kaufmann darin vier Begebenheiten: die Entstehung der Frauenkirche, die Entstehung des Münchener Oktoberfestes, den Guss der Bavaria und die Entstehung des Münchener Volksliedes “Der alte Peter”.
Für seine außerordentliche Schreibkunst fand Kaufmann weltweite Beachtung und beachtliche Angebote. Er wollte sich aber von seinen Kunstwerken nicht trennen. Eines seiner Miniaturbücher mit Dokumenten und Texten zur Geschichte der Stadt München erhielt aber 1950 Papst Pius XII. zum Geschenk. Er ließ es neben dem größten Buch der Welt im Vatikanischen Museum ausstellen. Zu dieser Zeit gab es auch viel beachtete Ausstellungen seiner “kleinsten Bibliothek der Welt”, unter anderem im November 1951 anlässlich seines 60. Geburtstags in seiner Heimatgemeinde Lengfurt.
Der Marktheidenfelder Nachlass besteht neben den elf Miniaturbüchern und beschriebenen Streichhölzern, Knöpfen, Briefmarken und Postkarten, aus einer Vielzahl von Fotos, Zeitungsausschnitten, Dokumenten und Arbeitsmaterialien. Der Nachlass wird im Archiv der Stadt aufbewahrt.
Eine Auswahl der Sammlung, darunter die elf Miniaturbücher, sind im Franck-Haus in einer Vitrine seit April 2005 dauerhaft ausgestellt. Die Ausstellung ist für Besucher jeweils zu den Öffnungszeiten der Wechsel-Ausstellungen im Galeriebereich zugänglich.
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Ausstellung
Dauerausstellung "Schauschmiede"
Hinter dem Franck-Haus, am Ende des Durchgangs zur Stiergasse, hat der Historische Verein Marktheidenfeld und Umgebung e.V. in einer ehemaligen Scheune eine alte Schmiedewerkstatt als Dauerausstellung eingerichtet.
Durch der Einbau einer Glaswand und einer automatischen Beleuchtung ist der Einblick in das Innere des Ausstellungsraumes jederzeit ermöglicht. Eine Außenschmiede mit Amboss befindet sich ergänzend im Freien unter einem Vordach.
Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck davon, wie das Schmiedehandwerk Anfang des vorigen Jahrhunderts noch ausgeübt wurde. Das Inventar, Esse mit Blasebalg und Schmiedeamboss sowie Hämmer, Zangen und weitere Werkzeuge, mit denen das glühende Eisen bearbeitet wurde, stammen aus der ehemaligen Alten Schmiede in der Bronnbacher Straße, deren Räume nach der Sanierung von der Volkshochschule genutzt werden.
Eine Besichtigung der Schauschmiede ist während der Öffnungszeiten des Franck-Hauses möglich.
Was hat es mit dem blauen Haus in der Untertorstraße auf sich? Woher kommt das strahlende Blau der Fassade und was steckt dahinter?
Dies alles erfahren Sie während “einer blauen Stunde” – bei einer Führung durch das Franck-Haus. Das reiche Bürgerhaus aus der Barockzeit wurde im Jahre 1745 aus ursprünglich zwei Häusern errichtet.
Mit seiner Prunkfassade und der auffälligen blauen Farbe zählt das Franck-Haus zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten in Marktheidenfeld.
Dauer: 60 Minuten
Preis: 50,00 Euro
für eine Gruppe bis max. 25 Personen
Treffpunkt: Innenhof Franck-Haus
Führungen gibt es auch speziell für Kinder.
Zur Buchung einer Führung und für weitere Informationen steht Ihnen die Touristinforation Marktheidenfeld, Tel. 09391 5035414, gerne zur Verfügung.
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Franck-Haus
Das Franck-Haus ist das kulturelle Zentrum der Stadt Marktheidenfeld und neben der St. Laurentius-Kirche die größte kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeit in Marktheidenfeld. Hier finden regelmäßig Kunstausstellungen und über das Jahr verteilt Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen statt. Der Festsaal wird hauptsächlich für Trauungen, aber auch für Empfänge der Stadt genutzt.
Im rechten Vordergebäude im oberen Stockwerk, das auch über einen Aufzug barrierefrei zugänglich ist, befinden sich der Galeriebereich mit wechselnden Ausstellungen und einer Dauerausstellung sowie der Festsaal. Die Räume im rückwärtigen Bereich des Franck-Hauses werden auf drei Ebenen für wechselnde Ausstellungen genutzt.
Das historische Franck-Haus beherbergt nicht nur spannende Ausstellungen, sondern auch eine Weinbar.
Zudem laden lauschige Plätze im Innenhof und im Westentaschenpark zum Verweilen und Genießen ein. Der alte Gewölbekeller, die “Sektwiege”, wird hauptsächlich von der Gastronomie genutzt. Auch der Historische Verein Marktheidenfeld und Umgebung e.V. und die Stadt nutzen den Weinkeller für besondere Ereignisse.
Öffnungszeiten:
Mi-Sa 14-18 Uhr
So, Feiertag 10-18 Uhr
Die Öffnungszeiten gelten während einer laufenden Ausstellung.